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Letzte Änderung für Artikel Oderbruch: 29.01.2006 22:46

Oderbruch

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Oderbruch zwischen Kienitz und Zollbr├╝cke
Oderbruch zwischen Kienitz und Zollbr├╝cke

Das Oderbruch (von mhd. bruoch: ' Sumpf ', 'Moor') ist eine Landschaft entlang des unteren Teils der Oder im Landkreis M├Ąrkisch-Oderland des Bundeslandes Brandenburg und Polen .

Inhaltsverzeichnis

Lage

Das Oder bruch liegt zwischen den St├Ądten Oderberg und Bad Freienwalde im Nordwesten und Lebus (Stadt) im S├╝den. Im Westen wird es durch die Hochfl├Ąche des Barnim begrenzt, in deren Hanglage sich die St├Ądte Wriezen und Seelow befinden. Die ├Âstliche Begrenzung bilden das Neum├Ąrkische H├╝gelland und die Wartheniederung .

In Nord-S├╝d-Richtung ergibt sich eine Ausdehnung von rund 56 km und in Ost-West-Richtung von etwa 15 km. Unter Ausschlu├č der Neuenhagener Insel hat das Oderbruch zwischen Reitwein und Hohensaaten eine Gesamtfl├Ąche von 920km┬▓. Am westlichen Ufer der Oder ist es auf deutscher Seite zum Gro├čteil ein Flu├č polder , w├Ąhrend sich auf den 17% der Fl├Ąche, die auf der polnischen Seite liegen, noch Relikte des urspr├╝nglichen Bruches erhalten haben. Der Boden des Oderbruchs f├Ąllt von S├╝dosten nach Nordwesten ein. W├Ąhrend im s├╝dlichen Teil noch H├Âhen ├╝ber 10 m erreicht werden k├Ânnen, liegt das untere Oderbruch bei Bad Freienwalde schon fast auf Meeresspiegelniveau (1 m).

Entstehung

Das heutige Landschaftsbild des Oderbruchs wurde durch die Begradigung der alten Oder gepr├Ągt, deren Eindeichung und Trockenlegung des Feuchtgebietes zwischen 1747 und 1762 unter dem preu├čischen K├Ânig Friedrich II. erfolgte.

Nach den Pl├Ąnen von Simon Leonhard von Haerlem wurde ein 18,83 km langer Kanal gebaut, der den Lauf der Oder um rund 25 km verk├╝rzen und mit Deichen eingefasst werden sollte. Ein System von Abzugsgr├Ąben sollte f├╝r die Trockenlegung des Feuchtgebietes sorgen.

Am 2. Juli 1753 wurde der Fangdamm bei G├╝stebiese durchstochen und damit der neue Flusslauf der Oder geflutet. Wie geplant lagen nach kurzer Zeit gro├če Gebiete trocken und konnten besiedelt werden, etwa 108 Morgen Land waren gewonnen worden.

Die planm├Ą├čige Besiedlung begann 1753 in neu angelegten Stra├čend├Ârfern. Die neuen Siedler wurden gezielt au├čerhalb von Preu├čen mit Verg├╝nstigungen angeworben und kamen zum gr├Â├čten Teil aus Hessen-Darmstadt, Mecklenburg, Pfalz-Zweibr├╝cken, Sachsen und W├╝rttemberg, aber auch aus Nieder├Âsterreich und aus dem Schweizer Kanton Neuenburg. An franz├Âsischsprachige Siedler erinnern heute noch die Ortsnamen Beauregard, Croustillier und Vevais.

1785 , 1838 und 1947 wurde das Oderbruch durch schwere Hochwasserkatastrophen heimgesucht.

Gr├Â├čere Orte im Oderbruch

Literatur

  • Mengel, Peter Fritz: Das Oderbruch. Reprint-Ausgabe von 1930/34 in zwei B├Ąnden, Hardcover mit Goldpr├Ągedruck, 1008 Seiten inkl. 204 Schwarzwei├č-Bildtafeln und 5 Colorzeichnungen, viademica.verlag berlin, 2003, ISBN 3-932756-90-8
  • Schmook, Reinhard: Ich habe eine Provinz gewonnen ÔÇô 250 Jahre Trockenlegung des Oderbruchs. 1. Auflage, Frankfurt(Oder), Frankfurter Oder Editionen, 1997, ISBN 3-930842-23-8
  • 250 Jahre Trockenlegung des Oderbruchs, Fakten und Daten einer Landschaft. Frankfurt(Oder), Frankfurter Oder Editionen, 1997, ISBN 3-930842-31-9
  • Winter, Carmen: Das Oderbruch ÔÇôLiebe auf den zweiten Blick. 2. Auflage, Findling Verlag Neuenhagen 2005, ISBN 3-933603-27-7
  • Herrmann, Bernd : Nun bl├╝ht es von End' zu End' all ├╝berall. Die Eindeichung des Nieder-Oderbruches 1747-1753 - Umweltgeschichtliche Materialien zum Wandel eines Naturraums Waxmann 1997, ISBN 3-893254-99-4

Weblinks


Koordinaten: 52┬░42'00 N 14┬░15'00 O

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Wikipedia

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