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Letzte Änderung für Artikel Glogau-Baruther-Urstromtal: 04.01.2006 19:36

Glogau-Baruther-Urstromtal

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Das Glogau-Baruther Urstromtal oder in Deutschland kurz Baruther Urstromtal genannt, entstand vor etwa 21.000 Jahren als Abflussbahn von Schmelzw√§ssern w√§hrend der maximalen Ausdehnung des weichselzeitlichen Inlandeises. Es ist damit das s√ľdlichste und √§lteste der drei gro√üen weichselzeitlichen Urstromt√§ler in Brandenburg.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Der Verlauf des Baruther Urstromtales in Brandenburg
Der Verlauf des Baruther Urstromtales in Brandenburg

Das Glogau-Baruther Urstromtal zieht sich von der polnischen Stadt GŇāog√≥w (dt. Glogau), von der Einm√ľndung des Flusses Barycz in die Oder in westnordwestlicher Richtung s√ľdlich von Krosno OdrzaŇĄskie (Krossen an der Oder) und Zielona G√≥ra (Gr√ľnberg), n√∂rdlich von Forst und Cottbus, den Oberspreewald, √ľber Baruth/Mark und Luckenwalde, s√ľdlich von Brandenburg an der Havel √ľber Genthin bis Tangerm√ľnde an die Elbe. Ab der Einm√ľndung der Elbe in das Baruther Urstromtal westlich von Genthin bis zur Elbm√ľndung bei Cuxhaven spricht man vom Elbe-Urstromtal . W√§hrend sich s√ľdlich des Tales das von der Saale-Eiszeit gepr√§gte Altmor√§nenland befindet, schlie√üt sich nach Norden das frische Jungmor√§nenland an, welches dem Eis bzw. den Schmelzw√§ssern der Weichsel-Eiszeit seine Entstehung verdankt. An vielen Stellen bilden gem√§√ü der Glazialen Serie Sander die Nordbegrenzung des Tales ( Lieberoser Heide , Brandsander , Baruther Heide, Beelitzer Sander u.a.). Die Sander werden im Norden von den Endmor√§nen der Brandenburger Eisrandlage begrenzt.

Landschaftsbild

Das Baruther Urstromtal besitzt typischerweise eine nahezu tischebene Sohle mit einer stark schwankenden Breite zwischen 2 und 20 km. Nur stellenweise, wie zwischen Baruth und Luckenwalde sind h√∂here Urstromtalterrassen erhalten. Die Talh√§nge hingegen sind nur wenige Meter bis wenige dutzend Meter hoch. Der Talboden bestand urspr√ľnglich aus Schmelzwassersand. Jedoch wurden durch ( periglaziale ) Vorg√§nge ausgedehnte D√ľnenfelder im Baruther Urstromtal aufgeweht (z.B. bei Horstwalde ), die das eint√∂nige Relief merklich beleben. Als nacheiszeitliche Bildung sind vor allem die gro√üfl√§chigen Moore von Bedeutung. Sie pr√§gen √ľber weite Strecken den Charakter des Urstromtales als Feuchtgebiet. Bei niedrigem Grundwasserstand (z.B. nordwestlich von Baruth ) dominieren aber trockene Kiefernforsten. Westlich der Nei√üe ist das nat√ľrliche Landschaftsbild durch die Tagebaue J√§nschwalde und Cottbus-Nord weitgehend zerst√∂rt. Heute tritt erst ab dem Spreewald der typische Charakter des Urstromtales hervor.

Besonderheiten

Das Baruther Urstromtal fiel wahrscheinlich schon nach wenigen hundert oder tausend Jahren trocken, als das Inlandeis nach Norden zur√ľckschmolz und tief liegendes Gebiet frei gab. Dieses zog die Schmelzw√§sser schnell an sich. Deshalb besitzt das Baruther Urstromtal an mehreren Stellen Durchl√§sse nach Norden bzw. Nordwesten. Es gibt daher zwischen dem Baruther Urstromtal im S√ľden und dem Berliner Urstromtal im Norden zahlreiche kleinere "urstromtalartige" Abflusswege, die sogenannten Urstromtalungen , die sicher nur kurzzeitig von Schmelzw√§ssern durchflossen wurden, als das Berliner Urstromtal noch nicht vollst√§ndig in Betrieb war.

Das Glogau-Baruther Urstromtal benutzen von Ost nach West folgende Fl√ľsse:

  • Barycz , Nebenfluss der Oder
  • Oder
  • Bober , Nebenfluss der Oder
  • Lausitzer Nei√üe, Nebenfluss der Oder
  • Spree, Nebenfluss der Havel
  • Dahme, Nebenfluss der Spree
  • Nuthe, Nebenfluss der Havel
  • Plane, Nebenfluss der Havel

Da die Landschaft n√∂rdlich des Baruther Urstromtales meist tiefer liegt als das Urstromtal selbst, verlassen die meisten Fl√ľsse das Glogau-Baruther Urstromtal bereits nach kurzer Laufstrecke wieder nach Norden. Erst die Elbe folgt dem Urstromtal √ľber einen l√§ngeren Weg.

Siehe auch

Glaziale Serie , Berliner Urstromtal, Eberswalder Urstromtal, Fläming, Zauche, Teltow

Weblinks

Wikipedia

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