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Letzte Änderung für Artikel Hönow: 22.01.2006 19:10

Hönow

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Die Hönower Einkaufspassagen am U-Bahnhof Hönow
Die Hönower Einkaufspassagen am U-Bahnhof Hönow

Hönow ist eine Gemeinde in Brandenburg, an der Stadtgrenze zu Berlin gelegen. Sie ist Teil des Landkreises Märkisch-Oderland und gehört seit Oktober 2003 der amtsfreien Gemeinde Hoppegarten an.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Dorfkirche ist das älteste Gebäude in Hönow
Die Dorfkirche ist das älteste Gebäude in Hönow

Ursprünglich wurde Hönow vermutlich von den Wenden besiedelt. Im 13. Jahrhundert bauten Johann I. und Otto III. hier eine Siedlung, die in den Jahren 1375 – 77 erstmals im Landbuch Karls IV. erwähnt wurde. Der Ort wurde während der Hussitenkriege 1432 und im Dreizigjährigen Krieg Anfang des 17. Jahrhunderts zerstört. Das Hönower Schloss wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und verfällt seitdem. Als einziges älteres Bauwerk hat die spätromanische Kirche überlebt.

Anfangs ernährte sich die Bevölkerung Hönows durch Landwirtschaft . Erst Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte hier sich langsam das Handwerk. 1953 wurde eine LPG gegründet, die die Bewirtschaftung eines Großteils der landwirtschaftlichen Flächen übernahm. Heutzutage dient Hönow außerdem als Ausflugsziel für Berliner, und der Tourismus wurde als zusätzliche Einnahmequelle erschlossen.

Seit rund 1995 gab es einen regelrechten Bauboom. Es wurden brachliegende Felder erschlossen und neue Siedlungen, sowohl auf dem alten Dorfgelände, wie auch in direkter Anbindung an Berlin geschaffen.

Hönow-Dorf

Dorfanger mit ehemaliger Konsum-Kaufhalle und Kindergarten/-krippe
Dorfanger mit ehemaliger Konsum-Kaufhalle und Kindergarten/-krippe

Die Dorfstraße, die durch den Anger geteilt wird, wurde in den 1970er Jahren in Straße der Freundschaft umbenannt. Nach der Wende 1989 erhielt sie wieder den alten Namen.

Der westliche Abschnitt der Dorfstraße wurde in den 1990er Jahren asphaltiert. Geldmangel der Gemeinde war sicher der Hauptgrund dafür, das das Kopfsteinpflaster vorher nicht entfernt wurde - und auch der weniger befahrene östliche Teil keinen neuen Belag erhielt.

Auf dem Anger wurde bis in die 1990er Jahre neben einer Konsum - Kaufhalle (das flache Gebäude hinter den beiden Bäumen), ein Kindergarten (rotes Gebäude) und eine Kinderkrippe (Flachbau hinter dem Kindergarten) betrieben. Die Kaufhalle steht heute leer, die anderen beiden Gebäude wurden vom Kirchenverein übernommen und werden gegenwärtig umgebaut.

Die BVB ließ ihre 44er Linie zu DDR -Zeiten von 5 bis 24 Uhr im 20-Minuten-Abstand vom S-Bahnhof Mahlsdorf bis zum Dorfanger fahren - auf dem Foto der Platz im Vordergrund. Einmal stündlich fuhr die Linie bis zur Wendekehre am Schleipfuhl in Hönow-Nord. Selbst nachts hatte das Dorf einen hervorragenden Anschluß - der BVB-Nachtverkehr fuhr vom Dorf bis zum Berliner Alexanderplatz  ! Nach dem Zusammenbruch der DDR und der Übernahme der BVB durch die BVG, wurde die Linie eingestellt und der öffentliche Nahverkehr war nun Aufgabe des Landes Brandenburg. Nicht nur deshalb kam es fast zu einer nahverkehrsfreien Zone. Busse bzw. Großraum-PKW fahren nun nur noch zwischen 8 und 20 Uhr und nur alle ein bis zwei Stunden. Mahlsdorf ist auf direktem Weg nun nicht mehr erreichbar.

Hönow-Nord

Glücksburg
Glücksburg

Die beiden einen und eineinhalb Kilometer entfernten Siedlungen nördlich des Dorfes gehören mit zu Hönow. Die näherliegende Siedlung trug bis in die 1950er Jahre den Namen Glücksburg. Ihren Namen bekam die Siedlung durch ein etwa 20.000 qm großes umzäuntes Grundstück längs der Wördetalstraße. Wie genau der Name entstand, ist bisher nicht bekannt. Auf dem Grundstück hatte eine Familie von Glück ein großes Gebäude mit imposanter Kuppel , Terrasse und breiter Freitreppe errichtet. Wegen des burgähnlichen Aussehens muß sich wohl der Name Glücksburg im Volksmund eingebürgert haben. Wahrscheinlich waren die von Glück auch die ersten Siedler in diesem Flurstück. Um 1932 war die Siedlung noch recht dünn besiedelt.

von Glück bauten eigenen Tee an, den sie Glückstee nannten. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Familie im Zuge der Bodenreform wahrscheinlich enteignet und eine Familie Fisch bekam das Grundstück. Der Name Glücksburg wurde aus Karten und anderen Dokumenten getilgt, blieb aber im Volksmund erhalten. Die Fisch's mußten ab 1960 das Areal räumen, als die Staatssicherheit hier ein Ferien- und Ausbildungszentrum errichten wollte.

Grundstück der Glücksburg (gelb) mit Mehrower Straße (grün) und Wördetalstraße (rot)
Grundstück der Glücksburg (gelb) mit Mehrower Straße (grün) und Wördetalstraße (rot)

Neben dem im Laufe der Jahrzehnte stark umgebauten Hauptgebäude – das bereits in den 1970er Jahren kaum noch als Burg erkennbar war – gibt es auf dem Grundstück noch mehrere kleine Gebäude, die nach der Wende 1989 als Modelleisenbahnladen, Gaststätte, Spätverkauf und Garage genutzt wurden. Hinter den Gebäuden findet man eine verwilderte Wald- und Seelandschaft. Der ca. 5.000 qm große See hat einen kleinen Bootssteg.

500 m nördlich der ehemaligen Siedlung Glücksburg befindet sich in Richtung Mehrow eine weitere Siedlung, mit Namen Am Schleipfuhl – benannt nach einem Teich am Rand der Mehrower Straße. Hier endete zu DDR-Zeiten die Buslinie 44 der BVB nach Hönow-Nord. Eigens für den Bus wurde am Zielpunkt der Linie durch Anlieger in den 1960er Jahren eine Wendekehre eingerichtet. Das Freigelände neben der Haltestelle wurde zu DDR -Zeiten als Hunde-Ausbildungsplatz genutzt.

U-Bahnhof

Endbahnhof der U5
Endbahnhof der U5

Der U-Bahnhof Hönow ist der östlichste U-Bahnhof der Berliner U-Bahn und befand sich bis zum 3. Oktober 1990 als einer von nur zwei Bahnhöfen außerhalb des Stadtgebietes – inzwischen wurde das Gebiet eingemeindet. Er ist zudem der höhstgelegene (ca. 53m über NN) oberirdische U-Bahnhof Berlins. Der oberirdische Bahnhof wurde am 1. Juli 1989 als Verlängerung der heutigen U-Bahnlinie 5 eröffnet und ist deren Endbahnhof. Der Kopfbahnhof verfügt über drei Gleise, die an einem Mittel- und einem Seitenbahnsteig untergebracht sind. Westlich des Bahnhofs befindet sich eine umfangreiche Abstellanlage für U-Bahnzüge, die jedoch nur noch teilweise durch die BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) genutzt wird.

Freiwillige Feuerwehr

Die erste organisierte Brandbekämpfung im Ort gab es im Jahre 1909 . Bis zum Jahre 1934 existierte in Hönow das allgemeine Pflichtlöschwesen, bei dem im Falle eines Alarm jeder Grundbesitzer einen Mann zu stellen hatte. Jeder Pferdebesitzer hatte einen Gespanndienst zu leisten. Ein Gespann für die Spritze und ein zweites für den Wasserwagen. Das dritte wurde für den Mannschaftswagen benötigt, falls der Einsatzort sich ausserhalb von Hönow befand. Diese Art der Brandbekämpfung wurde seit 1909 im Ort vollzogen. Damit gab es in Hönow erstmals eine freiwillige Feuerwehr.

1934 wurde dann durch ein Gesetz angeordnet, dass in jeder Gemeinde eine freiwillige Feuerwehr eingerichtet werden sollte. Im Kreis Niederbarnim, zu dem damals 84 Gemeinden zählten, kamen nur 13 Gemeinden für die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr in Frage. Im Januar 1934 wurde das erste Feuerwehrdepot von Hönow in der Schulbaracke eröffnet. Zum Führer der Wehr wurde Richard Zakouriel ernannt, der das Löschwesen im Jahre 1921 vom Sattlermeister Lehmann übernommen hatte.

Nun ging es mit der Beschaffung der Ausrüstung zügig voran. Eine Kraftspritze mit einer Leistung von 400l/min hatte der Gemeindevorsteher Kirschbaum bei einer Verlosung gewonnen. Nach 1934 wurde dann eine große Kraftspritze einer Leistung von 2800l/min angeschafft. Nach der offiziellen Gründung der Wehr erfolgte der Neubau eines Gerätehauses mit Steigeturm. Es wurde ein Kraftfahrzeug nach eigenen Wünschen und Vorstellungen beschafft. Die Ausbildung der Kameraden erfolgte an den Abenden der Woche und an Sonntagen bis September 1943 in Neuenhagen. Nun konnte die Wehr dem Landrat vorgestellt werden. Die Kameraden hatten eine Ausbildung im Fußdienst, in Steigeübungen und im Löschangriff erhalten. Jetzt wurde die Wehr durch die Gemeinde übernommen. Sie bestand am Tag der Gründung aus 20 Mann.

Im Zweiten Weltkrieg kamen während eines Bombenangriffs britischer Flugzeuge die beiden Kameraden Otto Wolf und Ernst Hentschel ums Leben. Als sie auf einem Kontrollgang waren, wurden sie von den Splittern einer unmittelbar in der Nähe eingeschlagenen Luftmine tödlich verletzt.

Nach dem Ende des Krieges wurde dann die Wehr neu aufgebaut. Als Wehrleiter wurde der Kamerad Fritz Nitsche ernannt. Nicht selten kam es zu dieser Zeit vor, dass er sich mit einem Kanister zur Dienststelle nach Bernau begab, um den nötigen Sprit zu beschaffen. 1948 übernahm dann Hermann Ruck Sen. als Wehrführer die Hönower Feuerwehr. Man bekam zu jener Zeit eine TSA (Anhänger für Motorspritze). Im Jahre 1954 waren alle Kameraden sehr glücklich, als ein altes Armeefahrzeug vorhanden war, dass von Kameraden in mühsamer Eigenleistung als Zugfahrzeug umgebaut wurde. Man hatte vorher von Bauern des Ortes Traktoren ausborgen müssen, damit dieses Fahrzeug ersteinmal nach Hönow geschleppt werden konnte.

1956 erfolgt die Gründung einer Feuerwehrkapelle, die sich gut entwickelte. Sie spielte oft zu besonderen Anlässen, aber nicht nur in Hönow. Die Kapelle wurde 1969 wieder aufgelöst. Im Jahre 1958 wurde die alte Schulturnhalle zu einem Kulturraum der Feuerwehr umgebaut. Ein Teil der Mittel wurde vom Rat der Gemeinde finanziert, zum anderen aber auch viele Stunden eigene Leistung von den Kameraden erbracht.

1969 übernahm Gerhard Hermann die Funktion als Wehrleiter, der dann nach kurzer Zeit von Hermann Ruck Jun. abgelöst wurde. Sein Nachfolger wurde 1976 Wolfgang Ruck. Einige Jahre später wurde Gerhard Finger Wehrleiter und nach ihm Rainer Ruschke, der bis heute Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Hönow ist.

Die umfangreichsten Brände seit dem Zweiten Weltkrieg:

  • 1962 ein großer Brand auf dem Volksgut durch Blitzschlag
  • 1965 ebenfalls durch Blitzschlag ein großer Brand in der Thälmannstraße
  • 1974 entzündete sich die Scheune auf dem Bauerngehöft Gathow

Weblink


Koordinaten: 52° 32' 53 N, 13° 38' 13 O

Wikipedia

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