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Letzte Änderung für Artikel Bahnhof Berlin-Spandau: 25.01.2006 22:45

Bahnhof Berlin-Spandau

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S├╝dlicher Bahnhofseingang
S├╝dlicher Bahnhofseingang
Bahnhofshalle
Bahnhofshalle

Der Bahnhof Berlin-Spandau ist ein Bahnhof im gleichnamigen Berliner Bezirk Spandau. Er befindet sich in unmittelbarer N├Ąhe zur Spandauer Altstadt und dem Berliner U-Bahnhof Rathaus Spandau. Der Zugverkehr von der Lehrter Bahn und Hamburger Bahn wird hier gesammelt und auf die Berliner Innenstadt - der Berliner Stadtbahn bzw. der Hamburg-Lehrter Bahn / Berlin Hauptbahnhof (tief) (ab 28. Mai 2006) - weiter verteilt. Gleichzeitig ist die Station vorl├Ąufiger Endpunkt der S-Bahn bis zu ihrer Weiterf├╝hrung ins Havelland. Mit drei Regionalbus- und zehn, teilweise sehr dicht bedienten, st├Ądtischen Buslinien ist Bahnhof / Rathaus Spandau der st├Ąrkste Busknoten in Berlin.

Der Bahnhof weist sechs Bahnsteigkanten auf, vier f├╝r den Regional- und Fernverkehr, zwei f├╝r die Berliner S-Bahn. Au├čerhalb der vierschiffigen Halle befindet sich zudem ein G├╝tergleis. Er wird im Betriebsstellenverzeichnis der Deutschen Bahn unter der Kurzbezeichnung BSPD gef├╝hrt.

Unter laufendem Bahnbetrieb entstand der Bahnhof zwischen 1996 und 1998 nach Pl├Ąnen des bei Verkehrsbauten renommierten Architekturb├╝ros Gerkan, Marg und Partner (gmp). Sein Entwurf kn├╝pft mit den markanten Tonnend├Ąchern aus Glas, die mit einer L├Ąnge von 432 Metern die Bahnsteige vollst├Ąndig sch├╝tzen, an die klassische Eisenbahnarchitektur an ohne moderne Konstruktionsmethoden zu vernachl├Ąssigen. Ein einfacher Bahnsteigtunnel, parallel zum ebenfalls neuen Stra├čendurchbruch Am Bahnhof Spandau, schafft neben der Empfangshalle unter den Gleisen an der Klosterstra├če den Zugang zu den Bahnsteigen.

Die Empfangshalle ist mit 16 Metern Breite etwas zu klein geraten. R├╝cksicht auf die Verkaufsfl├Ąche der auf dem Gel├Ąnde des ehemaligen Spandauer G├╝terbahnhofes damals noch geplanten Spandau Arcaden f├╝hrten nur zu einer bescheidenen Ausstattung mit Gesch├Ąften. Zus├Ątzlich war die ganze Bahnhofsplanung durch die Magnetschwebebahn -Verbindung Hamburg-Berlin befangen, weil hierf├╝r eine noch heute sichtbare Trasse freigehalten werden musste. So kamen letztlich die beengten Aufg├Ąnge zwischen Empfangshalle und den schmalen Bahnsteigenden zustande, unter denen der Reisendenstrom leidet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Lehrter Bahnhof

Bereits ab 1871 gab es an dieser Stelle einen Bahnhof der neu er├Âffneten Lehrter Bahn, den man zur Unterscheidung vom Bahnhof der Hamburger Bahn in Spandau als Lehrter Bahnhof bezeichnete. Dieser Bahnhof wurde am 1. Oktober 1890 f├╝r den Personenverkehr wieder geschlossen - die Vorort- und Fernz├╝ge hielten in Spandau nur noch auf dem Hamburger Bahnhof, jetzt Spandau Personenbahnhof. Der Lehrter Bahnhof ├╝bernahm den G├╝terverkehr der Stadt Spandau und verblieb als Spandau G├╝terbahnhof.

Bahnhof Spandau West

Dieser Bahnhof wurde am 15. Juli 1910 zun├Ąchst als Spandau Vorortbahnhof neben dem G├╝terbahnhof er├Âffnet. Noch im gleichen Jahr erfolgte seine Umbenennung in Spandau West als etwa zeitgleich der Personenbahnhof Spandau (Hamburger Bahnhof) den Namen Spandau Hauptbahnhof erhielt.

Der neue Vorortbahnhof lag g├╝nstiger als der Hauptbahnhof, da n├Ąher an der Altstadt und dem damals im Bau befindlichen neuen Rathaus gelegen. Die Bahnsteige in Dammlage erhielten an ihren Enden unterhalb der Gleise die Empfangshallen, einmal gegen├╝ber der ÔÇ×Galenstra├čeÔÇť, ferner in H├Âhe der Einm├╝ndung der ÔÇ×Staakener Stra├čeÔÇť in die ÔÇ×Seegefelder Stra├čeÔÇť, wo auch ein ├ťbergangstunnel zum Kleinbahnhof der Osthavell├Ąndischen Eisenbahn bestand.

Als dreigleisige Anlage mit zwei Bahnsteigen , in der das mittlere Gleis zu beiden Seiten an den Mittelbahnsteigen lag, nahm der Bahnhof die hier endende Spandauer Vorortbahn aus Richtung der Berliner Stadtbahn auf. Die Personengleise der Hamburg-Lehrter Bahn aus Richtung Berlin Lehrter Bahnhof f├╝hrten den Fernverkehr an der Nord- und S├╝dseite an den Bahnsteigen vorbei.

├ťber Weichenverbindungen von und zu den Personenzuggleisen benutzten auch die Vorortz├╝ge vom Lehrter Bahnhof sowie weiter nach Nauen bzw. Wustermark die Spandauer Vorortgleise. Westlich vom Bahnhof schloss sich die Trennung der Personengleise f├╝r den gemeinsamen Vorort- und Fernverkehr in Hamburger und Lehrter Bahn an. Die Vorortgleise selbst endeten in einer viergleisigen Abstellanlage f├╝r in Spandau kehrende Z├╝ge.

Den gesch├Ąftigen Verkehr auf dem Bahnhof der Pendler zwischen Berlin, Spandau, und den osthavell├Ąndischen Orten kann man sich im Vergleich zu dem heute bescheidenen Regionalverkehr kaum noch vorstellen. Auch als die Spandauer Vorortbahn Stromschienen bei der Elektrifizierung der Berliner Stadt-, Ring- und Vorortbahnen (ab 1930 kurz als S-Bahn bezeichnet) erhielt, blieb der gemeinsame Betrieb mit den Dampfvorortz├╝gen vom Lehrter Bahnhof bestehen.

In den 1930er Jahren erreichten die Dampfvorortz├╝ge vom Lehrter Bahnhof den Bahnhof Spandau West, wie die hier endenden elektrischen Bahnen von der Stadtbahn , im 10-Minuten-Abstand und fuhren dann abwechselnd nach Nauen und Wustermark im 20-Minuten-Takt weiter. Zeitzeugen berichten begeistert von dem regen Umsteigeverkehr zwischen S-Bahn und den Vorortbahnen, weil er damals schnell und bequem am gleichen Bahnsteig m├Âglich war.

Im heutigen Bahnhof Berlin-Spandau ist der umst├Ąndliche Bahnsteigwechsel zwischen S-Bahn und Regionalverkehr ein Hindernis, was neben dem wieder steigenden Pendlerverkehr und der unzureichenden Stadtranderschlie├čung abermals auf Verl├Ąngerung der S-Bahn ├╝ber Spandau hinaus dr├Ąngen l├Ąsst.

Erstmals am 23. August 1928 hie├č es "Spandau West, zur├╝ckbleiben!" f├╝r die S-Bahn nach Spandau. Wenn auch ├╝ber den Lehrter Bahnhof f├╝hrend, nutzten die Elektrischen nicht den selben Weg wie die Fernz├╝ge, sondern fuhren ├╝ber die Stadtbahn und Spandauer Vorortbahn gen Westen. Spandau West sollte dabei eigentlich nur einige Jahre Endstation bleiben, eine Erweiterung nach Wustermark oder Falkensee bzw. Nauen war stets geplant.

Die in den 1930er und 1940er Jahren vorgesehenen Erweiterungsma├čnahmen konnten nur geringf├╝gig umgesetzt werden. Ab 1951 fuhren die ersten S-Bahn-Z├╝ge ├╝ber Spandau West hinaus nach Falkensee beziehungsweise entlang der Lehrter Bahn nach Staaken. In der Gegenrichtung konnte man jetzt mit der S-Bahn auch nach Jungfernheide und zur Ringbahn gelangen. Als der Lehrter Bahnhof in Berlin 1952 geschlossen wurde, zog die DDR-Reichsbahn die Dampfvorortz├╝ge im Umland endg├╝ltig an die S-Bahn-Endpunkte zur├╝ck, in Spandau West hielten nur noch S-Bahnen.

Der Mauerbau am 13. August 1961 betraf den Bahnhof indirekt. Die S-Bahn-Z├╝ge nach Falkensee endeten bereits in Spandau West. Der S-Bahn-Verkehr nach Staaken war einige Monate unterbrochen. Vielmehr betroffen war die Strecke und somit auch der Bahnhof vom Berliner S-Bahnboykott . Nicht mehr ben├Âtigte Anlagen waren dem Zahn der Zeit ausgesetzt, Sanierungsma├čnahmen wurden seltener, der Verkehr auf den Strecken wurde zunehmend ausged├╝nnt. Ihren Tiefpunkt erreichte die S-Bahn mit dem Reichsbahnerstreik ab 17. September 1980 . Die DDR-Reichsbahn ging auf die Forderungen der Eisenbahner nicht ein und legte fast den gesamten S-Bahnverkehr im Westteil der Stadt nieder. F├╝r die Spandauer Strecken und damit den Bahnhof Spandau West bedeutete der 25. September 1980 das Ende. An der verwaisten Station fuhren nur noch G├╝terz├╝ge und Reisez├╝ge von und nach Hamburg auf den Ferngleisen vorbei.

Bahnhof Berlin-Spandau

Die ├ťbernahme der S-Bahn durch die BVG am 9. Januar 1984 sollte eine Wiederinbetriebnahme der Strecke ├╝ber einen neuen S-Bahnhof Rathaus Spandau (statt Spandau West) bis nach Staaken mit sich bringen. Diese r├╝ckte jedoch erst einmal in weite Ferne, als am 1. Oktober 1984 die U-Bahnlinie 7 nach Rathaus Spandau, mittelbar am Bahnhof Spandau West gelegen, in Betrieb ging.

Im gleichen Jahrzehnt entstanden erste Pl├Ąne f├╝r die ICE-Verbindung Hannover-Berlin, zun├Ąchst als Transitstrecke gedacht, f├╝r die Verhandlungen mit der DDR im Herbst 1988 begannen. Der Mauerfall und schlie├člich der Wegfall des Verhandlungspartners, mit dem noch im Juni 1990 eine Vereinbarung ├╝ber die Trasse erzielt werden konnte, gab der Planung Schwung.

Die bereits beim Umbau der Spandauer Bahnanlagen um 1910 erwogene Verlegung des Fernbahnhofes von jenseits der Havel (alter Spandauer Hauptbahnhof) unmittelbar zur Altstadt und zum Rathaus sollte jetzt ÔÇô wo ohnehin der Ersatz der verschlissenen Anlagen erforderlich war - verwirklicht werden. Zudem sah das Betriebskonzept f├╝r die S-Bahn die Wiederaufnahme des Verkehrs ├╝ber die Spandauer Vorortbahn mit Option der Verl├Ąngerung in das Umland vor.

Aus dem st├Ądtebaulichen Wettbewerb f├╝r den neuen Fern- und S-Bahnhof ging 1993 der Entwurf des spanischen Architekten Santiago Calatrava als Gewinner hervor. Calatrava sah den ├ťberbau der Bahnsteige durch B├╝rogeb├Ąde ÔÇô ├Ąhnlich wie sp├Ąter am neuen Berliner Hauptbahnhof - vor, was aber zu Schwierigkeiten bei der Finanzierung und langen Diskussionen seines Planes f├╝hrte. Schlie├člich w├Ąhlte man den drittplatzierten Bahnhof des deutschen Architekten Meinhard von Gerkan , der nach einer ├ťberarbeitung des urspr├╝nglich nach beiden Seiten offenen Dachentwurfes zwischen 1996 und 1998 entstand. Einwendungen der Fahrgastverb├Ąnde gegen die Planfeststellung erreichten eine bessere Gestaltung der Zugangsanlagen zum S-Bahnsteig.

Am 19. Mai 1997 wurde ein erster Bahnsteig des neuen Bahnhofs Berlin-Spandau dem Verkehr ├╝bergeben, zun├Ąchst hielten nur Fern- und Regionalz├╝ge . Die S-Bahn erreichte am 30. Dezember 1998 die dann fertig gestellte Bahnhofshalle.

Anbindung

Der Bahnhof wird durch mehrere ICE - und IC -Linien der Deutschen Bahn, sowie den Linien S75 und S9 der Berliner S-Bahn bedient. Ferner halten am nahegelegenen U-Bahnhof Rathaus Spandau die U7 als auch zahlreiche Buslinien (darunter M32 und M37) der BVG bzw. regionaler Busunternehmen aus dem Umland.

Siehe auch


Koordinaten: 52┬░ 32' 5" N, 13┬░ 11' 45" O

Wikipedia

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