fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Werrabahn: 30.01.2006 11:03

Werrabahn

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Werrabahn ist eine eingleisige Hauptbahn von Eisenach ├╝ber Meiningen nach Eisfeld und fr├╝her weiter nach Coburg, die meist entlang der Werra verl├Ąuft.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1841 schlossen das Gro├čherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und die Herzogt├╝mer Sachsen-Coburg und Gotha sowie Sachsen-Meiningen einen Staatsvertrag zur Errichtung einer Bahnlinie von Eisenach nach Coburg. 1845 wurde mit dem K├Ânigreich Bayern die Vereinbarung ├╝ber die Anbindung der Werrabahn an die Ludwig-S├╝d-Nord-Bahn in Lichtenfels getroffen und schlie├člich erhielt 1855 die neu gegr├╝ndete Werra-Eisenbahn-Gesellschaft die Konzession zum Bau und Betrieb der Strecke.

Am 18. Februar 1856 erfolgte bei Themar der erste Spatenstich. Schon am 1. November 1858 konnte die gesamte Strecke zwischen Eisenach und Coburg mit einer L├Ąnge von 130,1 km feierlich eingeweiht werden. Die restliche Strecke mit 30 km L├Ąnge bis Lichtenfels wurde im Januar 1859 in Betrieb genommen.

S├Ąmtliche Kunstbauten waren von vornherein f├╝r den zweigleisigen Betrieb ausgelegt worden. Der zweigleisige Ausbau wurde aber nur 1910 auf der Strecke durch den Th├╝ringer Wald von Eisenach nach Bad Salzungen (26,7 km), sowie zwischen Schwallungen und Wasungen (3,5 km), Meiningen und Grimmenthal (7,1 km) und Coburg und Creidlitz (4,6 km) durchgef├╝hrt.

Die gesamte Strecke bis Lichtenfels ging am 1. Oktober 1895 in preu├čisches Staatseigentum ├╝ber. Bis 1945 geh├Ârte sie zur Reichsbahndirektion Erfurt. Im Personen- und G├╝terverkehr hatte die Nebenfernstrecke insbesondere f├╝r Franken und S├╝dth├╝ringen eine gro├če Bedeutung. Im Kursbuch der Deutschen Reichsbahngesellschaft hatte die Strecke die Nummer 165.

Durch die Grenzziehung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auch auf dieser Bahnlinie zwischen den Bahnh├Âfen Eisfeld und G├Ârsdorf 1945 der Betrieb eingestellt. Versuche zur Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehrs scheiterten zwischen 1947 und 1950 . Am 1. Juli 1976 wurde der Gesamtverkehr zwischen Coburg und der Grenze eingestellt; anschlie├čend wurden die Gleise abgebaut. Schon vor 1989 waren die Grundst├╝cke verkauft worden und in Lautertal und Coburg teilweise bebaut worden, weshalb eine Wiederherstellung der Strecke nicht mehr m├Âglich ist.

Auf der Teilstrecke Coburg–Lichtenfels wurde am 5. Oktober 1950 der elektrische Zugbetrieb aufgenommen. Es handelte sich um eines der ersten Elektrifizierungsvorhaben nach dem Krieg ├╝berhaupt. Es sollte die Verbundenheit zwischen dem Freistaat Bayern und dem 1920 mit ihm vereinigten Coburger Land demonstrieren.

1975 wurde die Elektrifizierung nach Neustadt bei Coburg verl├Ąngert und seit 1991 fahren die Z├╝ge mit Elektrolokomotiven nach Sonneberg. Die Strecke Neustadt–Coburg–Lichtenfels hatte im Kursbuch der Deutschen Bundesbahn bis 1970 die Streckenummer 419b, danach bis heute die 830, w├Ąhrend bei der Deutschen Reichsbahn die Strecke Eisenach - Meiningen - Eisfeld die Nummer 190 trug. 1968 wurde die Streckenummer auf 630 ge├Ąndert, ab 1990 galt diese nur noch zwischen Eisenach und Meiningen und f├╝r den Abschnitt von Meiningen ├╝ber Eisfeld nach Sonneberg die 633. Im heutigen Kursbuch der Deutschen Bahn AG hat die Strecke Eisenach - Meiningen die Nummer 575 und die Strecke Meiningen - Eisfeld - Sonneberg die Nummer 569.

Streckenbahnh├Âfe

Werrabahn
Werrabahn
Werrabr├╝cke bei Bad-Salzungen
Werrabr├╝cke bei Bad-Salzungen
Bahnh├Âfe und Haltepunkte Streckenkilometer Abzweig nach
Eisenach
0,00
Bebra und Erfurt
Bk H├Âpfen <center> 3,88
F├Ârtha (bis 1946 Epichnellen) <center> 7,91 Gerstungen 1962 - 1993
Marksuhl <center> 13,12 Gerstungen 1962 - 1967 , nochmals kurzzeitig
Ettenhausen <center> 17,03
Oberrohn <center> 20,01 Vacha bis 1992
Bad Salzungen <center> 26,74 Vacha bis 2001
Immelborn <center> 31,29 Liebensteiner Bahn bis 1973 , Anschlu├č noch bis km 1,1
Breitungen (Werra) <center> 36,85
Wernshausen <center> 41,35 Trusebahn bis 1969 , Schmalkalden
Schwallungen <center> 44,99
Wasungen <center> 48,52
Walldorf (Werra) <center> 54,94
Meiningen <center> 60,69 Mellrichstadt
Unterma├čfeld <center> 65,14
Grimmenthal <center> 67,79 Suhl, Mellrichstadt
Vachdorf <center> 74,24
Themar <center> 81,26 Rennsteigbahn (Schleusingen) 1998 - 2004 stillgelegt, jetzt privat
Reurieth <center> 87,18
Hildburghausen <center> 93,28 Lindenau bis 1946
Veilsdorf <center> 100,73
Harras <center> 104,53
Eisfeld <center> 108,29 Hinterlandbahn (Sonneberg), Sch├Ânbrunn bis 1973
G├Ârsdorf <center> 114,68
Tiefenlauter <center> 119,64
Esbach (Kreuzungsstation) <center> 125,14
Coburg <center> 130,11 Bad Rodach, Sonneberg
Coburg Gbf <center> 131,80
Creidlitz <center> 134,77 Rossach bis 2001
Grub am Forst <center> 138,07
Ebersdorf bei Coburg <center> 141,15 Weidhausen bis 2000 , F├╝rth bis 1975 , Neustadt bis 1945
Seehof (Kreuzungsstation) <center> 145,60
Schney <center> 148,25
Lichtenfels <center> 150,99 Kronach, Kulmbach, Bamberg

Betrieb

1858 ben├Âtigten die Personenz├╝ge f├╝r die 130 km zwischen Eisenach und Coburg ungef├Ąhr vier Stunden, der Schnellzug Eger-Bayreuth-Lichtenfels-Eisenach 1934 zwei Stunden und zehn Minuten. 1939 befuhren werktags ein Schnellzug , zwei Eilz├╝ge und f├╝nf Personenz├╝ge die Strecke. Heute f├Ąhrt die S├╝d-Th├╝ringen-Bahn GmbH im Stunden-Takt mit dem Triebwagen von Eisenach in zwei Stunden nach Eisfeld, 1990 dauerte dies mindestens 2 ┬ż Stunden und 1934 eine Stunde und 50 Minuten, bei 108 km Fahrdistanz. Zwischen Lichtenfels und Coburg, weiter nach Sonneberg, fahren Regionalbahnen und Regionalexpresse der DB AG , meist von N├╝rnberg kommend, alternierend im Zwei-Stunden-Takt.

Bauliche Besonderheiten

Der Ausfahrt in Eisenach folgt eine 1:45 steile Rampe in den Th├╝ringer Wald, welche mit dem 544 m langen Clausbergtunnel bei F├Ârtha (ehemals Epichnellen) nach ungef├Ąhr 100 Meter H├Âhenunterschied endet. Danach f├Ąllt die Strecke langsam ins Werratal und folgt ab Bad-Salzungen der Werra bis Eisfeld. Hinter Eisfeld, auf einer H├Âhe von 437 m ├╝ber NN , durchquert die Strecke die Langen Berge, ehe Coburg auf 300 m H├Âhe erreicht ist, dieser Abschnitt mit 22 km L├Ąnge ist nicht mehr in Betrieb.

Literatur

  • Georg Thielmann: Die Werrabahn, ISBN 3-93579501-7
  • Wolfgang Bleiweis, Stefan Goldschmidt und Bernd Schmitt: Eisenbahn im Coburger Land. Resch Druck, Coburg 1996, ISBN 3-9802748-4-5

Weblinks

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Werrabahn aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Werrabahn verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de