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Letzte Änderung für Artikel Glattbach (Bayern): 24.01.2006 13:54

Glattbach (Bayern)

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Wappen Karte
Wappen von Glattbach Deutschlandkarte, Position von Glattbach hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Unterfranken
Kreis : Aschaffenburg
Geografische Lage :
Koordinaten: 50° 0' 20" N, 9° 8' 50" O
50° 0' 20" N, 9° 8' 50" O
Höhe am Rathaus: 191 m ĂŒ. NN
Einwohner : 3.890 (31. Dezember 2003)
Bevölkerungsdichte : 1.099 Einwohner je kmÂČ
FlĂ€che : 3,54 kmÂČ
Postleitzahlen : 63864
Vorwahl : 06021
Kfz-Kennzeichen : AB
Adresse der
Rathausverwaltung
Schulstraße 17
63864 Glattbach
Website: www.glattbach.de
E-Mail-Adresse: poststelle
@glattbach.bayern.de
Politik
BĂŒrgermeister : Fridolin Fuchs ( CSU )

Glattbach ist eine Gemeinde im Landkreis Aschaffenburg und liegt in einem Tal nördlich von Aschaffenburg am westlichen Rand des Spessarts.

Inhaltsverzeichnis

Verkehr

  • Buslinie nach Aschaffenburg
  • Autobahn A 3, zwischen Frankfurt (ca. 45 km entfernt) und WĂŒrzburg (ca. 75 km entfernt).

Vereine

Bienenzuchtverein

CSU Ortsverband Glattbach

Flugmodelsportclub Glattbach

Freie WĂ€hler Glattbach

Freiwillige Feuerwehr Glattbach

FSV Glattbach

Gewerbeverein

Kath. Arbeitnehmerbewegung

Gesellschaftsverein Glattbach

GeflĂŒgelzuchtverein Glattbach

Gesangverein Germania

LÂŽAmitie e.V.

Musikverein Glattbach

Obst- und Gartenbauverein Glattbach

Pfarrgemeinderat

Rot-Kreuz-Gemeinschaft

SchĂŒtzengesellschaft

SPD-Ortsverband Glattbach

St. Johanniszweigverein

Turnverein 1895 e.V. Glattbach

Vogel- und Naturschutzverein Glattbach

Partnergemeinden

Bretteville sur Odon

Glattbach, Ortsteil von Lindenfels im Odenwald

Glattbach, Ortsteil von Dermbach in ThĂŒringen

Der Name

Glattbach bekam seinen Namen wohl von den goldglÀnzenden Glimmersteinen, die man an den Ufern und im Bett des Dorfbaches fand. (glad = glÀnzend, Gladebach glÀnzender Bach).

Die Geschichte

In einem lang gestreckten Tal, nach Norden und Osten durch bewaldete BergrĂŒcken geschĂŒtzt, vier Kilometer nördlich von Aschaffenburg, liegt Glattbach. Zur Zelt der BaumblĂŒte steht es an BlĂŒtenpracht den Orten der Bergstraße nicht nach, der Wald lĂ€dt mit gut markierten Wegen und zahlreichen Banken zum Wandern und zur Rast ein, und von den Höhen bietet sich ein reizvoller Blick auf Aschaffenburg und das Maintal. Auch der Geologe kann hier interessante Funde finden, besonders im kristallinen Urgestein. Im zwölften Jahrhundert reichte der Wald noch bis an die Tore der Stadt Aschaffenburg. In den BachtĂ€lern wohnten in bescheidenen Niederlassungen hörige Dienstleute des Mainzer Erzbischofs, die in der Forstwirtschaft beschĂ€ftigt waren und von der Jagd und geringem Ackerbau lebten. Aus solch einer Siedlung entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte das Dorf Glattbach, frĂŒher Gladebach, auch Gladbach genannt. Es bekam seinen Namen wohl von' den goldglĂ€nzenden Glimmersteinen, die man an den Ufern und im Bett des Dorfbaches fand. (glad = glĂ€nzend, Gladebach glĂ€nzender Bach). Die wirtschaftlichen VerhĂ€ltnisse waren sehr bescheiden, Frondienste, Zehntabgaben und drĂŒckende Schuldenlasten hemmten jede AufwĂ€rtsentwicklung, den einzigen Reichtum stellten die Weinberge dar, die an den sonnigen SĂŒd- und SĂŒdwesthĂ€ngen gelegen waren. Flurnamen wie ..Wingert unterm Dorf, Wingert oberm Dorf" oder ,,Am heißen Stein" erinnern noch heute an den Weinbau. Dass der ,,Glattbacher" kein schlechter Tropfen war, davon zeugte der Umstand, dass Graf Schönborn hier einen Weinberg besaß. Nach hĂ€ufigen Mißernten mussten die Reben gegen Ende des 18. Jahrhunderts ausgehauen werden, und ein intensiver Obstbau trat an Stelle des Weinbaus ("Glattbacher Kirschen"). Als Gewerbe war besonders die Leineweberei stark vertreten. 1832 sind noch 17 Leinweber in alten GemeindebĂŒchern vermerkt.

Die fortwĂ€hrende GĂŒterteilung nach dem Mainzer Erbrecht bewirkte, dass die zu bebauende FlĂ€che der einzelnen Bauern immer kleiner wurde. Teilten sich noch 1661 nur zehn Familien in die 310 Hektar große Gemarkung, so waren es in der Mitte des 18. Jahrhunderts schon 50 Nachbarn (so nannte man die OrtsansĂ€ssigen im Gegensatz zu den Beisassen, den Zugezogenen ohne Grundbesitz und Rechte, die Ihre Nahrung dem Boden abringen mussten.

Das einzige grĂ¶ĂŸere Anwesen war mit 97 Morgen des "herrschaftlichen Höfchen", das aus adeligem Besitz im Jahr 1334 durch Schenkung an das Stift St. Peter und Alexander ĂŒberging und von den Stiftsherren an verschiedene Landedelleuten verliehen wurde. SpĂ€ter kam das Hofgut an den Landesherrn, den KurfĂŒrsten von Mainz. und zuletzt (um 1837) durch Kauf in den Privatbesitz der ErbbestĂ€nderfamilie Heeg. Um das Jahr 1800 wurde die alte Hofreith abgerissen und auf der gegenĂŒberliegenden Straßenseite ein grĂ¶ĂŸeres Anwesen mit Öl und TabaksmĂŒhle und einem Kelterhaus errichtet - der heutige Helmshof.

Die Lage des Dorfes in einem abgeschlossenen Tal brachte es mit, dass es keinen Durchgangsverkehr gab. Trotzdem blieb Glattbach in den Not- und Kriegeszeiten, die das Untermaingebiet immer wieder heimsuchten keineswegs verschont. Daran mag wohl die NĂ€he der Stadt Aschaffenburg schuld gewesen sein, aber auch die GelnhĂ€user Straße, eine alte Heer- und Handelsstraße, die westlich an Glattbach vorbei auf die Johannesberger Höhe fĂŒhrte. PlĂŒndernde, sengende, mordende Kriegsvölker brachten Not und Elend ĂŒber die Bevölkerung, schreckliche Seuchen rafften die Menschen hinweg. Nach dem DreißigjĂ€hrigen Krieg waren von 33 Familien nur noch zehn am Leben, 20 HĂ€user waren vom Erdboden verschwunden, mehrfach flĂŒchtete die Bevölkerung vor den Soldaten. So versteckte sich 1743, als die EnglĂ€nder vom 18. bis 26. Juni tĂ€glich plĂŒnderten, die ,,ganze Gemeyn" elf Tage in den SpessartwĂ€ldern.

Im Gefolge der Kriege traten schreckliche Seuchen auf. An die schlimmsten Pestjahre 1606 und 1636 erinnern noch heute zwei Bildstöcke, ,,Peststeine" genannt, an der Hauptstraße. In höchster Not gelobte die Bevölkerung, einen Fest und Bußtag ,,auf ewige Zeiten" zu halten, wenn die Krankheit zum Erlöschen kĂ€me. An diesem "Hellfeiertag", dem Freitag vor Michaeli, durfte kein Herdfeuer angezĂŒndet werden, Menschen und Vieh hielten strenges Fasten. und alle Arbeit ruhte. Bis in den ersten Weltkrieg hinein wurde das GelĂŒbde streng gehalten.


Schon im zwölften Jahrhundert wird Glattbach als Filiale der Pfarrei St. Agathe zu Aschaffenburg erwĂ€hnt. Von einem Gotteshaus liegt bis zum 17, Jahrhundert keine Nachricht vor. Im Jahr 1682 wurde eine Kapelle zu Ehren des hl. Nikolaus errichtet und von dem Kapuzinerpater Martin von Cochem, einem berĂŒhmten Bußprediger und Volksschriftsteller, geweiht. Der Ort zĂ€hlte damals etwa 180 bis 200 Einwohner. Die Kapelle stand mit Friedhof und Schulhaus auf dem Platz, den die jetzige Kirche einnimmt. Sie stand nicht lange, schon 1727 wurde auf derselben Stelle ein neues Gotteshaus gebaut, das Magdalenenkirchlein. Es wurde in der erstaunlich kurzen Zeit von vier Monaten errichtet. Gottesdienst war nur einmal im Monat an einem Werktag, erst ab 1775 scheint wenigstens den Winter ĂŒber ein Sonntagsgottesdienst stattgefunden zu haben, meist durch einen Kapuzinerpater. 1890 wurde eine Lokalkaplanei errichtet, diese wurde am 14. Dezember 1922 zur Pfarrei erhoben. Zehn Geistliche wirkten als LokalkaplĂ€ne in Glattbach. Erster Pfarrer war Christian Benz aus Weibersbrunn, der diese Stelle 25 Jahre lang innehatte, bis er am 20. Dezember 1948 tödlich verunglĂŒckte. 1899 wurde das Magdalenenkirchlein abgerissen. Es begann der Bau der heutigen, neugotischen Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, die am 15. August 1901 geweiht wurde. Damals zĂ€hlte die Pfarrei etwa 700 Katholiken.

Schon um 1730 gab es in Glattbach Schulunterricht, doch hatte das Dorf bis 1671 nur eine Schulstelle. Die Schulmeister waren bis weit ins 19. Jahrhundert hinein Handwerker, die den Unterricht nebenberuflich betrieben oder durch Gehilfen halten ließen. Das Ă€lteste bekannt Schulhaus stand hinter dem Magdalenenkirchlein und enthielt neben Schulsaal und Lehrerwohnung auch ein Gemeindezimmer. 1878 wurde das zweite Schulhaus erbaut, das damals zu den schönsten weit und breit zĂ€hlte. Es dient seit 1986 als Rathaus, nachdem die Volksschule die neuen GebĂ€ude ,,auf dem Schwalbesgraben" bezogen hatte, den ersten Trakt 1958, den zweiten 1964.

Die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts und die starke Zersplitterung des Bodenbesitzes durch stĂ€ndige Erbteil brachten einen ersten Strukturwandel des Ortes vom reinen Bauern- zum Arbeiterdorf. Glattbacher gehörten zum Stammpersonal der „Bunt.“ Ein Glattbacher, der Schneider Johann Desch , 1848 geboren, kam in seiner Werkstatt auf die Idee, AnzĂŒge nach Normalmaßen auf Vorrat zu nĂ€hen und von Heimarbeitern nĂ€hen zu lassen. Diese ersten KonfektionsanzĂŒge fanden reißenden Absatz in den aufstrebenden IndustriestĂ€dten Hanau, Frankfurt und Offenbach. Das Unternehmen vergrĂ¶ĂŸert sich rasch, Johann Desch kaufte ein Haus in Aschaffenburg und ließ 1874 die erste Herrenkleiderfabrik in das Handelsregister der Stadt eintragen. Die Wiege dieses einst so bedeutenden Industriezweiges des Aschaffenburger Raumes war jene Schneiderwerkstatt in Glattbach.

Im zweiten Weltkrieg hatte das Dorf unter den Bombenangriffen der Jahre 1944/45 sehr zu leiden. Vierzehn Menschen kamen dabei ums Leben, ĂŒber hundert GebĂ€ude wurden ganz oder teilweise zerstört, darunter der Kindergarten und die Turnhalle. Nach dem Krieg vollzog sich ein Wiederaufbau durch rege BautĂ€tigkeit und durch starken Zuzug ein neuer Wandel. Glattbach ist nunmehr eine Wohnsiedlungsgemeinde mit nahezu 3800 Einwohnern geworden, begĂŒnstigt durch die NĂ€he der Stadt und die landschaftlich reizvolle Lage. Die Einwohner sind meist Pendler, die ĂŒberwiegend in Aschaffenburg Arbeit finden.

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