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Letzte Änderung für Artikel Bistum Verden: 17.02.2006 21:28

Bistum Verden

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Das Bistum Verden, ab 1648 Herzogtum Verden, war ein Bistum , geistliches, und nach der Reformation weltliches Territorium im heutigen mittleren Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

GrĂĽndung

Es wurde um 800 in Verden als Bischofssitz begründet und gehörte zunächst der Kirchenprovinz Mainz an. Ursprünglich mit der Abtei Amorbach im Odenwald in Personalunion, wurde das Bistum bereits im 9. Jahrhundert zum Spielball des regionalen Adels. So beförderten die Amelunger bevorzugt Mönche der Abtei Corvey auf den Bischofsstuhl.

Hochmittelalter

Im ausgehenden 10. Jahrhundert erhielt der Bischof Markt- , Münz-, Zoll- und Bannrecht im Sturmigau - wie die Region des heutigen Landkreises Verden und des Altkreises Rotenburg damals genannt wurde - verliehen, was zur Grundlage einer künftigen Landesherrschaft wurde. Im Jahr 1195 wurde Rotenburg (Wümme) als Residenz der Verdener Bischöfe durch Rudolf von Holle gegründet. Im frühen 13. Jahrhundert zunehmend durch die einheimischen Bischöfe in regionale Belange einbezogen, konnte man sich seit dem 14. Jahrhundert kaum mehr gegen päpstliche Provisionen wehren, was jedoch zu einer Erstarkung des domkapitularischen Einflusses führte, zumal die Bischöfe nun zumeist nadfremde waren.

Das Domkapitel konnte bereits um 890 eine vermögensrechtliche Trennung gegenüber dem Bischof durchsetzen. Ab dem Jahre 1275 auf 16 Mitglieder festgelegt, mussten von ihnen die fünf ältesten die Priesterweihe, die fünf mittleren die Diakonenweihe und die fünf jüngsten die Subdiakonenweihe besitzen. Der Propst von St. Johannis in Lüneburg war das 16. Mitglied und nahm als solches einen Sonderstatus ein. Seine Mitglieder ergänzte das Kapitel, welches Propst , Dekan , Scholaster , Kellner, Kantor und Thesaurar als Dignitäten umfasste, selbständig. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts kamen dazu nicht weniger als 48 Domvikare , an deren Spitze die beiden Bischofsvikare standen.

Von den acht Archidiakonaten waren mehrere dem Domkapitel inkorporiert.

Das Hochstift Verden gehörte zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Sein Territorium umfasste etwa den heutigen Landkreis Verden und den Altkreis Rotenburg .

Reformationszeit

Seit 1558 bahnte sich im Bistum und Hochstift der Konfessionswechsel an, welcher mit dem Erlass einer Kirchenordnung in den 1570er Jahren als abgeschlossen gelten kann. Erst 1630 zog erneut ein katholischer Bischof in Verden ein, der sich jedoch lediglich bis 1634 halten konnte.

Herzogtum Verden

1648 wurde das Hochstift im Westfälischen Frieden endgültig säkularisiert und an die schwedische Krone übertragen, womit die Existenz des Bistums ein Ende fand. Von 1648 bis 1712 verblieb es zusammen mit dem Gebiet des ehemaligen Erzstifts Bistum Bremen als "Herzogtümer Bremen und Verden" mit Sitz in Stade bei Schweden . 1712 eroberte es Dänemark , das es 1715 an das Kurfürstentum Hannover verkaufte. Es teilte fortan die Geschichte Hannovers und wurde 1946 Teil Niedersachsens.

Siehe auch

  • Liste der Bischöfe von Verden
  • Liste der katholischen BistĂĽmer
  • Liste der ehemaligen katholischen BistĂĽmer

Literatur

  • Gesellschaft fĂĽr die Geschichte des Bistums Verden e.V.: Bistum Verden, 770 bis 1648, Editions du Signe 2001, ISBN 2-7468-0384-4
  • Bernd Kappelhoff, Thomas Vogtherr: Immunität und Landesherrschaft, Beiträge zur Geschichte des Bistums Verden, Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der ehemaligen HerzogtĂĽmer Bremen und Verden, Stade 2002, ISBN 3-931879-09-7
  • Thomas Vogtherr: Chronicon episcoporum Verdensium, Die Chronik der Verdener Bischöfe, Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der ehemaligen HerzogtĂĽmer Bremen und Verden, Stade 1997, ISBN 3-931879-03-8
  • Arend Mindermann: Urkundenbuch der Bischöfe und des Domkapitels von Verden, Band 1, Von den Anfängen bis 1300, Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der ehemaligen HerzogtĂĽmer Bremen und Verden, Stade 2001, ISBN 3-931879-07-0
  • Arend Mindermann: Urkundenbuch der Bischöfe und des Domkapitels von Verden, Band 2, 1300 - 1380, Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der ehemaligen HerzogtĂĽmer Bremen und Verden, Stade 2004, ISBN 3-931879-15-1

Weblinks

Wikipedia

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