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Letzte Änderung für Artikel Wertheim-Konzern: 18.02.2006 17:12

Wertheim-Konzern

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Stammhaus Abraham Wertheim Berlin, in der Illumination zur Gro├čj├Ąhrigkeitserkl├Ąrung des Kronprinzen am 6. Mai 1900
Stammhaus Abraham Wertheim Berlin, in der Illumination zur Gro├čj├Ąhrigkeitserkl├Ąrung des Kronprinzen am 6. Mai 1900
Alfred Messel: Kaufhaus Wertheim am Leipziger Platz
Alfred Messel : Kaufhaus Wertheim am Leipziger Platz

Der Kaufhaus - Konzern der Familie Wertheim hat seine Urspr├╝nge in der Hansestadt Stralsund.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Jahre 1852 er├Âffnete das "Manufaktur & Modewarengesch├Ąft der Gebr├╝der Abraham und Theodor Wertheim. 1875 gr├╝ndeten Abraham und Ida Wertheim ein kleines Kurzwarengesch├Ąft in Form eines Eckladens (M├Ânchstra├če/M├╝hlenstra├če) ebenfalls in Stralsund. 1884 wurde die erste Filiale in Rostock er├Âffnet. 1885 er├Âffnete Sohn Georg zusammen mit seinen Br├╝dern Franz, Wilhelm und Wolf die erste Filiale des Manufakturwarengesch├Ąfts in Berlin. 1894 wurde das erste Warenhaus mit frei ausgelegter Ware und festen Preisen in der Kreuzberger Oranienstra├če er├Âffnet. Es z├Ąhlt als Stammhaus des Warenhauskonzerns Wertheim. Bald folgten Warenh├Ąuser am Moritzplatz, an der K├Ânigstra├če sowie an der Rosenthaler Stra├če 27 in Berlin. 1897 folgte der bekannte Geb├Ąudekomplex des Warenhaus Wertheim in der Leipziger Stra├če, entworfen vom Berliner Architekten Alfred Messel (1896), es wurde im Laufe der Jahre bis zum Leipziger Platz ausgebaut und war mit einer Nutzfl├Ąche von 106.000 m┬▓ seinerzeit das gr├Â├čte Warenhaus Europas.

Mit der Macht├╝bernahme durch die Nationalsozialisten erfolgte ein Boykott gegen j├╝dische Gesch├Ąfte. 1934 ├╝bertrug Georg Wertheim per Schenkung sein gesamtes Verm├Âgen seiner nichtj├╝dischen Frau Ursula. Doch 1935 wurde die Firma Wertheim als "rein j├╝disch" eingestuft. 1937 kam die Enteignung durch die Nationalsozialisten. Alle j├╝dischen Gesch├Ąftsf├╝hrer wurden entlassen. Aus Kaufh├Ąusern wie das von Hermann Tietz wurde "Hertie", aus denen seines Cousins Leonhard Tietz " Kaufhof ", und aus Wertheim die "Awag" (Allgemeine Warenhaus Gesellschaft AG). 1944 wurde das Haus an der Leipziger Stra├če durch alliierte Bomber zerst├Ârt. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, mit der Teilung Deutschlands, wurden die H├Ąuser durch die Sowjets ├╝bernommen und sp├Ąter Volkseigentum, nur das am Moritzplatz nicht.

Mit einem kleinem Gesch├Ąft in der Wilmersdorfer Stra├če (heute Karstadt ) starteten sie 1952 einen Neuanfang. 1952 folgte der Neubau in der Schlossstra├če und 1971 folgte das Haus am Kurf├╝rstendamm. Mitte der 80er Jahre wurde Wertheim dann vom Hertie-Konzern ├╝bernommen. Seit 1994 geh├Ârt Hertie, wie auch Wertheim zur Karstadt Quelle AG.

Rechtsstreit

   
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es gibt ein Urteil des berliner verwaltungsgerichts und auch eines des BVG Leipzig. Lorem ipsum 18:25, 30. Nov 2005 (CET)
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Seit mehreren Jahren l├Ąuft der Rechtstreit um die R├╝ckgabeanspr├╝che auf Grundst├╝cke zwischen der Familie Wertheim und der Firma Karstadt Quelle AG ├╝ber wertvolle Grundst├╝cke in den besten Lagen Berlin. Am 24. Oktober 2005 wurde die Klage beim Berufungsgericht in Pennsylvania abgelehnt. Dadurch wurde die Verhandlung in den USA nicht zugelassen und wird durch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wahrscheinlich noch dieses Jahr entschieden.

Wertheim-Warenh├Ąuser

Wertheim am Kurf├╝rstendamm und Wertheim in der Schlo├čstra├če sind die beiden letzten noch bestehenden Wertheim-Warenh├Ąuser.

Wertheim Leipziger Stra├če (Berlin)

Als das sch├Ânste Kaufhaus Deutschlands wurde Wertheim Leipziger Stra├če, sp├Ąter auch Leipziger Platz bezeichnet, ein Konsumtempel, der mit dem sp├Ąteren KaDeWe (Kaufhaus des Westens) am Wittenbergplatz wetteiferte. Wertheim spielte in der gleichen Liga wie das Bon March├ę in Paris . Die Kaufhausgr├╝nder Rudolf Karstadt , E. Jandorf , Hermann Tietz und Georg Wertheim hatten die franz├Âsisch-amerikanische Erfindung des gro├čen Warenhauses der 1850er Jahre nach Deutschland geholt. Das Haus am Leipziger Platz ├╝bertraf alle bisherigen deutschen Kaufh├Ąuser. Der Kaiser lieferte mit seiner Cadinener Kachelmanufaktur an Wertheim. Die Kacheln schm├╝ckten die W├Ąnde und Brunnen des Sommergartens, der Kaiser war zur Einweihung des Warenhauses gekommen. Gebaut hatte das Haus Alfred Messel , ein Schinkel -Sch├╝ler, in den Jahren 1896 bis 1912 (I.ÔÇôIV.Bauabschnitt), 1925 bis 1926 folgte der f├╝nfte Bauabschnitt. Die Hauptfront Leipziger Stra├če hatte 240 Meter, zus├Ątzlich weitere 90 Meter am Leipziger Platz mit dem weltbekannten Eckgeb├Ąude. Das Kaufhaus reichte in der Tiefe bis hin zur Vo├čstra├če auf einer Grundst├╝ckfl├Ąche von 27.000 m┬▓. Es war mit 112.000 m┬▓ Nutzfl├Ąche und 70.000 m┬▓ Verkaufsfl├Ąche das gr├Â├čte Kaufhaus Europas. Bis zum heutigen Tage war es in Europa nur vom Kaufhaus Harrods in London ├╝bertroffen. Durch einen alliierten Bombenangriff Ende November 1943 wurde es getroffen und zum Teil zerst├Ârt. Es h├Ątte von der Bausubstanz her nach dem Krieg wieder hergestellt werden k├Ânnen, aber die im Ostsektor Berlins stehenden Wertheim-H├Ąuser wurden enteignet. Der Abriss der Ruine ist 1955/1956 erfolgt.

Wertheim Schlo├čstra├če / Steglitz (Berlin)

Bereits in den 1920er Jahren erwarb G. Wertheim an der Schlo├čstra├če / Ecke Treitschkestra├če in Berlin Steglitz ein gro├čes Grundst├╝ck mit 30.000 m┬▓ Fl├Ąche. Es reichte in der Tiefe bis hin zur Lepsiusstra├če.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieses Warenhaus, das gleichzeitig das erste in Berlin neugebaute Warenhaus nach dem Zweiten Weltkrieg darstellt, an der Steglitzer Schlo├čstra├če / Ecke Treitschkestra├če gelegen, in der Zeit von 1950 bis 1952 als viergeschossiger Neubau errichtet.

1969 erfolgte ein f├╝nfgeschossiger Erweiterungsbau Schlo├čstra├če / Ecke Schildhornstra├če in einem modernen Baustil (Lamellenfassade). Mit dieser Fassadenverkleidung wurde auch das bestehende Haus umgestaltet.

An der Schildhornstra├če, im Anschluss zum Erweiterungsbau, wurde ein Parkhaus errichtet. Auf dem gro├čen Wertheim-Grundst├╝ck hinter dem Warenhaus befindet sich der Treitschkepark, der ├Âffentlich zug├Ąnglich ist.

Wertheim Kurf├╝rstendamm (Berlin)

Wertheim am Kurf├╝rstendamm wurde 1969 bis 1971 erbaut. In den achtziger Jahren wurde das Warenhaus mit einer Erweiterung der Fassade neugestaltet. Das Haus ist (nach dem KaDeWe und Karstadt am Hermannplatz) das drittgr├Â├če Warenhaus der Karstadt-Quelle AG in Berlin. Es liegt am zentralen Punkt des Kurf├╝rstendamms nahe am Breitscheidtplatz und an der Ged├Ąchtniskirche. Das Grundst├╝ck erstreckt sich ├╝ber eine Fl├Ąche eingeschlossen durch die Stra├čen Kurf├╝rstendamm, Augsburger Stra├če und Rankestra├če. Dieses Wertheim hat eine Nutzfl├Ąche von 33000 m┬▓ und eine Verkaufsfl├Ąche von 28.500 m┬▓ auf 8 Etagen.

Literatur

  • Erika Fischer / Simone Ladwig-Winters: Die Wertheims. Geschichte einer Familie. Rowohlt 2004, ISBN 3-87134-443-5

Zum Thema Enteignungen siehe auch: Familien Neckermann , Schickedanz

Wikipedia

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