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Letzte Änderung für Artikel Flughafen Berlin-Schönefeld: 14.02.2006 06:18

Flughafen Berlin-Schönefeld

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Flughafen Berlin Schönefeld
Empfangshalle des Flughafens Berlin-Schönefeld
Flughafen-Kenndaten
IATA-Code SXF
ICAO-Code EDDB
Koordinaten 52°22'43" N 13°31'14" O
47 m über  NN
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 18 km
Bahnanbindung ICE , RegionalExpress , RegionalBahn , Berliner S-Bahn
Straße A 113 , Bundesstraße 96a , Bundesstraße 179 , Busverkehr
Basisdaten
Betreiber Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH (FBS)
Fläche 6.300.000 m²
Terminals 4
Airlines
Flugziele
Passagiere 5.075.172 (2005)
Luftfracht 10.295 t (2005)
Flugzeugbewegungen 62.089
Kapazität
(Passagiere pro Jahr)
7 Mio. (seit 11/2005)
Beschäftigte 4.600 (2004)
Pistensystem
07R/25L 3000 m
07L/25R 3000 m

Der Flughafen Berlin-Schönefeld (nach dem Ausbau geplanter Name Airport Berlin Brandenburg International), Kürzel SXF, ist einer von drei Flughäfen , die sich in Berlin und Umgebung befinden.

Inhaltsverzeichnis

Nutzung

Lage der Berliner Flughäfen
Lage der Berliner Flughäfen

Betreiber des Flughafens ist die Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH (FBS). Deren Gesellschafter sind die Bundesländer Berlin, Brandenburg sowie die Bundesrepublik Deutschland. Von der Flughafengesellschaft wird Schönefeld aufgrund seiner Bedeutung als Basis von Charterflügen als „Ferien-Airport“ bezeichnet, soll in den nächsten Jahren allerdings eine größere Bedeutung als Flughafen für Billigfluggesellschaften erhalten.

Seit 1992 wird alle zwei Jahre die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) auf dem Flughafengelände durchgeführt.

Fluggesellschaften und Ziele

Im Jahre 2003 flogen den Flughafen Berlin-Schönefeld 21 Linienfluggesellschaften aus 15 Ländern (davon 6 deutsche) und 32 Charterfluggesellschaften aus 13 Ländern (davon 7 deutsche und 8 türkische) an oder operierten von dort. Dazu gehören alle großen deutschen Ferienfluggesellschaften wie z.B. Thomas Cook, LTU, Hapag Lloyd, Germania, Germanwings. Inzwischen sind weitere dazu gekommen.

Beispiele von Flugzielen:

Ryanair ( Irland ) fliegt nach London-Stansted ;

Germanwings fliegt nach Köln-Bonn , Stuttgart, München , Düsseldorf , Ankara , Istanbul , Split , Zagreb , Moskau und Stockholm ;

EasyJet fliegt nach Athen , Barcelona , Basel , Belfast , Bristol , Genf , Kopenhagen , Krakau , Liverpool , Ljubljana , London , Maastricht, Madrid , Mailand , Neapel , Newcastle , Nizza , Olbia , Palma , Paris , Pisa , Riga , Rom , Tallinn und Valencia .

Geschichte

Entwicklung der Fluggastzahlen ab 1991
Entwicklung der Fluggastzahlen ab 1991
Tu-144 Anfang der 1970er Jahre beim Start in Schönefeld
Tu-144 Anfang der 1970er Jahre beim Start in Schönefeld

Am 15. Oktober 1934 begann der Bau der Henschel-Flugzeugwerke (HFW) in Schönefeld, wo bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges über 14.000 Flugzeuge gebaut wurden. Am 22. April 1945 wurde HFW durch sowjetische Truppen besetzt. Nachdem die Betriebsanlagen für den Flugzeugbau demontiert oder gesprengt wurden, wurden hier bis 1947 Eisenbahnen repariert sowie Landmaschinen gebaut und instand gesetzt.

1946 zogen die sowjetischen Luftstreitkräfte von Johannisthal nach Schönefeld um, von wo Aeroflot im selben Jahr den Flugverkehr aufnahm. 1947 ordnete die Sowjetische Militäradministration Deutschlands im SMAD-Befehl Nr. 93 den Aufbau eines zivilen Flughafens in Schönefeld an.

Zwischen 1947 und 1990 wurde der Flughafen mehrmals ausgebaut und wurde zum Zentralflughafen der DDR . Er wurde zu einem so genannten Jugendobjekt erklärt, was die Bedeutung für die DDR unterstrich. Durch die Lage außerhalb der Stadtgrenzen Berlins konnten von Schönefeld (anders als in Tegel und Tempelhof ) trotz der besonderen Stellung Berlins in dieser Zeit auch deutsche Flugzeuge (meist von der DDR-Fluglinie Interflug , vorher Deutsche Lufthansa der DDR ) starten und landen. In den 1970er und 1980er Jahren ging ein großer Teil des Transitverkehrs von Fluggästen zwischen der Türkei und Westberlin über den Zentralflughafen Berlin-Schönefeld (damalige Bezeichnung).

Am 12. Dezember 1986 stürzt in Berlin-Bohnsdorf beim Anflug auf den Flughafen eine Aeroflot-Maschine vom Typ Tu-134 ab. 72 der 82 an Bord befindlichen Personen kommen dabei ums Leben. Bei dem missglückten Startabbruch einer IL-62 der Interflug am 17. Juni 1989 kommen 19 der 113 Insassen des Flugzeugs sowie ein Mensch am Boden ums Leben.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands und Berlins verlor der Flughafen trotz weiterer Erweiterungen in den 1990er Jahren an Bedeutung.

Ansiedlung von Billigfliegern

Ankunft des ersten easyJet-Flugzeugs
Ankunft des ersten easyJet-Flugzeugs
easyJet-Start von Berlin-Schönefeld
easyJet-Start von Berlin-Schönefeld

Bis 2003 flogen von Schönefeld in erster Linie Charterfluggesellschaften in die Ferienziele. Seit 2003 werden jedoch zunehmend Billigfluggesellschaften in Schönefeld angesiedelt: Ryanair übernahm mit der KLM -Tochter buzz auch die Strecke Schönefeld-London, V Bird startete Flüge nach Niederrhein und Germanwings fliegt seit Herbst 2003 nicht mehr Tegel, sondern Schönefeld von Köln/Bonn und Stuttgart aus an.

Seit dem 28. Mai 2004 benutzt auch easyJet den Flughafen als Basis. In den kommenden Jahren sollen hier bis zu 10 Flugzeuge stationiert werden. Dazu nutzt easyJet das für sie umgebaute Terminal B. Durch verschiedene Streckenerweiterungen wurde Berlin-Schönefeld 2005 zur zweitgrößten easyJet-Basis in Europa (nach London-Luton).

Am 11. März 2005 kündigte Germanwings an, ab Juni des Jahres Schönefeld als Basisflughafen für zwei Flugzeuge zu nutzen. Vorerst sollen neben den innerdeutschen Zielen Flughafen Köln/Bonn, Stuttgart, München und Düsseldorf auch Ankara, Istanbul, Split, Zagreb, Moskau und Stockholm angeflogen werden. Germanwings kündigte an, eine friedliche Koexistenz von easyJet und Germanwings auf dem Flughafen Schönefeld anzustreben und in erster Linie von easyJet nicht bediente Ziele anfliegen zu wollen.

Am 19. Dezember 2005 wurde das neue Terminal D eröffnet, das vor allem für die Abfertigung der Low-Cost-Flüge genutzt werden soll. Dabei ist noch offen, ob Germanwings das Terminal nutzen wird. Es wird überlegt, EasyJet vom Terminal A in das Terminal D umzusiedeln. Durch die Verstärkte Nutzung von Billigfliegern konnte der Flughafen seine Passagierzahlen 2005 um 50,1% im Vergleich zum Vorjahr auf 5,08 Millionen Passagiere steigern. Das ist die größte Steigerung im Vergleich zu den anderen Flughäfen Berlins.

Planungen

Siehe Hauptartikel: Berlin Brandenburg International

Ausbau zum Flughafen Berlin Brandenburg International BBI

Lage des Flughafens in Brandenburg
Lage des Flughafens in Brandenburg

In der ersten Hälfte der 1990er Jahre lief ein aufwendiges Raumordnungsverfahren für den neuen Airport Berlin Brandenburg International. In seiner letzten Phase waren noch 5 Standorte in der engeren Auswahl, darunter neben Schönefeld noch Sperenberg, Jüterbog I und II und weitere. In der Gesamtbewertung 1994 belegte von diesen 5 Standorten Sperenberg den ersten und Schönefeld den fünften, also schlechtesten Platz. Auf Grund von massivem politischem Druck durch Berlin unter Führung des Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen wurde die brandenburgische Landesregierung unter Manfred Stolpe dazu gebracht, die sachlich begründete Standortauswahl von Sperenberg zu Gunsten der politischen Entscheidung für Schönefeld zu kippen. Da das Land Brandenburg außerdem voreilig einen größeren Bodenerwerb im Raum Schönefeld getätigt hatte, ist der Spielraum für eine Projektänderung wegen dann drohender Millionenverluste kaum gegeben.

Seit 1996 plant die Flughafengesellschaft mit den Bundesländern Berlin und Brandenburg sowie der Bundesregierung Schönefeld bis 2011 zu einem leistungsfähigeren Single Airport auszubauen. Schönefeld soll damit zum wichtigsten Passagier- und Luftfracht - Flughafen in Berlin und Brandenburg werden. Die innerstädtischen Flughäfen Tempelhof und Tegel sollen mit der Inbetriebnahme des BBI geschlossen werden.

Ursprünglich sollte Schönefeld ausschließlich mit privaten Mitteln ausgebaut werden. Nachdem jedoch eine erste Ausschreibung wegen Verfahrensfehlern rückgängig gemacht wurde und bei einem zweiten Versuch die privaten Investoren nicht zur Übernahme der finanziellen Risiken bereit waren, wollen die Bundesländer Berlin und Brandenburg und die Bundesregierung den Flughafen mit eigenen Mitteln ausbauen. Beginn des Ausbaus soll 2006 sein. Ab 2011 sollen über 20 Millionen Passagiere pro Jahr im Flughafen Berlin Brandenburg International BBI abgefertigt werden können.

Ausbaugegner – Ausbaubefürworter

Satellitenbild des Flughafens
Satellitenbild des Flughafens

Da für den Flughafenausbau die Gemeinde Diepensee und Teile von Selchow umgesiedelt wurden und Anwohner mit stark zunehmendem Fluglärm rechnen, gibt es eine große Zahl an Gegnern des Projekts. Diese werfen den Planern unter anderem vor, aus ihrer Sicht günstigere Alternativen wie den Flughafenbau in Jüterbog oder Sperenberg sowie einen Großflughafen in Stendal aus politischen Gründen nicht ausreichend in Erwägung gezogen zu haben. Auf Grund der dichten Besiedlung der Flughafenumgebung ist ebenso wie in der Innenstadt daher mit Einschränkungen beim Nachtflugbetrieb zu rechnen.

Kurz nach dem Beschluss über den Ausbau des Flughafens Schönefeld haben sich verschiedene Bürgerinitiativen gegen den Ausbau gegründet und haben seitdem über 250.000 Einwendungen eingereicht. Seit dem 18. März 2004 gibt es eine neue Initiative mit der Bezeichnung Bürger in Bewegung, die sich für den Ausbau Schönefelds zum Großflughafen ausspricht. Dieser Bewegung gehörten kurz nach Gründung etwa 50 Mitglieder an, die den rund 5.000 Mitgliedern des Bürgervereins Brandenburg-Berlin gegenüber stehen.

Die Flughafengegner haben bisher verschiedene Gerichtsurteile erreicht, die verschiedene Teile und Schritte der Planung und Vorbereitung gestoppt oder für unwirksam, weil fehlerhaft, erklärt haben. Am 7. Februar 2006 begann vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig der entscheidende Prozess gegen den Ausbau des Flughafen Berlin-Schönefeld. Aus etwa 4000 Einzelklagen von Anwohnern und von 4 Gemeinden wurden 4 Musterklagen von 120 Klägern ausgewählt und zur Verhandlung angenommen.

Literatur

Bernd Kuhlmann: Schönefeld bei Berlin - Ein Amt, ein Flughafen und elf Bahnhöfe, Verlag GVE, Berlin, 1996, ISBN 3892180385
Das Buch beschreibt die Geschichte, die - im Schatten der Luftfahrt - stets von strategischen, politischen, propagandistischen sowie von wirtschaftlichen Aspekten geprägt war.

Weblinks

Commons: Schönefeld International Airport – Bilder, Videos oder Audiodateien


Koordinaten: 52° 22' 43" N, 13° 31' 14" O

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Flughafen Berlin-Schönefeld aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Flughafen Berlin-Schönefeld verfügbar.

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