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Letzte Änderung für Artikel Fichtelsee: 14.10.2005 13:38

Fichtelsee

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Der Fichtelsee ist ein etwa 10,5 ha gro√üer, k√ľnstlich angelegter Stauweiher in der waldreichen Einsattelung zwischen Ochsenkopf und Schneeberg, nahe der Gemeinde Fichtelberg gelegen.

  • Fassungsverm√∂gen ca. 520 000 Kubikmeter Wasser
  • gr√∂√üte Wassertiefe 16 m; H√∂henlage 752 m √ľ.NN

Er dient als Natur freibad und mit seinen umliegenden Einrichtungen wie Liegewiese, Kinderspielplatz, Sportflächen und Rundwegen als beliebtes Naherholungsgebiet. Eine fischwirtschaftliche Nutzung ist wegen der extremen Übersäuerung (pH-Wert durchschnittlich 4,2) nicht möglich.

Fichtelsee
Fichtelsee

Geschichte

Bei einer Grenzbeschreibung des herrschaftlichen Waldes 1393 erscheint der Hinweis in den sehe (=See) auf den Fichtelberge;, bei der Beschreibung des Wildmeisteramtes Waldeck 1435 ‚Äěpi√ü an See‚Äú. Matthias von Kemnath berichtet 1476 in seiner ersten Beschreibung des Fichtelgebirges √ľber den ‚Äěsehe‚Äú, aus dem vier schiffreiche Wasser kreutzweis in die Welt flie√üen: Main, Naab, Saale , Eger. Seit dieser Zeit schrieben alle nachfolgenden Chronisten von dem ‚Äěweltberuffenen Fichtelberger See‚Äú, ohne ihn gesehen zu haben. Ob es sich damals um einen See im heutigen Sinne gehandelt hat, wird von Wissenschaftlern angezweifelt. Vielmehr wird es sich um ein wasserreiches Hochmoor gehandelt haben, das im Nordteil heute noch teilweise vorhanden ist. - Erstmals wird 1607 ein Seeweiher genannt, der f√ľr die Eisenhammerwerke Gottesgab (jetzt Ortsteil Neubau der Gemeinde Fichtelberg) zusammen mit anderen Wasserstauanlagen angelegt wurde, der Abfluss hie√ü 1650 Seegraben. F√ľr die zus√§tzliche Wasserzufuhr wurde 1608 die Gregnitz zum Seeweiher umgeleitet, heute als Lochbach bezeichnet. Eine weitere Zuleitung aus dieser Zeit war der Paschenbach. Um 1795 wird von einem Dammbau durch das Bergamt Gottesgab berichtet, was in der Literatur h√§ufig als Geburtsstunde des Fichtelsees bezeichnet wird. 1934 /35 war der Damm des Fichtelseestauweihers schadhaft geworden, der See zu einem T√ľmpel verkommen. Deshalb wurde der Damm durch einige Werksbesitzer des oberen Naabtals und durch die Gemeinde Fichtelberg erh√∂ht, dadurch entstand der bis 1983 vorhandene Fichtelsee.

1977 /78 musste der Wasserspiegel des Fichtelsees abgesenkt werden, weil der Damm undicht geworden war. Der ‚ÄěZweckverband zur F√∂rderung des Fremdenverkehrs und des Wintersports im Fichtelgebirge‚Äú beschloss daraufhin den Ausbau und die Sanierung des Fichtelsees durch Errichtung einer neuen Talsperre mit Erweiterung der Wasserfl√§che, wobei das Wasserwirtschaftsamt Bayreuth als Tr√§ger der Bauma√ünahme fungierte. Vom Fr√ľhjahr 1983 bis Sommer 1986 entstand ein neuer, 20 m hoher Erddamm s√ľdlich des alten Sees mit einer Dammkronenl√§nge von 325 m. Die gesamte Wasserfl√§che erweiterte sich dadurch auf 10,5 ha.

1939 wurde die Torf-, See- und H√ľttenlohe, die Gegend n√∂rdlich und √∂stlich des Fichtelsees mit einer Fl√§che von 45,4 ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der See selbst liegt au√üerhalb des Naturschutzgebietes, ist aber in die Landschaftsschutzkarte eingetragen.

1982 wurde der Schutz der Vegetation um den See weiter ausgedehnt und zum ‚Äě Naturwaldreservat Fichtelseemoor‚Äú mit einer Gr√∂√üe von 139,2 ha erkl√§rt. Davon sind 54,6 ha als Kernzone und 84,6 ha als Schutzzone ausgewiesen. Die Kernzone bleibt von Menschenhand absolut unber√ľhrt, es findet auch keine forstwirtschaftliche Nutzung und Pflege statt, die Natur wird sich v√∂llig selbst √ľberlassen. Mit der Ma√ünahme gelang es, die f√ľr das Hochmoor charakteristischen Zwergstr√§ucher, Kr√§uter, Gr√§ser und Torfmoose und den Bestand der Sumpff√∂hre ( Spirke ) wirkungsvoll zu sch√ľtzen. - Die seinerzeitige Wasserentnahme des Berg- und H√ľttenamtes Fichtelberg aus den Lohen f√∂rderte das Austrocknen des Fichtelsee moores . Schlie√ülich war die Austrocknung soweit fortgeschritten, dass um 1840 mit dem systematischen Abbau des Torfes als Brennmaterial f√ľr die Fichtelberger Eisenwerke und Glasbetriebe begonnen wurde. Der Brennstoff gelangte auch nach Bayreuth zur Beheizung des Zuchthauses, der Justizgeb√§ude und der Kaserne. Der letzte Torfstich im Fichtelseebereich erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Stadt Wunsiedel.

Siehe auch: Liste der Seen in Deutschland

Weblinks

Wikipedia

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