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Letzte Änderung für Artikel Allgemeine Deutsche Eisenbahn-Betriebs-GmbH: 20.11.2005 15:58

Allgemeine Deutsche Eisenbahn-Betriebs-GmbH

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Die Allgemeine Deutsche Eisenbahn-Betriebs-GmbH (ADEG) wurde 1915 als Tochter der Allgemeinen Deutschen Kleinbahn-Gesellschaft AG (ADKA) gegr├╝ndet. Die Geschichte beider Unternehmungen ist eng miteinander verbunden und wird daher gemeinsam dargestellt.

Allgemeine Deutsche Kleinbahn-Gesellschaft AG (ADKA)

Die Allgemeine Deutsche Kleinbahn-Gesellschaft (ADKA) wurde nach dem Inkrafttreten des Preu├čischen Kleinbahngesetzes vom 28. Juli 1892 - wenig sp├Ąter als die Firma LENZ & Co. GmbH, jedoch v├Âllig unabh├Ąngig von ihr - am 4. Januar 1893 mit einem Kapital von 5 Millionen Mark in Berlin gegr├╝ndet. Sie bet├Ątigte sich anfangs nur als Finanzier und Betriebsf├╝hrer von Eisenbahnen, baute aber selbst keine eigenen Bahnen. Vor allem dieser Umstand soll dazu gef├╝hrt haben, dass der Gesellschaft zun├Ąchst ein finanzieller Erfolg versagt blieb.

Ende der neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts betrieb die ADKA Kleinbahnstrecken mit einer L├Ąnge von 340 km, die ├╝berwiegend in der Spurweite von 750 mm und 1000 mm angelegt waren. In dieser Zeit begann die ADKA, selbst Bahnen zu bauen, insbesondere drei Netze von Schmalspurbahnen:

  • Im Jahre 1898 konnten die ersten Abschnitte des schlie├člich 336 km Strecken umfassenden Netzes der Westpreu├čischen Kleinbahnen AG im Weichseldelta er├Âffnet werden.
  • Diesem Projekt folgte 1900 die Nassauische Kleinbahn AG mit fast 75 km Streckenl├Ąnge im westlichen Taunus.
  • Im selben Jahr nahm auch die Elektrische Kleinbahn im Mansfelder Bergrevier AG mit 32 km L├Ąnge ihren Betrieb auf.

Bis in die Zeit des Ersten Weltkrieges vermehrte sich die Streckenl├Ąnge der zur ADKA geh├Ârenden Bahnen. Am Ende des Jahres 1915 betrieb sie f├╝nf eigene Bahnen (75 km) und zwei fremde Bahnen (91 km). Ferner lie├č sie zwei weitere (49 km) durch die Firma Vering & Waechter betreiben. Die ADKA war dar├╝ber hinaus an acht Bahnen in Deutschland (404 km) beteiligt und ÔÇô in den meisten F├Ąllen ÔÇô auch Betriebsf├╝hrer. Damit waren Strecken von rund 620 Kilometer L├Ąnge im Einflussbereich der ADKA.

Dabei ist die Beteiligung an f├╝nf Bahnen in Ungarn, die allerdings als Folge des Ersten Weltkrieges verloren gingen, nicht ber├╝cksichtigt.

Allgemeine Deutsche Eisenbahn-Betriebs-GmbH (ADEG) und Allgemeine Deutsche Eisenbahn-AG (ADEA)

Die wachsende Zahl dieser Bahnen machte die Errichtung einer besonderen Betriebsf├╝hrungsgesellschaft erforderlich. Zu diesem Zweck gr├╝ndete die ADKA am 1. Oktober 1915 die Allgemeine Deutsche Eisenbahn-Betriebs-GmbH (ADEG) . Diese ├╝bernahm nun ab 1916/17 die Betriebsf├╝hrung der Mehrzahl der ADKA-Bahnen.

Zum 28. Juni 1923 ├Ąnderte die ADKA ihren Namen in Allgemeine Deutsche Eisenbahn-AG (ADEA). Nach Erh├Âhungen in den Jahren 1918 und 1923 betrug das Aktienkapital nunmehr 30 Millionen Mark.

Die Zahl der Bahnen hielt sich in jener Zeit etwa auf dem bisherigen Stand. Abg├Ąngen standen jeweils wieder Erwerbungen gegen├╝ber. So wurde die Beteiligung an der Elektrischen Kleinbahn im Mansfelder Bergrevier 1919 und die Betriebsf├╝hrung der Crefelder Eisenbahn 1921 aufgegeben, daf├╝r aber 1922 die Aktienmehrheit an der Teltower Eisenbahn-AG und 1924 an der Rinteln-Stadthagener Eisenbahngesellschaft erworben..

Die ADEA galt als eine gesunde, erfolgreiche Gesellschaft, deren Bahnen allgemein als besser und aussichtsreicher beurteilt wurden als die der AG f├╝r Verkehrswesen (AGV). ADEA und ihre Tochter ADEG betrieben zwar weniger Bahnen als LENZ & Co oder die Ostdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft (ODEG), die ADEA war aber meist mit gr├Â├čeren Anteilen daran beteiligt; oft war sie sogar Alleineigent├╝mer.

Als besonders ertragreich galten die

  • Teutoburger Wald-Eisenbahn AG
  • Rinteln-Stadthagener Eisenbahn AG und
  • Aschersleben-Schneidlingen-Nienhagener Kleinbahn AG.

Die besten Bahnen waren die Farge-Vegesacker Eisenbahn AG und die Riesengebirgsbahn GmbH, die seit 1934 elektrisch betrieben wurde.

So bem├╝hte sich die AGV um den Erwerb der ADEA samt ihrer Tochtergesellschaft ADEG. Im Jahre 1927 konnten die Verhandlungen erfolgreich beendet werden. Die ├ťbernahme durch die AGV fand mit Wirkung vom 1. Januar 1926 statt.

Im Zuge der Neuordnung des AGV-Konzerns wurden die Kleinbahnen, die Eigentum der ADEA gewesen waren, auf die Vereinigten Kleinbahnen AG (VKA) ├╝bertragen, w├Ąhrend die Betriebsf├╝hrung bei der ADEG blieb. Der Betriebsf├╝hrungsteil der ADEA wurde in die ADEG eingegliedert, die 1928 insgesamt 17 Bahnen mit 940 km Streckenl├Ąnge betrieb. Dieser Status blieb ÔÇô trotz des Wechsels einzelner Bahnen - weitgehend bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges bestehen. Nach dem Handbuch der ├Âffentlichen Verkehrsbetriebe von 1940 betrieb die ADEG damals folgende Bahnen mit einer Netzl├Ąnge von 974 Kilometern:

  • Aschersleben-Schneidlingen-Nienhagener Eisenbahn AG - 46,2 km - 01. April 1897
  • Biebertalbahn Gie├čen-Bieber (VKA) - 8,7 km - 18. August 1898
  • Braunschweig-Sch├Âninger Eisenbahn AG - 73,6 km - 15. Februar 1902
  • Breslau-Trebnitz-Prausnitzer Kleinbahn AG - 37,3 km - 01. Juli 1898
  • Dessau-Radegast-K├Âthener Bahn (VKA) - 31,7 km - 28. November 1896
  • Farge-Vegesacker Eisenbahn-Gesellschaft - 10,4 km - 31. Dezember 1888
  • Hildesheim-Peiner Kreiseisenbahn AG - 31,4 km - 30. November 1896
  • Kleinbahn Gro├č Peterwitz-Katscher (VKA) - 8,5 km - 28. April 1896
  • Nassauische Kleinbahn AG - 48,7 km - 18. September 1900
  • Niederlausitzer Eisenbahn-Gesellschaft - 113,3 km - 20. Dezember 1897
  • Oschersleben-Sch├Âninger Eisenbahn-Gesellschaft - 27,6 km - 20. Dezember 1898
  • Riesengebirgsbahn GmbH (Elektr. Betrieb) - 6,9 km - 06. Juni 1895
  • Rinteln-Stadthagener Eisenbahngeselslchaft - 20,4 km - 03. M├Ąrz 1900
  • Teltower Eisenbahn AG - 7,9 km - 21. Juli 1909
  • Teutoburger Wald-Eisenbahn-Gesellschaft - 100,2 km - 01. November 1900
  • Trachenberg-Militscher Kreisbahn AG - 65,4 km - 08. Dezember 1894
  • Westpreu├čische Kleinbahnen AG - 335,8 km - 16. November 1898

Die ADEG stand damit unter den sieben Betriebsf├╝hrungsgesellschaften der AGV hinsichtlich der Streckenl├Ąnge an zweiter Stelle. Weil aber mehr als die H├Ąlfte der betriebenen Bahnen nach Kriegsende im Jahre 1945 in der Sowjetischen Besatzungszone und in den Gebieten ├Âstlich der Oder-Nei├če-Linie lag, verlor die ADEG einen wesentlichen Teil ihres bisherigen Aufgabengebiets. Die Betriebsf├╝hrung der in Westdeutschland verbliebenen Bahnen wurde an die Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft (DEAG) und die Vereinigten Kleinbahnen (VKA) ├╝bertragen. Die ADEG ├╝bte danach keine T├Ątigkeit mehr aus. Sie wurde mit Wirkung vom 31. Dezember 1970 auf die AG f├╝r Industrie und Verkehrswesen umgewandelt.

Wikipedia

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