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Letzte Änderung für Artikel Illertissen: 13.02.2006 09:12

Illertissen

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Wappen Karte
Bild:Wappen fehlt.jpg Deutschlandkarte, Position von Illertissen hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Schwaben
Landkreis : Neu-Ulm
Fläche : 36,45 km²
Einwohner : 16.116 (31. Dezember 2002)
Bevölkerungsdichte : 442 Einwohner je km²
H√∂he : 513 m √ľ. NN
Postleitzahl : 89257
Vorwahl : 07303
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 13' N, 10¬į 05' O
48¬į 13' N, 10¬į 05' O
Kfz-Kennzeichen : NU
Gemeindeschl√ľssel : 09 7 75 129
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 4
89257 Illertissen
Offizielle Website: Stadt Illertissen
E-Mail-Adresse: stadt@illertissen.de
Politik
B√ľrgermeisterin : Marita Kaiser (CSU/FWG)

Illertissen ist eine Stadt im Landkreis Neu-Ulm in Bayern. Die Stadt liegt circa 20 km s√ľdlich von Ulm an der Iller.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Illertissen blickt auf eine lange Geschichte zur√ľck. Der √§lteste bekannte Nachweis der Besiedlung geht bis auf etwa 500 n. Chr. zur√ľck. Die erste urkundliche Erw√§hnung unter dem Ortsnamen "Tussa" war im Jahre 954 n. Chr . Der Grund der Erw√§hnung war, die Vers√∂hnung des hl. Ulrich, Bischof von Augsburg und dem damaligen Bischof von Chur, K√∂nig Otto I., mit seinem Sohn Herzog Liudolf von Schwaben , um dann anschlie√üend mit einem vereinten Heer auf dem Lechfeld das weitere Vordringen der Ungarn zu verhindern. Die drei P (Pugnamus Pro Pace - "Wir k√§mpfen f√ľr den Frieden") im Stadtwappen k√∂nnen auf dieses Ereignis bezogen werden. Im 12. bis 13. Jahrhundert entstand unter den Grafen von Kirchberg die Burg Tissen. Jetzt besser bekannt unter dem heutigen Namen "V√∂hlinschloss". Bereits 1430 erlangte die Herrschaft von Kirchberg das Marktrecht und die hohe Gerichtsbarkeit von Kaiser Sigismund f√ľr das Dorf "Tissen". Fortan bl√ľhten Handel und Handwerk auf. Neben Bauern und Handwerkern waren in Illertissen auch Bierbrauer und Weber ans√§ssig. Das Handelsgeschlecht der V√∂hlin ( 1520 - 1757 ), einer Memminger Patrizierfamilie , bestimmte wesentlich die Geschichte Illertissens. Sie erwarben 1520 das Schlo√ü und die Herrschaft Illertissens. Im 18. Jahrhundert endete die Zeit der V√∂hlin mit deren finanziellen Bankrott und dem Verkauf der Herrschaft ( 1756 ) an den Bayerischen Kurf√ľrsten Max Josef III. Seit 1803 ist das Schloss im Besitz des Bayerischen Staates. Dort waren Rent- , Bezirks-, Landrats- und Finanzamt sowie das Amtsgericht untergebracht. Seit 1983 sind in den freien R√§umen das Bienen- und Heimatmuseum untergebracht.

Einen wichtigen Entwicklungsschub f√ľr den argrarisch gepr√§gten Markt brachte der Bau der Eisenbahnlinie Ulm - Oberstdorf 1861 / 62 (Illertalbahn). Westlich der Bahn siedelten sich Industriebetriebe an, die Einwohnerzahl entwickelte sich entsprechend von ca. 1.000 um das Jahr 1800 auf ca. 1.800 im Jahre 1905 bis auf 2.500 im Jahre 1930 . Erst ab dem Jahre 1926 lebte die Marktgemeinde nach dem W√§hrungsverfall 1923 wieder auf. Dann kamen das " Dritte Reich " und der Zweite Weltkrieg , eine unselige Zeit des Niedergangs. Nur knapp war im April 1945 der Drohung der Amerikaner zu entgehen, "den Markt in Schutt und Asche zu legen". Erst nach drei Jahren vielf√§ltiger Not leiteten W√§hrungsreform und Marktwirtschaft einen Aufschwung ein wie nie zuvor. Neue Produktionszweige siedelten sich an. Somit konnte sich Illertissen relativ schnell in die allgemeine Industrialisierung einschalten, ohne dass der nat√ľrliche Lebensraum, das soziale Gleichgewicht oder das Stadtbild gest√∂rt worden w√§ren. Dazu leisteten auch die Heimatvertriebenen einen bemerkenswerten Beitrag.

Anlässlich der 1000-Jahrfeier wurde Illertissen 1954 zur Stadt Illertissen erhoben. Gerade der 1971 eingegliederte Stadtteil Betlinshausen sowie die 1978 im Rahmen der kommunalen Gebietsreform hinzugekommenen Stadtteile Au, Jedesheim und Tiefenbach runden das Bild zu einem gewachsenen Ganzen ab. Damit ist Illertissen zu einer Stadt mit ca. 15.900 Einwohnern gewachsen.

Auch wenn die ehemalige Kreisstadt Illertissen im Zuge der Kreisreform Einrichtungen an den Landkreis Neu-Ulm abgeben musste, hat die Stadt als regionales Mittelzentrum im s√ľdlichen Landkreis nichts von ihrer wirtschaftlichen Bedeutung eingeb√ľ√üt.

Illertissen konnte sich im Verlauf der letzten 25 Jahre in der Qualität seines Wohnwertes, des Kultur- und Bildungswesens, des Arbeitsplatzangebotes sowie der verkehrstechnischen Erschließung wesentlich steigern. Im produzierenden Gewerbe sind rd. 64% der Erwerbstätigen beschäftigt. Hierbei sind folgende Industriezweige vertreten: Chemie, Pharmazie, Grundstoffe, Steine und Erden, Holzverarbeitung, Eisen und Metall, Maschinenbau, Elektrotechnik, Kunststoffe, Textil und Bekleidung sowie Nahrungs- und Genussmittel. Der Rest gliedert sich in Handel und Verkehr, Dienstleistungen und Land- und Forstwirtschaft.

Viele der bereits fr√ľher ans√§ssigen Betriebe vergr√∂√üerten ihr Arbeitsplatzangebot um ein Mehrfaches, so dass derzeit ca. 6800 Arbeitspl√§tze eine gute Grundlage f√ľr die k√ľnftige Fortentwicklung Illertissens abgeben. Durch die Erschlie√üung gr√∂√üerer Wohnbaugebiete und Zunahme der Bev√∂lkerungszahl wurden in der Vergangenheit schulische Einrichtungen in erheblichem Umfang errichtet: Grund- und Hauptschule, Realschule und Gymnasium mit Sporthallen, Berufsschule mit Berufsfachschule, Krankenpflegeschule, Sonderschule, Berufsgenossenschaftliches Bildungszentrum f√ľr Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Verbunden mit dem Schulangebot wurde die Verwirklichung einer Sportanlage mit Stadion f√ľr den Schul- und Vereinssport notwendig.

Mit mehr als 18,5 Millionen Euro (> 1.100 Euro pro Einwohner) ist die Stadt inzwischen √ľberdurchschnittlich verschuldet.

Politik

Wappen

Das im Jahr 1530 von Erhard V√∂hlin verliehene Wappen zeigt in Rot einen aufrecht stehenden goldenen L√∂wen, √ľberdeckt von einem schwarzen Balken mit drei silbernen Gro√übuchstaben "P" (Pugnamus pro Pace, lateinisch Wir k√§mpfen f√ľr den Frieden).

Städtepartnerschaften

  • Carnac ( Bretagne , Frankreich )
  • Elbogen ( Tschechien )
Vöhlinschloss 1923
Vöhlinschloss 1923

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

  • V√∂hlinschloss, entstanden im 12./13. Jahrhundert als Burg Tissen der Grafen von Kirchberg, 1520 - 1756 im Besitz der Memminger Patrizierfamilie V√∂hlin, mit Rokokokapelle und Bienenmuseum
  • Pfarrkirche St. Martin ( 1590 ), mit Hochaltar der Hochrenaissance von Christoph Rodt ( 1604 )
  • Historische Schranne ( 1847 )
  • Rathaus ( 1891 )

Weblinks

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