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Letzte Änderung für Artikel Mittenwald: 20.02.2006 10:36

Mittenwald

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Wappen Karte
Karte Mittenwald
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Oberbayern
Landkreis : Garmisch-Partenkirchen
Fläche : 132,85 km²
Einwohner : 7.912 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 60 Einwohner je km²
H√∂he : 920 m √ľ. NN
Postleitzahl : 82481
Vorwahl : 08823
Geografische Lage :
Koordinaten: 47¬į 25‚Ä≤ N, 11¬į 15‚Ä≤ O
47¬į 25‚Ä≤ N, 11¬į 15‚Ä≤ O
Kfz-Kennzeichen : GAP
Gemeindekennzahl : 09 1 80 123
Adresse der
Verwaltung:
Dammkarstr. 3
82481 Mittenwald
Website: www.mittenwald.de
E-Mail-Adresse: info@markt-mittenwald.de
Politik
B√ľrgermeister : Hermann Salminger
(Freie Wähler)

Mittenwald ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen und liegt im oberen Isartal, knapp 100 Kilometer s√ľdlich von M√ľnchen zwischen dem Karwendel- und dem Wettersteingebirge, fast unmittelbar an der √∂sterreichischen Grenze.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Schon in antiker Zeit verlief hier eine Römerstraße zwischen Deutschland und Italien.

Mittenwald geht auf eine im Scharnitzwald gelegene Rodungssiedlung zur√ľck und wurde 1096 als "in media silva" erstmals urkundlich erw√§hnt, 1305 wurde ihr das Marktrecht verliehen. Es war einer der Hauptorte der zwischen Tirol und Bayern gelegenen ehemaligen Grafschaft Werdenfels, die von 1294 bis zur S√§kularisation 1802 dem Hochstift Freising angeh√∂rte und erst durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 an Bayern fiel.

Im Mittelalter bedeutender Umschlagplatz auf der Handelsroute vom unteren Weg von Augsburg/N√ľrnberg nach Venedig, profitierte Mittenwald ab dem ausgehenden 15. Jahrhundert vom Rottfuhrwesen, dem zeitweilig am Ort abgehaltenen Bozener Markt und dem transalpinen Fernhandel. Am Ende des 17. Jahrhundert entfalteten sich unter diesen Voraussetzungen neue Gewerbe wie die Bortenwirkerei, die Filetseidenstickerei und ab 1689 die Geigenbautradition, begr√ľndet durch Matthias Klotz . Seitdem entwickelte sich Mittenwald neben dem s√§chsischen Markneukirchen als das bedeutendste Zentrum des Streich- und Zupfinstrumentenbaus in Deutschland. Es besteht bis heute.

Der Bau der Bahnlinie Garmisch-Partenkirchen - Innsbruck (Mittenwaldbahn) um 1912 brachte den Fremdenverkehr in den Ort.

Mittenwald wurde in den 1930-er Jahren Garnison und Ausbildungszentrum der Gebirgstruppe der Wehrmacht . Seit 1958 hat es diese Funktion erneut im Rahmen der Bundeswehr . Auf dem Hohen Brendten befindet sich ein umstrittenes Ehrenmal, an dem j√§hrlich an Pfingsten ehemalige Gebirgsj√§ger der Wehrmacht unter offizieller Beteiligung der Bundeswehr ihrer toten Kameraden gedenken. Einheiten der 1. Gebirgsdivision der Wehrmacht ver√ľbten eines der gr√∂√üten Massaker des Zweiten Weltkrieges in Griechenland ( 1943 ). Deshalb finden gegen diese Totenehrung seit 2002 Protestaktionen statt.

Das Wappen

In Rot drei gr√ľne Tannen, von denen die √§u√üeren auf beiderseits ansteigenden silbernen Felsen stehen; der Stamm der mittleren ist √ľberdeckt mit einem auf dem Felsen stehenden golden gekr√∂nten schwarzen Mohrenkopf. Die B√§ume zwischen den Bergen versinnbildlichen den Namen Mittenwald und beziehen sich zugleich auf seine landschaftliche Lage. Der Mohrenkopf ist dem Wappen des Bistums Freising entnommen, das durch Kauf 1294 Mittenwald samt Garmisch, Partenkirchen und dem Oberen Loisachtal erworben hat.

Brauchtum

Fester Bestandteil der Brauchtumspflege sind die in Vereinen organisierte Musikkapelle, der Trachtenverein, der historische Spielmannszug, die Gebirgssch√ľtzen und diverse kirchliche Gruppen, die eigene Feste veranstalten und an allgemeinen Festen und Umz√ľgen teilnehmen. Dar√ľber hinaus gibt es recht urige Vereine wie die "Schoferer" (Schafz√ľchterverein) oder die Fingerhakler . Wie im gesamten Alpenraum, so ist auch der Fasching in Mittenwald eine besondere Zeit. Dann leben die "Maschkara" (die Maskierten) auf, die Schellenr√ľhrer, Jackelschutzer, Goaslschnoizer, Pfannenzieher, Untersberger Mandl, Angler, Teufels- und B√§rentreiber, die auf den Stra√üen und in den Gastst√§tten zu finden sind. Die zugeh√∂rigen Utensilien, vor allem die sehr individuellen Holzlarven (es gibt keine zwei gleichen), sind in Familienbesitz und werden oft seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten weitergegeben. Abends gibt es in den traditionellen Gastst√§tten gem√ľtliche Abendveranstaltungen (Gungeln) mit Musik und Tanz.

Sehenswertes

  • L√ľftlmalerei an H√§usern (Hornsteiner Haus, Hoglhaus, Neunerhaus, Schlipferhaus)
  • Pfarrkirche St. Peter und Paul
  • Geigenbau- und Heimatmuseum (Ballenhausgasse 3)
  • Wanderung zum Lautersee und Ferchensee oder zum Hohen Kranzberg (Sessellift).
  • Bergbahn auf Westliche Karwendelspitze mit Mittenwalder Klettersteig
  • Radtour zum Isarursprung
  • Naturph√§nomen Leutaschklamm

Wirtschaft

Die Haupteinnahmequelle des Ortes stellt mit Abstand der Tourismus dar. Im Ort gibt es rd. 600 Beherbergungsbetriebe mit ca. 5.400 Betten sowie etwa 70 Restaurationsbetriebe. Neben einer gut ausgebauten Infrastruktur (u.a. Kunsteisstadion, Erlebnisbad, Tennishalle, Sessellift, Bergbahn) ist Mittenwald auch bekannt f√ľr sein alt√ľberliefertes kulturelles Brauchtum. Alle f√ľnf Jahre findet dort der "Bozner Markt" statt, au√üerdem auch alle vier Jahre der Internationale Geigenbauwettbewerb.

Die Gemeinde gilt, neben dem sogenannten Musikwinkel im s√§chsischen Vogtland, als das bedeutendste deutsche Zentrum des Streich- und Zupfinstrumentenbaus unserer Zeit. Die Mittenwalder k√∂nnen in diesem Bereich auf eine √ľber 300-j√§hrige Tradition zur√ľckblicken, als deren Begr√ľnder Matthias Klotz (1653-1743) gilt. Heute gibt es in Mittenwald ca. 10 selbst√§ndige Geigenbaumeister . Au√üerdem gibt es eine staatliche Fachschule f√ľr Geigenbau mit ca. 45 Sch√ľlern in 7 Semestern. Die Schule hat eine 150-j√§hrige Tradition und wurde zur Ausbildung der sog. Heimarbeiter gegr√ľndet, die Geigenteile herstellten, die dann bei den Verlegern zusammengebaut und in die ganze Welt verkauft wurden. Durch diese Einzelteilanfertigung waren die Geigenbauer nicht mehr in der Lage, ein ganzes Instrument zu bauen. Zus√§tzlich besteht an der Geigenbauschule seit 1980 ein Zweig f√ľr Zupfinstrumentenmacher. Wer alte Mittenwalder Instrumente ansehen m√∂chte, kann das Geigenbaumuseum in der Ballenhausgasse besichtigen. Dieses wurde am 16. April 2005 nach Renovierung und Umgestaltung wieder er√∂ffnet.

In Mittenwald siedelten sich nie nennenswert Industrie- und Gro√übetriebe an. Zudem ist in letzter Zeit ein vermehrtes Abwandern vorhandener Betriebe zu erkennen. So sollen die Firma GEWA (Musikinstrumente und Zubeh√∂r) und Mittenwald Chemie (heute Dokumental) in den n√§chsten Jahren den Ort verlassen. Dies und der Abbau der Standortverwaltung (Bundeswehr) entziehen dem Ort auf Dauer das zweite Standbein neben dem Tourismus. Bislang waren die Bem√ľhungen, den Ort als Standort der Gebirstruppen im Kern zu erhalten, erfolgreich. Und auch touristisch wurden in j√ľngster Vergangenheit, durch die Etablierung des BIKE Transalp Challenge von Mittenwald nach Riva (Gardasee) und des am 24. Juli 2005 er√∂ffneten DSV Nordic-Walking-Aktiv-Zentrums, neue Akzente gesetzt. Ob dies im hart umk√§mpften touristischen Angebot dauerhaft erfolgreich ist, muss sich erst noch zeigen, zumal in unmittelbarer Nachbarschaft mit Seefeld in Tirol und Garmisch-Partenkirchen zwei namhafte touristische Orte liegen.

Bilder

Städtepartnerschaften

Es besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Wyk auf Föhr.

Weblinks

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