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Letzte Änderung für Artikel Burg Eppstein: 31.01.2006 10:51

Burg Eppstein

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Ruine der Burg √ľber der Stadt Eppstein (2003)
Ruine der Burg √ľber der Stadt Eppstein (2003)

Die Burg Eppstein ist eine Burgruine √ľber der hessischen Stadt Eppstein im Main-Taunus-Kreis. Auf der Spitze eines Bergr√ľckens errichtet und durch einen Halsgraben vom Bergr√ľcken getrennt, handelt es sich bei ihr um eine typische Spornburg . Sie war die Hauptresidenz der Herren von Eppstein, die sich nach ihrer Stammburg nannten.

Bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts hatte sich am Fuße der Burg eine Siedlung gebildet, die 1318 die Stadtrechte verliehen bekam. Aus ihr erwuchs die heutige Stadt Eppstein.

Inhaltsverzeichnis

Bewohner und Besitzer

Die Burg wurde um 1100 als Reichsburg zur Grenzsicherung erbaut und 1122 erstmals urkundlich erwähnt. Nur zwei Jahre nach ihrer Erstnennung schenkte Kaiser Heinrich V. eine Hälfte dem Erzstift Mainz, das kurze Zeit später auch die andere Hälfte in seinen Besitz bringen konnte.

Ende des 12. Jahrhunderts kam die Burg als Lehen an die Herren von Hainhausen. Diese nannten sich fortan nach ihrem neuen Wohnsitz Herren von Eppstein und machten die Anlage zum Mittelpunkt ihres Territoriums.

Burg Eppstein auf einem Stich von Matthäus Merian, 1646
Burg Eppstein auf einem Stich von Matthäus Merian, 1646

Nach der Teilung der Eppsteiner Familie in zwei Linien war die Anlage ab 1433 im Besitz der Linie Eppstein-M√ľnzenberg.

Bereits 1492 mussten die Herren von Eppstein aufgrund finanzieller Schwierigkeiten die westliche Hälfte der Burg an die Landgrafschaft Hessen verkaufen. Diese ließ ihren Teil schlossartig aus- und umbauen und richtete dort ein Verwaltungszentrum ein.

Als mit Eberhard IV. von Eppstein-Königstein 1535 der letzte männliche Vertreter der Familie verstarb, fiel die verbliebene östliche Hälfte der Burg Eppstein erst an die Grafen zu Stolberg und 1581 dann an Kurmainz, das von hier aus seine zahlreichen Besitzungen aus dem Eppsteiner Erbe verwaltete.

Nach der Neuordnung Deutschlands im Jahr 1803 fiel die Burg Eppstein an das Herzogtum Nassau. Da die einstige, hessische Hälfte bereits seit 1776 leer stand, waren diese Gebäude verfallen und nicht mehr bewohnbar. Nassau versteigerte die Anlage daher 1804 auf Abbruch. Der neue private Besitzer ließ bis 1823 die Bauten - mit Ausnahme eines Gebäudes im Osten, das u. a. die Burgkapelle enthielt - niederlegen, um die Steine als Baumaterial zu verwenden.

1824 erwarb der √∂sterreichische Freiherr Franz Maria von Carnea-Steffaneo di Tapogliano zu Kronheim und Eppstein die Ruine, weil er sich irrt√ľmlich f√ľr einen Nachfahren der Herren von Eppstein hielt. Er verkaufte sie 1869 an Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode . Dessen Sohn lie√ü die √úberreste ab 1905 freilegen und sichern, um sie 1929 der Stadt Eppstein zu schenken.

Unterst√ľtzt durch den Main-Taunus-Kreis, dem hessischen Landesamt f√ľr Denkmalpflege sowie Sponsoren und dem Burgverein Eppstein e.V. wird das Wahrzeichen Eppsteins seit 1968 von der Stadt kontinuierlich saniert, um es zu erhalten.

Bauliche Beschreibung

Die Burgruine auf einem alten Stahlstich aus dem 19. Jahrhundert
Die Burgruine auf einem alten Stahlstich aus dem 19. Jahrhundert

Die heute erhaltene Bausubstanz der Burg Eppstein stammt vornehmlich aus dem 14. und 15. Jahrhundert .

Besonders markant ist der runde Bergfried der Anlage. Er besitzt einen viereckigen Unterbau und in seinem Inneren sind flache Kuppelgew√∂lbe erhalten. Im Mittelalter war er 33 Meter hoch, von denen heutzutage noch 24 Meter erhalten sind. Seine zwei urspr√ľnglichen Hocheing√§nge sind noch zu erkennen. Erreichbar waren sie √ľber die D√§cher der √∂stlich angrenzenden Geb√§ude und √ľber den Dachboden des sich s√ľdlich anschlie√üenden Palas .

Dieser Palas besaß vier Geschosse und stammt wie der Bergfried aus dem 14. Jahrhundert. Von ihm sind nur noch wenige Reste der beiden unteren Geschosse erhalten.

Besser steht es um den so genannten K√ľchenbau, der sich √∂stlich des Bergfrieds anschlie√üt. Von dem um 1500 von Kurmainz direkt an der Ringmauer erbauten Geb√§ude steht noch seine Au√üenfassade und das Erdgeschoss.

Die Burganlage besitzt zwei Eing√§nge. Der √∂stliche ist √ľber eine Halsgrabenbr√ľcke zu betreten, w√§hrend das Haupttor im Westen √ľber einen steilen Burgweg erreichbar ist.

Die einstige Wehrhaftigkeit wird durch die √úberreste gro√üe Zwingeranlagen rund um die Kernburg dokumentiert. Bestandteile dieser waren auch zwei Flankierungst√ľrme im S√ľden, von denen heutzutage noch der so genannte Bettelbub erhalten ist. Seinen Namen erhielt der Turm durch die Verwendung seines Kellers als Schuldgef√§ngnis.

Der einzige noch vollst√§ndig erhaltene Teil der Burg befindet sich in deren Osten. Das Maizer Schloss wurde von Kurmainz errichtet und beheimatete seit 1765 auch eine Kapelle. Dem Umstand, dass diese noch bis 1903 genutzt wurde, ist es zu verdanken, dass das Geb√§ude nicht wie die √ľbrigen Bauten als Steinbruch genutzt wurde.

Die Burg heute

Im erhaltenen Gebäude der Burg befindet sich heute das Stadt- und Burgmuseum, das anfänglich im Bettelbub untergebracht war und 1926 in den heutigen Bau umzog.

Dar√ľber hinaus finden in der Ruine zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt, so zum Beispiel seit 1913 einmal j√§hrlich die Eppsteiner Burgfestspiele.

Au√üerdem kann die Kemenate f√ľr private Veranstaltungen gemietet werden.

Literatur

  • Bernd Brinken: Burg Eppstein. In: Alte Burgen sch√∂ne Schl√∂sser. Eine romantische Deutschlandreise. Gek√ľrzte Sonderausgabe. Verlag Das Beste GmbH, Stuttgart 1980. S. 64-65 ISBN 3870702788
  • Magistrat der Stadt Eppstein (Hrsg.): 1000 Jahre Burg Eppstein (Burg- und Museumsf√ľhrer). Eppstein 2002 (nicht eingesehen)
  • Berthold Picard: Burg Eppstein im Taunus. 2., ver√§nd. Aufl. Eppstein 1986 (nicht eingesehen)

Weblinks

Commons: Burg Eppstein ‚Äď Bilder, Videos oder Audiodateien


Koordinaten: 50¬į 08' 25.49" N 8¬į 23' 35.29" O

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