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Letzte Änderung für Artikel Greifswald: 14.02.2006 11:19

Greifswald

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Wappen Karte
Wappen der Hansestadt Greifswald Karte Greifswald in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Status : Kreisfreie Stadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 54┬░ 05' N, 13┬░ 23' O
54┬░ 05' N, 13┬░ 23' O
H├Âhe : 6 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 50,33 km┬▓
Einwohner : 52.524 (30. September 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 1.044 Einwohner je km┬▓
Postleitzahlen : 17489-17493
Vorwahl : 03834
Kfz-Kennzeichen : HGW
Gemeindeschl├╝ssel : 13 0 01 000
Gliederung des Stadtgebiets: Kernstadt und 9 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Markt
17489 Greifswald
Website: www.greifswald.de
Oberb├╝rgermeister : Dr. Arthur K├Ânig ( CDU )

Die Universit├Ąts- und Hansestadt Greifswald (nach ihrem Wappentier , dem pommerschen Greifen, auch Gryps genannt) ist eine kreisfreie Stadt im Landesteil Vorpommern des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Greifswald liegt zwischen den Inseln R├╝gen und Usedom an der M├╝ndung des Flusses Ryck in den Greifswalder Bodden. Das Gebiet um Greifswald ist flach, das Gel├Ąnde erreicht kaum 20 m ├╝. NN . Die h├Âchste Erhebung in der n├Ąheren Stadtumgebung stellt der s├╝dlich der Stadt gelegene J├Âlkenberg dar (36 m ├╝. NN). Zu Greifswald geh├Âren auch die au├čerhalb des geschlossenen Stadtgebietes gelegenen vorgelagerten Inseln Koos und Riems sowie ein Teil des Riems gegen├╝berliegenden Festlandes.

Stadtgliederung

Stadtteile

  • Eldena
  • Friedrichshagen
  • Gro├č Sch├Ânwalde
  • Ostseeviertel
  • Ostseeviertel Ryckseite
  • Riemserort
  • Sch├Ânwalde I und II
  • S├╝dstadt
  • Wieck

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Mesekenhagen, Neuenkirchen, Kemnitz, Diedrichshagen, Weitenhagen, Hinrichshagen, Levenhagen und Wackerow (alle Gemeinden im Landkreis Ostvorpommern).

Geschichte

Greifswalder Markt (Westseite) mit Rathaus. Im Hintergrund der Dom St. Nikolai
Greifswalder Markt (Westseite) mit Rathaus. Im Hintergrund der Dom St. Nikolai

Greifswalds Gr├╝ndung in Pommern geht auf das Kloster Eldena zur├╝ck, dessen Ruinen ein ber├╝hmtes Motiv Caspar David Friedrichs sind. Vom r├╝genschen F├╝rst Witzlaf I. und dem Pommernherzog Wratislaw III. erhielt die am Fluss Ryck gelegene Siedlung 1241 die Marktrechte . Sie wurde 1248 erstmals als Oppidum Gripheswaldis erw├Ąhnt und erhielt von Wratislaw III. 1250 das L├╝bische Stadtrecht verliehen. 1254 ernannte Wratislaw die Ryckm├╝ndung zum Freihafen und versprach den Kaufleuten Ersatz f├╝r durch Seer├Ąuber erlittenen Verluste. Neben der Altstadt entwickelte sich westlich die Neustadt, beide Stadtteile bildeteten jedoch ab 1264 eine Gemeinde. 1278 wurde Greifswald erstmals in einer Urkunde als Mitglied der Hanse genannt. 1296 befreite Herzog Bogislaw IV. Greifswald von der Heeresfolge und sicherte zu, keinen Hof der Stadt zu halten und zur Peene hin keine Befestigungsanlagen zu errichten.

Marktplatz (Ostseite) mit "Dicker Marie"
Marktplatz (Ostseite) mit "Dicker Marie"
1412 geriet Greifswald mit dem Pommernherzog Wartislaw VIII. aneinander, als seine B├╝rger dessen Vasallen angriffen. Der Streit zog sich bis 1415 hin, ehe es durch die Vermittlung der St├Ąnde zu einer Auss├Âhnung kam. Die Stadt erhielt au├čerdem die Fischereirechte im Greifswalder Bodden. Als 1326 Herzog Wartislaw starb und um seine noch unm├╝ndigen Kinder ein Streit mit Mecklenburg um die Herrschaftsfrage entbrannte, schloss sich Greifswald mit seinen Nachbarst├Ądten Stralsund, Anklam und Demmin zusammen, um den pommerschen Herz├Âgen die Macht zu erhalten. Mit Hilfe des d├Ąnischen K├Ânigs konnten die Mecklenburger abgewiesen werden. Das gleiche St├Ądteb├╝ndnis wurde erneut geschlossen, als es galt, sich am Ende des 14. Jahrhunderts vor Seer├Ąubern und Raubrittern zu sch├╝tzen. Als es um 1390 zwischen Pommern und dem Deutschen Orden zu Streitigkeiten kam, der auch die Beziehungen zu Polen beeintr├Ąchtigte, r├Ąumte Greifswald den polnischen Kaufleuten Verkehrsprivilegien ein, um den Handel mit ihnen aufrecht zu erhalten. Mit der Verleihung der ÔÇ×Goldenen PrivilegienÔÇť durch den Pommernherzog Erich I. im Jahre 1452 erhielt Greifswald weitgehende Handelsrechte, die der Stadt zu wirtschaftlicher Macht und Wohlstand verhalfen. Zu einem weitereren H├Âhepunkt in der Geschichte Greifswalds wurde 1456 die Gr├╝ndung der einzigen Universit├Ąt auf pommerschen Boden durch Herzog Wartislaw IX., der dem Dr├Ąngen des B├╝rgermeisters Heinrich Rubenow folgte. Die Universit├Ątsgr├╝ndung wirkte sich positiv bis in die Gegenwart aus. Die Reformation hielt im Jahre 1531 in Greifswald Einzug. Auf Veranlassung der B├╝rger kam der Stralsunder lutherische Geistliche Johann Knipstro in die Stadt und konnte dort ohne gro├če Gegenwehr Luthers Lehre einf├╝hren.

Mit dem Drei├čigj├Ąhrigen Krieg kamen Not und Elend in die Stadt. Der schwerkranke Pommernherzog Bogislaw XIV. ├╝berlie├č durch seine Kapitulation 1627 Pommern den kaiserlichen Truppen. Diese zogen unter Wallenstein am 20. November 1627 in Greifswald ein und errichteten ein Schreckensregime, bei dem die Bev├Âlkerung aufs schlimmste ausgepl├╝ndert wurde. Zur Abwehr der schwedischen Truppen lie├č Wallenstein die Befestigungsanlagen verst├Ąrken und zog dazu die Bev├Âlkerung zur Zwangsarbeit heran. Durch eine Pestepidemie wurden die Einwohner soweit dezimiert, dass zum Kriegsende nur noch die H├Ąlfte der H├Ąuser bewohnt waren. Im Juni 1631 standen die Truppen K├Ânig Gustav Adolf II. vor der Stadt und nahmen sie nach kurzem Kampf ein.

Greifwald von oben: Blick vom Dom St. Nikolai nach Osten
Greifwald von oben: Blick vom Dom St. Nikolai nach Osten

Der nachfolgende Zeitabschnitt, die so genannte Schwedenzeit, dauerte 184 Jahre. Bis zum Wiener Kongress 1815 waren die Schweden Herren ├╝ber Vorpommern und waren damit auch f├╝r die Geschicke Greifswalds verantwortlich. Allerdings lie├čen die Schweden die pommerschen St├Ądte recht selbst├Ąndig gew├Ąhren. Greifswald wurde insofern aufgewertet, als es Sitz der obersten Gerichts- und Kirchenbeh├Ârden f├╝r Schwedisch-Pommern wurde. Mehrfach versuchte Brandenburg, das verlorene Gebiet zur├╝ckzuerobern, und 1678 gelang es, Greifswald f├╝r ein Jahr lang zu besetzen. Bei den voraufgegangenen Gefechten wurde die Innenstadt samt Marienkirche schwer besch├Ądigt. Im Gem├Ąuer der Kirche stecken heute noch etliche Kanonkugeln der Brandenburger. Die Kriege des 18. Jahrhunderts belasteten die Stadt stark. W├Ąhrend des Nordischen Krieges mussten in den Jahren 1712 und 1713 die durchziehenden d├Ąnischen, s├Ąchsischen und russischen Truppen versorgt werden, und im Siebenj├Ąhrigen Krieg explodierte 1758 ein in der Stadt von den Preu├čen angelegtes Pulvermagazin, wodurch gro├če Teile der Stadt zerst├Ârt wurden. Zuvor hatten schon 1713 und 1736 Gro├čbr├Ąnde Teile der Innenstadt einge├Ąschert. In guter Erinnerung sind die Bem├╝hungen der Schweden um die Greifswalder Universit├Ąt geblieben. Nach deren Niedergang zum Ende des 30-j├Ąhrigen Krieges kurbelten sie den Lehrbetrieb wieder an und lie├čen 1747 den heute noch bestehenden Universit├Ątshauptbau errichten.

Historische Klappbr├╝cke im Ortsteil Wieck
Historische Klappbr├╝cke im Ortsteil Wieck

Am 23. Oktober 1815 ├╝bernahm Preu├čen die schwedischen Teile Pommerns. Im Zuge der preu├čischen Verwaltungsreform wurde Greifswald 1818 Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises, erhielt aber 1912 den Status einer kreisfreien Stadt. Mit dem Anschluss an die Fernstra├če Berlin ÔÇô Stralsund 1836 und den Bahnanschluss 1863 wurden Voraussetzungen geschaffen, dass sich in der vormaligen Ackerb├╝rgerstadt eine wenn auch bescheidene Industrie entwickeln konnte. Neben mehreren Maschinenbaubetrieben und Gie├čereien wurde die 1863 errichtete Eisenbahn-Hauptwerkstatt zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Sie z├Ąhlte ├╝ber viele Jahrzehnte zu den gr├Â├čten Arbeitgebern in der Stadt. Gr├Â├čte Bedeutung hatte aber nach wie vor die Universit├Ąt. Bereits 1856 war mit dem Bau des Klinikviertels im Nordwesten der Stadt begonnen worden, und 1927 erschloss man im Osten ein weiteres Universit├Ątsgel├Ąnde. Zu Beginn des 1. Weltkrieges waren 1500 Studenten immatrikuliert. Zur Jahrhundertwende entstanden gro├čz├╝gig bebaute neue Stra├čen, in denen sich die zunehmende wohlhabende B├╝rgerschaft niederlie├č, so zum Beispiel die Goethestra├če, heute noch eine der sch├Ânsten Stra├čen Greifswalds. Die Weltwirtschaftskrise der 1920er Jahre machte sich durch die Schlie├čung der Eisenbahnwerkstatt und gro├če Arbeitslosigkeit bemerkbar. Anl├Ąsslich der 1939 durchgef├╝hrten Gebietsreform wurden die Orte Wieck und Eldena eingemeindet. Damit stieg die Einwohnerzahl auf ├╝ber 37.000. Den 2. Weltkrieg ├╝berstand die Stadt ohne Zerst├Ârungen und wurde am 30. April 1945 auf Veranlassung des Stadtkommandanten Petershagen der Roten Armee kampflos ├╝bergeben.

H├Ąuser in der Innenstadt im Sommer 1989
H├Ąuser in der Innenstadt im Sommer 1989

Nachfolgende Sch├Ądigungen und Verluste wichtiger Teile der Bausubstanz der historisch wertvollen Altstadt sind auf unterlassene Restaurierungen und Instandhaltungen in der DDR zur├╝ckzuf├╝hren. Stattdessen wurden gro├če Plattenbaugebiete im Osten errichtet. Abriss und historisierender (Platten-)Neubau im Norden der Altstadt verschlimmerten die Situation (siehe auch in Gotha oder Cottbus). Zwischen 1945 und 2003 ging etwa die H├Ąlfte der historischen Bausubstanz verloren. Vernachl├Ąssigung und Fl├Ąchenabriss in der Altstadt endeten erst mit der Wende 1989/90. Die seitdem erfolgten Sanierungen haben mittlerweile die trotzdem noch erhaltenen Teile der Altstadt wieder sehenswert gemacht. Insbesondere der Marktplatz gilt als einer der sch├Ânsten in Norddeutschland . Aktuell erfolgt der R├╝ckbau und die Umgestaltung in den Plattenbausiedlungen.

Die Einwohnerzahl betrug zu DDR-Zeiten etwa 68.000 und fiel nach der Wende, auch durch Umzug vieler Einwohner in umliegende Gemeinden und Wegzug in andere Landesteile. Die Anzahl der Studenten an der Universit├Ąt nahm kontinuierlich zu, derzeit (2005) gibt es mehr als 10.000 Studenten in Greifswald.

Greifswald ist Sitz des Oberverwaltungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern.

Einwohnerentwicklung

Im Jahre 1989 erreichte die Bev├Âlkerungszahl der Stadt Greifswald mit ├╝ber 68.000 ihren historischen H├Âchststand. Inzwischen ist die Einwohnerzahl jedoch wieder gesunken. Seit der Wende in der DDR hat die Stadt wegen der hohen Arbeitslosigkeit und dem Geburtenr├╝ckgang bis 2005 etwa 15.000 Einwohner verloren.

Die folgende ├ťbersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Sch├Ątzungen, danach um Volksz├Ąhlungsergebnisse (┬╣) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bev├Âlkerung", ab 1925 auf die Wohnbev├Âlkerung und seit 1966 auf die "Bev├Âlkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1618 6.100
1648 2.700
1767 4.611
1780 4.987
1800 5.740
1820 7.891
1831 8.967
3. Dezember 1852 ┬╣ 13.232
3. Dezember 1861 ┬╣ 15.100
3. Dezember 1864 ┬╣ 17.500
3. Dezember 1867 ┬╣ 17.400
1. Dezember 1871 ┬╣ 17.700
1. Dezember 1875 ┬╣ 18.022
1. Dezember 1880 ┬╣ 19.924
Jahr Einwohner
1. Dezember 1885 ┬╣ 20.345
1. Dezember 1890 ┬╣ 21.624
2. Dezember 1895 ┬╣ 22.800
1. Dezember 1900 ┬╣ 23.000
1. Dezember 1905 ┬╣ 23.750
1. Dezember 1910 ┬╣ 24.679
1. Dezember 1916 ┬╣ 23.122
5. Dezember 1917 ┬╣ 23.333
8. Oktober 1919 ┬╣ 34.374
16. Juni 1925 ┬╣ 26.383
16. Juni 1933 ┬╣ 29.488
17. Mai 1939 ┬╣ 37.104
1. Dezember 1945 ┬╣ 42.107
29. Oktober 1946 ┬╣ 43.590
Jahr Einwohner
31. August 1950 ┬╣ 44.468
31. Dezember 1955 45.827
31. Dezember 1960 46.728
31. Dezember 1964 ┬╣ 47.421
1. Januar 1971 ┬╣ 47.017
31. Dezember 1975 55.513
31. Dezember 1981 ┬╣ 61.388
31. Dezember 1985 65.275
31. Dezember 1988 68.597
31. Dezember 1990 66.251
31. Dezember 1995 60.772
31. Dezember 2000 54.236
31. Dezember 2003 52.869
30. Juni 2005 52.665

┬╣ Volksz├Ąhlungsergebnis

B├╝rgerschaft

Mandatsverteilung in der B├╝rgerschaft der Hansestadt Greifswald nach der Wahl 2004

Die B├╝rgerschaft Greifswalds besteht aus 42 Abgeordneten. Seit der Wahl vom 13. Juni 2004 setzt er sich wie folgt zusammen:

Partei Sitze
CDU 16
SPD 8
PDS 9
FDP 2
Gr├╝ne 3
BG 2
ok 1
Einzelbewerber 1

Die Stadt (Wahlkreisnummer 1) besteht aus 55 Wahlkbezirken mit 44.290 Wahlberechtigten. Zur Wahl gingen 17.054, die 1.568 ung├╝ltige und 48.772 g├╝lige Stimmen abgaben. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von rund 38,5% (alle Daten aus 2004).

N├Ąheres zum Wahlverfahren und zu rechtlichen Bestimmungen: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)

Wirtschaft und Infrastruktur

Obwohl keine Gro├čstadt , ist Greifswald neben Stralsund die gr├Â├čte Stadt in Vorpommern und hat einen gro├čen Einzugsbereich in der ansonsten d├╝nn besiedelten Region , die bis an die polnische Grenze reicht. Die gr├Â├čte Bedeutung hat die Hansestadt sicherlich als Universit├Ąts- und Forschungsstandort und als solcher einen Ruf, der weit ├╝ber die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinausgeht. Seit 1947 ist Greifswald Sitz der Kirchenleitung der Pommerschen Evangelischen Kirche und Bischofssitz.

Wie viele andere St├Ądte in Mecklenburg-Vorpommern hat Greifswald mit hoher Arbeitslosigkeit (2004: ca. 22,5 %) und Bev├Âlkerungsr├╝ckgang zu k├Ąmpfen, der auch durch den enormen Zuzug von Studenten in den letzten Jahren nicht ausgeglichen werden konnte. In den 1970er Jahren errichtete die DDR ca. 15 km von Greifswald entfernt (in Lubmin) ein Kernkraftwerk mit vier Bl├Âcken, die ca. 10 % des Strombedarfes der DDR deckten. Vier zus├Ątzliche Bl├Âcke waren geplant, gingen jedoch nie ans Netz (Block 5 ging im Jahre 1989 f├╝r kurze Zeit in Probebetrieb). Ca. 10.000 Menschen waren im KKW Lubmin besch├Ąftigt, heute sind es noch ca. 1.000, die mit dem R├╝ckbau und der Entsorgung der atomaren Anlage bei der Energiewerke Nord GmbH besch├Ąftigt sind. Im Zuge des Ausbaus des Kernkraftwerks errichtete man in der DDR gro├če Plattenbausiedlungen im Osten von Greifswald, die heute aufgrund des Leerstandes zur├╝ckgebaut werden m├╝ssen. Heute ist der gr├Â├čte Arbeitgeber die Universit├Ąt, daneben noch andere Einrichtungen der Wissenschaft und des ├ľffentlichen Dienstes . Nicht zu vernachl├Ąssigen ist die Kaufkraft von ca. 10.000 Studenten, die an der Universit├Ąt immatrikuliert sind. Im Jahre 1991 betrug deren Zahl lediglich 3.000. Daneben versucht Greifswald vom Tourismus zu profitieren, der in den letzten Jahren an der Ostseek├╝ste Mecklenburg-Vorpommerns zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor des Landes geworden ist. Da Greifswald allerdings nie ein starker Industrie - und Wirtschaftsstandort war, ist die Ansiedelung zus├Ątzlicher Arbeitspl├Ątze von der Verzahnung mit Wissenschaft und Forschung abh├Ąngig.

ans├Ąssige Unternehmen

  • Siemens AG Bereich Communications
  • BoddenBau GmbH
  • ml&s - manufacturing, logistics & services GmbH&Co. KG - Komplett-Dienstleister f├╝r die Elektronik-Branche
  • Solon AG - Hersteller von Photovoltaikmodulen f├╝r die solare Stromerzeugung
  • DEN Netzbau
  • Cziotec
  • Hanse Yachts - Yachtzentrum Greifswald [ [1] ]
Schiffe im Hafen von Greifswald, Caspar David Friedrich, vor 1810
Schiffe im Hafen von Greifswald, Caspar David Friedrich, vor 1810

Verkehrsanbindung

Greifswald liegt an der schiffbaren M├╝ndung des Ryck in die Ostsee und besitzt einen Seehafen . Ferner besitzt die Stadt Bahnanschluss an der Strecke Berlin - Anklam - Stralsund. S├╝dwestlich von Greifswald verl├Ąuft die am 07.12.2005 fertig gestellte Bundesautobahn 20 mit der Autobahnabfahrt Greifswald. Durch die Stadt f├╝hren die Bundesstra├čen 96 und 109. Von Greifswald aus, kommt man mit dem Auto in ca. 45 min. zu den Inseln R├╝gen und Usedom mit ihren sch├Ânen alten Ostseeb├Ądern.

Bildung und Wissenschaft

Greifswald - Alter Universit├Ątscampus
Greifswald - Alter Universit├Ątscampus

Hochschulen

Einrichtungen, Institute, Kooperationen

  • Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hat, au├čer in Essen, ihren F├Ârderschwerpunkt in Greifswald (Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg Greifswald).
  • Max-Planck-Institut f├╝r Plasmaphysik
  • Institut f├╝r Niedertemperatur- und Plasmaphysik
  • Kernfusions -Forschungsreaktor Wendelstein 7-X
  • Bundesforschungsanstalt f├╝r Viruskrankheiten der Tiere, Insel Riems (bei Greifswald)
  • Technologiezentrum Vorpommern
  • Biotechnikum Greifswald
  • Institut f├╝r Diabetes "Gerhardt Katsch" e.V. (ehemals Zentralinstitut f├╝r Diabetes "Gerhardt Katsch" ), Karlsburg (bei Greifswald)
  • Tierpark
  • Freizeitbad
  • Uniklinikum

Gymnasien

  • Alexander-von-Humboldt-Gymnasium
  • Friedrich-Ludwig-Jahn-"Gymnasium" (gegr. 1561 als schola senatoria)
  • Johann-Gottfried-Herder-"Gymnasium"
  • Ostsee"gymnasium"
  • Abendgymnasium Wolfgang Koeppen
  • Berufliche Schule der Hansestadt Greifswald-Technik, Fachgymnasium

Berufsschulen

  • Berufliche Schule der Hansestadt Greifswald, Technikschule
  • Berufliche Schule der Hansestadt Greifswald, Kaufm├Ąnnische Schule

Kultur

Vorplatz und Eingang des Pommerschen Landesmuseums
Vorplatz und Eingang des Pommerschen Landesmuseums

Gemessen an der Gr├Â├če der Stadt steht in Greifswald ein reichhaltiges Kulturangebot zur Verf├╝gung:

Bauwerke

Ostfassade von St. Marien
Ostfassade von St. Marien
Klosterruine Eldena
Klosterruine Eldena

Nachtleben

Es gibt zahlreiche gastronomische und kulturelle Einrichtungen, in denen man seinen Feierabend in angenehmer Umgebung verbringen kann. Hier eine kleine Auswahl:

Studentenclubs

  • Mensaclub Greifswald
  • Studentenclub Kiste Greifswald
  • Club 9 Greifswald (momentan keine Veranstaltungen)
  • Geographenkeller Greifswald
  • Geologenkeller Greifswald

Clubs und Diskotheken

  • Mira Club Greifswald
  • TV Club (Trieb & Verzicht)
  • Club Bel Air Greifswald
  • Diskothek Crazytown Greifswald
  • Diskothek Fly In Greifswald
  • Diskothek The Cave Greifswald
  • Diskothek Sun Set

Sonstige

  • Klex
  • Penguin
  • Pariser
  • Ikuwo
  • St. Spiritus Kulturzentrum
  • Sowie zahlreiche Kneipen und Bars (z.B. Das Sofa, ...)

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

Caspar David Friedrich: Wiesen vor Greifswald (1822)
Caspar David Friedrich: Wiesen vor Greifswald (1822)
  • Peter Ahlwardt , deutscher Logiker, Theologe und Philosoph
  • Hans Bentzien , SED-Funktion├Ąr und Minister f├╝r Kultur der DDR
  • Hans von Beseler , preu├čischer General und Politiker der Wilhelminischen Zeit
  • Holger Biege , deutscher Komponist, S├Ąnger, Pianist, Arrangeur und Texter
  • Gerhard Dallmann , deutscher Schriftsteller
  • Ernst Albrecht, deutscher Politiker, CDU
  • Hans Fallada , deutscher sozialkritischer Schriftsteller
  • Caspar David Friedrich (1774-1840), Maler, Vertreter einer mystisch-religi├Âsen und naturverbundenen Romantik . Caspar David Friedrich hat in vielen seiner Werke Motive aus Greifswald und Umgebung abgebildet. Am bekanntesten sind "Wiesen vor Greifswald", "Greifswalder Hafen" und "Kloster Eldena im Riesengebirge"
  • Gerhard Gentzen , Mathematiker
  • Doris Gercke, deutsche Krimi-Schriftstellerin
  • Konrad Haenisch , Politiker
  • Renate Herrmann-Winter , deutsche Professorin f├╝r niederdeutsche Sprache
  • Martin Jankowski, deutscher Autor
  • Fritz Kempe , deutscher Fotograf
  • Wolfgang Koeppen, deutscher Schriftsteller
  • David Mevius (1609-1670), einflussreicher Jurist des usus modernus pandectarum
  • Herbert Nachbar , deutscher Schriftsteller (DDR)
  • Steffen Popp , deutscher Lyriker
  • Wolfgang Rindfleisch, deutscher H├Ârspiel-Regisseur
  • Heinz Ritter-Schaumburg , deutscher Privatgelehrter
  • Johann Karl Rodbertus , deutscher ├ľkonom, Begr├╝nder des Staatssozialismus
  • Bartholom├Ąus Sastrow, autobiographischer Schriftsteller
  • Sebastian Sylvester , deutscher Profiboxer im Mittelgewicht
  • Robin Szolkowy , deutscher Eiskunstl├Ąufer
  • J├Ârg-Peter Weigele , Dirigent

Siehe auch: Liste der Ehemaligen der Ernst-Moritz-Arndt-Universit├Ąt Greifswald

St├Ądtepartnerschaft

  • Osnabr├╝ck, seit 1988
  • Twer , Russland
  • Kotka, Finnland, seit 1959
  • Lund , Schweden, seit 1990
  • Kristianstad , Schweden, seit 1998
  • Hamar , Norwegen, seit 1997
  • Goleni├│w (deutsch Gollnow), Polen, seit 1986
  • Stettin , Polen, seit 1996
  • Angers , Frankreich, seit 1994
  • Bryan (Texas) , USA, seit 1995

Weblinks

Commons: Greifswald ÔÇô Bilder, Videos oder Audiodateien

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

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Hotel Adler 17489 Greifswald http://www.hotel-adler-garni.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 303834 / 77 85 0
Pension Haus am Dom 17489 Greifswald http://www.pension-haus-am-dom.de  03834 / 89 90 97
Pensione da Vito 17489 Greifswald http://www.pension-sanremo.de  03834 / 51 22 99
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Hotel & Gasthaus Zur Br├╝cke 17498 Greifswald http://www.zur-bruecke.de  03834 / 83 61 60
G├Ąstehaus Mendelejewweg 17491 Greifswald http://www.variogh.de  03834 / 81 21 46
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