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Letzte Änderung für Artikel Hildesheimer Allgemeine Zeitung: 01.12.2005 14:50

Hildesheimer Allgemeine Zeitung

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Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Situation

Bei der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung handelt es sich um Hildesheims einzige Tageszeitung , die eine verkaufte Auflage von 45.581 Exemplaren erreicht ( IVW II/05). Weitere 2.524 Exemplare verkauft die Nebenausgabe Sarstedter Anzeiger . Beim Verlag, der Gebr├╝der Gerstenberg GmbH & Co KG, besteht eine ├ťber-Kreuz-Beteiligung mit dem Madsack -Verlag aus Hannover ( Hannoversche Allgemeine Zeitung ), der auch den 'Zeitungsmantel', das hei├čt die ├╝berregionalen Politik-, Wirtschafts- und Sportseiten liefert und die Hildesheimer Allgemeine Zeitung druckt. Die Hildesheimer Allgemeine Zeitung ist zudem an der Alfelder Zeitung beteiligt.

Geschichte

Die Hildesheimer Allgemeine Zeitung sieht sich als die ├Ąlteste Tageszeitung Deutschlands. Mit der ersten, am 24. Juni 1705 gegr├╝ndeten Hildesheimer Vorl├Ąuferzeitung hat sie allerdings weder den Namen, den Eigent├╝mer oder den Inhalt gemein, noch erschien sie t├Ąglich.

Gegr├╝ndet als Hildesheimer Relations-Courier, erfolgte 1775 die erste Umbenennung, und zwar in Privilegierte Hildesheimische Zeitung. Nach einer weiteren Umbenennung in K├Âniglich-Preu├čische allergn├Ądigst privilegierte Hildesheimische Zeitung ( 1802 ) wurde die Zeitung 1804 eingestellt. Gr├╝nder war der Zeitungskorrespondent Johann Christian Hermitz, der den Verlag 1751 seinem Schwiegersohn Christian Levin L├╝demann ├╝bertrug. Die Zeitung hatte in dieser Zeit keine umfassende Berichterstattung, sondern berichtete lediglich von Kriegsereignissen, Naturkatastrophen oder Herrschaftsklatsch.

Nach einer Erscheinungspause von immerhin drei Jahren erstand die HAZ 1807 als Stadt-Hildesheimische privilegirte Zeitung und Anzeigen f├╝r alle St├Ąnde wieder auf. Die Zeitung wurde damals gemeinsam vom Inhaber der Zeitungslizenz , C. L. L├╝demann, und dem Buchh├Ąndler Johann Daniel Gerstenberg betrieben, wobei allein Gerstenberg wirtschaftlich und redaktionell handelte, L├╝demann hingegen lediglich als passiver Lizenzinhaber fungierte. Gerstenberg, dessen Nachfahren noch heute den Verlag f├╝hren, erhielt erst ab 1819 auch offiziell das Privileg zur Zeitungsherausgabe.

Nach diversen weiteren Umbenennungen bekam die Zeitung 1854 den Namen Hildesheimer Allgemeine Zeitung und Anzeigen f├╝r alle St├Ąnde, so dass die HAZ im Jahr 2004 das 150j├Ąhrige Bestehen (unter diesem Namen) h├Ątte feiern k├Ânnen.

Die Hildesheimer Allgemeine Zeitung richtete sich im 19. und der ersten H├Ąlfte des 20. Jahrhunderts anders als heute nicht an die ganze Bev├Âlkerung, sondern seit Mitte des Jahrhunderts vor allem an liberale Leser und ab 1867 vor allem an die Sympathisanten der Nationalliberalen Partei , als deren Organ sich die Zeitung bekannte und f├╝r die sich auch die Verleger politisch engagierten. In der Weimarer Republik unterst├╝tzte das Blatt die DVP , die schlie├člich Hitler zum Reichskanzler w├Ąhlte.

Die Hildesheimer Allgemeine Zeitung war - wie weitestgehend die ganze deutsche Presse - als amtliches Bekanntmachungsblatt fest in kommunale Machtstrukturen eingebunden. F├╝r das Agieren der Gerstenbergschen Zeitung im Nationalsozialismus fehlen noch Untersuchungen. Deutlich scheint jedoch, dass sich die Zeitung bereits recht fr├╝h zumindest einer nationalsozialistischen Begrifflichkeit annahm. Die Zeitung wurde im NS-Staat anders als viele andere nicht enteignet (siehe Presse im NS-Staat ), sondern bekam Entwicklungsm├Âglichkeiten einger├Ąumt, die von 1934 bis 1937 zu einer Auflagenerh├Âhung um zehn Prozent auf gut 11.000 Exemplare f├╝hrten.

1943 wurde die HAZ aus kriegswirtschaftlichen Gr├╝nden mit dem nationalsozialistischen Hildesheimer Beobachter und der Provinzial-Zeitung aus Bockenem zur Hildesheimer Zeitung vereinigt und erschien bis zum Zusammenbruch Deutschlands im Jahr 1945 weiter. Nach einer Zwangspause (siehe auch Nachkriegspresse ) von mehr als vier Jahren betrat dann 1949 erneut die Hildesheimer Allgemeine Zeitung die ├Âffentliche B├╝hne.

Siehe auch

  • Pressegeschichte
  • Liste deutscher Zeitungen
  • Liste von Zeitungen

Weblinks

Literatur

  • Ulrich P├Ątzold/Horst R├Âper: Medienatlas Niedersachsen-Bremen 2000. Medienkonzentration - Meinungsmacht - Interessenverflechtung. Verlag Buchdruckwerkst├Ątten Hannover GmbH, Hannover 2000, ISBN 3-89384-043-5
  • Stefan Matysiak: Dreihundert Jahre 'Hildesheimer Allgemeine Zeitung' - Traditionsbildung und publizistische Entwicklung einer Heimatzeitung. In: Sven Abromeit (Redaktion): 300 Jahre 'Hildesheimer Allgemeine Zeitung' - Seitenblicke. Herausgegeben von der Gebr├╝der Gerstenberg GmbH & Co KG, Hildesheim 2005, ISBN 3-8067-8596-1

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hildesheimer Allgemeine Zeitung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Hildesheimer Allgemeine Zeitung verfügbar.

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