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Letzte Änderung für Artikel Ernst Heinkel: 18.02.2006 20:59

Ernst Heinkel

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Ernst (Heinrich) Heinkel (* 24. Januar 1888 in Remshalden-Grunbach; ÔÇá 30. Januar 1958 in Stuttgart) war ein deutscher Ingenieur.

Inhaltsverzeichnis

Die fr├╝hen Jahre 1908 - 1911 Der Beginn

Ernst Heinkel besch├Ąftigte sich schon fr├╝hzeitig mit der damals noch jungen Fliegerei. Zun├Ąchst jedoch begann seine Karriere mit einem Maschinenbau -Praktikum in einer Erzgie├čerei. Als Student erlebte er das Zeppelinungl├╝ck vom 5. August 1908 in Echterdingen bei Stuttgart. F├╝r ihn wurde damals klar, dass die Zukunft der Luftfahrt im Flugzeugbau bestand. Nach dem Ungl├╝ck besch├Ąftigte er sich mit dem Bau des in Deutschland in den Kinderschuhen steckenden Flugzeugbaus. 1909 besuchte er in Frankfurt am Main die Erste internationale Flugshow in Deutschland. Schon im Jahr darauf baute er sein erstes eigenes Flugzeug nach den Planvorlagen von Henri Farman . Es folgten unz├Ąhlige Flugversuche auf dem Cannstatter Wasen, die er fast mit seinem Leben bezahlte.

Am 19. Juli 1911 st├╝rzte Heinkel aus 40 Metern H├Âhe ├╝ber Untert├╝rkheim ab und verletzte sich schwer.

Die Jahre 1911 - 1922 Erste Flugzeuge

Noch vor dem Ersten Weltkrieg wurde er bei der Luftverkehrsgesellschaft (LVG) als Ingenieur eingestellt und baute dort zahlreiche Flugzeuge gem├Ą├č dem Farman-Stil. Dann ging er zu den Albatros Flugzeugwerken wo er sein erstes eigenes Flugzeug, die Albatros B-II , einen Aufkl├Ąrer, entwickelte. W├Ąhrend des gesamten Ersten Weltkriegs kam dieser Flugzeugtyp zum Einsatz. 1914 ging Ernst Heinkel als Werksdirektor zu den Hansa-Brandenburg Flugzeugwerken, f├╝r die er unter anderem einige Wasserflugzeuge entwarf. Durch die Auflagen des Versailler Vertrages war f├╝r Heinkel zun├Ąchst kein Flugzeugbau mehr m├Âglich. Er gr├╝ndete in seinem Heimatort Grunbach zun├Ąchst eine kleine Werkstatt in der er Militt├Ąrfahrzeuge umr├╝stete. Um 1920 konstruierte Heinkel f├╝r die Caspar-Werke in Travem├╝nde einige Weiterentwicklungen seiner Hansa-Brandenburg Maschinen. Die wurden ab 1921 von der Svenska Aero AB in Liding├ unter Mitarbeit von Carl Clemens B├╝cker , dem Gr├╝nder der sp├Ąteren B├╝cker Flugzeugbau montiert.

Die Jahre 1922 - 1933 Die Heinkel Flugzeugwerke

Im Jahre 1922 dann gr├╝ndete Ernst Heinkel in Rostock-Warnem├╝nde sein eigenes Unternehmen, die Ernst Heinkel Flugzeugwerke . Auf Grund der schweren Kriegsauflagen nach dem Verlust des Ersten Weltkriegs wie sie in den Versailler Vertr├Ągen beschrieben waren, durfte Deutschland jedoch nur sehr bedingt eigene Flugzeuge bauen. Dies f├╝hrte dazu, dass sich Ernst Heinkel nach ausl├Ąndischen Partnern und Sponsoren umschaute, f├╝r die er Flugzeuge entwarf, die dann wiederum unter Lizenz im Ausland gebaut werden konnten. Einen solchen Partner fand er in der Kaiserlichen Japanischen Kriegsmarine , f├╝r die Heinkel katapultgestartete Wasserflugzeuge - lizenzbasiert - in Schweden bei Svenska Aero AB bauen lie├č. In Deutschland wurden seine Katapult-Wasserflugzeuge hingegen nur in der zivilen Seefahrt als Postflugzeuge auf den gro├čen Passagierschiffen installiert.

Die Jahre 1933 - 1945

Mit der Machtergreifung Hitlers 1933 begannen auch die Heinkel Flugzeugwerke wieder mit der Entwicklung von eigenen Flugzeugen, vermehrt vor allem f├╝r die Luftwaffe . Zu den bekannsten Typen z├Ąhlte die HE 111 , ein zweimotoriger urspr├╝nglich als Verkehrsflugzeug geplanter Bomber, der in den ersten Jahren des Krieges in gro├čer St├╝ckzahl zum Einsatz kam.

1937 wird Ernst Heinkel zum Wehrwirtschaftsf├╝hrer ernannt.

Dar├╝ber hinaus war Ernst Heinkel von der Idee von Hochgeschwindigkeitsflugzeugen besessen. Deshalb spendete er Wernher von Braun einige seiner Flugzeuge, damit von Braun an diesen seinen neuartigen Raketenantrieb testen konnte. 1938 wurde mit der He 176 das erste mit Fl├╝ssigtreibstoff betriebene Raketenflugzeug der Welt getestet. In Hans von Ohain fand Heinkel jedoch den richtigen Vision├Ąr, denn sie teilten beide die gleiche Leidenschaft. Heinkel stellte von Ohain als Chefingenieur in seinen Werken an und dieser entwickelte mit seinem Team das Heinkel HeS 3 , das erste Strahltriebwerk der Welt. Am 27. August 1939 startete das erste D├╝senflugzeug , die He 178 von den Heinkel Flugzeugwerken auf dem Flughafen Rostock-Marienehe .

1938 wurde Ernst Heinkel, zusammen mit Fritz Todt , Ferdinand Porsche und Willy Messerschmitt mit dem 1937 von Adolf Hitler neu gestifteten Nationalpreis f├╝r Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet.

Mit seiner Konzernpolitik geriet Heinkel, der Typus eines eigenbr├Âtlerischen Erfinder-Unternehmers, aber immer mehr unter den Einfluss staatlicher Durchdringung und musste sich schlie├člich einer von der R├╝stungsbeh├Ârde vorgegebenen finanziellen Konsolidierung beugen, die sich 1943 in der Gr├╝ndung der ÔÇ× Ernst Heinkel AG ÔÇť (EHAG) niederschlug. Grund daf├╝r war, dass ab 1942 offensichtlich wurde, dass sich der Flugzeugpionier mit seiner Firmenstrategie, immer neue Werke und T├Ątigkeitsbereiche zu akquirieren, ├╝bernommen hatte. Das von Heinkel noch im Nachhinein als positiv hervorgehobene ÔÇ×Heinkel-TempoÔÇť erwies sich letztendlich als schlecht koordinierte und kaum konzentrierte Entwicklungspolitik, deren st├Ąndige Termin├╝berschreitungen bei der Fertigung mit Improvisationen nicht mehr l├Ąnger zu kaschieren waren. Mit der Konstruktion der AG wurde Heinkels direkter Einfluss auf seine Betriebe, mit rund 50.000 Mitarbeitern, vorwiegend Zwangsarbeiter und KZ-H├Ąftlinge, vorerst gestoppt. Zwar behielt er zwei Drittel des Gesellschaftskapitals, musste sich aber mit dem Posten eines Aufsichtsratsvorsitzenden begn├╝gen.

Ein Gro├čteil der Heinkel-Werke wurde 1945 zerst├Ârt bzw. enteignet und demontiert.

Die Jahre 1945 - 1958 Nachkriegszeit

Ernst Heinkel wird 1948 verhaftet und zun├Ąchst als "Mitl├Ąufer" des NS-Regimes, nach dem Berufungsverfahren jedoch, aufgrund seiner N├Ąhe zu dem Widerstandskreis von Canaris vor Kriegsende, als "Entlasteter" von den Alliierten eingestuft.

1950 begann der Neubeginn der Heinkel-Werke in Stuttgart mit der Produktion von Motoren. Ab 1953 wurden Motorroller gebaut. Diese " Heinkel Tourist " getauften Roller mit Viertaktmotor und in ├ľl laufendem Kettenantrieb wurden schnell wegen ihrer Robustheit ber├╝hmt. 1955 erweiterten die Heinkel-Werke das Sortiment um Kabinenroller . Ab 1958 kehrten die Heinkel-Werke in Speyer mit der erneuten Flugzeugentwicklung unter dem Namen Ernst Heinkel-Fahrzeugbau zu Ihren Wurzeln zur├╝ck. Die Firma ging 1964 in der Vereinigte Flugtechnische Werke GmbH (VFW) - Fokker Gmbh auf, die heute unter Pfalz-Flugzeugwerke GmbH firmiert.

  • Ernst Heinkel wurde zum Ehrenb├╝rger der Gemeinde Remshalden ernannt.

Literatur

  • St├╝rmisches Leben. Heinkel-Biografie, herausgegen von J├╝rgen Thorwald. Stuttgart: Mundus-Verlag 1953.
  • Heinkel, Errnst: Meine Flugzeuge im Gro├čdeutschen Freiheitskampf. Berlin: Wiking Verlag 2.1941.

Weblinks

Wikipedia

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