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Letzte Änderung für Artikel Naturpark Nuthe-Nieplitz: 19.02.2006 20:53

Naturpark Nuthe-Nieplitz

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Der s√ľdwestlich von Berlin gelegene Naturpark Nuthe-Nieplitz wurde im August 1999 er√∂ffnet. Mit einer Ausdehnung von 623 km2 nimmt der Park bei den insgesamt elf Naturparks in Brandenburg in der Fl√§che einen Mittelplatz ein. Das Landschaftsbild ist gepr√§gt durch die feuchte Niederung der Fl√ľsse Nuthe und Nieplitz, durch Wald und Ackerland mit kleinen m√§rkischen D√∂rfern.

Nieplitz bei Zauchwitz mit den charakteristischen Pappelreihen
Nieplitz bei Zauchwitz mit den charakteristischen Pappelreihen

Inhaltsverzeichnis

Lage und Strukturdaten

Karte "Naturpark Nuthe-Nieplitz"

Der Park liegt zwischen Fl√§ming, Teltow (Landschaft) und Zauche im Baruther - und Nuthe-Urstromtal s√ľdwestlich von Berlin und s√ľdlich von Potsdam. Gr√∂√üere Orte im Park sind Saarmund, Beelitz und Treuenbrietzen. Praktisch auf der Grenze des Parks liegen J√ľterbog, Kloster Zinna, Luckenwalde und Trebbin, dabei macht der Grenzverlauf um diese St√§dte jeweils einen Bogen und spart sie aus. Der Park wird im Norden durch die Bahnlinie zwischen Saarmund und Ahrensdorf begrenzt, am √∂stlichen Rand liegen Siethen, Thyrow und L√∂wendorf . Die √∂stliche Grenze verl√§uft weiter entlang der Bundesstra√üe 101 bis kurz vor J√ľterbog, die s√ľdwestliche Grenze liegt ungef√§hr auf einer Linie J√ľterbog ‚Äď Treuenbrietzen, die westliche Grenze bilden die Orte Nichel , Deutsch Bork , Alt Bork , Sch√§pe , Beelitz, Beelitz-Heilst√§tten, Seddin und Wildenbruch .

Ein erheblicher Teil der Parkfl√§che entf√§llt auf die Gro√ügemeinde Nuthe-Urstromtal. Vierzehn der dreiundzwanzig D√∂rfer und rund zwei F√ľnftel der mit 335 km¬≤ sehr ausgedehnten Fl√§che dieser Gemeinde liegen im Naturpark. Mit 13.265 ha nehmen Naturschutzgebiete 21 % und mit 41.700 ha ein Landschaftsschutzgebiet weitere 65 % der Gesamtfl√§che des Parks (62.323 ha) ein. Davon entfallen 25 % auf Ackerland, 28 % auf Gr√ľnfl√§chen, 41 % auf Wald und 2 % auf Wasserfl√§chen. Die gesamte Einwohnerzahl lag mit Stand 2003 bei rund 30.000, was einer Bev√∂lkerungsdichte von 28 EW/km¬≤ entspricht. Der Durchschnitt in Deutschland liegt vergleichsweise mit 231 EW/km¬≤ um das Achtfache h√∂her und Berlin kommt auf 3.800 EW/km¬≤.

Entstehung und Charakterisierung

Nuthe bei Saarmund
Nuthe bei Saarmund

Das zentrale Gebiet des Naturparks, die Nuthe-Nieplitz-Niederung, wurde vor ca. 20.000 Jahren am Ende der Weichsel-Eiszeit als Zwischenurstromtal der abtauenden Gletscher geformt. Die Wassermassen und die wandernden Gletscher hinterlie√üen zwischen der Endmor√§ne Fl√§ming beziehungsweise dem vorgelagerten Baruther Urstromtal und dem Berliner Urstromtal die Hochplateaus Zauche am westlichen und Teltow am √∂stlichen Rand der Niederung als flachwellige Ablagerungen aus Ger√∂ll , Mergel und Sand , die von der Niederung geteilt werden. Reste von Endmor√§nen bilden in dem Schmelzwassertal kleinere Erhebungen wie den h√∂chsten Berg im Park, den 103 Meter hohen Vorderen L√∂wendorfer Berg oder die in der flachen Landschaft markanten Glauer Berge mit einer H√∂he von rund 90 Metern, die sich als kleiner "Gebirgszug" √ľber vier Kilometer L√§nge zwischen dem Blankensee und der Nuthe bei Kleinbeuthen erstrecken. Tiefer, typisch m√§rkischer Sand bildet die Oberfl√§che der Kiefernbestandenen Berge.

Namensgeber des Jungmor√§nenlandes sind die Fl√ľsse Nuthe und Nieplitz, die sein charakteristisches Landschaftsbild mit feuchten Wiesen , sumpfigen Niederungen, flachen Seen und Bew√§sserungskan√§len pr√§gen; mehrere kleinere Elsbr√ľche wie das Siethener und das Saarmunder Elsbruch bieten der Schwarzerle ihren bevorzugten feuchten Lebensraum. Felder, Streuobstwiesen , kleinere Berge und H√ľgel, Schafherden, Wasserm√ľhlen, D√∂rfer und naturbelassene Eschen -Alleen bilden gemeinsam mit einem kleinr√§umigen Wechsel der Biotope eine abwechslungsreiche und stille Kulturlandschaft.

Schutzgebiete im Park

Bei Mietgendorf, im Hintergrund Ausläufer der Glauer Berge
Bei Mietgendorf, im Hintergrund Ausläufer der Glauer Berge

Naturschutzgebiete, √úbersicht

Im Naturpark gibt es folgende sechs Naturschutzgebiete (NSG), die insgesamt einen Anteil von 21 % an der Gesamtfläche des Naturparks haben:

  1. NSG Nuthe-Nieplitz-Niederung, ca. 5.800 Hektar (Kerngebiet des Naturparks mit dem Zusammenfluss von Nuthe und Nieplitz),
  2. NSG Oberes Pfefferfließ, ca. 250 Hektar,
  3. NSG Zarth, ebenfalls ca. 250 Hektar,
  4. NSG Forst Zinna J√ľterbog-Keilberg, ca. 8.130 Hektar,
  5. NSG Rauhes Luch (Detailbeschreibung folgt), ca. 42 Hektar,
  6. NSG Dobbrikower Wiesen und Weinberg, keine Angaben, rund 50 Hektar (geschätzt).

NSG Nuthe-Nieplitz-Niederung

Das NSG Nuthe-Nieplitz-Niederung als Kerngebiet des Naturparks liegt am Oberlauf von Nuthe und Nieplitz, die am Gr√∂bener Kietz zusammenflie√üen und eine offene, von feuchten Wiesen und Flachmooren durchsetzte Landschaft bilden. Landwirtschaftlich genutzte Felder, W√§lder und die unten genannten naturbelassenen Stillgew√§sser mit ihren ausgedehnten Schilfg√ľrteln erg√§nzen die landschaftstypischen kleinr√§umigen Biotope, die f√ľr eine gro√üe Artenvielfalt sorgen. Der L√∂wendorfer Berg und die Glauer Berge liegen in diesem Teil des Parks und lockern die flache Landschaft auf. Das NSG reicht von Dobbrikow im S√ľden bis ungef√§hr zum Berliner Autobahnring, der A 10 im Norden. Im Osten wird das Gebiet durch das Pfefferflie√ü und die von der Nieplitz durchflossene Seenkette begrenzt. Die westliche Grenze liegt ungef√§hr auf der Linie Rieben – K√§hnsdorf .

NSG Oberes Pfefferfließ

Das im Oberlauf stark m√§andrierende Pfefferflie√ü ist ein rechter Zufluss der Nieplitz und bildet das rund 250 ha gro√üe NSG Oberes Pfefferflie√ü, das seit April 2003 als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Die Ma√ünahmen der entsprechenden Verordnung vom 14. April 2003 zum Schutz des Naturschutzgebietes, das naturr√§umlich zur «Luckenwalder Heide» geh√∂rt und eine wichtige Rolle im regionalen Biotopverbund spielt, f√ľhrten zu einer bereits sichtbaren naturnahen Flie√ügew√§ssermorphologie mit extensiv genutzten Pufferzonen. Bei hohem Grundwasserstand flie√üt der Bach auf alluvialem Boden (Flachmoortorf auf Sand bei nahem Grundwasser) durch weite Schilfbest√§nde und Seggenriede. Reste eines heute in Brandenburg sehr seltenen Stieleichen - Hainbuchenwaldes und Trockenrasenfl√§chen erg√§nzen das derzeitige Naturbild. Die Verordnung ist ausf√ľhrlich im Beitrag Pfefferflie√ü wiedergegeben.

NSG Zarth

Von ganz anderem Charakter als die Nuthe-Nieplitz-Niederung und das Pfefferflie√ü ist das NSG Zarth: ein fast urwald√§hnliches, feuchtes und dichtes Waldgebiet, das mit seinem weitgehend unzug√§nglichen Bruchwald an den Spreewald erinnert. Das sumpfige Gebiet, dessen Name von slawisch "tschert" od. "tschort" = Teufel kommt und Teufelswald bedeuten k√∂nnte, liegt √∂stlich von Treuenbrietzen unmittelbar unter den Quellgebieten des n√∂rdlichen Fl√§minghanges im Baruther Urstromtal . Mehrere Flie√üe entspringen im NSG und bilden T√ľmpel und kleinere Seen.

Schwarzerlen im NSG Zarth
Schwarzerlen im NSG Zarth
Zwischen Treuenbrietzen und dem NSG Zarth
Zwischen Treuenbrietzen und dem NSG Zarth
Bauernsee, Dobbrikow
Bauernsee, Dobbrikow

An den feuchtesten Stellen finden sich die biotop-typischen Schwarzerlen und Eschen und in etwas h√∂heren Lagen ein Stieleichen-Hainbuchenwald . An die 340 Pflanzenarten wurden gez√§hlt, darunter alleine f√ľnf verschiedene Orchideenarten . Die Europ√§ische Sumpfschildkr√∂te findet die n√∂tigen klaren B√§che vor und der sehr seltene Schwarzstorch die bevorzugten Verstecke im dichten Wald. Das besonders gesch√ľtzte NSG Zarth kann und darf nur auf einem Weg durchquert werden, der Treuenbrietzen mit dem s√ľd√∂stlich gelegenen Dorf Bardenitz verbindet.

Das NSG Zarth soll der Natura 2000 unterstellt werden, die ein l√§nder√ľbergreifendes Schutzgebietssystem innerhalb der Europ√§ischen Union bezeichnet, das aus den Special Areas of Conservation (SAC) der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) von 1992 und den Special Protected Areas (SPA) der Vogelschutz-Richtlinie von 1979 gebildet wird.

NSG Forst Zinna J√ľterbog-Keilberg

Die s√ľd√∂stliche Ecke des Naturparks, das NSG Forst Zinna J√ľterbog-Keilberg auf einem ehemaligen Truppen√ľbungsplatz , ist ein in drei Zonen eingeteiltes Sperrgebiet mit ca. 7.200 Hektar. Seit Jahren naturbelassen hat sich hier ein seltenes Biotop entwickelt; √ľber 600 verschiedene Arten Farn - und Bl√ľtenpflanzen konnten 2004 nachgewiesen werden. Daneben gibt es eine neun Hektar gro√üe Wanderd√ľne , eine der letzten aktiven Flugsandd√ľnen im deutschen Binnenland. Ein Netz von Wander-, Rad- und Reitwegen an den R√§ndern soll das NSG in Zukunft erlebbar machen.

NSG Rauhes Luch

Das nur 42 ha gro√üe NSG Rauhes Luch ist ein f√ľr die Niederungsgebiete dieser Region seltenes Zwischenmoor , das durch die Verlandung eines Talkessels entstand. Die L√∂cher ehemaliger Torfstiche f√ľllten sich mit Wasser und sind mit den Resten des Moores Lebensraum f√ľr Spezialisten wie den typischen Zwischenmoorpflanzen Fieberklee und Sumpfblutauge . Das NSG liegt zwischen Trebbin und Luckenwalde westlich der Nuthe und des Dorfs Lieb√§tz und s√ľdlich von M√§rtensm√ľhle.

NSG Dobbrikower Wiesen und Weinberg

Das mit gesch√§tzten 50 ha ebenfalls sehr kleine NSG liegt mit dem Weinberg s√ľdwestlich vom Dobbrikower Vordersee und zieht sich am Westufer des Bauernsee entlang durch die Nasse Heide Richtung Nettgendorf und verl√§uft dann √∂stlich in die Dobbrikower Wiesen, die als Vogelbrutgebiet besonders gesch√ľtzt sind. W√§hrend der 72 Meter hohe Berg als typisch m√§rkische Ablagerung der wandernden Eiszeitgletscher auf seiner kargen Sandfl√§che und trockenem Boden w√§rmeliebende Pflanzen beheimatet, bieten ein kleiner Elsbruch der Schwarzerle und die Wiesen den unten beschriebenen feuchtigkeitsliebenden Spezialisten ihren bevorzugten Lebensraum.

LSG Nuthetal-Beelitzer Sander

Neben den sechs Naturschutzgebieten liegt ein LSG, das Landschaftsschutzgebiet Nuthetal-Beelitzer Sander im Naturpark, das sich mit seiner Fl√§che von 41.682 ha (65 % der Parkgesamtfl√§che) zum Teil mit dem NSG Nuthe-Nieplitz Niederung √ľberschneidet. Neben dessen Feuchtgebieten pr√§gen vor allem die Kiefernw√§lder des kargen und trockenen Beelitzer Sander das Gesicht des LSG. Der so genannte Beelitzer Sander der westlichen Hochfl√§che Zauche hat die Form des Kegelsander und erreicht eine Breite von rund 17 Kilometern. Nach Norden bildet die langgestreckte Sanderwelle die topographische Schwelle zum tiefergelegenen Havelland.

Gewässer

Schiaßer See, Durchfluss Nieplitz
Schiaßer See, Durchfluss Nieplitz

Nuthe und Nieplitz

Die namensgebenden Fl√ľsse entspringen in den Quellgebieten des n√∂rdlichen Fl√§ming. Die Jahrhunderte w√§hrenden Versuche, die S√ľmpfe der Niederung trocken zu legen, erfolgten √ľber die Einrichtung von ausgedehnten Kanalsystemen und √ľber die Regulierung der Fl√ľsse, die damit Geschichte schrieben. Die Anstrengungen, das Land in den von Friedrich des Gro√üen verlangten nutzbaren Stand zu versetzen, sind ausf√ľhrlicher im Beitrag Gr√∂ben beschrieben. Auf die √Ėkologie der Fl√ľsse und Flie√üe gehen die Beitr√§ge Stangenhagen und Pfefferflie√ü ein.

Größere Seen und Neu-See-Land

Naturbelassene Stillgew√§sser mit ausgedehnten Schilfg√ľrteln: Blankensee , Gr√∂ssinsee, Schia√üer See , Gr√∂bener See . Diese Seen werden bis auf den Gr√∂bener See von der Nieplitz durchflossen und verbunden.
Seen mit Bademöglichkeit: Großer Seddiner See, Siethener See , Dobbrikower Vordersee.

Daneben bilden sich seit den 1990er Jahren neue kleinere Flachwasserseen, wie zum Beispiel der Schwanensee bei Stangenhagen, nahe dem Vogelbeobachtungsturm am Pfefferflie√ü gelegen. Die Neuseebildung beruht auf dem Abschalten der Sch√∂pfwerke, die √ľber Jahrzehnte die Moore und Feuchtgebiete zugunsten der Landwirtschaft trocken legten. Nach dem Abschalten √ľberflutete das Wasser sehr schnell Wiesen und Weiden .

Fischadler am Horst

Fischadler (Pandion haliaetus) am Horst

Tiere und Pflanzen im Park

Seltenere und größere Vögel:
- Kiebitz , Ortolan , Rotmilan , Schwarzmilan , Rohrweihe , Fischadler , Seeadler , Mäusebussard , Habicht , Sperber , Baumfalke , Turmfalke ,
- Kranich (dessen Abbild das Logo des Parks ziert), Reiher , Schwan , Weißstorch (jedes Dorf hat seinen Storch ) und vereinzelt der in Brandenburg seltene Schwarzstorch .
- Im Herbst und Fr√ľhjahr Rastgebiet von ca. 45.000 durchziehenden Wildg√§nsen , insbesondere Saatg√§nsen und, seltener, Blessg√§nsen .
- Wasser und Watvögel wie Höckerschwan , Blesshuhn , Stockente und Kormoran .

Wild:
Damhirsch, Rotwild und Mufflon.

Seltenere Blumen:
Der Naturpark ist reich an feuchtigkeitsliebenden Pflanzenarten wie Färberscharte , Schlangen-Knöterich , Sumpf-Schwertlilie und Wasser-Sumpfkresse . Neben Nelken, Heidekraut und vielen weiteren Blumen sind vereinzelt Orchideen , Schwanenblumen , Wald-Goldstern und Pestwurz anzutreffen.

Dörfer und Tourismus

Folgende D√∂rfer haben f√ľr die √Ėkologie , Geschichte oder Kultur des Naturparks besondere Bedeutung und werden hier kurz mit ihren interessantesten Aspekten vorgestellt; ausf√ľhrliche Darstellungen enthalten die jeweiligen Dorfbeitr√§ge.

Schloss Blankensee, Park. Ganymed, Fides & Minerva
Schloss Blankensee, Park. Ganymed, Fides & Minerva
Schloss Blankensee, Park
Schloss Blankensee, Park
Fr√ľhlings-Greiskraut an der Nuthe bei Kleinbeuthen
Fr√ľhlings-Greiskraut an der Nuthe bei Kleinbeuthen
Spiekerhus in Kemnitz
Spiekerhus in Kemnitz
Kirche in Großbeuthen
Kirche in Großbeuthen

Blankensee - Ort, Schloss und See

Mitten im Herzen des Naturparks liegt das Dorf Blankensee mit dem gleichnamigen See. Der Ort hat ein kleineres Schloss mit einem herrlichen Park, der von mehreren Seitenarmen der Nieplitz durchflossen wird. Geschwungene Br√ľcken, italienischer Garten, kleine Tempel und Statuen geben dem Schlosspark eine besondere Note. Das Schloss, eher ein Herrenhaus , geh√∂rte einst dem Schriftsteller Herrmann Sudermann . Erw√§hnenswert in Blankensee sind ferner die Imkerei gleich neben dem Schloss und das Bauernmuseum , das in einem m√§rkischen Mittelflurhaus aus dem Jahr 1649 untergebracht ist.

Stangenhagen - Mußpreußen und Renaturierung

Das Nachbardorf Stangenhagen ist in geschichtlicher Hinsicht erw√§hnenswert als ehemalige s√§chsische "Enklave" mitten in Preu√üen ( Mu√üpreu√üen ) und den von Theodor Fontane gepr√§gten Begriff des Th√ľmenschen Winkels . √Ėkologisch spielt das zentral im Naturpark gelegene Dorf eine wichtige Rolle bei der Moorr√ľckgewinnung am Pfefferflie√ü. Mit einer auf einen behutsamen Tourismus gerichteten lokalen Nachhaltigkeitsstrategie ( Stadtentwicklungsplanung ) mit dem vorgesehenen Stangenhagener See und einem bereits angelegten Vogelbeobachtungsturm und einem Rundweg durch die Moorneubildung versucht das Dorf, den landwirtschaftlichen Nachteil der wieder √ľberschwemmten Wiesen auszugleichen.

Gröben - Kirchenbuch und Kietz

Das Dorf Gr√∂ben liegt am Nordrand des Naturparks rund sechs Kilometer von der Stadt Ludwigsfelde entfernt, zu der es heute als Ortsteil geh√∂rt. Gr√∂ben verf√ľgt √ľber das √§lteste erhaltene Kirchenbuch ( 1575 ) der Mark Brandenburg, das Theodor Fontane mehrfach eingesehen und in seinen Werken verarbeitet hat. Die "offene" Kirche mit Grundmauern aus dem 13. Jahrhundert und reichen Wandmalereien und Deckenornamenten blickt auf eine wechselvolle Baugeschichte zur√ľck. Der Gr√∂bener Kietz ist einer der wenigen "echten", urspr√ľnglichen Kietze. Die intakte Kulturlandschaft des Naturparks am Zusammenfluss von Nuthe und Nieplitz direkt vor den Toren Berlins f√ľhrte nach der Wiedervereinigung mit touristischen Angeboten zu einer neuen wirtschaftlichen Orientierung des Dorfes.

Weitere Angebote und Sehensw√ľrdigkeiten

In verschiedenen Orten werden Kremserfahrten angeboten; es gibt eine Vielzahl an Reiterh√∂fen und Reitwegen; Wanderwege und Radwege sind in gro√üer Zahl bestens ausgeschildert. Im Dorf Kemnitz der Gemeinde Nuthe-Urstromtal ist ein f√ľr diese m√§rkische Region typisches so genanntes Nuthe-Nieplitz-Haus (fr√ľher auch Spiekerhus) erhalten und saniert, ein Bauerngeh√∂ft, dessen Haus vollst√§ndig aus Fachwerk besteht und dessen Speicher an den Giebel des Wohnhauses gestellt ist (siehe Bild).

Neben der einladenden Landschaft und Naturdenkmälern sind ferner hervorzuheben:

  • Kloster Zinna (Zisterzienserkloster),
  • Historische Stadtkerne von J√ľterbog, Luckenwalde, Beelitz und Treuenbrietzen
  • Beelitzer Heilst√§tten
  • Spargelmuseum in Schlunkendorf
  • Wildgehege Glauer Tal
  • Beobachtungst√ľrme Blankensee und Stangenhagen (Wasserv√∂gel, Rast G√§nse und Kraniche)
  • Naturschutzzentrum St√ľcken (mit Exkursionen, Tierbeobachtungen und Wanderungen)
  • 2004 neu eingerichtet wurde der Fl√§ming-Walk, eine Nordic Walking -Strecke mit mehreren Rundkursen durch den Naturpark inclusive Anf√§ngerroute zwischen Wittbrietzen, Rieben, Dobbrikow, Nettgendorf, Gottsdorf und Kemnitz.

Feste

  • Pfingstsonntag: Reiterfest in Salzbrunn
  • April - Oktober: Blankenseer Musiksommer
  • Juni: Spargelfest in Beelitz
  • Juni: Sabinchenfest in Treuenbrietzen
  • September: Museumsfest in Blankensee
  • September: Fontane -Fest in Gr√∂ben.

Siehe auch: Nuthetal, Naturschutz , Tourismus in Brandenburg, Radwege in Brandenburg

Karte "Naturpark Nuthe-Nieplitz" Kerngebiet der Seen
Karte "Naturpark Nuthe-Nieplitz" Kerngebiet der Seen

Adresse

Kranich, Logo des Naturparks Naturparkverwaltung
Nuthe-Urstromtal, Ortsteil Dobbrikow
Beelitzer Str. 24
D-14947 Dobbrikow
Telefon: 03 37 32/5 06 10

Literatur

  • Carsten Rasmus, Bettina Klaehne, Wander- und Naturf√ľhrer Naturpark Nuthe-Nieplitz: Wanderungen, Radtouren und Spazierg√§nge. KlaRas-Verlag Berlin, 2001. ISBN 3-93313511-7
  • Carsten Rasmus, Bettina Klaehne, Erlebnisf√ľhrer Naturparks in Brandenburg: Ausfl√ľge zu Fu√ü und mit dem Rad durch die Naturparks, Biosph√§renreservate und den Nationalpark Unteres Odertal. KlaRas-Verlag Berlin, 2000. ISBN 3-933135-05-2
  • Christa und Johannes Wankowiak, Unterwegs an Nuthe und Nieplitz. Portr√§t einer m√§rkischen Landschaft. Auf alten Spuren und neuen Wegen . Stapp Verlag Berlin, 1995. ISBN 3-87776-061-9 .
  • Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Teil 4. Spreeland. Ausgabe 1998, Frankfurt/M, Berlin. ISBN 3-548-24381-9

Siehe auch: Liste der Naturschutzgebiete in Deutschland

Weblinks

Wikipedia

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