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Letzte Änderung für Artikel Rhein-Main-Gebiet: 14.02.2006 21:21

Rhein-Main-Gebiet

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Metropolregion Rhein-Main in Deutschland
Metropolregion Rhein-Main in Deutschland

Die Region Frankfurt/Rhein-Main ist eine Wirtschaftsregion und ein st√§dtischer Ballungsraum im S√ľden Hessens sowie Teilen der angrenzenden Bundesl√§nder Rheinland-Pfalz (Rheinhessen) und Bayern (Unterfranken). Es ist die zweitgr√∂√üte der elf europ√§ischen Metropolregionen in Deutschland.

Eine thematische Sammlung der Artikel rund um die Region Rhein-Main findet sich im Portal:Frankfurt Rhein-Main .

Inhaltsverzeichnis

Kernstädte

Die Frankfurter Skyline
Die Frankfurter Skyline

Obwohl die Region meist als polyzentrischer Ballungsraum bezeichnet wird, besitzt sie mit der internationalen Metropole Frankfurt am Main funktional und geografisch einen klaren Mittelpunkt.

Andere st√§dtische Zentren der Region sind Wiesbaden, Mainz, R√ľsselsheim, Frankfurt-H√∂chst, Bad Homburg , Darmstadt, Offenbach am Main, Hanau, Aschaffenburg, Marburg, Gie√üen und Wetzlar.

Abgrenzung

Städte und Landkreise der Region nach der IHK-Abgrenzung.
Städte und Landkreise der Region nach der IHK-Abgrenzung.

Die Abgrenzung der Region ist nicht eindeutig definiert. Das IHK -Forum Rhein-Main erstreckt sich zum Beispiel √ľber eine gro√üe Region. Verwendet man den Bereich der Industrie- und Handelskammern, die in diesem Forum Mitglied sind und der die ganze Wirtschaftsregion umfasst, zur Definition, so erh√§lt man folgende gro√üz√ľgige Abgrenzung:

Sieben kreisfreie Städte:

Die 18 Landkreise der Region Frankfurt / RheinMain sind: Main-Taunus-Kreis, Hochtaunuskreis, Wetteraukreis, Main-Kinzig-Kreis, Kreis Offenbach, Kreis Groß-Gerau, Lahn-Dill-Kreis, Landkreis Aschaffenburg, Landkreis Miltenberg, Kreis Darmstadt-Dieburg , Odenwaldkreis, Kreis Bergstraße, Landkreis Alzey-Worms, Landkreis Mainz-Bingen, Rheingau-Taunus-Kreis, Landkreis Limburg-Weilburg, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Landkreis Gießen und Vogelsbergkreis.

Nach dieser Abgrenzung umfasst die Großregion 13.400 km² Fläche mit 5,8 Millionen Einwohnern.

Der Kreis Bergstraße und die Stadt Worms liegen im Überschneidungsbereich zum benachbarten Rhein-Neckar-Dreieck.

Bereich des Ballungsraumgesetzes und des fr√ľheren Umlandverbands.
Bereich des Ballungsraumgesetzes und des fr√ľheren Umlandverbands.

Das Gesetz zur Stärkung der kommunalen Zusammenarbeit und Planung in der Region Rhein-Main des Landes Hessen definiert hingegen explizit folgende Abmessung:

Daneben existieren noch andere (meist enger gefasste) Abgrenzungen, die etwa die Kreise Gießen, Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf, Vogelsberg oder Bergstraße nicht mit zur Region zählen.

Der engere Ballungsraum, der in etwa der Ausdehnung des S-Bahn-Netzes entspricht, reicht von Wiesbaden und Mainz im Westen bis Aschaffenburg im Osten sowie von Friedberg und Bad Nauheim im Norden bis Darmstadt im S√ľden. Dieses Gebiet z√§hlt 3,4 Millionen Einwohner auf 5.500 km¬≤ Fl√§che.

Der Einzugsbereich des Rhein-Main-Gebiets ist sehr gro√ü. Etwa 350000 Einpendler kommen jeden Tag in den Frankfurter Raum, die z.t. weit mehr als hundert km von ihrem Arbeitsplatz entfernt wohnen. Der Pendler-Einzugsbreich umfasst den ganzen Odenwald, die S√ľdpfalz, die Rh√∂n, den Westerwald, die Region Marburg/Gie√üen/Wetzlar und die Kurpfalz. Der RMV ist deshalb nicht zuf√§llig der gr√∂√üte deutsche Verkehrsverbund .

Im Zentrum des Rhein-Main-Raums liegt die engere Stadtregion Frankfurt, zu der z.B. Offenbach, Hanau, Bad Homburg und R√ľsselheim geh√∂ren. Die √ľbrigen Kernst√§dte Wiesbaden, Mainz, Darmstadt und Aschaffenburg bilden mit ihrem Umland eigene Stadtregionen .

Wirtschaft

Flughafen Frankfurt
Flughafen Frankfurt

Die zentrale und verkehrsg√ľnstige Lage in S√ľdwestdeutschland f√∂rderte schon Mitte des 19. Jahrhunderts die Industrialisierung der Region. Unternehmen aus vielen Branchen haben hier ihren Sitz und besch√§ftigen in der Region etwa 1,8 Mio Arbeitnehmer. Dabei √ľberwiegen in der Rhein-Main- Metropole Frankfurt Handel und Dienstleistungen ( Banken und Versicherungen , Frankfurter Messe). Industrie ist vor allem in den Bereichen Chemie (H√∂chst, Wiesbaden, Offenbach) und Fahrzeugbau (R√ľsselsheim) vertreten. Darmstadt hat sich als Wissenschaftsstadt, Wiesbaden als Sitz von Versicherungsunternehmen und Bundesbeh√∂rden etabliert.

Der Logistikbereich ist besonders durch den Flughafen Frankfurt und die zentrale Anbindung ( Autobahnen , Eisenbahn ) stark beg√ľnstigt. Das Frankfurter Kreuz und der Frankfurter Hauptbahnhof sind jeweils die verkehrsreichsten in Europa. Im Umkreis von 6 Stunden Fahrt erreicht man Hamburg, die Benelux -Staaten, Paris , die Schweiz , √Ėsterreich , Tschechien , Polen und Berlin. Weitere wichtige Bahnh√∂fe im Fernverkehr sind Mainz und Frankfurt-Flughafen. √úber den Frankfurter Flughafen ist jedes wichtige Flugziel weltweit als Direktflug verf√ľgbar. Die Infrastruktur im Rhein Main Gebiet gilt als sehr gut ausgebaut.

Naturraum

Rheingau
Rheingau
Die landschaftliche Attraktivit√§t der Region ergibt sich aus dem Gegensatz zwischen den Ebenen der beiden namensgebenden Fl√ľsse und den die Region begrenzenden Mittelgebirgen .

Die Untermainebene ist der n√∂rdliche Ausl√§ufer der Oberrheinischen Tiefebene, die etwa von Basel bis Frankfurt reicht. Die Mainm√ľndung gilt als die Grenze zwischen Ober- und Mittelrhein. Letzterer durchbricht in einem engen, teilweise schluchtartigen Tal das Rheinische Schiefergebirge. Au√üer den beiden genannten Str√∂men sind Nidda, Kinzig und Nahe wichtige Fl√ľsse der Region, an ihrem Nordrand au√üerdem die Lahn.

F√ľnf Mittelgebirge begrenzen die Region: Taunus, Vogelsberg, Spessart , Odenwald und Hunsr√ľck. Der S√ľdhang des Taunus (Rheingau und Vordertaunus) und der Westhang des Odenwalds (Bergstra√üe) geh√∂ren klimatisch zu den mildesten Gegenden in Deutschland.

Der Rheingau, das linksrheinische Gebiet Rheinhessen sowie das unterfr√§nkische Maintal sind Weinbaugebiete . Die Landwirtschaft in der Wetterau im Norden der Region verf√ľgt √ľber B√∂den, die zu den ertragsreichsten in Deutschland z√§hlen. Im dicht besiedelten Kernraum der Region um Frankfurt dienen die Freifl√§chen mehr der Naherholung als der Landwirtschaft. Typisch f√ľr das dortige Landschaftsbild sind Streuobstwiesen , deren Ertr√§ge meist zur Produktion des Frankfurter Apfelweins dienen.

Geschichte

Schloss Johannisburg in Aschaffenburg
Schloss Johannisburg in Aschaffenburg

Eine bis heute g√ľltige Besonderheit der Region ist, dass es niemals in der Geschichte eine territoriale Einheit des Rhein-Main-Gebiets gab. Der tausendj√§hrigen Kleinstaaterei verdankt die Region ihre kulturelle Vielfalt, aber auch die im Gegensatz zu konkurrierenden Metropolregionen schmerzhaft fehlende Kooperation und Koordination.

In r√∂mischer Zeit lag die Region an der Grenze des Imperiums . Mainz war unter dem Namen Mogontiacum Hauptstadt der Provinz Obergermanien , der Limes sch√ľtzte die Reichsgrenze und verlief √ľber den Kamm des Taunus und quer durch die Wetterau. Au√üer Mainz gab es zahlreiche r√∂mische Kastelle in der Region (Hofheim, H√∂chst, Frankfurt, Kleiner Feldberg, Saalburg , u.a.) sowie eine kleine Stadt ( Nida bei Frankfurt-Heddernheim). Wiesbaden war schon damals ein wichtiger Badeort (Aquae Mattiacorum).

Bereits in der sp√§tr√∂mischen Antike (seit 343 ) wurde Mainz zu einem Bischofssitz , der im fr√ľhen Mittelalter einer der wichtigsten des fr√§nkischen, sp√§ter Deutschen Reichs wurde. Fr√§nkische K√∂nige ( Merowinger , sp√§ter Karolinger ) errichteten K√∂nigsh√∂fe , u.a. in Frankfurt und Ingelheim. Das Kloster Lorsch wurde durch Landschenkungen eines der m√§chtigsten in Deutschland. Durch die g√ľnstige Verkehrslage konnte die Region Handelsverkehr an sich ziehen, wichtige Stra√üen entstanden, so die Via Regia.

Im Hohen Mittelalter l√∂ste Frankfurt Mainz als wichtigste Stadt der Region ab. Frankfurt, Friedberg , Wetzlar und Gelnhausen (letzteres eine Kaiserpfalz der Staufer ) waren Freie Reichsst√§dte . Die Erzbisch√∂fe von Mainz waren Erzkanzler des Reichs und einer der sieben Kurf√ľrsten . Frankfurt verdankte seinen Aufstieg der Rolle als bedeutende Messestadt und als Wahl-, sp√§ter auch Kr√∂nungsst√§tte der deutschen Kaiser.

Das Erzbistum Mainz umfasste große Gebiete im Westen und Osten (um Aschaffenburg) des Rhein-Main-Gebietes, als es 1803 aufgelöst wurde. Nach dem Wiener Kongress verteilte sich ab 1816 die Region auf folgende Territorien:

Hessischer Landtag, ehemals nassauisches Stadtschloss, in Wiesbaden
Hessischer Landtag, ehemals nassauisches Stadtschloss, in Wiesbaden

Nach dem Preußisch-Deutschen Krieg 1866 annektierte Preußen alle genannten Territorien außer dem Großherzogtum Hessen und dem Königreich Bayern, die kleinere Gebietsteile abtreten mußten. Die territoriale Zersplitterung bestand allerdings weiter, da das Großherzogtum Hessen durch das Stadtgebiet Frankfurt und den anschließenden Kreis Hanau in zwei Teile geteilt blieb.

1945 wurde das Rhein-Main-Gebiet durch die amerikanische Armee vom Faschismus befreit. Die Grenze zur sp√§ter auf Kosten der britischen und amerikanischen Zone eingerichteten Franz√∂sische Besatzungszone wurde von den Alliierten willk√ľrlich im Rhein festgelegt. Die Besatzungsm√§chte gr√ľndeten in der Folge die noch heute bestehenden Bundesl√§nder jeweils auf ihrem Territorium. Durch die (franz√∂sische) Gr√ľndung des neuen Landes Rheinland-Pfalz wurde Rheinhessen von Hessen abgetrennt, die Region (und sogar das Stadtgebiet von Mainz) wurde erneut administrativ geteilt.

Im Kern der Region wurde die preu√üisch-hessische Landesgrenze aufgehoben, durch die Eingemeindung zweier kleiner Vororte wuchs das Frankfurter Stadtgebiet 1972 √ľber die ehemalige Grenze hinweg.

Kirchliche Zuständigkeiten

Mit Ausnahme des bayerischen Gebietsanteils und des Frankfurter Stadtteils Bergen-Enkheim sowie des Main-Kinzig-Kreises gehört das Rhein-Main-Gebiet zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau .

Bei der katholischen Kirche haben drei Di√∂zesen Anteil an der Region, n√§mlich Mainz an den fr√ľher zu Hessen-Darmstadt geh√∂renden Gebieten, Limburg an den fr√ľher zu Nassau, Frankfurt und Hessen-Homburg geh√∂renden Gemeinden und Fulda an den fr√ľher kurhessischen Orten. In dieser Hinsicht ist die Stadt Frankfurt dreigeteilt.

Wichtigste Sehensw√ľrdigkeiten

Mainzer Altstadt mit Dom
Mainzer Altstadt mit Dom

Weblinks

   
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