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Letzte Änderung für Artikel U-Bahnhof Onkel Toms Hütte: 23.12.2005 20:55

U-Bahnhof Onkel Toms Hütte

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Das Stationsschild des U-Bahnhofes. Vor dem Fahrplanwechsel im Dezember 2004 fuhr auf der Strecke noch die U1; heute ist es die U3.
Das Stationsschild des U-Bahnhofes. Vor dem Fahrplanwechsel im Dezember 2004 fuhr auf der Strecke noch die U1; heute ist es die U3.
Der Bahnsteig des U-Bahnhofes. Auf der linken Seite ist ein Teil der Ladenpassage zu sehen.
Der Bahnsteig des U-Bahnhofes. Auf der linken Seite ist ein Teil der Ladenpassage zu sehen.

Onkel Toms Hütte ist ein Berliner U-Bahnhof auf der heutigen U3 und ist am 22. Dezember 1929 eröffnet worden.

Mitte der Zwanziger Jahre stand es nicht gut um das mittlere Stück der heutigen U3. Die Strecke war hoch defizitär, ab Breitenbachplatz fuhr sogar nur ein so genannter Solowagen (ein Waggon) bis zum Endbahnhof Thielplatz. Die Stadt Berlin sträubte sich sehr dagegen, diese Strecke von der Domäne Dahlem beziehungsweise dem preußischen Finanzministerium zu übernehmen, wozu sie verpflichtet wurde. Doch 1926 verbesserte sich die Situation erheblich: Der preußische Staat wollte die Strecke Berlin unentgeltlich und schuldenfrei übergeben. Gleichzeitig bot der Sommerfeld-Konzern, der große, noch zu bebauende Gebiete im Berliner Süden besaß, kostenloses Gelände und eine Baukostenübernahme für eine Verlängerung bis Krumme Lanke. Somit bekam Berlin faktisch 3 km U-Bahn geschenkt. In diesem Zusammenhang wurde auch der neue U-Bahnhof "Onkel Toms Hütte" errichtet. Die komplett neue Strecke inklusive eben dieses Bahnhofes wurde am 22. Dezember 1920 eröffnet. Den von Alfred Grenander entworfenen Bahnhof ergänzte Otto Rudolf Salvisberg 1931 bis 1932 durch Ladenpassagen an den Längsseiten. Noch heute verwaltet die Sommerfeld AG diese Passagen. Diese Passagen stellen das Zentrum der Onkel-Tom-Siedlung dar.

Der Name dieser Station erinnert an den Roman Uncle Tom's Cabin, den Harriet Beecher-Stowe im Jahr 1853 aus Protest gegen die Sklaverei schrieb. Denn in Anlehnung an diesen Roman nannte man ein 1885 erbautes Lokal in der Nähe so. Es wurde 1979 abgerissen. Der Wirt dieses Lokals hieß damals Thomas; er hatte seinerzeit in seinem Biergarten extra Hütten als Witterungsschutz errichtet. Diese wurden dann Toms Hütten genannt. Da der Name von Beecher-Stowes Roman in aller Munde war, ist der Name Onkel Toms Hütte entstanden. So hieß später auch das Kino in der Ladenpassage Onkel Tom Kino und die Straße, die die U-Bahnlinie kreuzt, vom Grunewald nach Zehlendorf-Mitte führend, heißt noch heute Onkel-Tom-Straße.

  • Siehe auch ausführlicher zum Namen Onkel-Toms-Hütte: Riemeisterfenn


Koordinaten: 52° 27′ 1" N, 13° 15′ 12" O

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