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Letzte Änderung für Artikel Studentendorf Schlachtensee: 09.02.2006 16:40

Studentendorf Schlachtensee

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Das Studentendorf Schlachtensee liegt im Südwesten Berlins, im Ortsteil Schlachtensee des Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Es entstand 1959 bis 1964 als Teil der Freien Universität Berlin. Das Projekt wurde durch eine Schenkung der Regierung der USA finanziert.

Die Berliner Architekten Hermann Fehling , Daniel Gogel und Peter Pfankuch ordneten die studentischen Schlafplätze um einen Campus zu einer Komposition, die in Berlin einmalig ist. Die 27 Wohnhäuser gruppieren sich um einen zentralen Platz, den „Dorfkern“. Sie sind terrassenförmig in einer GrĂĽnanlage angeordnet, die Hermann Mattern gestaltete. Die Anlage ist sehr auf Gemeinschaft angelegt. Während die Zimmer eher klein sind, laden helle Hallen und Treppenhäuser und die KĂĽchen der Wohngebäude zur Begegnung ein. Mit Erweiterungsbauten von 1977 bietet das Dorf Platz fĂĽr mehr als 1.000 Studenten.

Obwohl es seit 1990 unter Denkmalschutz steht, sollte das Studentendorf im Jahr 2001 bis auf fünf Gebäude abgerissen werden, womit Berlin um ein wichtiges Bauzeugnis der sechziger Jahre ärmer geworden wäre. Mit dem im März 2003 gefassten Beschluss des Berliner Senates , das Studentendorf an die Genossenschaft Studentendorf Berlin-Schlachtensee e.G. zu verkaufen, bleibt das Baudenkmal bis auf weiteres vom Abriss verschont.

Chronik des Kampfes gegen den AbriĂź:

2005:

Die Renovierungsarbeiten gehen zügig voran, drei Häuser werden an Künstlervereine zwischenvermietet und zum Herbst hin sind wieder 700 Wohnplätze verfügbar.

2004:

Im FrĂĽhjahr legt Bausenator Strieder alle seine Ă„mter nieder und wird durch seine Nachfolgerin, Senatorin Junge-Reyer ersetzt.

Die Renovierungsarbeiten der Studentischen Selbstverwaltung haben unter großem Einsatz vieler helfender Hände nun schon wieder fast 300 Wohnplätze geschaffen und die Belegungsquote ist durchweg gut.

Die Stimmung im Berliner Abgeordnetenhaus bessert sich zusehens und am 16.6. stimmen die Berliner Abgeordneten dem Verkauf zu.

Das Vermietungsgeschäft geht von der Studentischen Selbstverwaltung an die Genossenschaft über.

2003:

Das Studentendorf mit seinen 1060 Wohnplätzen wird nun nur noch von 26 Bewohnern bewohnt, die allen Entmietungsversuchen und Räumungsklagen trotzen. Aus ihren eigenen Reihen und durch ehemalige Bewohner unterstützt werden z.B. Wachschutzteams gebildet, die Vandalismus und Diebstähle im Studentendorf verhinden.

Von ursprünglich 26 Häusern sind nur noch 6 weitesgehend betriebsfähig und von Stillegungsschäden nicht betroffen

Die Verhandlungen mit Bausenator Strieder gestalten sich unerwartet schwierig, da dieser offensichtlich in Ignoranz der gewonnenen Ausschreibung weiterhin den Verkauf an einen Investor favorisiert.

Auf einen Antrag hin aus dem Wissenschaft- und Kulturressorts an den Senat wird beschlossen das Studentendorf nun final an die zwischenzeitlich gegrĂĽndete Genossenschaft Studentendorf Berlin-Schlachtensee zu verkaufen.

Dem Verkauf vorgreifend, beginnt die Studentische Selbstverwaltung mit den aufwendigen Renovierungsarbeiten in den durch unsachgemäße Stillegung erheblich geschädigten Häusern um dringend benötigten studentischen Wohnraum zu schaffen und weiteren Verfall zu stoppen.

Noch im Sommer 2003 ziehen die ersten Mieter trotz ungeklärter Eigentumslage wieder ein; die Freie Universität mietet sogar Plätze für ausländische Kurzzeitstudenten an.

Im Winter wird dann doch trotz einiger Unterminierungsversuche von Bausenator Strieder der Kaufvertrag fĂĽr das Studentendorf unterschrieben - es steht nur noch die Ratifizierung durch das Berliner Abgeordnetenhaus aus.

2002:

Die systematische Entmietung des Dorfes hat die Zahl der Bewohner von über 900 auf nur noch 60 reduziert - unsachgemäße Stillegung von leeren Häusern bewirkt eine tiefgreifende Zerstörung ihrer technischen Infrastruktur.

Die Neubildung des Senates aus SPD und PDS bewirkt eine rasche Beendigung des Bieterverfahrens um das Studentendorf. Der Gewinner, das Berliner ImmobilienbĂĽro ID&A kann dann aber doch nicht die Finanzierung fĂĽr den Kauf auf eine solide Grundlage stellen.

Eine neue Ausschreibung findet statt - die erwirkte Öffentlichkeit um das Konzept der Studentischen Selbsverwaltung zur Erhaltung des Studentendorfes und das allgemeine Unverständnis seiner Ablehnung führen zu seiner Akzeptierung durch den Senat.

Im Mai wird das Bieterverfahren abgeschlossen, das Konzept der Studentischen Selbstverwaltung geht als Gewinner hervor. Nun sollen Vertragsverhandlungen folgen.

2001:

Die Entmietung des Studentendorfes beginnt, Mietverträge werden nicht mehr verlängert und Auszugsunwillige mit Räumungsklagen bedroht.

Die Studentische Selbstverwaltung des Studentendorfes reicht ein Konzept zum Erhalt des Dorfes auf Basis eines Genossenschaftsmodelles ein. Das Konzept wird als nicht tragfähig abgelehnt und nimmt nicht an der Auschreibung teil.

In den Wirren um das Scheitern der Koalition in Berlin, den anschlieĂźenden Neuwahlen und dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen von GrĂĽnen, SPD, FDP kommen alle weiteren Entscheidungen zum wiederholten Male zum Erliegen.

Im Herbst findet eine viel beachtete Pressekonferenz im Studentendorf statt, bei der das Konzept zur Erhaltung des selbigen der Ă–ffentlichkeit vorgestellt wird.

2000:

Im Frühjahr werden die delikaten Pläne zum Verkauf des Studentendorfes der Öffentlichkeit bekannt und generieren ein für die Projektpartner unangenehmes Maß an Publicity. "Unter-der-Hand"-Geschäfte sind nun nicht mehr möglich, eine öffentlich Ausschreibung wird nun folgen müssen.

Das Warten auf Bewegung in dieser Sache dauert bis zum Jahresende, da der neuen Kultur- und Wissenschaftssenatorin Thoben nur eine marginale Amtszeit von nicht ganz vier Monaten vergönnt ist und für ihren Nachfolger Senator Stölzl der Verkauf des Studentendorfes offenbar keine Priorität genießt.

1999:

Nachdem es im Wissenschafts- und Kulturrressort einen Wechsel gegeben hat, wird der ursprĂĽngliche Plan eines Verkaufes von der neuen Senatorin Thoben wieder intensiviert verfolgt.

1998:

Der Berliner Kultur-Senator Radunski bietet das Studentendorf einem Konsortium aus Deutscher Bank, VEBA und der Berliner Immobilienfirma Realprojekt als Immobilie unter Wert an.

Weblink


Koordinaten: 52° 25′ 46" n. Br., 13° 13′ 2" ö. L.

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