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Letzte Änderung für Artikel Eberswalder Urstromtal: 15.02.2006 16:49

Eberswalder Urstromtal

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Als Eberswalder Urstromtal wird der auf deutschem Gebiet liegende Teil des Thorn-Eberswalder Urstromtales bezeichnet. Es ist das n√∂rdlichste und damit das j√ľngste der drei gro√üen brandenburgischen Urstromt√§ler , die w√§hrend der Weichsel-Eiszeit entstanden.

Verlauf und Begrenzung

Der Verlauf des Eberswalder Urstromtales in Brandenburg
Der Verlauf des Eberswalder Urstromtales in Brandenburg

Deutsches Gebiet erreicht das Eberswalder Urstromtal bei K√ľstrin an der Oder, es folgt dem Verlauf des Oderbruchs bis nordwestlich von Bad Freienwalde , verl√§sst bei Niederfinow das Oderbruch und verl√§uft dann √ľber Eberswalde, Liebenwalde und Kremmen in westlicher Richtung. Westlich von Fehrbellin vereinigt es sich mit dem Berliner Urstromtal und noch etwas weiter westlich bei Havelberg mit dem Elbe-Urstromtal bzw. dem Baruther Urstromtal . Das Urstromtal wird sowohl n√∂rdlich als auch s√ľdlich von eiszeitlich entstandenen H√∂henz√ľgen eingerahmt. Im S√ľden reihen sich von Ost nach West das Land Lebus, der Barnim und das L√§ndchen Glien aneinander. Zwischen Barnim und Glien existiert eine Urstromtalung , mit der das Eberswalder Urstromtal mit dem Berliner Urstromtal in Verbindung steht. Die Gliederung n√∂rdlich des Urstromtales ist komplizierter, da die Untergliederung in Platten und L√§ndchen dort nicht gebr√§uchlich ist.

Wichtig ist jedoch, dass nördlich des Urstromtales die Pommersche Eisrandlage verläuft. Den Schmelzwässern, die von diesem Endmoränenzug abflossen, verdankt das Urstromtal seine Entstehung. Zwischen Pommerscher Eisrandlage und Urstromtal finden sich ausgedehnte Sanderflächen . Am bekanntesten ist die Schorfheide.

Geologischer Aufbau und landschaftliches Erscheinungsbild

Das Eberswalder Urstromtal wird, wie alle Urstromt√§ler, von m√§chtigen Sanden aufgebaut, die z.T. mehr als 20 m M√§chtigkeit erreichen k√∂nnen. Im Stadtgebiet von Eberswalde und √∂stlich der Stadt finden sich aber auch unter geringm√§chtiger Sand√ľberdeckung feink√∂rnige Eisstauseesedimente ( Tone und Schluffe ), die im 19. und 20. Jahrhundert in Tongruben abgebaut wurden.

Die Oberfl√§che des Tales ist im Idealfall tischeben. Dieser Charakter hat sich aber nur noch westlich von Eberswalde gro√üfl√§chig erhalten. Das √∂stlich gelegene Oderbruch ist von seiner Ausgestaltung her j√ľnger und sein Boden liegt auch deutlich tiefer als das Eberswalder Urstromtal. Aufgrund dessen hat sich das Fl√ľsschen Finow im Stadtgebiet von Eberswalde und √∂stlich der Stadt sehr kr√§ftig in den Boden des Urstromtales eingeschnitten. Dazu kommt, dass das Eis w√§hrend der Weichsel-Eiszeit deutlich weiter nach S√ľden vorstie√ü. Beim Abschmelzen des Eises im Bereich des Eberswalder Urstromtales bildeten sich durch die Schmelzwassert√§tigkeit zahlreiche Toteisk√∂rper, die nachfolgend austauten und heute Seen bzw. feuchte Niederungen bilden. Weiterhin wurden zum Ende der Weichsel-Eiszeit vor allem am S√ľdrand des Urstromtales ausgedehnte D√ľnen aufgeweht, die die sonst flache Landschaft deutlich beleben. Der westliche Abschnitt des Urstromtales ist hingegen meist eben und wird von gro√üen, ausgedehnten Moorlandschaften eingenommen (z.B. das Rhinluch).

siehe auch

Glaziale Serie , Baruther Urstromtal , Berliner Urstromtal

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Eberswalder Urstromtal aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Eberswalder Urstromtal verfügbar.

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