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Letzte Änderung für Artikel Strelasundquerung: 15.02.2006 07:57

Strelasundquerung

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Der Strelasund, eine Meerenge zwischen der Insel R├╝gen und der vorpommerschen K├╝ste , besitzt nur eine feste Verbindung zum Festland . Diese als Strelasundquerung bezeichnete Verbindung verl├Ąuft zwischen der Hansestadt Stralsund und dem Ort Altef├Ąhr auf R├╝gen.

Inhaltsverzeichnis

Der R├╝gendamm

├ťber den R├╝gendamm verl├Ąuft die B 96 (fr├╝her Reichsstra├če 96, in der DDR Fernverkehrsstra├če F 96).

Geschichte des R├╝gendamms

Im Herbst 1933 wurde, nachdem lange ├╝ber die Art der festen Querung ( Br├╝cke mit 30 Meter Durchfahrtsh├Âhe f├╝r Schiffe oder Tunnel ) diskutiert worden war, mit dem Bau der Br├╝cke begonnen. Bereits seit 1931 hatten Bauarbeiter Erdarbeiten ausgef├╝hrt.

Der Damm konnte am 5. Oktober 1936 f├╝r den Eisenbahnverkehr freigegeben werden. Ein erster Zug mit vier Waggons befuhr um 13:52 Uhr den R├╝gendamm. Am 13. Mai 1937 wurde dann auch die zweispurige Stra├če ihrer Bestimmung ├╝bergeben.

F├╝r die Errichtung, an der zeitweilig bis zu 1.100 Menschen arbeiteten, wurden 2,5 Millionen Kubikmeter Abraum ausgebaggert und f├╝r die Br├╝ckenkonstruktionen 48.000 Kubikmeter Beton und 11.800 Tonnen Stahl eingesetzt.

Damit war auch die verkehrstechnische Engstelle f├╝r die 1909 er├Âffnete F├Ąhrverbindung zwischen Sassnitz und Trelleborg ( Schweden ) beseitigt: Bis in das 20. Jahrhundert hinein wurde der Verkehr zwischen der Insel R├╝gen und der Hansestadt Stralsund und damit dem Festland mittels Booten und Trajekten betrieben. Dieser Betrieb stie├č jedoch mit der zunehmenden wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Aufnahme des F├Ąhrverkehrs zwischen R├╝gen und dem Ausland an seine Grenzen.

Die Fahrrinne verlief bis zur Ferttigstellung des R├╝gendamms im Strelasund, sie wurde nunmehr in den Ziegelgraben verlegt.

Am 1. Mai 1945 wurde die Ziegelgrabenbr├╝cke von den auf der Flucht vor der andr├Ąngenden Sowjetarmee befindlichen SS -Truppen gesprengt. Die Reparatur erwies sich als kostspielig und zeitaufwendig. Von den sowjetischen Truppen wurde eine Behelfsbr├╝cke aus Pontons gebaut, die allerdings nur Fu├čg├Ąnger ab dem 2. Oktober 1946 nutzen konnten. Am 11. Oktober 1947 war die Ziegelgrabenbr├╝cke soweit repariert, dass erstmals wieder ein Zug passieren konnte.

1961 sowie in den 1990er Jahren wurden zahlreiche Teile der Stahlkonstruktion ersetzt. 1967 wurde der Damm durch eine Stahlspundwand gesichert.

Verlauf des R├╝gendamms

Der R├╝gendamm besteht aus drei Abschnitten, die hier in der Reihenfolge dargestellt sind, wie man sie von Stralsund kommend passiert .

Die Ziegelgrabenbr├╝cke

Ziegelgrabenbr├╝cke im Profil
Ziegelgrabenbr├╝cke im Profil

Die Ziegelgrabenbr├╝cke ist 133 Meter lang und verbindet das Festland mit der noch zu Stralsund geh├Ârenden Insel D├Ąnholm. Sie besteht aus drei Teilen: Zwei feste Br├╝cken mit jeweils 52 Metern St├╝tzweite und dem klappbaren Mittelteil mit einer St├╝tzweite von 29 Metern. Die als Zugbr├╝cke angelegte Stahlkonstruktion des Mittelteils mit einem Gewicht von 370 Tonnen wird t├Ąglich zu festgelegten Zeiten f├╝r den Stra├čen- und Schienenverkehr gesperrt. Das Heben der Br├╝ckenteile erm├Âglicht der privaten und gewerblichen Schifffahrt das Passieren des R├╝gendamms.

Br├╝cken├Âffnungszeiten

F├╝r den Schiffsverkehr wird die Ziegelgrabenbr├╝cke zu folgenden Zeiten (bei Bedarf) ge├Âffnet, was die Sperrung f├╝r Z├╝ge und Fahrzeuge bedeutet:

  • 2:30 - 2:50 Uhr
  • 5:20 - 5:40 Uhr
  • 9:20 - 9:40 Uhr
  • 17:20 - 17:40 Uhr und
  • 21:30 - 21:50 Uhr

Der R├╝gendamm

R├╝gendammbr├╝cke
R├╝gendammbr├╝cke

Auf dem D├Ąnholm beginnt der eigentliche R├╝gendamm, d.h. der Verlauf der Strelasundquerung als Damm . Dieser ist die Verbindung zwischen Ziegelgrabenbr├╝cke und R├╝gendammbr├╝cke und reicht noch ├╝ber den eigentlichen D├Ąnholm hinaus in den Strelasund.

Die R├╝gendammbr├╝cke

Die 2.540 Meter lange R├╝gendammbr├╝cke verbindet die Insel D├Ąnholm mit der Insel R├╝gen und endet bei der Ortschaft Altef├Ąhr.

Zweite Strelasundquerung

Am 31. August 2004 begann mit der ersten Ortbetonpfahlgr├╝ndung der Bau der zweiten Strelasundquerung, eines der l├Ąngsten Br├╝ckenbauwerke Deutschlands. In einem vom Land Mecklenburg-Vorpommern und der Ostsee-Zeitung veranstalteten Namenssuche setzte sich der Name R├╝genbr├╝cke durch. Wirtschaftsminister Otto Ebnet hat diesen dem Bundesverkehrsministerium als offiziellen Namen vorgeschlagen.

Das Projekt

Verlauf auf Stralsunder Seite, Vorlandbr├╝cken (5. November 2005)
Verlauf auf Stralsunder Seite, Vorlandbr├╝cken (5. November 2005)

Die ausschlie├člich dem Kraftfahrzeugverkehr vorbehaltene Br├╝cke bietet drei Fahrstreifen, von denen der dritte jeweils bedarfsgerecht genutzt wird. Das Kernst├╝ck der 4100 Meter langen zweiten Strelasundquerung bildet die 2831 Meter lange Strelasundbr├╝cke.

Die Strelasundquerung setzt sich insgesamt aus sechs Abschnitten ("BW") zusammen. Dazu geh├Âren jeweils auf Stralsunder und R├╝gener Seite ein Damm:

  • Damm in Stralsund
  • zwei Vorlandbr├╝cken Stralsund,
  • Ziegelgrabenbr├╝cke,
  • Vorlandbr├╝cke D├Ąnholm,
  • Vorlandbr├╝cke Strelasund,
  • Strelasundbr├╝cke und
  • Damm auf R├╝gen.

Damm in Stralsund

Vom Anschluss der Ortsumgehung Stralsund (Bundesstra├če B 96 n) bis zum Widerlager der ersten Vorlandbr├╝cke werden 85,53 Meter Strecke in Dammform ausgef├╝hrt.

Vorlandbr├╝cken Stralsund

Die Vorlandbr├╝cken Stralsund ("BW 1.1" und "BW 1.2") sind zwei 327,50 bzw. 317,00 Meter lange Bestandteile der zweiten Strelasundquerung.

Sie werden mit einer 0,70 Meter hohen Innenverkleidung des Gel├Ąnders mit Verbundsicherheitsglas als Windabweiser ausgef├╝hrt.

BW 1.1

Das Bauwerk 1.1 ist ein 327,50 Meter langer 10-feldriger Br├╝ckenabschnitt mit St├╝tzweiten von 29+30,5+7x33,5+32,5 Meter. Der ├ťberbau, der auf Ortbetonrammpf├Ąhlen gegr├╝ndet ist, besteht aus einem zweistegigen Spannbeton -Plattenbalken. Die Br├╝ckenfl├Ąche betr├Ągt in diesem Teilst├╝ck 4912 m┬▓ . Es sind 4800 m┬│ Beton, 670 t Betonstahl und 105 t Spannstahl verbaut worden.

Die beiden Y-St├╝tzenpaare ,12. November 2005
Die beiden Y-St├╝tzenpaare ,12. November 2005
BW 1.2

Das Bauwerk 1.2 ist ein 317,00 Meter langer 6-feldriger Br├╝ckenabschnitt mit St├╝tzweiten von 48+49+72+2x49+48 Meter. Der ├ťberbau, der auf Ortbetonrammpf├Ąhlen gegr├╝ndet ist, besteht aus einem einzelligen Stahlverbundkasten , die im Werk in Neumarkt, Sengenthal vorgefertigt wurde. Die Br├╝ckenfl├Ąche betr├Ągt in diesem Abschnitt 4755 m┬▓ . Es wurden 4800 m┬│ Beton und 820 t Betonstahl verbaut. Eine architektonische Besonderheit bilden an der Zufahrt der B96 die beiden Y-St├╝tzenpaare, welche den gro├čen St├╝tzenabstand von 72 m bei konstanter ├ťberbauh├Âhe erm├Âglichen.

Ziegelgrabenbr├╝cke

Die Ziegelgrabenbr├╝cke ("BW 2") ├╝berspannt den Ziegelgraben, der als Nebenzug des Strelasunds Stralsund und die Insel D├Ąnholm trennt. Sie hat eine L├Ąnge von 583,30 Meter bei St├╝tzweiten von 54+72+126+198+72+59,3 Metern. Die beiden Hauptfelder mit 126 Meter (zum Festland hin) und 198 Meter (zum D├Ąnholm hin) L├Ąnge werden mit einer Schr├Ągseilbr├╝cke und einem dreizelligem Stahlhohlkasten ausgef├╝hrt, der im Werk in Neumarkt, Sengenthal vorgefertigt wurde. Die Br├╝cke erm├Âglicht dem Schiffsverkehr eine Durchfahrtsh├Âhe von 42 Metern.

Modell der Stahlseile
Modell der Stahlseile

Der in einem hellen Blau gehaltene Pylon ist zweigeteilt, mit einem ungef├Ąhr 40 Meter hohen Sockel aus Stahlbeton und einem Oberteil aus Stahl . Der ├ťberbau ist vom Unterbau durch Br├╝ckenlagern getrennt. Vom tropfenf├Ârmigen Pylon aus tragen 32 harfenf├Ârmig schr├Ąg gespannte Stahlseile die beiden Haupt├Âffnungen. Die Stahlseile mit einem Gesamteigengewicht von bis zu 135 Tonnen bestehen aus 34 Einzellitzen, die in ein H├╝llrohr mit einem Durchmesser von 180mm gezogen werden. Sie sind f├╝r eine aufnehmbare Zugkraft von 400 Tonnen ausgelegt.

Die Br├╝ckenfl├Ąche dieses Teilst├╝cks wird 8720 m┬▓ betragen. In diesem Abschnitt werden 4800 m┬│ Beton, 450 t Betonstahl , 4400 t Konstruktionsstahl im ├ťberbau und 850 t im Pylon verbaut.

Die Ziegelgrabenbr├╝cke wird mit einer 1,50 Meter hohen Innenverkleidung des Gel├Ąnders mit Verbundsicherheitsglas als Windabweiser ausgef├╝hrt.

Vorlandbr├╝cke D├Ąnholm

Die Vorlandbr├╝cke D├Ąnholm ("BW 3") ist ein 532,30 Meter langer Abschnitt der Strelasundquerung mit 10 Feldern und Spannweiten von 52,32+8x53,22+52,22 Meter. Die Br├╝ckenfl├Ąche dieses Abschnitts betr├Ągt k├╝nftig 7985 m┬▓. Der auf Ortbetonpf├Ąhlen gegr├╝ndete ├ťberbau besteht aus einem einzelligen Spannbeton -Hohlkasten.

Die Vorlandbr├╝cke D├Ąnholm wird mit einer 0,70 Meter hohen Innenverkleidung des Gel├Ąnders mit Verbundsicherheitsglas als Windabweiser ausgef├╝hrt.

Vorlandbr├╝cke Strelasund

Die Vorlandbr├╝cke Strelasund ("BW 4") mit einer L├Ąnge von 532,20 Metern hat ebenfalls 10 Felder und Spannweiten von 52,22+8x53,22+52,22 Meter bei einer Br├╝ckenfl├Ąche von 7983 m┬▓. Die Gr├╝ndung im Verlauf der Sundquerung erfolgte ebenso auf Ortbetonpf├Ąhlen. Der ├ťberbau besteht aus einem einzelligen Spannbeton-Hohlkasten .

Strelasundbr├╝cke

Die Strelasundbr├╝cke ("BW 5") ist ein 539,00 Meter langer Abschnitt der zweiten Strelasundquerung. Die 10-Felder haben Spannweiten von 53+8x54+53 Meter. Der mit einem einzelligen Spannbeton-Hohlkasten ausgef├╝hrte ├ťberbau besitzt eine Br├╝ckenfl├Ąche von 8085 m┬▓.

F├╝r die Bauwerke 3, 4 und 5 werden 32.000 m┬│ Beton, 3750 t Betonstahl und 750 t Spannstahl verbaut.

Damm auf R├╝gen

Auf der Insel R├╝gen wird die Strelasundquerung weiter in Dammform und als Strecke ausgef├╝hrt. Die L├Ąnge des Dammes betr├Ągt 455,95 Meter und die der Strecke 732,00 Meter. Mit 225.000 m┬│ wird der Damm aufgesch├╝ttet, dazu bilden 20.690 m┬▓ Spundw├Ąnde die Uferwand des Dammes, der bis zum Anschluss des Verkehrsknotens Altef├Ąhr f├╝hrt. In diesem Bereich ist eine Radwegunterf├╝hrung vorhanden.

Bauausf├╝hrende Firmen

Das derzeit gr├Â├čte Br├╝ckenbauvorhaben Deutschlands wurde von der Deutsche Einheit Fernstra├čenplanungs- und -bau GmbH in Umsetzung der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit geplant und im Bau betreut. Die Auftragsvergabe f├╝r das mit 85 Millionen Euro Baukosten geplante Projekt erfolgte an die deutschen Baufirmen Walter Bau AG (Augsburg), DYWIDAG und Max B├Âgl GmbH ( Neumarkt ), die es in einer Arbeitsgemeinschaft (ArGe) durchf├╝hren sollten. Dabei lag die kaufm├Ąnnische F├╝hrung bei der Max B├Âgl GmbH und die technische F├╝hrung beim Kompetenzzentrum von Walter Bau AG und DYWIDAG.

Nach der Insolvenz der Walter Bau AG wurde das gesamte Projekt durch die Max B├Âgl GmbH ├╝bernommen. Seit M├Ąrz 2005 laufen Verhandlungen um die Beteiligung weiterer Firmen.

Insgesamt hatte es im Ausschreibungsverfahren sieben Anbieter gegeben.

Baudurchf├╝hrung

Im Juli 2004 wurden bereits mit Messinstrumenten best├╝ckte Betonpf├Ąhle in die Erde gerammt, die einem Belastungstest der k├╝nftigen Br├╝ckenfundamente dienen.

Am 31. August 2004 gaben Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpr├Ąsident Harald Ringstorff (beide SPD ) das Startsignal f├╝r den Baubeginn: Mit einer 470 PS starken 120-Tonnen-Ramme wird ein doppelwandiges Stahlrohr mit einem Durchmesser von 1,50 Meter 24 Meter tief in die Erde getrieben. Diese erste Gr├╝ndung dient einer Probebelastung.

Im September 2004 begannen die Rammarbeiten f├╝r die Spundw├Ąnde. Diese bestehen aus 17 Meter langen, 2,5 Tonnen schweren Bohlen, die mittels hydraulischer Vibratoren in den Boden getrieben werden. Mit den Spundw├Ąnden werden k├╝nstlichen Insel geschaffen, die von Altef├Ąhr aus bis zu 500 Meter in den Strelasund hineinragen und bis an den alten R├╝gendamm reichen und an deren Kopf die eigentliche Br├╝cke beginnt. Aus den entstehenden K├Ąsten wird der weiche, nicht tragf├Ąhige Meeresgrund (die Mudde) gepumpt. 70.000 m┬│ dieser Masse werden auf R├╝gen zwischengelagert und sp├Ąter als F├╝llstoff f├╝r den Br├╝ckenbau, Abdeckmaterial f├╝r Deponien oder als D├╝nger f├╝r die Landwirtschaft genutzt. F├╝r alle Tr├Ąger des Bauwerkes werden auf diese Weise die Gr├╝ndungen vorbereitet.

Aufsp├╝lung nahe Altef├Ąhr, Oktober 2005
Aufsp├╝lung nahe Altef├Ąhr, Oktober 2005

In den vor Stralsund entstehenden Kasten wurde im Dezember 2004 eine 1,5 Meter starke Schicht Unterwasserbeton gepumpt, danach folgten die Pfahlgr├╝ndungen f├╝r die Tr├Ąger. Komplettiert wird das Fundament durch eine weitere, drei Meter starke Betonschicht. Im Februar 2005 wurden insgesamt 45 je 30 Meter lange Pf├Ąhle mit einem Durchmesser von 1,5 Metern als Basis f├╝r den 126 Meter hohen Pylon in die Erde gerammt. Sie wurden mit jeweils 60 m┬│ Beton gef├╝llt. Die k├╝nstliche Insel vor Altef├Ąhr wurde von Ende Mai bis November 2005 mit 180.000 m┬│ Sand gef├╝llt, der von der Vertiefung der Fahrrinne der Stralsunder Nordansteuerung auf 4,50 Meter stammt.

Nachdem schon seit April auf der nahe der Baustelle befindlichen Freifl├Ąche der Mahnkeschen Wiesen Stahlteile f├╝r die sp├Ątere Br├╝cke vorgefertigt wurden, wurde das erste dieser Br├╝ckensegmente am 6. Juni 2005 mit Autokranen montiert.
"Taklift 7" im Hafen
"Taklift 7" im Hafen
Diese Stahlsegmente ├╝ber dem Vorland werden sp├Ąter mit einer Betonfahrbahnplatte erg├Ąnzt. Im Gegensatz dazu wird bei BW 1.1 der Br├╝ckenabschnitt mit dem vorgespannten Plattenbalken mit einem Lehrger├╝st ausgef├╝hrt. Ende Oktober traf Europas h├Âchster, 3300 Tonnen schwerer Schwimmkran ("Taklift 7" aus Rotterdam ) in Stralsund ein. F├╝r diesen Schwimmkran, der Lasten bis zu 1200 Tonnen heben kann, war bereits seit dem Jahr 2003 die n├Ârdliche Ansteuerung Stralsunds im Strelasund tiefer ausgebaggert worden.
Schalungskonstruktion
Schalungskonstruktion
Am letzten, 40 Meter hohen Tr├Ąger auf dem Festland wurde eine st├Ąhlerne Hilfskonstruktion mit einem Eigengewicht von 78 Tonnen befestigt und mit Hilfe des Schwimmkrans am 1. November 2005 das erste, 490 Tonnen schwere Stahlsegment der Br├╝cke ├╝ber den Ziegelgraben aufgesetzt. Dieser Teil der Konstruktion wird sp├Ąter durch die Schr├Ągseile des Pylons gehalten. Am 4. November 2005 wurde auf der Festlandseite das letzte Br├╝ckenteil, ein 388 Tonnen schweres, 60 Meter langes Teilst├╝ck, per Autokran aufgesetzt. Am 28. November 2005 wurde das mit 820 Tonnen schwerste Teilsegment des 126 Meter langen Feldes mit Hilfe des Schwimmkrans und einer Hilfskonstruktion in form eines Litzenhebers auf den Pylonfu├č gesetzt. Das Verschwei├čen dieses St├╝ckes mit dem auf dem letzten Festlandpfeiler ruhenden Segment dauerte zehn Tage. Das Hauptfeld mit 198 Meter Spannweite wird im Freivorbau errichtet.

Die Bauwerke 3-5 werden mittels einer auf einer Vorschubr├╝stung befestigten Schalungskonstruktion feldweise mit Spannbeton hergestellt. Dabei kommte eine gemischte Vorspannung mit internen und externen Spannkabeln zur Anwendung.

Blick vom Hafen (29. November 2005)
Blick vom Hafen (29. November 2005)

Das Pyloneum

In der Hansestadt Stralsund informiert seit dem 10. November 2005 das Pyloneum, ein Informationszentrum nahe der Baustelle, ├╝ber das Projekt und den Baufortschritt. Zudem werden jeweils Sonnabends F├╝hrungen ├╝ber die Baustelle angeboten.

Im Internet kann man die neue R├╝genbr├╝cke virtuell befahren. Die Visualisierung zeigt, wie die Br├╝cke aussieht und sich in die Landschaft einf├╝gt. Au├čerdem gibt es Informationen zum R├╝genzubringer im Zuge der Bundesstra├če 96n und zur Ostseeautobahn A 20. Alle Pressemitteilungen inklusive Bildmaterial k├Ânnen abgerufen werden.

Ma├čnahmen zum Umwelt- und Tierschutz

Im Rahmen der Planungen wurde die bundesweit umfangreichste Untersuchung zum Vogelzug durchgef├╝hrt. Danach ist das Kollisionsrisiko gering. Die Tragseile werden zudem in einer f├╝r die V├Âgel besonders gut wahrnehmbarenn Form ausgef├╝hrt. Auf den Br├╝ckenbauwerken sollen ├ťberflughilfen das Einfliegen in den Verkehrsraum verhindern. Die Br├╝cke wird nicht beleuchtet.

Als Ersatzma├čnahme f├╝r den Bau der 2. Strelasundquerung wird in der Mellnitz-├ťselitzer Wiek eine Renaturierungsma├čnahme durchgef├╝hrt.

Kritik

Bereits w├Ąhrend der Planungen hatten vor allem Umweltverb├Ąnde Kritik an dem teuren Projekt ge├Ąu├čert. Beeintr├Ąchtigungen von V├Âgeln und Fischen wurden bef├╝rchtet. Zum Baubeginn am 31. August 2004 prangte direkt gegen├╝ber dem offiziellen Festzelt ein Transparent mit der Aufschrift ÔÇ×Teure Br├╝cke ÔÇô Riesenstrasse ÔÇô Gr├Â├čenwahn ÔÇô bei leerer KasseÔÇť.

Nach Meinung zahlreicher Kritiker geht die Planung an den Bed├╝rfnissen der Region vorbei, zudem wird ein touristischer Massenansturm auf die Insel R├╝gen bef├╝rchtet. Auf der alten Br├╝cke wurden in Spitzenzeiten bis zu 20.000 Autos t├Ąglich gez├Ąhlt, auf der neuen rechnen Experten mit 30.000 Fahrzeugen pro Tag.

Von der DEGES wurden f├╝r Untersuchungen der Beeintr├Ąchtigung von Vogelzug und Fischschw├Ąrmen 500.000 Euro ausgegeben. Nach diesen Untersuchungen ist eine Beeintr├Ąchtigung nicht zu bef├╝rchten. W├Ąhrend des Heringszuges im Fr├╝hjahr ruhten die Rammarbeiten. Die Vormontage des Aufsatzes f├╝r den Pylonfu├č aus Beton werden im Stralsunder Hafen ausgef├╝hrt. Der Aufsatz besteht aus Stahl.

Hoffnungen

Bef├╝rworter des Projektes rechnen damit, dass die Br├╝cke zum wirtschaftlichen Aufschwung besonders in Vorpommern und auf R├╝gen beitragen werde. Neben dem erwarteten Zuwachs im Tourismus k├Ânnten potenzielle Investoren besser planen. Der Hafen Sassnitz ( Mukran ) w├╝rde von der Br├╝cke stark profitieren.

Zudem werden beim Bau bis zu 30 Millionen Euro in die Region an beteiligte Firmen flie├čen, Bauarbeiter aus der Region sind am Bau beteiligt.

Eine Initiative ÔÇ×Pro A 20ÔÇť hatte sich unter anderem mit Unterschriftensammlungen f├╝r die Strelasundbr├╝cke eingesetzt.

Bilder

Weblinks

Commons: Strelasundquerung ÔÇô Bilder, Videos oder Audiodateien

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