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Letzte Änderung für Artikel Puchheim: 05.02.2006 12:53

Puchheim

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Wappen Karte
Deutschlandkarte, Position von Puchheim hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Oberbayern
Landkreis : F├╝rstenfeldbruck
Fl├Ąche : 12,23 km┬▓
Einwohner : 19.465 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 1.592 Einwohner/km┬▓
H├Âhe : 530 m ├╝. NN
Postleitzahl : 82178
Vorwahl : 089
Geografische Lage :
Koordinaten: 48┬░ 09' N, 11┬░ 21' O
48┬░ 09' N, 11┬░ 21' O
Kfz-Kennzeichen : FFB
Gemeindeschl├╝ssel : 09 1 79 145
Gliederung des
Gemeindegebiets:
2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Poststra├če 2
82178 Puchheim
Offizielle Website: www.puchheim.de
E-Mail-Adresse: gemeinde@puchheim.de
Politik
B├╝rgermeister : Dr. Herbert Kr├Ąnzlein ( SPD )

Puchheim ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis F├╝rstenfeldbruck. Sie gliedert sich in den alten, eher l├Ąndlich gepr├Ągten Ortskern Puchheim Ort und das erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandene, urbanere Puchheim Bahnhof.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Puchheim liegt im ├Ąu├čersten Osten des F├╝rstenfeldbrucker Landkreises, etwa 8 km ├Âstlich von F├╝rstenfeldbruck und 18 km westlich des M├╝nchner Zentrums.

Nachbargemeinden

Im Nordosten grenzt Puchheim direkt an Gr├Âbenzell. Beide Orte gehen nahtlos ineinander ├╝ber. Im Osten liegt die Stadt M├╝nchen, im S├╝den Germering. Im S├╝dwesten liegt das Gemeindegebiet von Alling, im Westen Eichenau und im Norden Olching.

Im Westen ist Eichenau der n├Ąchste Nachbarort, im S├╝den Germering.

Klima

Puchheim liegt im ├ťbergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen kontinentalen Klima . Weitere wesentliche wetterbestimmende Faktoren sind die Alpen als mitteleurop├Ąische und die Donau als regionale Wetterscheide . Aufgrund dieser Konstellation ist das Wetter relativ wechselhaft. Der F├Âhn bringt das ganze Jahr hindurch aus s├╝dlicher Richtung immer wieder warme und trockene Luftstr├Âmungen nach Puchheim. Damit verbunden ist eine sehr gute Fernsicht, so dass auch die Bayerischen Alpen sehr deutlich zu sehen sind.

Wappen

Puchheim f├╝hrte lange Zeit kein eigenes Wappen. Erst am 11. September 1962 beschloss der Gemeinderat die Annahme eines solchen. Die Genehmigung durch das Bayerische Staatsministerium des Inneren erfolgte am 6. November 1963. Das Puchheimer Wappen zeigt zwei gekreuzte, gr├╝ne Buchenbl├Ątter auf silbernen Grund. Darunter steht ein silbernes Haus auf blauem Grund. Beide Zeichen stehen f├╝r die Bedeutung des Ortsnamens "Siedlung bei den Buchen". Die Farben Silber und Blau zeigen die Zugeh├Ârigkeit zu Altbayern.

Geschichte

Siedlungsgeschichte

Erste Siedlungsspuren reichen in die R├Âmerzeit zur├╝ck, aus der eine Villa rustica sowie M├╝nzfunde um 15 v. Chr. belegt sind. Die urkundliche Ersterw├Ąhnung findet sich in Freisinger Kirchenurkunden zwischen 948-957 als Puohheim. 1494 wird der Verkauf eines Burgstalls von Puchheim an das Kloster F├╝rstenfeld erw├Ąhnt.

Das Gebiet des heutigen Puchheim Bahnhof war ├╝ber die Jahrhunderte ein landwirtschaftlich kaum genutztes Niedermoor . Den Puchheimern diente diese Gegend lediglich als Fluchtort in Krisenzeiten. So vor allem in den Kriegsjahren 1808/09 des f├╝nften Koalitionskriegs , als franz├Âsische Truppen die Region pl├╝nderten. Erst ab 1840 wurde das Moor zunehmend f├╝r den Torfstich genutzt. In den 1870er Jahren begannen die umliegenden Bauern, Gr├╝nland zu gewinnen und Ackerland zu kultivieren. Gleichzeitig entstanden die ersten st├Ąndigen Niederlassungen durch so genannte Kolonisten.

Hausm├╝llverwertung 1898-1949

1869/70 entstand die Bahnlinie nach Memmingen. Eine erste Haltestelle f├╝r Vorortz├╝ge wurde 1896 eingerichtet. Der 1899 begonnene Ausbau des Bahnhofs f├╝hrte am 1. Mai 1900 zur vollen Ernennung f├╝r G├╝terverkehr und Ganzbetrieb. Die Bahnlinie war der entscheidende Wachstumsfaktor f├╝r den Ortsteil Puchheim Bahnhof. Bereits 1898 entstand mit der Hausm├╝llverwertung M├╝nchen GmbH einer der allerersten Industriebetriebe im Landkreis. F├╝r Teile der rund 200 Arbeiter wurden auch Unterk├╝nfte erstellt.

Flugplatz 1910-1914

Bild:Flugfeld Puchheim (Illustration).jpg Neben der Hausm├╝llfabrik pr├Ągte vor allem das Flugfeld Puchheim die Geschichte des Ortes zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Als erster Flugplatz Bayerns wurde er am 22. Mai 1910 von der M├╝nchner "Academie der Aviatik" eingeweiht. Zuvor hatte der Verein f├╝r rund 60.000 Reichsmark 38 ha Mooswiesengel├Ąnde im Gebiet zwischen der heutigen Lager-, Birken- und Alpenstra├če aufgekauft. Insgesamt wurden ca. 700.000 Reichsmark investiert, unter anderem f├╝r eine 4 km lange Betonmauer um das Gel├Ąnde, eine 80 m lange h├Âlzerne Startbahn und ein f├╝r 3.000 Personen berechnetes Hallenrestaurant. Zur Bahnlinie wurde ein eigener Anschluss gelegt, um die Menschenmassen bew├Ąltigen zu k├Ânnen. Zu den Flugtagen kamen bis zu 20.000 Besucher und mehr. Vor allem die Vorf├╝hrungen des franz├Âsischen Kunstfliegers Adolphe P├ęgoud , der 1913 erstmals Loopings und Sturzfl├╝ge zeigte, waren wahre Publikumsmagneten. Mit dem Ausbruch des 1. Weltkriegs wurde das Flugfeld aufgegeben und im November 1915 von der Academie verkauft. Milit├Ąrisch wurde es nicht genutzt.

Kriegsgefangenenlager 1914-1920

Bereits im Oktober 1914 internierte man auf dem Gel├Ąnde des ehemaligen Flugfeldes die ersten Kriegsgefangenen. Zwischen 700 und 850 Franzosen wurden in den Hangars einquartiert. Der Ausbau zum regul├Ąren Kriegsgefangenlagers erfolgte sehr rasch. Schon im Folgejahr war Puchheim nach Grafenw├Âhr das zweitgr├Â├čte Lager in Bayern. Bis 1917 wurden insgesamt 40 Baracken sowie verschiedene Wirtschaftsgeb├Ąude errichtet. Am 21. August 1917 verzeichneten die Listen der Lagerleitung 16.141 Gefangene aus Frankreich, Russland, Italien und England. Die allermeisten wurden als Arbeitskr├Ąfte au├čerhalb des Lagers abgestellt. Im Puchheimer Gebiet legten sie mehrere Gr├Ąben an, um das Moor zu entw├Ąssern. Auch der heute noch vorhandene M├╝hlstetter Graben ist so entstanden. Dar├╝ber hinaus wurden die Gefangenen als Bergarbeiter bei Penzberg, beim Bau einer Acetonfabrik der Wacker-Chemie GmbH sowie in der Landwirtschaft eingesetzt. Zum Zeitpunkt des Waffenstillstands von 1918 war das Lager mit 24.764 Gefangenen (davon 14.072 Russen und 10.692 Franzosen) sowie einer 3.800 Mann starken Wachmannschaft deutlich ├╝berbelegt. Die Aufl├Âsung des Lagers erfolgte erst mit der R├╝ckf├╝hrung der letzten Gefangenen 1920.

Zwischen 1915 und 1919 starben insgesamt 585 Gefangene; die meisten davon an der Spanischen Grippe von 1918. W├Ąhrend franz├Âsische Verstorbene nach dem Krieg in ihre Heimat ├╝berf├╝hrt wurden, verblieben 321 Russen auf dem so genannten Russenfriedhof in der Lagerstra├če.

Verwaltungsgeschichte

Auch wenn 1442 einmalig ein Dorfgericht erw├Ąhnt wird, bildete Puchheim nie eine unabh├Ąngige Hofmark. Bis 1852 unterstand der Ort der Starnberger Gerichtsbarkeit. Im Rahmen der administrativen Neugliederung des neugeschaffenen K├Ânigreichs Bayern wurde Puchheim 1808 dem Steuerdistrikt Germering zugeschlagen. Mit einer eigenen Pfarrei und rund 250 Einwohnern erf├╝llte der Ort die Voraussetzungen des zweiten bayerischen Gemeindeedikts von 1818, um als Ruralgemeinde (erweiterte Selbstverwaltungsrechte, Gemeindeversammlung aus allen stimmberechtigten B├╝rgern) gef├╝hrt zu werden. 1952 werden einige Gemeindeteile von Puchheim Bahnhof an die neugegr├╝ndete Gemeinde Gr├Âbenzell abgetreten.

Gemeindepartnerschaften

Partnergemeinden von Puchheim sind : Nagykanizsa und Zalakaros in Ungarn (seit 1991) und Attnang-Puchheim in ├ľsterreich (seit 1992).

Literatur

  • Landratsamt F├╝rstenfeldbruck (1992): Der Landkreis F├╝rstenfeldbruck - Natur, Geschichte, Kultur, ISBN 3-9803189-0-7
  • Puchheim - Die Gemeinde in alten Bildern, Karten und Pl├Ąnen, Herausgegeben vom Arbeitskreis Kultur, Brauchtum, Geschichte, Geiger-Verlag, Horb am Neckar, 1998, ISBN 3-89570-428-8
  • Puchheim, Herausgeber: Gemeinde Puchheim, ohne Jahr (ca. 1983)

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