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Letzte Änderung für Artikel Olympische Sommerspiele 1972: 17.02.2006 20:42

Olympische Sommerspiele 1972

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Die XX. Olympischen Sommerspiele wurden 1972 in M√ľnchen auf dem M√ľnchner Olympiagel√§nde ausgetragen. Andere Kandidatenst√§dte waren Detroit ( USA ), Madrid ( Spanien ) und Montr√©al ( Kanada ). Die Segelwettbewerbe fanden in Kiel statt.

XX. Olympische Sommerspiele
Teilnehmende Nationen 121
Teilnehmende Athleten 7.132 (6.065 Männer, 1.058 Frauen)
Wettbewerbe 195 in 23 Sportarten
Eröffnung 26. August 1972
Schlussfeier 11. September 1972
eröffnet durch Gustav Heinemann
Bundespräsident
Olympischer Eid Heidi Sch√ľller (Sportler)
Heinz Pollay (Kampfrichter)
Olympische Fackel G√ľnther Zahn
Das Olympiastadion
Das Olympiastadion
Medaillenspiegel
Platz Land G S B Total
1 Sowjetunion 50 27 22 99
2 Vereinigte Staaten USA 33 31 30 94
3 DDR 20 23 23 66
4 BRD 13 11 16 40
5 Japan Japan 12 8 8 28
6 Australien Australien 8 7 2 17
7 Polen Polen 7 5 9 21
8 Ungarn Ungarn 6 13 16 35
9 Bulgarien Bulgarien 6 10 5 21
10 Italien Italien 5 3 10 18
26 Schweiz Schweiz - 3 - 3
31 √Ėsterreich √Ėsterreich - 1 2 3
vollständiger Medaillenspiegel

Inhaltsverzeichnis

Herausragende Sportler

  • Sportlich ragte Mark Spitz heraus, der in den Schwimmwettbewerben insgesamt sieben Goldmedaillen gewann und dabei siebenmal Weltkrekord schwamm.
  • Bei den Damen dominierte die f√ľnfzehnj√§hrige australische Schwimmerin Shane Gould mit drei Goldmedaillen in Weltrekordzeit.
  • Waleri Borsow gewann die Goldmedaillen im 100- und 200-Meter-Lauf der Herren und eine Silbermedaille mit seiner Mannschaft im Staffellauf.
  • Der Finne Lasse Vir√©n gewann den 5.000 und 10.000 m Lauf.
  • Eine der beliebtesten Sportlerinnen der Spiele war die sowjetische Turnerin Olga Korbut , die zwei Einzelgoldmedaillen gewann.
  • Heide Rosendahl gewann f√ľr die Bundesrepublik Deutschland die Goldmedaille im Weitsprung und mit der 4 x 100 m Staffel, sowie die Silbermedaille im F√ľnfkampf.
  • Renate Stecher gewann f√ľr die DDR die Goldmedaillen √ľber 100 und 200 m, sowie die Silbermedaille mit der 4 x 100 m Staffel. Das Duell der beiden deutschen Damen-Sprintstaffeln war einer der H√∂hepunkte der Spiele.
  • Die erst sechzehnj√§hrige Sch√ľlerin Ulrike Meyfarth gewann die Goldmedaille im Hochsprung.
  • Einen spannenden und historisch, knappen Sieg mit "Olympischen Rekord" feierte Klaus Wolfermann im Speerwurf √ľber den legenderen Jaanis Luusis Jean Claude Dusse.

Tragödie

√úberschattet wurden die Spiele durch die Ermordung zweier israelischer Athleten und die Geiselnahme von neun israelischen Athleten, die kurz darauf ebenfalls im Rahmen der Befreiungsaktion ermordet wurden, durch das pal√§stinensische Terrorkommando Schwarzer September am 5. September . Die Geiselnehmer forderten die Freilassung von 200 in Israel inhaftierten Arabern. Bundesinnenminister Genscher, nach Absprache mit Bundeskanzler Willy Brandt, sagte den Geiselnehmern zu, dass sie am Abend wie gew√ľnscht von M√ľnchen-Riem nach Kairo ausfliegen k√∂nnten. Entgegen dieser Zusage wurden Geiselnehmer und Geiseln nach langen Verz√∂gerungen zum Milit√§rflughafen F√ľrstenfeldbruck gebracht, wo sich das schlimmste Debakel bundesdeutschen Krisenmanagements ereignete. Bei dem fehlgeschlagenen Befreiungsversuch auf dem F√ľrstenfeldbrucker Flughafen unter den Augen von Bundesinnenminister Genscher und CDU/CSU-Fraktionssprecher Franz Josef Strau√ü wurden s√§mtliche Geiseln, ein Polizeibeamter und f√ľnf der acht Terroristen get√∂tet. Nach offizieller Lesart hatten allein die Geiselnehmer die Verantwortung f√ľr den Tod der Geiseln. Die √ľberlebenden Geiselnehmer bestritten dies jedoch, indem sie aussagten, der Hubschrauber der Israelis sei von den deutschen Sicherheitskr√§ften selbst unter Feuer genommen worden. Wenn dies auch umstritten blieb, die Trag√∂die wurde zum Politikum und gilt bis heute als Attentat . Die Spiele wurden anschlie√üend nach einem Trauertag fortgesetzt, wobei eine kleine Zahl von Athleten es vorzog, vorzeitig abzureisen. (siehe auch: Olympische Trag√∂die, Bundesrepublik Deutschland (BRD) - Rote Armee Fraktion (RAF)Chronologie:Geiselnehmer instrumentalisiert als" Terroristen ", eine Apologie der Rote Armee Fraktion )


Das Attentat wurde 2005 verfilmt: M√ľnchen

Erwähnenswertes

  • Die Musik ‚ÄěEinzug der Nationen‚Äú zur Er√∂ffnungsfeier wurde von Orchesterleiter Kurt Edelhagen unter Verwendung landestypischer Melodien, komponiert und arrangiert. Die Presse schrieb dazu: ‚ÄěMit Kurt Edelhagens Musik hat sich Deutschland bereits die erste Goldmedaille verdient‚Äú. Politisch problematisch erschien Edelhagen die Auswahl der Musik beim Einmarsch der DDR-Sportler. Um Diskussionen aus dem Weg zu gehen, schrieb er schlie√ülich eine neue Musik mit dem Titel An der Elbe. Der Einmarsch der Mannschaft der Bundesrepublik sollte urspr√ľnglich mit den Kl√§ngen der Ode an die Freude von Ludwig van Beethoven begleitet werden; da diese Melodie aber schon Olympiahymne f√ľr die gesamtdeutschen Mannschaften der Olympischen Spiele von 1956 bis 1964 gewesen war, entschied Edelhagen sich f√ľr Hoch auf dem gelben Wagen.
  • Fahnentr√§ger bei der Er√∂ffnungsfeier f√ľr die Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland war der Kanut Detlef Lewe , f√ľr die der Deutschen Demokratischen Republik der Boxer Manfred Wolke .
  • Der Schauspieler Joachim Fuchsberger war der Stadionsprecher bei der Er√∂ffnungs- und Schlussfeier und der Chefsprecher aller Stadionsprecher. Bei der Schlussfeier gab es eine Meldung, dass ein unbekanntes Flugobjekt sich dem Stadion n√§here. Man legte die schwere Entscheidung, ob die Arena ger√§umt werden sollte oder nicht, in Fuchsbergers H√§nde. Er bef√ľrchtete eine Massenpanik und entschied sich gegen eine R√§umung. Das Flugzeug drehte ab. Er sagt noch heute, das w√§re die schwerste Entscheidung seines Lebens gewesen.
  • Die Olympiahostess Silvia Sommerlath lernte w√§hrend der Spiele ihren k√ľnftigen Ehemann K√∂nig Carl XVI. Gustav von Schweden kennen.
  • Die Fu√üballmannschaft der Bundesrepublik Deutschland war mit Noch-Amateuren gespickt, die sp√§ter in unterschiedlicher Funktion Weltruhm erlangten. Es spielten: Uli Hoene√ü , Manfred Kaltz und Ottmar Hitzfeld .
  • Otl Aicher , der Gestaltungsbeauftragte der Olympischen Sommerspiele 1972 von M√ľnchen, entwickelte ein bis heute international weit verbreitetes System von Piktogrammen f√ľr Sportarten , die als Wegweiser dienten.
  • Beim Marathonlauf stahl ein Witzbold dem Sieger Frank Shorter die Show, indem er sich am Ende des Rennens kurz vor dem Stadion in Sportkleidung und falscher Meldenummer vor Shorter ins Rennen mogelte. Das ahnungslose Publikum feierte diesen statt des eigentlichen Sieger mit gro√üen Ovationen.

Wettbewerbe

  • Basketball
  • Bogenschie√üen
  • Boxen
  • Fechten
  • Feldhockey
  • Fu√üball
  • Gewichtheben
  • Handball
  • Judo
  • Kanu
  • Leichtathletik
  • Moderner F√ľnfkampf
  • Radsport
  • Reiten
  • Ringen
  • Rudern
  • Schie√üen
  • Schwimmen
  • Segeln
  • Turnen
  • Volleyball
  • Wasserball
  • Wasserspringen

Demonstrationssportarten

  • Badminton
  • Wasserski

Weblinks


Siehe auch: Internationales Olympisches Komitee, Liste der Olympischen L√§nderk√ľrzel

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Olympische Sommerspiele 1972 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Olympische Sommerspiele 1972 verfügbar.

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