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Letzte Änderung für Artikel Berliner Urstromtal: 15.02.2006 16:46

Berliner Urstromtal

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Das Berliner Urstromtal entstand als Teil des Warschau-Berliner-Urstromtals am Ende der letzten Eiszeit, der Weichsel-Eiszeit , vor rund 18.000 Jahren als Entw├Ąsserungsbahn der Frankfurter Staffel . Zusammen mit dem weiter s├╝dlich gelegenen Baruther Urstromtal bildete es sich im Brandenburger Stadium der Weichsel-Eiszeit heraus. W├Ąhrend das Baruther Urstromtal die Brandenburger Eisrandlage entw├Ąsserte, geht das Berliner Tal auf die n├Ârdlich gelegene Frankfurter Staffel (in Polen als Poznaner Staffel bezeichnet) zur├╝ck. Es diente aber auch noch beim weiteren R├╝ckschmelzen des Inlandeises als Entw├Ąsserungsbahn in Richtung Nordseebecken.

Verlauf und Begrenzung

Der Verlauf des Berliner Urstromtales in Brandenburg und Berlin
Der Verlauf des Berliner Urstromtales in Brandenburg und Berlin

Der Verlauf des Urstromtales l├Ąsst sich etwa durch die Linie Eisenh├╝ttenstadt, M├╝llrose, F├╝rstenwalde/Spree , Berlin (Zentrum), Falkensee, n├Ârdlich von Nauen, Friesack beschreiben. Westlich des St├Ądchens Friesack vereinigt sich das Berliner Urstromtal mit dem Eberswalder Urstromtal um noch weiter westlich, bei Havelberg in das Elbe-Urstromtal einzum├╝nden.

Nach Norden ist das Tal von den Grund- und Endmor├Ąnenplateaus Land Lebus, Barnim und L├Ąndchen Glien begrenzt, die wiederum weiter n├Ârdlich zum Eberswalder Urstromtal abfallen. S├╝dliche Talbegrenzungen bilden die Beeskower Platte sowie die flachwelligen Plateaus Teltow und Nauener Platte, die allesamt aus eiszeitlichen Ablagerungen ( Geschiebemergel und Sand ) bestehen. Innerhalb des Urstromtales ragen einige kleinere Plateaus inselartig aus diesem hervor. Bekanntestes Beispiel sind die M├╝ggelberge in S├╝dosten Berlins. An mehreren Stellen, zum Beispiel zwischen Beeskower Platte und Teltow sowie zwischen Barnim und Glien m├╝nden kleinere Urstromtalungen in das Berliner Urstromtal ein. Dort ist die Grenze des Urstromtales unscharf.

Geologischer Aufbau und aktuelles Erscheinungsbild

Das Urstromtal selbst wird aus m├Ąchtigen Sanden aufgebaut, die mehr als 20 Meter M├Ąchtigkeit erreichen k├Ânnen. Sie sind wertvolle Grundwasserspeicher und erm├Âglichen zum Beispiel die Selbstversorgung Berlins mit Trinkwasser . Die Oberfl├Ąche des Tales ist im Idealfall tischeben. Da aber das Eis w├Ąhrend der Weichsel-Eiszeit deutlich weiter nach S├╝den vorstie├č, bildeten sich durch die Schmelzwassert├Ątigkeit im Berliner Urstromtal zahlreiche Toteisk├Ârper , die nachfolgend austauten und heute Seen bzw. Moore bilden. Bekannt sind der M├╝ggelsee und der Tegeler See. Andererseits wurden zum Ende der Weichsel-Eiszeit im Urstromtal ausgedehnte D├╝nen aufgeweht, die bis zu 30 Meter H├Âhe erreichen (P├╝ttberge). Auch die ├ťberformung durch die Spree war in einigen Teilen des Urstromtales, vor allem um F├╝rstenwalde, betr├Ąchtlich.

Das heutige Landschaftsbild des Berliner Urstromtales ist zweigeteilt: W├Ąhrend ├Âstlich Berlins bis zur Oder aufgrund des niedrigen Grundwasserstandes Kiefernforsten vorherrschen (Ausnahme: Spreeniederung), dominieren westlich Berlins feuchte Niederungen und Moorgebiete das Erscheinungsbild.

In dem Urstromtal, das die gewaltigen Schmelzwasserstr├Âme ausbildeten, flie├čen heute die vergleichsweise kleinen Fl├╝sse Spree, Dahme und weiter westlich die Havel. Da die Havel in ihrem Verlauf aber einer Glazialen Rinne folgt, quert sie lediglich das Ustromtal, ohne es ├╝ber eine l├Ąngere Strecke zu benutzen.

Besonderheiten

Da Urstromt├Ąler generell (ob Sand oder Moor) mittelalterliche Verkehrshindernisse darstellten, b├╝ndelten sich die Handelswege bevorzugt an Engstellen, wo das Urstromtal vergleichsweise bequem zu durchqueren war. An einer der markantesten Engstellen des Berliner Urstromtales gr├╝ndeten H├Ąndler die Stadt Berlin. Aber auch M├╝llrose und F├╝rstenwalde wurden an Engstellen gegr├╝ndet.

Wikipedia

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