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Letzte Änderung für Artikel Ammersee: 30.01.2006 03:57

Ammersee

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Karte
Der Ammersee und umliegende Ortschaften
Daten
Entstehung / Seetyp Zungenbeckensee
Lage Oberbayern
H├Âhe ├╝ber NN : 532,9 m mittlerer Wasserstand
Einzugsgebiet 993,0 km┬▓
Fl├Ąche 46,6 km┬▓
Volumen 1,75 Mrd. m┬│
Uferl├Ąnge 43,0 km
maximale L├Ąnge 16,2 km
maximale Breite ca. 5 km
maximale Tiefe: 81,1 m
mittlere Tiefe: 37,8 m
Zufl├╝sse: Ammer, Windach, Rott
Abfl├╝sse: Amper
theor. Erneuerungszeit 2,7 Jahre
Zirkulation dimiktisch
Insel: Schwedeninsel
Gr├Â├čere Orte am Ufer: Herrsching,
Die├čen am Ammersee

Der Ammersee ist nach dem Chiemsee und dem Starnberger See der drittgr├Â├čte See in Bayern und der am weitesten nach Norden reichende Voralpensee. Er z├Ąhlt als gemeindefreies Gebiet mit den Gemeinden am Westufer zum Landkreis Landsberg am Lech, w├Ąhrend das Ostufer zu verschiedenen Gemeinden im Landkreis Starnberg geh├Ârt. Die Kreisgrenze verl├Ąuft entlang der Ammer im S├╝den beziehungsweise der Amper im Norden. Der See hat eine Fl├Ąche von rund 47 Quadratkilometern und eine maximale Tiefe von etwa 80 Metern. Die am s├╝dlichen Seeende gelegene Schwedeninsel ist durch die fortschreitende Verlandung eigentlich eher schon als Halbinsel zu betrachten und wird in Zukunft ganz mit dem Ufer verschmelzen. Der gr├Â├čte Teil der Insel und einige Gebiete am S├╝dufer des Sees geh├Âren zum Landkreis Weilheim-Schongau

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Entstanden ist der Ammersee wie andere Seen des bayerischen Alpenvorlandes mit dem Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher . Das Seebecken wurde als typischer Zungenbeckensee in der Saale-/Ri├č- und W├╝rmeiszeit vom Ammergletscher, der sich als Teil des Isar-Loisach-Gletschers aus der ÔÇ×Garmischer PforteÔÇť bis weit ins Land erstreckte, ausgeschoben. Vor etwa 40.000 Jahren begann das Eis langsam zu schmelzen und vor rund 10.000 Jahren umschlossen die zur├╝ckgebliebenen Seiten- und Endmor├Ąnen dann eine gro├če Wasserfl├Ąche. Der See erstreckte sich damals in Nord-S├╝d Richtung ├╝ber etwa 37 km und bedeckte eine Fl├Ąche vom heutigen Weilheim und Pei├čenberg im S├╝den bis Grafrath im Norden, von den H├Âhen ├╝ber dem jetzigen Westufer bis an die Linie Dellinger H├Âhe , Widdersberg , Andechs und P├Ąhl im Osten. Auch das Zweigbecken des Pilsensees war noch ein Teil des Gesamtsees, dessen Spiegel sch├Ątzungsweise 25 - 30 m ├╝ber dem heutigen Niveau lag. Seither schrumpfte der See um gut 80 Prozent auf heute 47 Quadratkilometer. Ursache hierf├╝r waren einerseits Ablagerungen der Zufl├╝sse, besonders der Ammer im S├╝den und der Windach im Norden, die laufend mitgef├╝hrten Gesteinsschutt im See abluden, w├Ąhrend andererseits am Nordende bei Grafrath die Erosion an der Endmor├Ąne nagte und den Ausfluss zur Amper immer tiefer legte. Die Verlandung dauert an, die erwartete ÔÇ×LebensdauerÔÇť des Ammersees wird auf noch etwa 20.000 Jahre gesch├Ątzt.

Hydrologie

Blick ├╝ber den Ammersee in Richtung Alpen
Blick ├╝ber den Ammersee in Richtung Alpen

Der Ammersee ist einer der am besten untersuchten Seen Bayerns. Seine Wasserqualit├Ąt wird vor allem vom aus den Kalkalpen kommenden Hauptzufluss Ammer bestimmt. Die Ammer entw├Ąssert rund drei Viertel des knapp 1.000 km┬▓ gro├čen Einzugsgebietes. Ihre mittlere Abflussspende wird mit 16,6 Kubikmeter pro Sekunde beziffert (Pegel Fischen, Jahresreihe 1941/1989). Bei besonderen Wetterbedingungen, etwa wenn die Schneeschmelze mit anhaltend starkem Dauerregen einhergeht, kann die Abflussspende auf bis zu 600 m┬│/s ansteigen und stark von Schwebstoffen getr├╝bt sein. Am Ende einer lang dauernden Trockenperiode sinkt die Abflussspende der Ammer bisweilen auf unter 3 m┬│/s. Die Amper als Abfluss f├╝hrt bei einem mittleren Wasserstand des Sees von 140 cm (Pegel Stegen, Jahresreihe 1975/1994) durchschnittlich 21,1 m┬│ Wasser pro Sekunde ab. Die schwach ausgepr├Ągten Niedrigwasserst├Ąnde des Sees - der niedrigste gemessene Wasserstand betrug 119 cm am 14. August 1994 - belegen die starke Retentionswirkung (R├╝ckhalte- und Speicherfunktion) des Ammersees. Der mittlere Hochwasserstand von 195 cm (Pegel Stegen, Jahresreihe 1975/1994) kann allerdings bei extremen Wetterereignissen deutlich ├╝berschritten werden, der h├Âchste je gemessene Wasserstand betrug 337 cm am 27. Mai 1999. Bei Hochwasser dienen die im Norden und S├╝den angrenzenden Verlandungszonen als weitr├Ąumige ├ťberflutungsfl├Ąche und bilden damit einen wirksamen Schutz vor Hochwasser. Vor allem die abw├Ąrts an der Amper gelegenen Orte gewinnen Sicherheit durch diese Schutzfunktion, da die teilweise extremen Hochwasserspitzen der Ammer den See stark gemildert und verz├Âgert verlassen.

Lage des Sees im Gro├čraum M├╝nchen, Zu- und Abfl├╝sse im Einzugsbereich der Isar
Lage des Sees im Gro├čraum M├╝nchen, Zu- und Abfl├╝sse im Einzugsbereich der Isar

Biologie und Naturschutz

Die in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts gef├Ąhrdete Wasserqualit├Ąt konnte durch umfassende abwassertechnische Sanierungsma├čnahmen wie dem Bau einer Ringleitung, der Inbetriebnahme der Kl├Ąranlage in Eching 1971 und der Sanierung der Kl├Ąranlagen im Ammer-Einzugsgebiet deutlich verbessert werden. Seit Mitte der Achzigerjahre hat sich die N├Ąhrstoffbelastung des Wassers vom eutrophen zum mesotrophen Bereich verlagert, das bedeutet die N├Ąhrstoffbelastung ist gering bis m├Ą├čig, die Produktion von Algen m├Ą├čig und die durchschnittliche Sichttiefe ├╝ber 2 m. Die Nutzung des Ammersees als Badegew├Ąsser ist damit langfristig gesichert. Von den im See lebenden Fischen ist vor allem die Renke bekannt, eine wohlschmeckende, nur in den Voralpenseen anzutreffende Felchenart , deren Vorkommen zu einer langen Tradition recht intensiver fischereilicher Nutzung des Sees gef├╝hrt hat.

Mit den Naturschutzgebieten Vogelfreist├Ątte Ammersee-S├╝dufer und Ampermoos geh├Ârt der Ammersee zu den sieben international bedeutsamen Feuchtgebieten Bayerns nach der sogenannten Ramsar-Konvention . Am Westufer ist der Uferzugang bis auf kurze Strecken f├╝r die Allgemeinheit gesperrt, doch fast das gesamte Ostufer ist f├╝r die ├ľffentlichkeit zug├Ąnglich. Gro├če Uferbereiche sind noch in naturnahem Zustand, die fr├╝her dichten Schilfbest├Ąnde haben jedoch seit Ende der sechziger Jahre deutlich abgenommen.

Allgemeines

Der Ammersee im F├╝nfseenland, dessen andere vier namensgebenden Seen in der Region der Starnberger See, der W├Ârthsee , der Pilsensee und der We├člinger See sind, z├Ąhlt nicht nur zu den beliebtesten Tourismuszielen Bayerns mit ├╝berregionaler Ausstrahlung sondern auch zu den bevorzugten Naherholungsgebieten der Augsburger und M├╝nchner Bev├Âlkerung. Vor allem im Sommer wird der Ammersee daher durch massiven Fremdenverkehr beeinflusst. Aus den beiden jeweils nur rund 50 km entfernten Ballungszentren kommt es an sch├Ânen Wochenenden zu einem regelrechten Massenansturm auf Strandb├Ąder, Bierg├Ąrten und die Rad- und Wanderwege rund um den See. Da die meisten Besucher mit PKW oder Motorr├Ądern anreisen, ergeben sich f├╝r die Anliegergemeinden gro├če Verkehrs- und Parkplatzprobleme. Empfehlenswerter ist daher die Anreise mit der Bahn, entweder ├╝ber die am Ostufer gelegene Endhaltestelle Herrsching der M├╝nchner S-Bahn, oder aber mit der am gesamten Westufer entlang verlaufenden Ammerseebahn, die aus Augsburg kommt. G├╝nstige Windverh├Ąltnisse sorgen im Sommer auch f├╝r starken Segel- und Surfbetrieb. Private Nutzung von Motorbooten ist strengen Reglementierungen unterworfen und findet daher kaum statt, Ausnahmegenehmigungen haben die Wasserwacht , die Wasserschutzpolizei , sowie die Fischer und einige Bootsverleiher. Die Bayerische Seenschifffahrt bef├Ąhrt den See mit einer Flotte von vier Fahrgastschiffen. Zur Ammerseeflotte geh├Ârt mit dem 2002 gebauten RMS Herrsching der seit 70 Jahren erste in Deutschland vom Stapel gelaufene Raddampfer , mit dem RMS Die├čen ein weiterer, historischer Schaufelraddampfer, sowie das MS Utting und das kleinere MS Schondorf. Auffallende Bauwerke am Ammersee sind die gro├čen Parabolspiegel der Erdfunkstelle Raisting. Wichtige Orte am Seeufer sind Herrsching , Inning, Utting am Ammersee, Raisting, Stegen , Schondorf, Aidenried und Die├čen.

Ammersee-Panorama
Ammersee-Panorama


Siehe auch: Liste der Seen in Deutschland

Weblinks

Commons: Ammersee ÔÇô Bilder, Videos oder Audiodateien


Koordinaten: 47┬░ 59ÔÇ▓ 58" n. Br., 11┬░ 7ÔÇ▓ 27" ├Â. L.

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