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Letzte Änderung für Artikel Landkreis Demmin: 11.02.2006 21:03

Landkreis Demmin

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Wappen Karte
Wappen des Landkreises Demmin Lage des Landkreises Demmin in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Verwaltungssitz : Demmin
FlĂ€che : 1.921 kmÂČ
Einwohner : 87.200 (30. September 2005)
Bevölkerungsdichte : 45 Einwohner je kmÂČ
KreisschlĂŒssel : 13 0 52
Kfz-Kennzeichen : DM
Kreisgliederung: 70 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Adolf-Pompe-Str. 12-15
17109 Demmin
Landrat : Frieder Jelen ( CDU )
Karte
Lage des Landkreises Demmin in Mecklenburg-Vorpommern

Der Landkreis Demmin ist ein Landkreis in der östlichen Mitte des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Nordvorpommern, im Osten der Landkreis Ostvorpommern, im SĂŒdosten der Landkreis Mecklenburg-Strelitz, im SĂŒden der Landkreis MĂŒritz und im Westen der Landkreis GĂŒstrow.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die von vielen GewĂ€ssern strukturierte Region (Kummerower See, Peene, Tollense) ist reizvoll und naturbelassen. In den Dörfern gibt es zahlreiche sehenswerte Gutsanlagen mit zum Teil sehr reprĂ€sentativen HerrenhĂ€usern. Der östliche Teil des Landkreises (etwa zwei Drittel) gehört historisch zu Vorpommern, der westliche Teil zu Mecklenburg-Schwerin. WĂ€hrend der vorpommersche Teil grĂ¶ĂŸtenteils aus flachen GrundmorĂ€nenlandschaften gebildet wird, liegt der mecklenburgische Teil am Rand der Mecklenburgischen Schweiz . Abwechslungsreicher vom Relief gestaltet sich auch der sĂŒdöstliche Teil des Landkreises um die Stadt Altentreptow. Das sĂŒdlich anschließende breite Tal des Landgrabens bildet hier die historische Grenze zwischen Pommern und Mecklenburg.

Geschichte

Das Kreisgebiet 1905
Das Kreisgebiet 1905

Der Landkreis Demmin entstand 1818 im Zuge der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress und gehörte zum Regierungsbezirk Stettin in der preußischen Provinz Pommern . Dieser umfasste meist lĂ€ndliche Gebiete um die StĂ€dte Demmin, Jarmen und Treptow an der Tollense (ab 1939 Altentreptow). Das Landratsamt befand sich in Demmin. Die nördliche Kreisgrenze bildete die Peene, im Westen gegen das Großherzogtum/Freistaat Mecklenburg-Schwerin ebenfalls sowie der Kummerower See. Im Osten bildeten ĂŒber weite Strecken der Große und Kleine Landgraben die natĂŒrliche Grenze zum Nachbarkreis Anklam. Im SĂŒden gab es dagegen keine natĂŒrliche Grenzen. Außerdem gehörte zum Kreis Demmin noch eine in Mecklenburg-Schwerin bei der Stadt Stavenhagen gelegene Exklave mit den Dörfern Duckow, Zettemin, Rottmannshagen und Pinnow.

Zum 1. Juli 1874 wurden die ehemaligen Weichbildsteile der Stadt Demmin nördlich der Peene aus dem Kreis Grimmen in den Kreis Demmin eingegliedert.

Zum 30. September 1929 fand im Kreis Demmin entsprechend der Entwicklung im ĂŒbrigen Preußen eine Gebietsreform statt, bei der alle bisher selbststĂ€ndigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden.

Am 1. April 1937 wurden die Gemeinden Pinnow, Rottmannshagen und Zettemin aus dem Kreis Demmin in den mecklenburgischen Kreis Malchin eingliedert. Zum 1. Januar 1939 fĂŒhrte der Kreis Demmin entsprechend der jetzt reichseinheitlichen Regelung die Bezeichnung Landkreis.

Der Landkreis Demmin umfasste am 1. Januar 1945 :

  • die 3 StĂ€dte Demmin, Jarmen und Treptow
  • sowie 90 weitere Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnern.

Im FrĂŒhjahr 1945 wurde das Kreisgebiet durch die Rote Armee besetzt.

Kommunalverfassung bis 1945

Die Landkreis Demmin gliederte sich in Stadtgemeinden, in Landgemeinden und – bis zu deren Auflösung – in selbststĂ€ndige Gutsbezirke.

Mit EinfĂŒhrung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 gab es ab 1. Januar 1934 eine einheitliche Kommunalverfassung fĂŒr alle preußischen Gemeinden. Die bisherigen Stadtgemeinden Demmin, Jarmen und Treptow fĂŒhrten jetzt die Bezeichnung Stadt.

Mit EinfĂŒhrung der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 trat zum 1. April 1935 im Deutschen Reich eine einheitliche Kommunalverfassung in Kraft, wonach die bisherigen Landgemeinden nun als Gemeinden bezeichnet wurden. Diese waren in Amtsbezirken zusammengefasst.

Eine neue Kreisverfassung wurde nicht mehr geschaffen; es galt weiterhin die Kreisordnung fĂŒr die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 19. MĂ€rz 1881 .

Sowjetische Besatzungszone/DDR

1950 wurden mehrere Ortschaften am Kummerower See, darunter der namengebende Ort Kummerow, an den Landkreis Malchin abgegeben. Mit der Verwaltungsneugliederung von 1952 wurde das Kreisgebiet um Orte nördlich der Peene erweitert. Somit gehören nun auch die Stadt Loitz und die Gemeinden DĂŒvier, Sassen, Trantow und Görmin, die vorher im Kreis Grimmen lagen, zum Landkreis Demmin. Gleichzeitig wurde aus dem sĂŒdöstlichen Teil des Kreisgebietes ein neuer Kreis Altentreptow gebildet. Beide Kreise wurden dem neu geschaffenen Bezirk Neubrandenburg zugeordnet, was vor allem fĂŒr die nördlichen Kreisteile, die traditionell nach Greifswald und Stralsund orientiert waren, eine zwangsweise Umorientierung nach SĂŒden und eine damit verbundene Randlage im neuen Bezirk und as Abschneiden traditioneller Verbindungen bedeutete.

Bundesrepublik Deutschland

Der Landkreis Demmin wurde 1994 durch den pommerschen Landkreis Altentreptow (AT) und den mecklenburgischen Landkreis Malchin (MC) vergrĂ¶ĂŸert und dem Planungsverband "Mecklenburgische Seenplatte" zugeordnet, nachdem der Landkreis Demmin allein bis dahin zum Planungsverband "Vorpommern" gehörte. Damit wurde die 1952 begonnene Entremdung der vorpommerschen Kreisgebiete von den ĂŒbrigen vorpommerschen Landesteilen fortgefĂŒhrt und zementiert. Das neue Kreisgebilde aus 2/3 vorpommerschen und 1/3 mecklenburgischen Gebietsanteilen litt seitdem stĂ€ndig unter landsmannschaftlich motivierten Spannungen. Nach ĂŒber zehn Jahren kann heute gesagt werden, dass alle Intergrationsversuche der politisch Verantwortlichen weitestgehend gescheitert sind. Bei der bevorstehenden Verwaltungsreform und der dabei beabsichtigten Schaffung neuer Großkreise in Mecklenburg-Vorpommern gehen die Überlegungen der Landesregierung und der Landkreisverwaltung zwar davon aus, dass der Landkreis als Ganzes in einen neuen Großkreis "Mecklenburgische Seenplatte" mit der Kreisstadt Neubrandenburg aufgehen soll, doch regt sich dagegen in weiten Teilen des vorpommerschen Kreisteils Widerstand. Einige Kommunalparlamente haben bereits BeschlĂŒsse gefasst, wonach sie bei der anstehenden Gebietsreform den Landkreis Demmin verlassen und sich einem Großkreis "Vorpommern" bzw. "SĂŒdvorpommern" anschließen werden.

Kreistag

Mandatsverteilung im Kreistag des Landkreises Demmin nach der Wahl 2004

Der Kreistag des Landkreises Bad Doberan besteht aus 47 Abgeordneten. Seit der Wahl vom 13. Juni 2004 setzt er sich wie folgt zusammen:

Partei Sitze
CDU 23
SPD 6
PDS 11
FDP 3
GrĂŒne 1
WGLR 3

Der Landkreis (Wahlkreisnummer 52) besteht aus 132 Wahlkbezirken mit 75.896 Wahlberechtigten. Zur Wahl gingen 35.884, die 4.791 ungĂŒltige und 99.630 gĂŒltige Stimmen abgaben. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von rund 47,3% (alle Daten aus 2004).

NĂ€heres zum Wahlverfahren und zu rechtlichen Bestimmungen: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)

StÀdte und Gemeinden

(Einwohner am 30. Juni 2005)

Amtsfreie Gemeinden

  1. Dargun, Stadt (5.141)
  2. Demmin, Hansestadt * (12.914)

Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden/StĂ€dten

Sitz der Amtsverwaltung *

  1. Beggerow (637)
  2. Borrentin (1.083)
  3. Hohenbollentin (137)
  4. Hohenmocker (612)
  5. Kentzlin (237)
  6. Kletzin (893)
  7. Lindenberg (289)
  8. Meesiger (289)
  9. Nossendorf (888)
  10. Sarow (914)
  11. Schönfeld (458)
  12. SiedenbrĂŒnzow (618)
  13. Sommersdorf (251)
  14. Utzedel (584)
  15. Verchen (432)
  16. Warrenzin (424)
  1. Alt Tellin (494)
  2. Bentzin (982)
  3. Daberkow (416)
  4. Jarmen, Stadt * (3.474)
  5. Kruckow (719)
  6. Tutow (1.516)
  7. Völschow (569)
  1. Basedow (803)
  2. Duckow (284)
  3. Faulenrost (768)
  4. Gielow (1.460)
  5. Kummerow (705)
  6. Malchin, Stadt * (8.102)
  7. Neukalen, Stadt (2.203)
  8. Remplin (855)
  1. DĂŒvier (586)
  2. Görmin (998)
  3. Loitz, Stadt * (4.643)
  4. Sassen-Trantow (1.040)
  1. Bredenfelde (190)
  2. Briggow (370)
  3. Grammentin (265)
  4. GĂŒlzow (499)
  5. Ivenack (943)
  6. JĂŒrgenstorf (1.213)
  7. Kittendorf (355)
  8. Knorrendorf (701)
  9. Mölln (620)
  10. Ritzerow (502)
  11. Rosenow (1.103)
  12. Stavenhagen, Reuterstadt * (6.492)
  13. Zettemin (372)
  1. Altenhagen (374)
  2. Altentreptow, Stadt * (6.325)
  3. Bartow (589)
  4. Breesen (603)
  5. Breest (185)
  6. Burow (1.236)
  7. Gnevkow (402)
  8. Golchen (316)
  9. Grapzow (465)
  10. Grischow (316)
  11. Groß Teetzleben (782)
  12. GĂŒltz (658)
  13. Kriesow (364)
  14. Pripsleben (291)
  15. Röckwitz (333)
  16. Siedenbollentin (691)
  17. TĂŒtzpatz (630)
  18. Werder (663)
  19. Wildberg (623)
  20. Wolde (735)

GebietsÀnderungen

In den Jahren seit 1994 fanden im Gebiet des Landkreises Demmin wie im gesamten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern umfangreiche GebietsÀnderungen statt.

Aus den ursprĂŒnglich 9 Ämtern wurden nach Abschluss der Gebietsreform am 1. Januar 2005 6 Ämter. Die StĂ€dte Neukalen, Jarmen, Altentreptow, Malchin und Stavenhagen verloren ihre Amtsfreiheit, die Stadt Dargun wurde amtsfrei. Die Anzahl der Gemeinden verringerte sich von 92 auf 70.

Ämterauflösungen, Ämterfusionen

Eingemeindungen, Gemeindeneubildungen

  • Auflösung der Gemeinde Reinberg - Eingemeindung nach Wolde (30. September 1998)
  • Auflösung der Gemeinde Pinnow - Eingemeindung nach Breesen (30. September 1998)
  • Auflösung der Gemeinde Kartlow - Eingemeindung nach Kruckow (31. Mai 1999)
  • Auflösung der Gemeinde Grischow (b. Ivenack) - Eingemeindung nach Ivenack (1. Juni 1999)
  • Auflösung der Gemeinde Gorschendorf - Eingemeindung nach Malchin (1. JĂ€nner 2003)
  • Auflösung der Gemeinden Borrentin (Altgemeinde), Gnevezow und Metschow - Neubildung der Gemeinde Borrentin (1. Januar 2003)
  • Auflösung der Gemeinden Beestland und Upost - Eingemeindung nach Warrenzin (1. Juli 2003)
  • Auflösung der Gemeinde Wotenick - Eingemeindung nach Demmin (1. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde HohenbrĂŒnzow - Eingemeindung nach Hohenmocker (1. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Quitzerow - Eingemeindung nach Kletzin (1. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Sanzkow - Eingemeindung nach SiedenbrĂŒnzow (1. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Teusin - Eingemeindung nach Utzedel (1. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinden Brudersdorf, Stubbendorf, Wagun und Zarnekow - Eingemeindung nach Dargun (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Plötz - Eingemeindung nach Jarmen (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Schmarsow - Eingemeindung nach Kruckow (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde WĂŒstenfelde - Eingemeindung nach Loitz (14. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinden Sassen und Trantow - Neubildung der Gemeinde Sassen-Trantow (31. Dezember 2004)

NamensÀnderungen

  • von Neu Kentzlin zu Neu-Kentzlin (3. Juni 1998)
  • von Neu-Kentzlin zu Kentzlin (21. August 2002)
  • von Amt Malchin-Land zu Amt Am Kummerower See (1. Juli 2002)

Weblinks

Wikipedia

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