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Letzte Änderung für Artikel Weißenhorn: 16.02.2006 22:55

Weißenhorn

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Wappen Karte
Stadtwappen am Fuggerschloss
Weblink
Deutschlandkarte, Position von Weißenhorn hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Schwaben
Landkreis : Neu-Ulm
Geografische Lage :
Koordinaten: 48° 18' N, 10° 10' O
48° 18' N, 10° 10' O
Höhe : 539 m ü. NN
Fläche : 53,69 km²
Einwohner : 13.260 (31. Dezember 2003)
Bevölkerungsdichte : 247 Einwohner je km²
Postleitzahl : 89264
Vorwahl : 07309, 07306 (Stadtteil Emershofen)
Kfz-Kennzeichen : NU
Gemeindeschlüssel : 09 7 75 164
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kirchplatz 2 und 4
89264 Weißenhorn
Offizielle Website: www.weissenhorn.de
E-Mail-Adresse: info@weissenhorn.de
Politik
Bürgermeister : Heinz Berchtenbreiter (parteilos)

Weißenhorn ist eine Stadt im Landkreis Neu-Ulm in Bayern. Die Stadt liegt circa 22 km südöstlich von Ulm an der Roth.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Archäologische Funde belegen, dass es auf dem heutigen Stadtgebiet von Weißenhorn eine Siedlung der Alemannen gab. Auch römische Funde sind belegt.

Weißenhorn wurde erstmals 1160 als villa Wizzenhorn urkundlich erwähnt. Ab dem 13. Jahrhundert war Weißenhorn Sitz einer Linie des Adelsgeschlechts Neuffen . Als diese 1342 erlosch, kam Weißenhorn in den Besitz der Herzöge von Bayern, die die Stadt fast ständig beliehen und an andere verpfändet hatten. 1473 hielt Herzog Ludwig der Reiche jedoch Hof in Weißenhorn. Im Landshuter Erbfolgekrieg kam Weißenhorn in den Besitz von Kaiser Maximilian I. und wurde 1504 vorderösterreichische Landstadt. Maximilian übertrug den Besitz 1507 an Jakob Fugger , wegen Weißenhorns überlieferten und erneut bestätigten Privilegien blieben die Hoheitsrechte jedoch bei Österreich. Die Fugger, die die Herrschaft in der Stadt über Jahrhunderte innehatten, unterstützten die lokale Barchentweberei und machten Weißenhorn zu einer blühenden Handelsstadt.

Im Deutschen Bauernkrieg wurde die Stadt am 1. April 1525 von 12.000 Bauern angegriffen, die die Stadt jedoch nach erfolgreicher Verteidigung durch die Bürger verschonten und zum Angriff auf das benachbarte Kloster Roggenburg übergingen.

Nach dem Pressburger Frieden 1805 wurde Weißenhorn wieder bayerisch. Mit der Eröffnung der Nebenbahnlinie nach Senden setzte 1880 eine rege bauliche und wirtschaftliche Entwicklung ein.

Religionen

  • Katholiken (römisch-katholisch): 88 %
  • Protestanten (Evangelisch-Lutherisch): 11 %
  • Andere ( Islamisch , Neuapostolisch und restliche): <= 1 %

Politik

Im Stadtrat vertretene Parteien (nach Fraktionsgröße):

  • CSU (Christlich Soziale Union in Bayern)
  • SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands )
  • WüW (Weißenhorner überparteiliche Wähler)
  • B90/Grüne

Der Stadtrat umfasst 24 Sitze, die CSU ist mit 45% die größte Fraktion.

Im Kreistag des Landkreises Neu-Ulm ist Weißenhorn mit 4 Räten der CSU, 3 Räten der SPD und 1 Rätin der Grünen vertreten.

Wirtschaft

Das wirtschaftliche Leben war bis nach 1945 geprägt durch eine kleinstädtische, handwerkliche Struktur. Erst nach 1945 siedelten in Weißenhorn große Industriebetriebe an. Der heute größte Arbeitgeber ist die 1969 gegründete PERI GmbH , heute Weltmarktführer im Bereich Schalungen und Gerüste . Neben PERI und den Aluminiumschmelzwerken Oettinger gibt es viele mittelständische und kleine Unternehmen.

Verkehr

Die Nebenbahnlinie Weißenhorn – Senden (Länge: 9,6 km) wurde am 15. September 1878 eröffnet und band Weißenhorn an die Hauptstrecke UlmMemmingen an. Der seit Anfang der 1960er Jahre ausgedünnte Personenverkehr wurde 1966 endgültig eingestellt. Güterverkehr wird auf der Strecke weiterhin betrieben.

Weißenhorn ist durch Omnibuslinien mit Ulm und der Region verbunden. Die Stadt gehört dem Donau-Iller-Nahverkehrsverbund an.

Weißenhorn besitzt einen Anschluss an die A 7.

Bildungseinrichtungen

  • 2 Grundschulen
  • Hauptschule
  • Förderschule
  • Städtische Realschule (verstaatlichung beantragt)
  • Nikolaus-Kopernikus Gymnasium
  • Städtische Musikschule
  • katholische Pfarrbibliothek im Christoperushaus
  • Städtische Bücherei

Ämter

Neben der Stadtverwaltung gibt es in Weißenhorn eine Aussenstelle des Landwirtschaftsamtes Krumbach/Schwaben.

Städtepartnerschaften

Weißenhorn unterhält keine eigene offizielle Städtepartnerschaft , pflegt aber über die Partnerschaft des Landkreises Neu-Ulm gute Kontakte zur Marktgemeinde Prad am Stilfser Joch / Südtirol .

Stadtgliederung

Neben der Kernstadt Weißenhorn gibt es folgende Stadtteile:

  • Attenhofen
  • Biberachzell (mit Asch)
  • Bubenhausen
  • Emershofen
  • Grafertshofen
  • Hegelhofen
  • Oberhausen
  • Oberreichenbach
  • Unterreichenbach
  • Wallenhausen (im Osterbachtal)

Nachbargemeinden

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Im Stadttheater
Im Stadttheater
  • Historisches Stadttheater, erbaut 1876 durch Umbau eines Zehntstadels aus dem 16. Jahrhundert . Es wurde 1922 und 1979 renoviert und ist eines der wenigen gut erhaltenen kleinstädtischen Bürgertheater aus dem 19. Jahrhundert . Mit etwa 150 Plätzen ist es das kleinste in historischem Zustand erhaltene Theater in Bayern und wird von Laiengruppen und von der Süddeutschen Kammeroper Weißenhorn genutzt.

Museen

  • Weißenhorner Heimatmuseum , Sammlung zur Stadt- und Regionalgeschichte , gegründet 1908 , 1992 - 1996 neu konzipiert
  • Archäologisches Museum [1] , vor- und frühgeschichtliche Sammlung

Bauwerke

Hauptstraße
Hauptstraße
Neuffen- und Fuggerschloss
Neuffen- und Fuggerschloss
Stadtpfarrkirche Mariaä Himmelfahrt
Stadtpfarrkirche Mariaä Himmelfahrt
„Oberes Tor“ vom Hauptplatz aus gesehen
„Oberes Tor“ vom Hauptplatz aus gesehen
Fachwerkhaus
Fachwerkhaus

Die Altstadt ist weitgehend in historischem Zustand erhalten. Mittelalterliche Bürgerhäuser , teilweise in Fachwerkbauweise , stattliche Wirtshäuser und Bauten des 19. Jahrhunderts zeugen von der Tradition als Handelsstadt . Die mittelalterliche Stadtbefestigung wurde bis 1837 abgetragen, das Obere Tor, das Untere Tor und der Prügelturm blieben jedoch erhalten. Der Lauf der Stadtmauer ist an der Östlichen Promenade und am Stadtgraben noch heute erkennbar.

  • Der Kirchplatz ist von zahlreichen Sehenswürdigkeiten umrahmt:
    • Oberes Tor mit zwei runden Vortürmen, erbaut um 1470
    • Rathaus , erbaut 1761
    • Neuffenschloss (Altes Schloss), erbaut 1460 , 1735 barockisiert
    • Fuggerschloss (Neues Schloss), erbaut 1513 , 1735 barockisiert
    • Fuggersches Bräuhaus , erbaut 1565
    • Stadt pfarrkirche Mariä Himmelfahrt , erbaut ab 1872 im Stil der Neoromanik von August von Voith
  • Weitere sehenswerte Bauwerke sind:
    • Schranne (Altes Rathaus), erbaut um 1390 , erweitert 1584
    • Heilig-Geist-Kirche, erbaut um 1470 , um 1720 - 1730 barockisiert, mit Zwiebelturm von 1729
    • Unteres Tor, erbaut um 1470

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Leonhardi-Ritt am 6. November , Reiter prozession zu Ehren des hl. Leonhard
  • Pfarrfest der katholischen Kirchengemeinde im Juni
  • Evangelisches Gemeindefest am letzten Sonntag vor den Sommerferien
  • Fasnachtsdienstagsumzug am Dienstag nach Rosenmontag

Öffentliche Einrichtungen

  • Stadtpfarrkirche Mariaä Himmelfahrt Kirchplatz 1 - katholische Kirche
  • Christopherus-Haus in der Bahnhofstraße - katholisches Gemeindezentrum
  • katholischer Kindergarten, Kolpingstraße
  • Kreuz-Christi-Kirche in der Kaiser-Karl-Str. 16 - Evangelische Kirche
  • Augustana-Zentrum in der Schubertstr. 18-20 - Evangelisches Gemeindezentrum
  • Evangelisches Montessori-Kinderhaus in der Reichenbacher Str. 24 - *Evangelischer Kindergarten

Persönlichkeiten

  • Nikolaus Thoman (um 1457-um 1545), Kaplan und Chronist (Weißenhorner Historie)
  • Sebastian Sailer (1714-1777), Prämonstratenserchorherr, Prediger und schwäbischer Mundartdichter
  • Franz Martin Kuen (1719-1771), Maler
  • Konrad Huber (1752-1831), Maler
  • Anton von Henle (1902-1927), Bischof von Passau und Regensburg
  • Wilfried Hiller (*1941), Komponist

Literatur

  • Joseph Holl: Geschichte der Stadt Weissenhorn. Kempten 1904. Nachdruck: Konrad, Weissenhorn 1983 ISBN 3-87437-208-1

Weblinks

Commons: Weißenhorn – Bilder, Videos oder Audiodateien

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Weißenhorn aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Weißenhorn verfügbar.

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Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de