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Letzte Änderung für Artikel Landsberg am Lech: 16.02.2006 08:31

Landsberg am Lech

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Wappen Karte
Wappen Landsbergs am Lech Landsberg am Lech in Deutschland hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Oberbayern
Landkreis : Landsberg am Lech
Fl├Ąche : 57,89 km┬▓
Einwohner : 27.140 (30. Sept. 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 450 Einwohner je km┬▓
Geografische Lage :
Koordinaten: 48┬░ 02' N, 10┬░ 53' O
48┬░ 02' N, 10┬░ 53' O
H├Âhe : 585 - 630 m ├╝. NN
Postleitzahlen : 86899 alt (8910)
Vorwahl : 08191
Kfz-Kennzeichen : LL
Gemeindeschl├╝ssel : 09 1 81 130
Stadtgliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Katharinenstr. 1
86899 Landsberg am Lech
Website: Stadt Landsberg
E-Mail-Adresse: stadt_ll@landsberg.de
Politik
Oberb├╝rgermeister : Ingo Lehmann ( SPD )

Landsberg am Lech ist Gro├če Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Oberbayern - rund 50 km westlich von M├╝nchen und etwa 35 km s├╝dlich von Augsburg nahe dem Ammersee an der Romantischen Stra├če gelegen.

Inhaltsverzeichnis

Stadtgliederung

Zu Landsberg geh├Âren folgende Ortsteile: Landsberg, Erpfting, Ellighofen, Pitzling und Reisch. Innerhalb der Stadt Landsberg liegen zudem die kleineren Siedlungen ( Weiler ) Mittelstetten, Sandau und Stadtwaldhof.

Lechwehr mit der Altstadt von Landsberg am Lech im Hintergrund
Lechwehr mit der Altstadt von Landsberg am Lech im Hintergrund

Geschichte

Mittelalter

Um 1135 wurde eine Siedlung namens Phetine auf dem sp├Ąteren Stadtgebiet Landsbergs urkundlich erw├Ąhnt, hatte aber noch kein Stadtrecht.

Herzog Heinrich der L├Âwe verlegte im Jahre 1158 die bedeutende Salzstra├če auf eine s├╝dlichere Route, wobei er bei Phetine eine Br├╝cke ├╝ber den Lech bauen lie├č. Zum Schutz dieser Br├╝cke errichtete er unter Einbeziehung der Burg Phetine eine neue gr├Â├čere Anlage, genannt "Castrum Landespurch" . Die Burg war zum einen Vogtburg des Wessobrunner Klosters (heute Landkreis Weilheim-Schongau) und zum anderen Schutz der Grenze zum Hochstift Augsburg.

Im Schutz dieser Burg entstand eine rasch wachsende Ansiedlung, die schon im 13. Jahrhundert das Stadtrecht erhielt und bald "Landesperch" genannt wurde. Daraus entwickelte sich die heutige Stadt Landsberg am Lech.

Lechwehr mit der Altstadt von Landsberg am Lech im Hintergrund
Lechwehr mit der Altstadt von Landsberg am Lech im Hintergrund

1315 ist die Stadt im Krieg zwischen Ludwig dem Bayern und Friedrich dem Sch├Ânen abgebrannt. Da die Stadt eine wichtige strategische Lage hatte, wurde sie wieder aufgebaut. Der Wiederaufbau wurde vom Herzog unterst├╝tzt.

1320 wurde der Stadt das Recht gegeben, Salzz├Âlle zu erheben. Auf diese Weise gelangte die Stadt durch den so genannten Salzpfennig zu einem ansehnlichen Wohlstand.

1353 wurde dann der erste Salzstadel gebaut, bis zum 17. Jahrhundert waren es insgesamt drei. In diesen Salzstadeln wurde das Salz gelagert und auch verkauft (Im 20. Jahrhundert wurde der Salzstadel von der Landsberger Feuerwehr als Standort genutzt, in den 1990er Jahren zog dann die Stadtb├╝cherei Landsberg in den sogenannten Lechstadel). Dazu entwickelte sich auch der restliche Handel bestens, vorwiegend wurde mit Getreide und Holz (Transport ├╝ber den Lech) gehandelt.

Die Stadt wurde st├Ąndig ausgebaut und erweitert, so dass zwischen 1415 und 1435 ein weiterer Stadtmauerring notwendig wurde. Dadurch wurde das Gebiet im Norden und Osten Landsbergs erheblich erweitert. Im Jahr 1425 entstand dann das Bayertor als Einlass in die Stadt von Osten her. Durch dieses Tor f├╝hrte auch die Salzstra├če (von M├╝nchen kommend) in die Stadt hinein. Im gleichen Jahr verlieh Herzog Ernst der Stadt ihr bis heute g├╝ltige Stadtwappen .

Neuzeit

Aus dem Jahr 1762 stammen die ersten schriftlichen Nachweise einer Hausnummerierung . Die bis heute g├╝ltige Z├Ąhlung wurde dann im Jahr 1790 festgelegt. Unabh├Ąngig von den heutigen Stra├čennamen verl├Ąuft diese Nummerierung von Nr. 1 am Hauptplatz bis Nr. 496a im Hofgraben. Zus├Ątzlich existieren Nebennummern mit a, b, c oder 1/2, 1/3 und 1/4, die bei Teilungen bzw. zus├Ątzlichen Bebauungen entstanden.

Nationalsozialismus

Siehe Landsberg am Lech zur Zeit des Nationalsozialismus

Nachkriegszeit

1945 waren sehr viele der j├╝dischen KZ-├ťberlebenden aus den Konzentrationslagern um Landsberg am Lech entwurzelt und heimatlos. Oft hatten sie ihre Angeh├Ârigen verloren oder wu├čten nicht wo diese geblieben waren. Tausende dieser Displaced Persons (DPs) wurden in Landsberg untergebracht und versorgt. Die j├╝dischen ├ťberlebenden bezeichneten sich selbst als "SheÔÇÖerit Hapletah" - den Rest der Geretteten.

Hauptplatz, in der Mitte der Marienbrunnen, im Hintergrund Historisches Rathaus
Hauptplatz, in der Mitte der Marienbrunnen, im Hintergrund Historisches Rathaus

Am 9. Mai 1945 richtete die US-Armee in der Saarburgkaserne das DP-Lager (Displaced Persons Camp) ein. Im DP-Lager lebten Ende 1945 etwa 7000 DPs (Displaced Persons). W├Ąhrend seines Bestehens durchliefen etwa 23 000 j├╝dische DPs das DP-Lager. Das Verh├Ąltnis zwischen Landsberger B├╝rgern und den DP war meist durch Emotionen gepr├Ągt und nie unproblematisch. Wurde man doch durch die KZ-├ťberlebenden immer wieder an die Gr├Ąuel vor der eigenen Haust├╝re erinnert.

Nach Gr├╝ndung des Staates Israel entwickelte sich das DP-Lager Landsberg mehr und mehr zum Durchgangslager. Viele der entwurzelten ehemaligen KZ-H├Ąftlinge bereiteten sich auf Ihre Wiedereingliederung und Auswanderung nach Israel, USA oder andere L├Ąnder ihrer Wahl vor. Im DP-Lager Landsberg gab es u. a. Schulen, Werkst├Ątten, neun Kibbuzime, ja sogar eine Lagerzeitung, die ÔÇ×Jiddische Landsberger CajtungÔÇť.

Bis zum April 1950 sank die Belegungszahl des DP-Lagers auf 1.500 Personen. Landsberg wurde zu einem Lager, in das sich die Bewohner anderer DP-Lager, die aufgel├Âst wurden, zur├╝ckzogen, bis schlie├člich das Landsberger DP-Lager am 1. November 1950 aufgel├Âst wurde.

1945 - 1958 diente das Landsberger Gef├Ąngnis der amerikanischen Besatzungsmacht f├╝r die Unterbringung deutscher Kriegsverbrecher. 1946 wurde es zum War Criminals Prison No. 1 der Amerikaner. Bis 1951 wurden in Landsberg verurteilte deutsche Kriegsverbrecher hingerichtet . Die genaue Zahl der Hingerichteten ist umstritten. Es finden sich Angaben von 279 bis ├╝ber 300 ( Weitere Informationen ).

Politik

Stadtrat

der Landsberger Stadtrat besteht aus 30 Stadtr├Ąten:

  • 11 Sitze f├╝r die CSU
  • 7 Sitze f├╝r die SPD
  • 3 Sitze f├╝r die Gr├╝nen
  • 3 Sitze f├╝r die Unabh├Ąngige B├╝rgervereinigung
  • 2 Sitze f├╝r die Landsberger Liste
  • 2 Sitze f├╝r die Freien W├Ąhler
  • 1 Sitze f├╝r die B├╝rgeraktion Landsberg
  • 1 Sitze f├╝r die ├ľDP

B├╝rgermeister

Landsberger Oberb├╝rgermeister ist Ingo Lehmann ( SPD ), der 2000 Nachfolger von Franz Xaver R├Â├čle ( UBV ) wurde. Beide Oberb├╝rgermeister waren vor Ihrer Amtszeit Richter am Landsberger Amtsgericht .

Stellvertreter des Oberb├╝rgermeisters ist der 2. B├╝rgermeister Norbert Kreuzer ( CSU ).

St├Ądtepartnerschaften

  • Hudson (Ohio) , USA
  • Saint-Laurent-du-Var , Frankreich
  • Waldheim, Sachsen
  • Failsworth , England
  • Rocca di Papa, Italien
  • Bushey , England
  • Siofok , Ungarn

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Bauwerke

Schmalzturm
Schmalzturm
  • Das 36 m hohe Bayertor aus dem Jahr 1425
  • Altes Rathaus und Hauptplatz mit Marienbrunnen
  • Schmalzturm und Hauptplatz mit Marienbrunnen
  • die Alte Bergstra├če (Verbindung vom Bayertor zum Hauptplatz)
  • Mutterturm, 1884 errichtet von Hubert von Herkomer zu Ehren seiner Mutter
  • Lechwehr

Gedenkst├Ątten

Kirchen

  • Stadtpfarrkirche Mari├Ą Himmelfahrt
  • Johanniskirche , errichtet von Dominikus Zimmermann
  • Hl. Kreuz-Kirche , Weihe 1754
  • Stadtpfarrkirche zu den Heiligen Engeln

Theater

  • Landsberger Stadttheater

Museen

Freizeit

  • Inselbad beheiztes Freibad
  • Lechpark P├Âssinger Au Ausflugziel mit Wildpark
  • Sportzentrum mit Eisstadion

Feste

  • Ruethenfest (alle vier Jahre)
  • Stadtfest am Hauptplatz (j├Ąhrlich)
  • Belagerungsfest am Bayertor (j├Ąhrlich)

Musik

  • Kulturversorgung Quere (1995 - 1997)
  • Cumulo Nimbus Renaissancerock aus Landsberg am Lech
  • Dark Intrigue Crossover aus Landsberg am Lech

Parks

  • Wildpark in der P├Âssinger Au
  • Park am Mutterturm
  • Englischer Garten am Westufer des Lechs oberhalb des Lechwehrs

Kulinarische Spezialit├Ąten

  • Der Landsberger Ring ist eine Wurst aus Rind- und Schweinefleisch sowie Kartoffeln auf Kraut
  • Die Zirnheld-Schokolade nach einem alten Rezept

Wirtschaft und Infrastruktur

Ans├Ąssige Unternehmen

Beh├Ârden

  • Bundesamt f├╝r die Anerkennung ausl├Ąndischer Fl├╝chtlinge Au├čenstelle Landsberg
  • Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Ortsverband Landsberg am Lech
  • Bundesverm├Âgensamt M├╝nchen Au├čenstelle Landsberg
  • Justizvollzugsanstalt des Freistaates Bayern
  • Welfenkaserne der Bundeswehr mit Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 13 , Programmierzentrum der Luftwaffe fliegende Waffensysteme

Schulen

Berufsbildende Schulen

  • Agrarbildungzentrum des Bezirks Oberbayern Landsberg am Lech
  • Staatliche Berufsschule Landsberg am Lech

Weiterf├╝hrende Schulen

Pers├Ânlichkeiten

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • Nikolaus Mangold - war ein Landsberger Goldschmied aus dem 15. Jahrhundert . In der Katharinenvorstadt tr├Ągt die Nikolaus-Mangold-Stra├če seinen Namen.
  • Sir Hubert von Herkomer - geboren am 26. Mai 1849 in Waal bei Landsberg am Lech, gestorben am 31. M├Ąrz 1914 in Budleigh-Salterton , Devonshire , England , war ein englischer Maler, Bildhauer, Musiker und Schriftsteller; au├čerdem gilt er als der Wegbereiter des Automobilsports in Deutschland. In sp├Ąteren Jahren verweilte er fast j├Ąhrlich in Landsberg, wo er auch am Ufer des Lech den Mutterturm erbauen lie├č. Au├čerdem sind in der Innenstadt die Hubert-von-Herkomer-Stra├če und die Herkomer-Passage nach ihm benannt.
  • Alois Wolfm├╝ller - geboren am 24. April 1864 in Landsberg am Lech, gestorben am 3. Oktober 1948 in Oberstdorf. Er war Erfinder und Flugtechniker in einer Person. Als Zeitgenosse Otto Lilienthals korrespondierte er regelm├Ą├čig mit Lilienthal in Briefen ├╝ber Eigenschaften und Bauformen von Flugapparaten und deren Fl├╝gelbauformen. Au├čerdem gilt er als der Erfinder des ersten, seriengefertigten Motorrades der Welt und ist damit auch im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen. Flugger├Ąte von Alois Wolfm├╝ller sind unter anderem in der Flugwerft Schlei├čheim , einer Au├čenstelle des Deutschen Museums zu besichtigen. Au├čerdem ist nach ihm der Wolfm├╝llerweg in Landsberg benannt, der von der Neuen Bergstra├če zum Krachenberg f├╝hrt.
  • Wilhelm Ritter von Leeb - geboren am 5. September 1876 in Landsberg am Lech, gestorben am 29. April 1956 in Hohenschwangau) war ein deutscher Generalfeldmarschall im Zweiten Weltkrieg . In Landsberg war nach ihm die mittlerweile geschlossene Ritter-von-Leeb-Kaserne benannt.
  • Ignaz K├Âgler - geboren am 11. Mai 1680 in Landsberg am Lech, gestorben am 30. M├Ąrz 1746 in Peking , China wurde als Handwerkersohn am Hauptplatz geboren und besuchte das Landsberger Jesuitengymnasium . Er trat in den Orden ein und wurde Professor f├╝r Mathematik an der Universit├Ąt Ingolstadt. Sp├Ąter bewarb er sich bei der Ordensleitung in Rom um die Verwendung in der Mission und wurde nach China geschickt, wo er Mitarbeiter und sp├Ąter Leiter der Kaiserlichen Sternwarte war und mit dem hohen Ehrentitel Mandarin ausgezeichnet wurde. Nach ihm wurde das Ignaz-K├Âgler-Gymnasium benannt.
  • Siegfried Rauch - geboren am 2. April 1932 in Landsberg am Lech, Schauspieler.
  • Antje Pieper - geboren am 30. Januar 1969 in Landsberg am Lech, TV-Moderatorin

Siehe auch

Literatur

  • Bernhard M├╝ller-Hahl : Heimatbuch Stadt- und Landkreis Landsberg a. Lech
  • Bernhard M├╝ller-Hahl : Landsberg a. Lech - Sagen und Legenden zwischen Lech und Ammersee
  • Anton Lichtenstern : Landsberg am Lech - Altstadt im Wandel - Fotos von 1863-2005

Weblinks

Wikipedia

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