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Letzte Änderung für Artikel Stralsund: 13.02.2006 16:20

Stralsund

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Wappen Karte
Karte Hansestadt Stralsund in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis : Kreisfreie Stadt
Fl├Ąche : 38,97 km┬▓
Einwohner : 58.708 (30. September 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 1.506 Einwohner je km┬▓
H├Âhe : 5 m ├╝. NN
Postleitzahlen : 18435, 18437, 18439
Vorwahl : 03831
Geografische Lage :
Koordinaten: 54┬░ 18' N, 13┬░ 05' O
54┬░ 18' N, 13┬░ 05' O
Kfz-Kennzeichen : HST
Gemeindeschl├╝ssel : 13 0 05 000
Adresse der Stadtverwaltung: PF 2145
18408 Stralsund
Website: www.Stralsund.de
Politik
Oberb├╝rgermeister : Harald Lastovka ( CDU )

Stralsund ist eine kreisfreie Hansestadt in Mecklenburg-Vorpommern, Landesteil Vorpommern, im Norden Deutschlands . Die Stadt liegt am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee , und wird auf Grund ihrer Lage als Tor zur Insel R├╝gen bezeichnet. Die Altstadt geh├Ârt seit 2002 zum UNESCO - Weltkulturerbe .

Portal Portal:Stralsund

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Blick von der Uferpromenade
Blick von der Uferpromenade
Blick auf den Frankenteich
Blick auf den Frankenteich
Stralsund vom Strelasund aus
Stralsund vom Strelasund aus

Stralsund ist eine kreisfreie Hansestadt in Mecklenburg-Vorpommern, Landesteil Vorpommern, im Norden Deutschlands .

Landschaften, Berge, Fl├╝sse

Die Stadt liegt am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee . Die geographische N├Ąhe zur Insel R├╝gen brachte ihr die Bezeichnung Tor zur Insel R├╝gen ein. Stralsund liegt ebenfalls nahe dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Das Stadtgebiet Stralsund beinhaltet drei Stadtteiche sowie einen Stadtwald .

Die h├Âchste Erhebung der Stadt ist der Galgenberg am westlichen Ortseingang.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Das Stadtgebiet umfasst ca. 39 km┬▓, was Stralsund zu einer der dichtbesiedeltsten St├Ądte Mecklenburg-Vorpommerns macht. Die Stadt besa├č (und besitzt zum Teil noch heute) zudem L├Ąndereien in der n├Ąheren Umgebung sowie auf den Inseln R├╝gen, Hiddensee und der Halbinsel Ummanz . Ausgehend vom heutigen Stadtkern, der Altstadt, wurden nach der Aufhebung des Festungscharakters der Stadt 1869 die umliegenden Gegenden schnell besiedelt.

Nachbargemeinden

Stralsund stellt das Oberzentrum des Landkreises Nordvorpommern dar. Gr├Â├čere St├Ądte in der n├Ąheren Umgebung sind Greifswald, Barth und Ribnitz-Damgarten sowie Rostock. Viele der kleineren D├Ârfer und St├Ądte im Umkreis sind nach 1990 durch Zuzug von Stralsundern oder in Stralsund Arbeitenden stark gewachsen, wie z. B. Prohn oder Negast .

Stadtgliederung

Das Gebiet der Hansestadt Stralsund gliedert sich in folgende Stadtgebiete und Stadtteile:

  • Stadtgebiet Altstadt
    • Altstadt
    • Hafeninsel
    • Bastioneng├╝rtel
  • Stadtgebiet Knieper
    • Kniepervorstadt
    • Knieper Nord
    • Knieper West
  • Stadtgebiet Tribseer
    • Tribseer Vorstadt
    • Tribseer Siedlung
    • Tribseer Wiesen
    • Schrammsche M├╝hle
  • Stadtgebiet Franken
    • Frankenvorstadt
    • D├Ąnholm
    • Franken Mitte
    • Frankensiedlung
  • Stadtgebiet S├╝d
    • Andershof
    • Devin
    • Voigdehagen
  • Stadtgebiet L├╝ssower Berg
    • Am L├╝ssower Berg
    • Am Umspannwerk
  • Stadtgebiet Langendorfer Berg
    • Langendorfer Berg
  • Stadtgebiet Gr├╝nhufe
    • Stadtkoppel
    • Vogelsang
    • Gr├╝nthal-Viermorgen
    • Freienlande
  • Stadtteiche
    • Frankenteich
    • Knieperteich
    • Moorteich

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Hansestadt Stralsund

Kurzfassung

Stralsund wurde im Jahr 1234 vom R├╝genschen F├╝rsten Witzlaw das Stadtrecht nach Rostocker bzw. L├╝becker Vorbild verliehen. Die Gegend war von Slawen besiedelt gewesen, was auch den slawischen Stadtnamen erkl├Ąrt (stral bedeutet Pfeil- bzw. Speerspitze, -sund erkl├Ąrt sich aus dem naheliegenden Strelasund).

Die Stadt wurde vorwiegend durch Siedler aus Westfalen schnell zu einer bedeutenden Handelsstadt im Ostseeraum. Als Mitglied der Hanse gewann Stralsund wirtschaftliche und politische Bedeutung und war bald ann├Ąhernd so m├Ąchtig wie L├╝beck. Zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen mit den Herrschern von D├Ąnemark gipfelten 1371 im Frieden von Stralsund .

Nach dem Niedergang der Hanse nahm auch Stralsunds Bedeutung f├╝r den Handel ab. Weiterhin jedoch lebte die Stadt vorwiegend vom Fernhandel und Nahhandel und dem Schiffbau.

Stralsund trotzte im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg mit Hilfe von Schweden und D├Ąnemark der Belagerung durch Wallenstein . Es folgte eine fast 200-j├Ąhrige Zeit der Zugeh├Ârigkeit zum K├Ânigreich Schweden.

Im 19. Jahrhundert kam Stralsund zu Preu├čen . Als kreisfreie Stadt wurde Stralsund in den folgenden Jahren als Bestandteil Neuvorpommerns Teil des Deutschen Reichs.

Am 6. Oktober 1944 war Stralsund Ziel eines Bombenangriffs durch alliierte Bomber, die ihr eigentliches Ziel in Stettin nicht anfliegen konnten. In dieser Nacht wurden ├╝ber 800 zivile Opfer gez├Ąhlt, die historische Altstadt stark besch├Ądigt. Am 1. Mai 1945 r├╝ckte die Rote Armee in Stralsund nahezu kampflos ein.

W├Ąhrend der Zeit der DDR wurden in der Stadt zahlreiche Plattenbausiedlungen errichtet, der historische Altstadtkern allerdings verkam. Wirtschaftlich lebte die Stadt vor allem vom Schiffbau auf der Volkswerft, die Schiffe f├╝r die Sowjetunion teilweise im Zehntagesrhytmus fertigstellte.

Nach der politischen Wende 1989/1990 wurden in Stralsund zahlreiche alte H├Ąuser restauriert. Wirtschaftlich gab es gro├če Herausforderungen, die in der strukturschwachen Region gro├če Probleme verursachen.

Seit dem Jahr 2002 ist Stralsunds Altstadt UNESCO Weltkulturerbe .

Stra├čennamen und ihre Bedeutung

Die Auflistung der Stralsunder Stra├čennamen und ihrer Bedeutung verdeutlicht auch historische Ereignisse und den Wandel in der Betrachtungsweise.

Eingemeindungen

In den 1920er Jahren brauchte Stralsund schon wegen des absehbaren Erreichens der Belegungsgrenze der Stralsunder Friedh├Âfe neues Land. Geplant war u.a. der Bau eines Zentralfriedhofes.

Nach der Verabschiedung des preu├čischen ÔÇ×Gesetzes ├╝ber die Regelung verschiedener Punkte des GemeindeverfassungsrechtsÔÇť 1927, das auch die Aufl├Âsung der Gutsbezirke vorsah, stellte Stralsund den Antrag auf Eingemeindung von Klein Kedingshagen, Gro├č Kedingshagen, Gr├╝nthal, Gr├╝nhufe, Freienlande, Andershof, L├╝ssow, Langendorf mit Borgwallsee und P├╝tter See , Gro├č L├╝dershagen, Neu L├╝dershagen, Wendorf, Zitterpennigshagen, Voigdehagen, F├Ârsterhof, Teschenhagen, Devin und der Stadtkoppel. Zudem sollte der Ort Altef├Ąhr auf R├╝gen eingemeindet werden, da der Stadt der dortige Strand und Park bereits geh├Ârten. Dieser Antrag, in dem es um eine Fl├Ąche von 3.538 Hektar ging, wurde nur teilweise positiv beschieden. Durch Beschluss des Regierungspr├Ąsidenten vom 21. September 1928 wurden der Stadt Stralsund letztlich ÔÇ×der ganze Gutsbezirk Voigdehagen in einer Gr├Â├če von 297,85 Hektar mit etwa 93 Einwohnern, der ganze Gutsbezirk Devin in einer Gr├Â├če von 479,87 Hektar mit etwa 230 Einwohnern, der n├Ârdliche Teil des Gutsbezirkes Andershof in einer Gr├Â├če von etwa 264,74 Hektar mit etwa 150 Einwohnern, der ganze Gutsbezirk Gr├╝nhufe in einer Gr├Â├če von 405,61 Hektar mit etwa 157 EinwohnernÔÇť zugeordnet.

Bestandteil des Gutsbezirkes Gr├╝nhufe waren die Geh├Âfte Stadtkoppel und Garbodenhagen und die G├╝ter Gr├╝nthal und Freienlande. Zudem wurden der Stadt noch Teile der G├╝ter Langendorf, L├╝ssow und Klein Kordshagen zugeordnet.

Die neu zugeordnete Fl├Ąche von 1.781,69 Hektar brachte ann├Ąhernd eine Verdoppelung des Stadtgebietes. Die ├ťbergabe erfolgte am 22. Oktober 1928 im Stralsunder Rathaus.

Einwohnerentwicklung

Im Jahre 1989 erreichte die Bev├Âlkerungszahl der Stadt Stralsund mit ├╝ber 75.000 ihren historischen H├Âchststand. Inzwischen ist die Einwohnerzahl jedoch wieder stark gesunken. Seit der Wende in der DDR hat die Stadt wegen der hohen Arbeitslosigkeit und dem Geburtenr├╝ckgang bis 2005 etwa 20.000 Einwohner verloren.

Die folgende ├ťbersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Sch├Ątzungen, danach um Volksz├Ąhlungsergebnisse (┬╣) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bev├Âlkerung", ab 1925 auf die Wohnbev├Âlkerung und seit 1966 auf die "Bev├Âlkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1600 12.500
1677 8.489
1760 8.153
1782 10.606
1800 11.191
1816 14.096
1826 14.745
3. Dezember 1849 ┬╣ 17.600
3. Dezember 1861 ┬╣ 21.900
3. Dezember 1864 ┬╣ 26.700
3. Dezember 1867 ┬╣ 27.600
1. Dezember 1871 ┬╣ 26.700
1. Dezember 1875 ┬╣ 27.765
1. Dezember 1880 ┬╣ 29.481
Jahr Einwohner
1. Dezember 1885 ┬╣ 28.984
1. Dezember 1890 ┬╣ 27.814
2. Dezember 1895 ┬╣ 30.100
1. Dezember 1900 ┬╣ 31.076
1. Dezember 1905 ┬╣ 31.809
1. Dezember 1910 ┬╣ 33.988
1. Dezember 1916 ┬╣ 31.412
5. Dezember 1917 ┬╣ 30.715
8. Oktober 1919 ┬╣ 38.185
16. Juni 1925 ┬╣ 39.404
16. Juni 1933 ┬╣ 43.630
17. Mai 1939 ┬╣ 52.978
1. Dezember 1945 ┬╣ 43.763
29. Oktober 1946 ┬╣ 50.389
Jahr Einwohner
31. August 1950 ┬╣ 58.303
31. Dezember 1955 65.275
31. Dezember 1960 65.758
31. Dezember 1964 ┬╣ 67.851
1. Januar 1971 ┬╣ 71.489
31. Dezember 1975 72.109
31. Dezember 1981 ┬╣ 74.421
31. Dezember 1985 75.480
31. Dezember 1988 75.498
31. Dezember 1990 72.780
31. Dezember 1995 65.977
31. Dezember 2000 60.663
31. M├Ąrz 2005 58.686

┬╣ Volksz├Ąhlungsergebnis

Politik

Das Rathaus bei Nacht
Das Rathaus bei Nacht
Innenhof des Rathauses
Innenhof des Rathauses

B├╝rgerschaft

Die B├╝rgerschaft der Hansestadt Stralsund besteht aktuell in der Legislaturperiode 2004 bis 2008 aus folgenden Fraktionen (insgesamt 42 Sitze):

  • CDU : 13 Sitze
  • Linkspartei.PDS : 10 Sitze
  • SPD : 5 Sitze
  • Forum Kommunalpolitik : 5 Sitze
  • B├╝rger f├╝r Stralsund (BfS): 5 Sitze
  • Einzelb├╝rgerschaftsmitglied Michael Adomeit
  • NPD : 2 Sitze
  • FDP : 1 Sitz
- BfS und FDP bilden eine Fraktionsgemeinschaft.
- Michael Adomeit hatte bei der Wahl ausreichend Stimmen f├╝r zwei Sitze erhalten; da er aber als Einzelkandidat und nicht mit einer Liste gestartet war wurde die gewonnene zweite Stimme bei der Sitzverteilung au├čer Acht gelassen. Somit wurden statt 43 nur 42 Sitze vergeben.

Oberb├╝rgermeister

  • Harald Lastovka (CDU)
  • Senator und 1. Stellvertreter Hans - J├Ârg Vellguth
  • Senator und 2. Stellvertreter Wolfgang Fr├Âhling

Eine Auflistung der Oberb├╝rgermeister und B├╝rgermeister finden Sie hier: Liste der B├╝rgermeister und Oberb├╝rgermeister von Stralsund.

St├Ądtepartnerschaften

Die Hansestadt Stralsund unterh├Ąlt mit folgenden St├Ądten eine St├Ądtepartnerschaft:

  • Kiel in Deutschland (Schleswig-Holstein)
  • Stargard Szczeci┼äski in Polen
  • Pori in Finnland
  • Svendborg in D├Ąnemark
  • Malm├ in Schweden
  • Ventspils in Lettland

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Stralsund - Alter Markt (Rathaus & Nikolaikirche)
Stralsund - Alter Markt (Rathaus & Nikolaikirche)
Stralsund - Alter Markt (Nordseite)
Stralsund - Alter Markt (Nordseite)
Stralsund - Gorch Fock I
Stralsund - Gorch Fock I

Die Altstadt der Hansestadt Stralsund begeistert jedes Jahr zahlreiche Besucher sowie ihre Bewohner. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands wurde im gesamten Stadtgebiet die historische Bausubstanz durch den Einsatz privaten Kapitals sowie erheblicher finanzieller Mittel aus Bundes-, Landes- und Gemeindekassen sowie von Stiftungen saniert . Viele H├Ąuser wurden dabei vor dem Verfall gerettet. Heute pr├Ąsentiert sich insbesondere die Altstadt mit vielen sanierten B├╝rgerh├Ąusern, die durch Detailtreue an Fassaden, T├╝ren und Fenstern bestechen. Von 812 denkmalgesch├╝tzten H├Ąusern stehen allein 526 als Einzeldenkmal ausgewiesene in der Altstadt; davon sind 374 bereits saniert, 65 werden derzeit saniert (Stand: November 2004).

Am 27. Juni 2002 wurde die Altstadt zusammen mit der von Wismar in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Das am Alten Markt gelegene Rathaus mit seinem imposanten Schaugiebel schmiegt sich an die Nikolaikirche und stand einst auch als Zeichen des Selbstbewusstseins der Stralsunder B├╝rger gegen├╝ber der Kirche . Es geh├Ârt zu den bedeutendsten Profanbauten der norddeutschen Backsteingotik und wurde 2004 nach einer umfangreichen Sanierung feierlich wiederer├Âffnet.

Das komplette Ensemble des Alten Marktes birgt mit Rathaus, Wulflamhaus, schwedischer Commandantur, Gewerkschaftshaus und Plattenbau einen ├ťberblick ├╝ber politische und architektonische Geschichte.

Die oft mit hohem privaten Engagement aufw├Ąndig sanierten B├╝rgerh├Ąuser mit ihren typischen Giebeln pr├Ągen das Stra├čenbild in den Altstadtstra├čen. Das Museumshaus in der M├Ânchstra├če wurde mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz saniert und bietet seither als eines von Nordeuropas bedeutendsten original erhaltenen B├╝rgerh├Ąusern der Hansezeit das Erleben und Begreifen der Geschichte von sieben Jahrhunderten.

Im Hafen werden au├čerhalb des f├╝r den G├╝terverkehr genutzten Bereichs vor allem touristische Bed├╝rfnisse befriedigt. So legen hier die Schiffe nach Hiddensee und Altef├Ąhr sowie zu Rundfahrten ab. Die Nordmole l├Ądt zum Spaziergang entlang von hunderten Yachten ein. Architektonisch bilden die Hafenspeicher sowie die Silhouette der Altstadt einen ansprechenden Kontrast zur Aussicht auf die Inseln R├╝gen und Hiddensee. Mit der Bark Gorch Fock (I) liegt zudem eine weitere touristische Attraktion im Hafen.

Drei gro├če mittelalterliche Backsteinkirchen ( Marienkirche , Nikolaikirche und Jakobikirche ) zeugen von einstiger Gr├Â├če und Macht Stralsunds. Heute wird die Jakobikirche ausschlie├člich als Kulturkirche genutzt, die beiden anderen am Alten Markt bzw. Neuen Markt gelegenen Kirchen werden weiterhin f├╝r Gottesdienste genutzt. Vom Turm der Marienkirche am Neuen Markt bietet sich ein guter Panoramablick (siehe auch Bild oben).

Finnwalskelett im Deutschen Meeresmuseum
Finnwalskelett im Deutschen Meeresmuseum

Von den Stadttoren sind nur noch das Kniepertor und das K├╝tertor erhalten. Im Heilgeistkloster wurden einst Arme und Kranke untergebracht. Heute sind alle Wohnungen und H├Ąuser saniert und das Areal l├Ądt zu einem Spaziergang ein. Im Johanniskloster befindet sich das Stadtarchiv , auch finden dort regelm├Ą├čig Kulturveranstaltungen statt, wie z. B. Open-air-Theaterauff├╝hrungen.

Theater

Das bis 1995 eigenst├Ąndige Theater der Hansestadt bildet seitdem zusammen mit dem Theater Greifswald und seit 2005 auch Putbus' das Theater Vorpommern.

Das Theatergeb├Ąude wird von 2005 bis 2007 grundlegend saniert, sodass die Auff├╝hrungen an sieben verschiedenen Orten in Stralsund stattfinden werden.

Museen

Das Deutsche Meeresmuseum im ehemaligen Katharinenkloster ist Norddeutschlands meistbesuchtes Museum und bietet Einblicke in die Welt des Wassers und seiner Bewohner. Derzeit wird als Erg├Ąnzung ein Ozeaneum im Hafen errichtet. Das Kulturhistorische Museum zeigt Ausstellungen aus der Geschichte Pommerns etc.; zudem findet sich hier der ber├╝hmte Hiddenseer Goldschmuck. Zweigstellen der Museen auf dem D├Ąnholm (Nautineum), der Hafeninsel (Meereswelten und dem Dar├č (Natureum) bieten Kurzweil und Wissen.

Bauwerke

Rundblick auf die Stadt von der Marienkirche aus
Rundblick auf die Stadt von der Marienkirche aus

Herausragende Zeugnisse der Architektur von Jahrhunderten sind die drei Pfarrkirchen St. Marien , St. Nikolai und St. Jakobi . Neben den Sakralbauten sind unz├Ąhlige bedeutende Geb├Ąude erhalten, die von der einstigen Macht der B├╝rger der Handelsstadt Stralsund zeugen, wie das Rathaus oder das Wulflamhaus.

N├Ąhere Informationen zu bedeutenden Geb├Ąuden und Orten Stralsunds finden Sie in einem gesonderten Artikel.

Parks

W├Ąhrend die Altstadt Stralsunds aus geschichtlich bedingten Gr├╝nden wenig Gr├╝n aufweist, wurden nach der Entfestung im 19. Jahrhundert einige Anlagen zur Naherholung angelegt. Ein Beispiel ist die entlang des Strelasund-Ufers f├╝hrende Sundpromenade . Auch die Stralsunder Friedh├Âfe wurden im 20. Jahrhundert zu Anlagen mit park├Ąhnlichem Charakter umgestaltet.

Sport

Auf sportlichem Gebiet besitzt Stralsund eine lange und erfolgreiche Gewichthebertradition . Die Sportler des jetzigen TSV 1860 Stralsund (fr├╝her: BSG Motor Stralsund ) errangen bei vielen nationalen (zuletzt Deutscher Meister 2005 ) und internationalen Wettk├Ąmpfen Titel und Medaillen. Zu erw├Ąhnen w├Ąren u. a. J├╝rgen Heuser und Andreas Behm . Die Sportst├Ątte des TSV 1860 Stralsund, Sektion Gewichtheben, ist vom Bund als Olympiast├╝tzpunkt deklariert worden und wird entsprechend finanziell unterst├╝tzt.

Die erste M├Ąnner-Mannschaft des Stralsunder Handballvereins (HV) spielte in der Saison 2003/2004 in der ersten Handball-Bundesliga . In der Saison 2004/2005 gelang der direkte Wiederaufstieg nicht.

Nach starken Zeiten der Fu├čballmannschaft des ASG Vorw├Ąrts Stralsund in den 1960er bis 1980er Jahren in der ersten und zweiten DDR-Liga , ist Fu├čball derzeit in Stralsund nur auf Verbandsliga -Niveau zu sehen, in der der FC Pommern Stralsund spielt.

Erfolgreicher sind dabei die Sportler des MC Nordstern Stralsund , die in der ersten Speedway -Bundesliga ihre Runden drehen.

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

Mittwochsregatta: W├Ąhrend der Segelsaison w├Âchentliche Segelregatta mit Yardstick -Wertung. Start an Nordmole bei Hafeneinfahrt.

Wallensteintage: Jeden Sommer finden die Wallensteintage statt. Ein mittelalterliches Spektakel zu Ehren der Befreiung von Stralsund w├Ąhrend des 30j├Ąhrigen Krieges.

Kulinarische Spezialit├Ąten

Der Kaufmann und Fischh├Ąndler Karl Wiechmann erfand in Stralsund eine Art von sauer eingelegtem Hering , den er zu Ehren und mit ausdr├╝cklicher Genehmigung des damaligen Kanzlers Bismarckhering nannte. Das Originalrezept besitzt ein Fischh├Ąndler, der in seinem Restaurant seit dem Jahr 2003 wieder Original-Bismarkhering anbietet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Panorama des Hafens
Panorama des Hafens

Medien

In Stralsund erscheint die Ostsee-Zeitung mit einer eigenst├Ąndigen Lokalausgabe ("Stralsunder Zeitung"). Daneben existieren kostenlose Zeitungen wie der "Ostsee-Anzeiger" (geh├Ârt zur Ostsee-Zeitung), der "Stralsunder Blitz" (geh├Ârt zum Blitz-Verlag) und das "Sundecho" (mit "Altstadtecho").

Der ├Âffentlich-rechtliche Rundfunk des NDR sowie Privatsender wie "Antenne Mecklenburg-Vorpommern" und "Ostseewelle" sind per Antenne zu empfangen.

Fernsehen f├╝r die Region bieten das dritte Programm des NDR-Fernsehens sowie das private Programm FAS - Fernsehen am Strelasund des Kabelbetreibers .

Industrie und Gewerbe

Yachthafen
Yachthafen
Blick vom Hafen aus
Blick vom Hafen aus

Stralsund ist als Stadt im Fl├Ąchenland Mecklenburg-Vorpommern haupts├Ąchlich vom Tourismus abh├Ąngig. Dieser bildet die Grundlage u.a. f├╝r zahlreiche Gastst├Ątten und Beherbergungen (im Jahr 2003 wurden 294.079 ├ťbernachtungen nur in Einrichtungen mit mehr als acht Betten gez├Ąhlt), Museen , ein gro├čes Freizeitbad , Yachtcenter , F├Ąhrbetrieb und vieles mehr.

Neben dieser Tourismusindustrie existiert in Stralsund als wichtigster Industriebetrieb die Volkswerft GmbH , eine traditionsreiche Vertreterin des Schiffbaus, in deren Umfeld sich diverse Metallbauunternehmen sowie kleinere Bootswerften angesiedelt haben.

Die Bundeswehr unterh├Ąlt im Nachbardorf Parow eine Marinetechnikschule . Die Bundesversicherungsanstalt f├╝r Angestellte errichtete 1999 eine Dienststelle mit mittlerweile ca. 1.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und geh├Ârt damit zu den gr├Â├čten Arbeitgebern der Region.

Im Stralsunder Hafen werden vor allem St├╝ck- und Sch├╝ttgut umgesetzt, wie z. B. Salz .

Eine Fachhochschule bietet im Studienjahr 2004/2005 ├╝ber 2.900 Studierenden Ausbildungen in Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Spezialstudieng├Ąnge wie Baltic Management u.a.

Bildung

Pers├Ânlichkeiten

Ehrenb├╝rger

Menschen, die Besonderes f├╝r die Stadt geleistet haben, wird in Stralsund f├╝r die Dauer der Lebenszeit die Ehrenb├╝rgerschaft verliehen.

  • Prof. Dr. Gottfried Kiesow - Mitglied der Deutschen Stiftung Denkmalschutz , seit 2. Dezember 2004
  • K├Ąthe Rieck ÔÇá - ehemalige Leiterin des Meeresmuseums , seit 14. Dezember 1995
  • Hartmut Olejnik - ehemaliger Direktor des Stralsunder Tierparks , seit 8. Mai 1995
  • Erich Kliefert ÔÇá - Maler, seit 20. Juni 1993
  • Prof. Dr. Herbert Ewe - Direktor des Stralsunder Stadtarchives, seit 20. Juni 1984
  • Prof. Dr. Otto Scholz - Arzt, seit 4. Juni 1981
  • Graf Carl Reinhold von Essen ÔÇá, seit 24. Juli 1928
  • Ernst August Friedrich Gronow ÔÇá, seit 6. Dezember 1924
  • Dr. Paul Langemak ÔÇá, seit 5. Juni 1912
  • Dr. Heinrich Kruse (1815 - 1902) - Journalist und Schriftsteller, seit 15. Dezember 1895
  • Dr. Karl Heinrich von Boetticher ÔÇá, seit 30. Januar 1890
  • Graf Ulrich von Behr-Negendank ÔÇá, seit 6. Juni 1890
  • Graf Carl Reinhold von Krassow ÔÇá, seit 31. M├Ąrz 1869
  • Freiherr Carl von Krassow ÔÇá, seit 15. M├Ąrz 1854

B├╝rgermeister und Oberb├╝rgermeister

Eine Auflistung der B├╝rgermeister und Oberb├╝rgermeister finden Sie hier: Liste der B├╝rgermeister und Oberb├╝rgermeister von Stralsund.

Weitere bedeutende Pers├Ânlichkeiten der Stadt

Hier sind nur einige der Menschen aufgef├╝hrt, die mit Stralsund in Verbindung stehen - sei es, dass sie in Stralsund geboren worden sind und ber├╝hmt wurden, sei es, dass sie als Freunde der Stadt Bedeutendes geschaffen haben.

  • Karsten Sarnow (ÔÇá 1393) - B├╝rgermeister
  • Bertram Wulflam (ÔÇá 1394) - B├╝rgermeister
  • Ghisibertus Korling - erster urkundlich belegter deutscher Kompassmacher
  • Johannes Aepinus , (* 1499 in Ziesar; ÔÇá 1553 in Hamburg) Theologe und kirchenpolitischer Reformator
  • Bartholom├Ąus Sastrow (1520-1603) - B├╝rgermeister
  • Dr. Lambert Steinwich (1571 - 1629) - B├╝rgermeister
  • Hieronymus Coch (1588-1652) B├╝rgermeister
  • Johann Friedrich Coch (1624-1683) - Protonotarius, Ratsherr, B├╝rgermeister ab 1683
  • Johann Kaspar Kern ÔÇá - Kaufmann, Begr├╝nder der sp├Ąteren Altenburg-Stralsunder Spielkartenfabrik
  • Johann Friedrich Eosander Freiherr von G├Âthe (1669 - 1728) - deutscher Baumeister
  • Carl Wilhelm Scheele (1742 - 1786) - Chemiker und Pharmazeut, Entdecker des Sauerstoffs, Chlors u.a. Elemente und Verbindungen)
  • Axel Graf von L├Âwen (1748 - 1772) - Generalgouverneur und Kunstsammler
  • Christian Ehrenfried Weigel (1748 - 1831) - Chemiker, Pharmazeut, Botaniker und Mineraloge
  • Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860) - Gelehrter und Schriftsteller
  • Ferdinand von Schill (1776 - 1809) - preu├čischer Major
  • Gottlieb Friedrich Christian Mohnicke (1781 - 1841) - Pastor und Schriftsteller
  • Hermann K. Burmeister (1807 - 1892) - Biologe und Forschungsreisender
  • Dr. Rudolf Baier (1818 - 1907) - Museumsdirektor und Bibliothekar
  • Franziska Tiburtius (1843 - 1927) - ├ärztin
  • Leonhard Tietz (1849 - 1914) - Kaufmann, Begr├╝nder der sp├Ąteren Kaufhof AG
  • Hans Mahnke (* 22. April 1905 in Stralsund), bedeutender deutscher Theaterschauspieler, Dr. Keller in der Fernsehserie Ein Herz und eine Seele, spielte auch in Stralsund
  • Georg Wertheim , Franz Wertheim , Wilhelm Wertheim und Wolf Wertheim ÔÇá - Kaufleute, Begr├╝nder des Wertheim -Konzerns
  • Johann Wiechmann ÔÇá - Braumeister und Kaufmann, Erfinder des Bismarck-Herings
  • Helmut Losch ÔÇá 10. Januar 2005 - Gewichtheber
  • Nadja Uhl (* 23.Mai 1972) - Schauspielerin

Literatur

  • Herbert Ewe: Das alte Stralsund - Kulturgeschichte einer Ostseestadt, Weimar 1994, ISBN 3-7400-0881-4
  • Horst Auerbach: Festung und Marinegarnison Stralsund, Hinstorff Verlag, ISBN 3-35600-835-8

Weblinks

Commons: Stralsund ÔÇô Bilder, Videos oder Audiodateien

Bilder

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Royal Hotel am Bahnhof 18437 Stralsund http://www.royal-hotel.de/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 303831 / 295268
Stralsund 18435 Stralsund http://www.all-in-all.com/2033/index.htm Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 303831 / 36 70
An den Bleichen 18435 Stralsund http://www.all-in-all.com/2489/index.htm Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 303831 / 39 06 75
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