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Letzte Änderung für Artikel Strandbad Wannsee: 04.02.2006 19:05

Strandbad Wannsee

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Strandbad Wannsee
Strandbad Wannsee

Das Strandbad Wannsee befindet sich am Ostufer des Großen Wannsees, eines Havel-Ausläufers in Berlin.

Das Strandbad liegt s√ľdlich der Halbinsel Schwanenwerder (Anschrift: Wannseebadweg 25) und wird als st√§dtisches Freibad von den Berliner B√§derbetrieben verwaltet. Es wurde 1907 als so genanntes Familienbad er√∂ffnet und verf√ľgt √ľber 1.275 m k√ľnstlichen Sandstrand. Auf einer Gesamtfl√§che von 355.000 m¬≤ (davon 130.000 m¬≤ Wasserfl√§che) hat es eine Kapazit√§t f√ľr 12.000 Badeg√§ste (in Spitzenzeiten maximal 30.000) ‚Äď etwa 10-15 % davon im FKK -Bereich. Es ist somit wahrscheinlich das gr√∂√üte Binnenseebad Europas .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das heutige Strandbad Wannsee basiert auf den Planungen des Architekten Martin Wagner , der 1915 ein erstes Bebauungskonzept f√ľr die bis dahin unerschlossene Badestelle am Ufer des Gro√üen Wannsees erarbeitete und 1927 schlie√ülich ein modernes ‚ÄěWeltstadtbad‚ÄĚ im Sinne des Neuen Bauens konzipierte. Der denkmalgesch√ľtzte , heute stark bauf√§llige, Geb√§udekomplex mit einer L√§nge von 540 Metern wurde 1929 ‚Äď 1930 nach Entw√ľrfen des Architekten Richard Ermisch und des ihm unterstellten Oberbaurates Haenisch errichtet. Infolge der Weltwirtschaftskrise wurde die Anlage allerdings nur zur einen H√§lfte (Nordachse) einschlie√ülich des als Mittelpunkt gedachten Strandrestaurants realisiert. Ein sp√§terer Weiterbau scheiterte daran, dass den ab 1933 herrschenden Nationalsozialisten das Strandbad Wannsee wegen seines als entartet geltenden Baustils und der als zu weltoffen angesehenen Badeg√§ste aus der Reichshauptstadt missliebig war. Ab 1938 wurde Juden der Besuch √∂ffentlicher Badeanstalten generell verboten; ab 1942 wurde das bis dahin strafbare Nacktbaden erstmals offiziell erlaubt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Badebetrieb in dem unzerst√∂rt gebliebenen Strandbad Wannsee fortgesetzt.

Gebäude

Die durch ein unteres und oberes Promenadendeck miteinander verbundenen doppelgeschossigen Hallen enthalten Verkaufsst√§nde, sanit√§re Anlagen, Duschen, Lager- und Versorgungseinrichtungen. Die bereits in den 1980er Jahren begonnene Sanierung der gesamten Geb√§ude wurde aus Denkmalschutz - (falsche Abmessungen der beschafften gelben Klinker) und letztlich Kostengr√ľnden der hoch defizit√§ren Berliner B√§derbetriebe nicht vollendet. Daher sind die Sonnenterrassen auf den vier Hallen zum Teil geschlossen. Inzwischen wird ein von der Stiftung Denkmalschutz getragenes Sanierungskonzept verfolgt, durch das die Anlagen bis zum 100. Geburtstag des Strandbads ( 2007 ) wiederhergestellt werden sollen. Die Kosten werden auf 12 Millionen Euro gesch√§tzt.

Strand

Der aus echtem Ostseesand bestehende, √ľber einen Kilometer lange Sandstrand erstreckt sich auf einer Breite von etwa 50 Metern. An drei Punkten sind zudem Stege in das Wasser gebaut. Der Wasserzugang ist kinderfreundlich sehr flach gestaltet.

Ausstattung

Es stehen 260 mietbare Strandk√∂rbe (davon 60 im FKK-Bereich) und √ľber 1.000 mietbare Liegest√ľhle zur Verf√ľgung, ein Sprungturm und eine Wasserrutsche. Der Strand- und Wasserbereich (bis zu den Begrenzungsbojen wird von Bademeistern bzw. Rettungsschwimmern des Deutschen Roten Kreuzes und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft √ľberwacht. Trotz starken Algenwachstums ist die Wasserqualit√§t in der Regel hervorragend.

Aufteilung

Vom Eingang kommend f√ľhren park√§hnliche Wege zu mehreren gro√üen Abgangstreppen, auf denen die einzelnen Geschosse der Geb√§ude mit ihren jeweiligen Einrichtungen (Umkleiden, Sanit√§ranlagen etc.) sowie letztlich der Zugang zum Strand erreicht werden. Zur linken und rechten Seite erstreckt sich zu insgesamt etwa zwei Dritteln der Familienstrand, im letzten Drittel ganz im Norden schlie√üen sich der mit einem Sichtschutz abgegrenzte FKK -Bereich und an dessen Ende ein K√∂rperbehinderten vorbehaltenes Versehrtenbad an. Der letzte Abschnitt des FKK-Strandes, wo die Bebauung endet und auch keine Strandk√∂rbe mehr aufgestellt sind, wird √ľberwiegend von homophilen ( bisexuell oder homosexuell orientierten) M√§nnern aufgesucht - trotz FKK -Strandbereich h√§ufig mit Badebekleidung ( Cruisingbereich ).

Kulturelles

Mit einem Lied √ľber das Strandbad Wannsee unter dem Titel Pack die Badehose ein wurde Cornelia Froboess 1951 zum Kinderstar . Das Lied hatte ihr Vater Gerhard Froboess urspr√ľnglich f√ľr die Sch√∂neberger S√§ngerknaben komponiert (Text: Hans Bradtke ). Es wurde dort aber zun√§chst abgelehnt. Das Lied war ‚Äď wie das Strandbad ‚Äď so popul√§r, dass in der DDR mehrere Satireversionen in Umlauf gebracht wurden ( Agitprop ); in der bekanntesten hei√üt es: ‚Äě...der Ami schie√üt am Wannsee.‚ÄĚ


Siehe auch: Stadtbad Neukölln

Weblinks


Koordinaten: 52¬į 26‚Ä≤ 19" n. Br., 13¬į 10‚Ä≤ 44" √∂. L.

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Strandbad Wannsee aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Strandbad Wannsee verfügbar.

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