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Letzte Änderung für Artikel Jauch: 14.02.2006 11:58

Jauch

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Jauch (1749)

Jauch ist der Name eines deutschen Notabeln- und hanseatischen Gro√üb√ľrgergeschlechts.

Inhaltsverzeichnis

Ursprung und Ausbreitung

Erster Namenstr√§ger ist der B√ľrgermeister zu Stadtsulza Georg Jauch ( 1606 - 1675 ). Das Geschlecht verbreitete sich von Sulza zun√§chst √ľber G√ľstrow nach L√ľneburg und Polen . Ende des 17. Jahrhunderts trat das Geschlecht in Hamburg auf, wurde Mitte des 18. Jahrhundert dort ans√§ssig und erwarb das Gro√üb√ľrgerrecht der Hansestadt, auf die es sich im 19. Jahrhundert konzentrierte. Die Jauch geh√∂ren zu den alteingesessenen hamburgischen Familien. Sie sind lutherischer Konfession . Hans Jauch ( 1883 - 1965 ) begr√ľndete den r√∂misch-katholischen Zweig.

L√ľneburg

Die Jauch haben von L√ľneburg ausgehend bis zu ihrem Wechsel nach Hamburg zu gleichen Teilen als Domherrn, Geistliche, Juristen und Kaufleute gewirkt. Mit dem L√ľneburger Superintendenten Johann Christopher Jauch (1669-1725) und dem Ersten Domherrn des benachbarten landtagsf√§higen Domstifts Bardowick Johann Christian Jauch (1702-1788) - verheiratet mit einer Urenkelin des Reformationstheologen Salomon Gesner (1559-1605) - haben die Jauch leitende kirchliche Funktionen wahrgenommen. Friedrich August Jauch (1741-1796) wurde Ratsherr und Senator zu Hannover.

Polen

In Polen treten die Jauch durchgängig als Stabsoffiziere auf. Zunächst wandte sich Catharina Elisabeth Jauch (1671-1736) nach Sachsen und Polen. Sie ehelichte den Obersten und Barockarchitekten Johann Christoph v. Naumann. Ihr Bruder, der Generalmajor und Direktor des Sächsischen Bauamtes zu Warschau, Joachim Daniel von Jauch (1688-1754), war der Organisator des barocken Ausbaus der Stadt Warschau. Ihm folgten mehrere Familienmitglieder in polnische Militärdienste, darunter Franz Georg Jauch (ca. 1682-nach 1753), 1724 bei dem Thorner Blutgericht als seinerzeitiger Capitaine des Inf.-Rgts. Garde des Königs und Kompaniechef in der Festung Thorn beteiligt.

Hamburg

In Hamburg wirkten die Jauch als Gro√ükaufleute. Den von Carl Daniel Jauch (1714-1795) begr√ľndeten Holzhandel baute Johann Christian Jauch sen. (1765-1855) unter der Firma J.C.Jauch & S√∂hne zum f√ľhrenden Holzgro√ühandel Hamburgs aus. Seine S√∂hne begr√ľndeten die heute noch bl√ľhenden Linien Wellingsb√ľttel, Sch√∂nhagen und Fernsicht. Seine Tochter Wilhelmine Jauch (1809-1893) heiratete den f√ľr die Musikgeschichte Norddeutschlands im 19. Jahrhundert ma√ügeblichen Musikkritiker und Schriftsteller Theodor Av√©-Lallemant. Der Linie Jauch-Wellingsb√ľttel entstammen Walter Jauch (1888-1976), der die auf dem europ√§ischen Festland f√ľhrenden Versicherungs- und R√ľckversicherungsmakler Jauch & H√ľbener gr√ľndete, und Hans Jauch (1883-1965), Oberst und Freikorpsf√ľhrer. Dessen Enkel sind der Sohn des Journalisten Ernst-Alfred Jauch (1920-1991), der Fernsehmoderator und Fernsehproduzent G√ľnther Jauch (*1956), P. Robert Jauch OFM (*1954), Franziskaner und Autor, und der Insolvenzverwalter Hans-Gerd Jauch . Luise Jauch (1885-1933) war leitende Krankenschwester am Waldsanatorium Berghof in Davos, dem Zauberberg Thomas Manns . Die Philanthropin Auguste Jauch (1822-1902), geborene Stubbe, leistete gro√üe Beitr√§ge zur Verbesserung des Sozialwesens in Hamburg. Ihr Sohn Hermann Jauch (1856-1916) erbaute das Herrenhaus Sch√∂nhagen und ist Mitstifter des Jauchschen M√§nnerstifts am Stadtdeich zu Hamburg. August Jauch (1848-1930), Herr auf Fernsicht, und Robert Jauch(-Wellingsb√ľttel) (1856-1909), Herr auf Krummbek, wechselten - auf Erwerb nicht angewiesen - von ihren G√ľtern nach Hamburg und widmeten ihr Leben ebenfalls caritativen Aufgaben. August Jauch war zugleich zwanzig Jahre Notabelnabgeordneter der Hamburgischen B√ľrgerschaft.

Töchternachkommen

Jauch - Overbeck

Eleonora Maria Jauch (1732-1797), Tochter des Domherrn Johann Christian Jauch (1702-1788), ehelichte Georg Christian Overbeck. Ihr Sohn ist der L√ľbecker B√ľrgermeister und Dichter Christian Adolph Overbeck (1755-1821). Ihre Enkel sind der Maler Johann Friedrich Overbeck (1789-1869) und Charlotte Overbeck (1790-1872), verheiratet mit dem Mediziner Matthias Ludwig Leithoff. Von dem Enkel Johannes Overbeck (1788-1832) stammen ab ihr Urenkel Johannes Adolph Overbeck (1826-1895), Arch√§ologe, die Urenkelin Wilhelmine Friederike Charlotte Overbeck (1829-1908), verheiratet mit den Ingenieur Franz Reuleaux, und die Urenkelin C√§cilie Lotte Eleonore Overbeck (1856-nach 1920), verheiratet mit dem Anthropologen Emil Ludwig Schmidt . Ur-Urenkelin ist Agnes Elisabeth Overbeck (1870-1919), Komponistin und Pianistin, verheiratet (!) unter dem Pseudonym "Baron Eugen Borisowitsch On√©gin" mit der Operns√§ngerin Sigrid On√©gin . Ein weiterer Abk√∂mmling ist der zu den Kommandeuren der Waffen-SS geh√∂rende SS-Gruppenf√ľhrer und Generalleutnant der Waffen-SS Karl von Treuenfeld (1885-1946).

Jauch - Lelewel (Polen)

Constance Jauch

(1722-1802)

Constance Jauch (1722-1802), Tochter von Joachim Daniel v. Jauch, (1684-1754) heiratete Heinrich L√∂lh√∂ffel v. L√∂wensprung (1705-1763), K√∂niglich-Polnischer Hofrat und Leibarzt Augusts III. , K√∂nigs von Polen. Sie lie√ü aus den Mitteln des v√§terlichen Erbes 1755 in Warschau durch Ephraim Schr√∂ger das Rokokopalais Lelewel errichten, so bezeichnet nach ihrem polonisierten Namen "Lelewel", und hat einige insbesondere f√ľr Polen bedeutende Nachkommen. Ihr Sohn Karol Mauricy Lelewel (1750-1830) ehelichte eine Nichte des Erzbischofs von Mahiljou und Katholischen Metropoliten Russlands Kaspar Kasimir Cieciszowski , erlangte das polnische Indigenat und wurde Mitglied des Sejm . Ihr Enkel ist Joachim Lelewel (1786-1861), Freiheitsk√§mpfer und Polens wichtigster Historiker. Sein j√ľngerer Bruder ist der Freiheitsk√£mpfer und Ingenieur Jan PaweŇā Lelewel (1796-1847). Constanze Jauchs Tochter Teresa Lelewelowna (1752-1814) ehelichte Adam Josef Cieciszowski, Bruder des Erzbischofs Kasimierz Ciesiszowski. Constance Jauchs Enkelin Aleksandra Franziska Cieciszowska war verheiratet mit dem polnischen Politiker und Minister Jan PaweŇā ŇĀuszczewski (1764-1812). Die polnische Dichterin und Schriftstellerin Jadwiga Luszczewska (1834-1908), genannt Deotyma, ist Enkelin aus dieser Verbindung. Ur-Urenkel von Constance Jauch ist der polnische Schriftsteller, Autor von "Quo Vadis" und Nobelpreistr√§ger f√ľr Literatur Henryk Sienkiewicz (1848-1916), weiterer Nachfahre der Professor f√ľr Literaturgeschichte Ignacy Chrzanowski (1866-1940), im Rahmen der Sonderaktion Krakau im KZ Sachsenhausen ums Leben gekommen.

Hamburgische Linie

Ludovica Jauch (1772-1805) heiratete in erster Ehe den Kaufmann Johann Carl Deetz, in zweiter Ehe den Musiker Johann Heinrich Griebel, Lehrer Albert Lortzings . Ihr Sohn ist Albert August Wilhelm Deetz (1798-1859), Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung und der Kaiserdeputation. Charlotte Jauch (1811-1872) heiratete den Juristen Gustav L√ľhrsen, Verfasser der Hamburgischen Hypotheken-Ordnung und Bef√ľrworter eines einheitlichen deutschen Grundbuchwesens. Ihr Sohn ist der personaladelige - er f√ľhrte das Pr√§dikat als Hamburger nicht - Kaiserlich-Deutsche au√üerordentliche Gesandte und Minister Johannes L√ľhrsen (1838-1903). Urenkel ist Hans v. Feldmann (1868-1940), Generalleutnant und Staatssekret√§r, im Ersten Weltkrieg als Feldmann Pascha Chef der Operationsabteilung des Osmanischen Gro√üen Hauptquartiers. Ihre Enkelin, die Kunstmalerin Irene Marie L√ľhrsen (1883-1968), heiratete den Kunstmaler Felix Freiherrn von Fuchs-Nordhoff aus bekannter K√ľnstlerfamilie . Weitere Nachkommen von Charlotte Jauch (1811-1872) sind die .

Literatur

Allgemein

  • Deutsches Geschlechterbuch Band 200, 13. Hamburger, S. 337-416, ISBN 3-7980-0200-2 , Band 209, 15. Hamburger, S. 31-52, ISBN 3-7980-0209-6 , jeweils mit weiteren Literaturnachweisen
  • Sellheim, Isabel: Die Familie des Malers Friedrich Overbeck (1789-1869) in genealogischen √úbersichten, Neustadt an der Aisch 1989, Deutsches Familienarchiv Band 104, ISBN 3-7686-5091-X , GW ISSN 0012-1266
  • Lelewel, Prot: Pamietniki i Diariusz Domu Naszego (Erinnerungen und Tagebuch meines Stammhauses), herausgegeben von Irena Lelewel-Friemannowa, Breslau/Warschau/Krakau 1966

Zu Einzelpersonen ohne Link

  • Artikel Adam Josef Cieciszowski in: Polski Slownik Biograficzny, Band III, S. 37
  • –¶–Ķ—Ü–ł—ą–ĺ–≤—Ā–ļ–ł–Ļ –ö–į—Ā–Ņ–į—Ä-–ö–į–∑–ł–ľ–ł—Ä (Cecishovskij Kaspar-Kazimir) - biographischer Artikel (russisch)
  • Artikel Kasimir Kaspar Cieciszowski in: Polski Slownik Biograficzny, Band III, S. 38
  • Artikel Karol Mauricy Lelewel in: Polski Slownik Biograficzny, Band XVII, S. 25
  • Wurzbach, Constant v.: Franz Heinrich v. Naumann in: Biographisches Lexikon des Kaisertums √Ėsterreich, Band 20, Wien 1869, S. 105
  • Sliwinski, M.: W kregu historii literatury i kultury. Konrad Gorski, Julian Krzyzanowski, Ignacy Chrzanowski, Tadeusz Zielinski, Czeslaw Milosz, Lew Szestow. Piotrkow Trybunalski. NWP, 2001. ISBN 8388865056
  • Ko√ü, Siegfried: Jauch, Robert OFM, in: Gol√ľcke, Friedhelm: Verfasserlexikon zur Studenten- und Universit√§tsgeschichte, Ein bio-bibliographisches Verzeichnis, K√∂ln 2004, Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen, Band 13
  • Br√ľggemann, T.: Bibliographie der Br√ľder (OFM) 1929-2000, M√∂nchengladbach 2001 (=Rhenania Franziscana, Beiheft 18), S.75-81 Werkverzeichnis Robert Jauch OFM

Weblinks

Wikipedia

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