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Letzte Änderung für Artikel Horgau: 29.01.2006 18:35

Horgau

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Wappen Karte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Deutschlandkarte, Position von Horgau hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern (Deutschland)
Regierungsbezirk : Schwaben
Landkreis : Augsburg
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 24' N, 10¬į 41' O
48¬į 24' N, 10¬į 41' O
H√∂he : 490 m √ľ. NN
Fläche : 26,52 km²
Einwohner : 2.496 (30. September 2004)
Bevölkerungsdichte : 92,4 Einwohner je km²
Postleitzahlen : 86497 (alt: 8901)
Vorwahl : 08294
Kfz-Kennzeichen : A
Gemeindeschl√ľssel : 09 7 72 159
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Martinsplatz 7
86497 Horgau
Offizielle Website: Gemeinde Horgau
E-Mail-Adresse: gemeinde.horgau@horgau.de
Politik
B√ľrgermeister : Thomas Hafner ([B√ľrgerverein)

Horgau ist eine Gemeinde im Landkreis Augsburg in Bayern.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Horgau liegt im Naturpark Augsburg-Westliche W√§lder, ca. 17 km westlich von Augsburg. Durch Horgau flie√üt die Roth , die bei Zusmarshausen in die Zusam m√ľndet.

Ortsteile

Horgau, Horgauergreut, Auerbach, Bieselbach, Horgau Bahnhof, Lindgraben, Schäfstoß, Herpfenried

Geschichte

Die Gemeinde Horgau wurde 1978 im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und nach Zusmarshausen eingemeindet. Nach jahrelangem Widerstand der Bevölkerung wurde sie durch Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes am 27. Oktober 1983 wieder eine selbständige Einheitsgemeinde .

Im Gemeindebereich wurden ca. 5000 Jahre alte Werkzeuge wie Stichel, Klingen und Pfeilspitzen gefunden, bei weiteren Ausgrabungen fand man ca. 3000 Jahre alte Bronzegegenst√§nde. Aus der Zeit der Kelten sind noch Grabh√ľgel zu finden.

K√∂nig Otto I. soll in der Nacht vom 9. zum 10. August des Jahres 955 sein letztes Marschlager in der Horgauer Gegend aufgeschlagen haben, bevor er mit seinem Heer zur entscheidenden Schlacht gegen die Ungarn, der ber√ľhmten "Lechfeldschlacht", nach Augsburg weiter zog.

Einige √úberlieferungen lassen darauf schlie√üen, dass es seit dem 8. Jahrhundert im Bereich Horgau Siedlungen gibt. Erste urkundliche Erw√§hnungen von G√ľtern in Horgau gibt es seit 1126.

Am 26. Januar 1462 zerst√∂rten Augsburger Soldaten die Orte Horgau und Horgauergreut. Der Grund: Horgauergreut geh√∂rte damals dem Augsburger B√ľrger Hans N√∂rdlinger. Der aber stand auf der Seite des Herzogs Ludwig von Bayern, gegen den die Augsburger gerade zu Felde zogen. So wurden Horgau und Horgauergreut ein Opfer der k√§mpferischen Augsburger.

Im Sommer 1632, während des Dreißigjährigen Krieges , wurde der katholische Pfarrer Martin Maxilla bei einem Überfall von Schweden erschlagen.

Traurige Ber√ľhmtheit erlangte Horgau durch den 17. Mai 1648. An diesem Tag kam es zuerst in Herpfenried und dann an einer Stra√üe √∂stlich von Horgau zu letzten R√ľckzugsgefechten des Drei√üigj√§hrigen Krieges. General Peter Melander Graf von Holzapfel , der mit den Kaiserlichen Truppen vor den Schweden und Franzosen floh, konnte Zusmarshausen noch in Richtung Augsburg verlassen. In Horgau wurde er gegen 12 Uhr t√∂dlich verwundet. Er wurde nach Augsburg transportiert. 2.000 kaiserliche Soldaten fanden den Tod. Im Horgauer Hauptaltarbild ist ein Gem√§lde mit brennenden Geb√§uden aus dieser Zeit zu sehen ‚Äď wohl als Mahnung zum Frieden.

Ende des 17., Anfang des 18. Jahrhunderts wurden im Horgauer Gemeindegebiet mehrere Barockkirchen und -kapellen errichtet, welche am 11. Oktober 1735 eingeweiht wurden.

In den Jahren 1771/72 herrschte in Horgau eine f√ľrchterliche Seuche, eine Art Lungenpest, die sehr viele Opfer forderte.

Politik

Gemeinderat

Sitzverteilung im 14köpfigen Gemeinderat (Stand Kommunalwahl 2002):

  • B√ľrgerverein Rothtal: 5 Sitze
  • CSU: 4 Sitze
  • Freie W√§hler: 3 Sitze
  • SPD: 1 Sitz
  • B√ľndnis Umwelt: 1 Sitz

B√ľrgermeister

Seit 2002 ist Thomas Hafner (B√ľrgerverein) B√ľrgermeister von Horgau. Sein Vorg√§nger war Franz Fischer, dessen Vorg√§nger Dr. Walter Michale.

Wappen

Beschreibung: Gespalten, vorne in Silber, auf gr√ľnem Boden zwei gr√ľne Schilfrohrstengel mit schwarzem Kolben, hinten in Blau zwei silberne, mit silbernen Rosen besteckte Spitzen.

Erl√§uterung: Das Wappen enth√§lt Sinnbilder, die teils auf den Namen, teils auf die Geschichte des Ortes hinweisen. Der Name Horgau wird vom althochdeutschen Wort "horo¬≤, ¬≤Horaw¬≤ gleich Morast, Sumpfboden, abgeleitet; als Sinnbild f√ľr diese Deutung fand der Rohrkolben im Gemeindewappen Aufnahme. Vom Ausgang des 15. Jahrhunderts war ein Zweig des Geschlechtes der Augsburger Patrizier von Rehlingen als Grundherrschaft mit Horgau und mit dem zur Gemeinde geh√∂rigen Pfarrdorf Bieselbach verbunden und nannte sich nach seinen Besitzungen "von Horau und Radau". Ein Grabmal in der Horgauer Pfarrkirche und Malereien an dem kunstgeschichtlich wertvollen Bieselbacher Schnitzaltar halten die Erinnerung an dieses Geschlecht wach, das in Blau zwei rosenbsteckte silberne Spitzen in ihrem Stammwappen f√ľhrte; diese silbernen Spitzen dokumentieren im Gemeindewappen die langj√§hrigen engen Beziehungen der Gemeinde zum alten Ortsadel.

Selbständigkeit

Im Zuge der Gebietsreform erfolgte am 01.05.1978 die Auflösung der Gemeinde Horgau und die Eingemeindung nach Zusmarshausen. Nach jahrelangem Streit wurde am 27.10.1983 durch ein Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes Horgau wieder zu einer eigenständigen Gemeinde.

Gemeindepartnerschaft

Im Jahre 1990 wurde eine Partnerschaft mit der Gemeinde Bundenthal eingegangen. Beide Gemeinden hatten durch die Gebietsreform des jeweiligen Landes √§hnliches erlebt. W√§hrend des Kampfes um die Wiedererlangung der Selbst√§ndigkeit der Gemeinden entstanden viele Kontakte zwischen B√ľrgern und Vereinen.

Sehensw√ľrdigkeiten

Katholische Pfarrkirche St. Martin : Der Chor stammt aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Der Turm wurde um 1620, das Langhausbau um 1675/80 erbaut. Es wurde 1715/20 verlängert. Eine Bronzefigur der Mutter Gottes wurde um 1850 hergestellt.

Bieselbacher Altar: Er ist in der im Ortsteil Bieselbach ca. 1747 erbauten Franz-Xaver-Kapelle untergebracht. Der Altar wurde im Jahr 1510 vom Ulmer Bildhauer Daniel Mauch geschnitzt. Er zeigt auf dem mittleren Bild die Heilige Sippe, also Maria, die heilige Anna, St. Josef und im Hintergrund die drei Gatten der heiligen Anna, nämlich Joachim, Kleophas und Salomas. In der Predella ist die Figur von Davids Vater Jesse 1756 zum heiligen Franz Xaver umgearbeitet worden. Daraus wird geschlossen, dass dieser Altar um diese Zeit aus der Rehlinger Schlosskapelle in Horgau nach Bieselbach kam.

Weblinks

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