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Letzte Änderung für Artikel Ufa-Lehrschau: 13.01.2006 20:45

Ufa-Lehrschau

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Ufa-Lehrschau hie├č das von der Universum Film AG (Ufa) eingerichtete erste Filminstitut Deutschlands.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Notwendigkeit der Einrichtung eines Instituts f├╝r Film bzw. Filmwissenschaft wurde unter Publizistikwissenschaftlern in Deutschland bereits seit den fr├╝hen 1930er Jahren diskutiert. 1932/33 gab der Generaldirektor der Ufa, Ludwig Klitzsch , bei seinem Verleihchef Oskar Kalbus und dem Greifswalder Publizistikwissenschaftler Hans Traub eine Studie in Auftrag, die sp├Ąter den Titel ÔÇ×Wege zu einem Deutschen Institut f├╝r FilmkundeÔÇť trug.

Ein Jahr nach der Gr├╝ndung des Berliner Reichsfilmarchivs wurde aus dem Plan Wirklichkeit. Als Standort des ersten deutschen Filminstituts wurde das Filmgel├Ąnde der Ufa in Potsdam-Babelsberg ausgew├Ąhlt. Die Studio-Stadt Babelsberg bildete damals das Zentrum der deutschen Filmindustrie. Der filmk├╝nstlerische Nachwuchs sollte hier die M├Âglichkeit erhalten, in dem neuen Institut eine theoretische und gleich nebenan in den Studios eine praktische Ausbildung zu erfahren. Die M├Âglichkeit der ideologischen Kontrolle ├╝ber den Nachwuchs und das Medium hatten die dem nationalsozialistischem Regime ergebenen Planer von vornherein vorgesehen.

Das Institut, das den Namen ÔÇ×Ufa-LehrschauÔÇť erhielt und dessen Gr├╝ndung und Leitung Hans Traub ├╝bernahm, wurde am 31. Januar 1936 er├Âffnet und diente fortan als ÔÇ×Renommierobjekt und Bildungsst├Ątte" des NS-Films. Es umfasste zun├Ąchst nur eine Dauerausstellung und ein Produktionsarchiv. Die Ausstellung zeigte Exponate zu den Themen Filmgeschichte, Filmwirtschaft, Filmproduktion und Filmtechnik. Im Archiv wurde alles gesammelt, was mit Film zu tun hat, z. B. Drehb├╝cher, Patentschriften, Dekorationsentw├╝rfe, Musik und Werbung. 1937 wurde dar├╝ber hinaus eine Filmbibliothek er├Âffnet, in der Hanns Wilhelm Lavies unter Traubs Aufsicht eine erste umfassende Bibliografie ÔÇ×Das deutsche FilmschrifttumÔÇť erstellte. 1938/39 wurde die Lehrschau um verschiedene Sammlungen erg├Ąnzt und ein Jahr spater kam ein Auswertungsarchiv hinzu, in dem Filmmaterial gesammelt wurde, das f├╝r andere Filme eventuell noch einmal verwendbar war. Daneben gab die Ufa-Lehrschau auch umfangreiches Filmschrifttum heraus.

Die Sammlungen der Ufa-Lehrschau gingen im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges schlie├člich verloren bzw. wurde in alle Winde verstreut. Ein Teil der Best├Ąnde ist durch die Sammelt├Ątigkeit von Hanns Wilhelm Lavies jedoch vermutlich im Archiv des Deutschen Filmarchivs (DIF) aufgegangen.

Siehe auch

Literatur

  • Die Ufa-Lehrschau. Der Weg des Films von der Planung bis zur Vorf├╝hrung, Berlin (Ufa) 1941
  • Manfred Lichtenstein, Lebenslauf des Films. Die Ufa-Lehrschau; in: Hans-Michael Bock, M. T├Âteberg (Hg.), Das Ufa-Buch, Frankfurt (Zweitausendeins) 1992

Weblinks

Wikipedia

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