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Letzte Änderung für Artikel Bad Reichenhall: 09.02.2006 08:45

Bad Reichenhall

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Deutschlandkarte, Position von Bad Reichenhall hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Oberbayern
Landkreis : Berchtesgadener Land
Fläche : 39,44 km²
Einwohner : 18.351(30. Juni 2004)
Bevölkerungsdichte : 432 Einwohner/km²
H√∂he : 470 m √ľ. NN
Postleitzahl : 83435
Vorwahl : 08651
Geografische Lage :
Koordinaten: 47¬į 43' N, 12¬į 52' O
47¬į 43' N, 12¬į 52' O
Kfz-Kennzeichen : BGL
Gemeindeschl√ľssel : 09 1 72 114
Gliederung des
Stadtgebiets:
9 amtlich benannte Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
83435 Bad Reichenhall
Website: www.stadt-bad-reichenhall.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Wolfgang Heitmeier ( FWG )
Lage der Stadt Bad Reichenhall im Landkreis Berchtesgadener Land
Lage der Stadt Bad Reichenhall im Landkreis Berchtesgadener Land

Die Große Kreisstadt Bad Reichenhall ist der Verwaltungssitz des Landkreises Berchtesgadener Land im Regierungsbezirk Oberbayern . Bad Reichenhall ist eine Kurstadt mit zahlreichen Solequellen und Solebädern.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt liegt im Reichenhaller Talkessel der Saalach. Das hei√üt, die Stadt ist auf fast allen Seiten von Bergen umgeben. Im Norden steht der Bad Reichenhaller Hausberg, der Hochstaufen, sowie der Fuderheuberg. Im Westen befindet sich der Zwiesel, im S√ľden der Predigtstuhl. Im Osten, etwas weiter weg, hinter den angrenzenden Orten Bayerisch Gmain und dem √∂sterreichischen Gro√ügmain, steht das Untersbergmassiv.

Der Ortsteil Marzoll liegt nördlich von Staufen und Fuderheuberg, dort wo sich das Tal weitet.

Stadtgliederung

Neben der Kernstadt besteht Bad Reichenhall aus den Ortsteilen Karlstein, Kirchberg, Marzoll, Nonn, Schwarzbach, St. Zeno , Thumsee, T√ľrk und Wei√übach.

Die gesamte Fläche des Stadtgebietes beträgt 3.943 ha, davon sind 568 ha Siedlungs- und Verkehrsflächen, 2.286 ha Waldflächen, 588 ha Landwirtschaftsflächen, 171 ha Wasserflächen und 35 ha Erholungsflächen (Stand 30. Juni 2004).

Geschichte

Der urspr√ľngliche Ortsname "Hal" deutet darauf hin, dass es sich um einen Ort mit einer Saline handelt. Eine √úbersetzung von "Hall" mit "Salz" ist nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht zul√§ssig. Es muss vielmehr hei√üen "Saline". Als im 14. Jahrhundert die Bezeichnung Reichenhall zur Unterscheidung von anderen "Hall"-Orten √ľblich wurde, wusste man bereits nicht mehr um die eigentliche Bedeutung des Begriffes "Hall". Reichenhall bedeutet demnach das "reiche Hall" im Gegensatz zur neuen Konkurrenzsaline von Hallein. "Hallein" entspricht einer Verkleinerungsform (= "das kleine Hall" im Sinne von " -chen und -lein machen alle Dinge klein " ), die vermutlich urspr√ľnglich (wohl von Reichenhaller Seite) despektierlich gebraucht wurde.

Fr√ľhgeschichte

Funde im Reichenhaller Raum deuten darauf hin, dass bereits w√§hrend der Glockenbecherkultur (2600 bis 2300 v. Chr.) eine feste Siedlung und weitverzweigte Handelswege vorhanden waren. Belegt wurde dies durch Funde zahlreicher Grabst√§tten aus der Urnenfelderzeit ( 1600 - 750 v. Chr. ) im Bereich des heutigen Ortsteils Karlstein . Dort war in der La-T√®ne-Zeit ( 450 bis 15 v. Chr. ) auch ein keltisches Kultzentrum am "Langackertal" und eine M√ľnzpr√§gest√§tte am "Haiderburgstein". Die Kelten verf√ľgten bereits √ľber ein fortschrittliches Verfahren zur Salzgewinnung, die Salzsiedetechnik .

Aus der r√∂mischen Kaiserzeit ( 15 v. Chr. bis 480  n. Chr.) stammen Funde einer anspruchsvollen Villenkultur in Marzoll und Fager (Ortsteil Karlstein), die Siedlung wurde von den R√∂mern ‚Äěad salinas‚Äú genannt und geh√∂rte zur r√∂mischen Provinz Noricum. Die Funde zahlreicher Grabst√§tten der Bajuwaren in Kirchberg aus der Merowingerzeit ( 480 bis 700 ) schlie√ülich deuten auf ein friedliches Nebeneinander von Germanen und Romanen hin, wobei man diese logische Verkn√ľpfung offen lassen muss. Als Siedlung k√∂nnten der Altstadtbereich oder der Kirchberg oder auch ganz andere Bereiche Bayerns gedient haben. Der Legende nach entdeckt der Heilige Rupert im Jahre 696 die w√§hrend der V√∂lkerwanderungszeit versch√ľtt gegangenen Solequellen wieder und bringt damit die Saline zu einer neuerlichen wirtschaftlichen Bl√ľte.

Bad Reichenhall und das Salz

Die gesamte Region war historisch schon immer von der Salzgewinnung und -verarbeitung gepr√§gt. Namen wie Salzburg, Salzburghofen, Hallein, Hallstadt oder Reichenhall (vom vorr√∂mischen Wort "hal" f√ľr "Saline") sind Zeugen daf√ľr. Die um 1070 entstandene Hallgrafschaft Reichenhall √ľberwachte den regen Salzhandel . Salz war auf Grund seiner konservierenden Eigenschaften zu dieser Zeit ein sehr kostbares Gut, es wurde auch als Wei√ües Gold bezeichnet.

Inwieweit hier die Salzproduktion in vorr√∂mische Zeit reicht, ist bis dato unklar. Bis zur Erscheinung der R√∂mer 15 v. Chr. wird es sich vermutlich um eine Saline mit lokaler Bedeutung gehandelt haben. Die R√∂mer forcierten die Salzproduktion und machten die Reichenhaller Saline zur leistungsf√§higsten im gesamten Alpenraum. Die auf nat√ľrliche Weise dem Erdboden entspringenden Solequellen in Reichenhall wurden gefasst, das kostbare Nass in t√∂nernen √Ėfen versotten.

Im Mittelalter waren Reichenhaller B√ľrger und das Kloster Sankt Zeno in Besitz der Solequellen und der eherner Sudpfannen, die die alten Ton√∂fen abgel√∂st hatten. Immer wieder kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen mit benachbarten Orten, bzw. deren Einwohnern, in denen ebenfalls Salz produziert wurde. Im Sp√§tmittelalter kamen die Reichenhaller Siedeherren immer mehr in Bedr√§ngnis, da die Qualit√§t der Sole durch ungehindert eindringendes S√ľ√üwasser vermindert wurde. Schlie√ülich gelang es im ausgehenden 15. Jahrhundert den bayerischen Herz√∂gen innerhalb eines einzigen Jahrzehnts, die Quellen und die Sudpfannen in ihren Besitz zu bringen. Bis zum Jahr 1619 hatte lediglich das Stift St. Zeno noch einen eigenen Salinenbetrieb.

Mit der Inbesitznahme der Salzproduktion durch die Wittelsbacher begann die Modernisierung der Saline . Um des Problem der zuflie√üenden S√ľ√üw√§sser zu beseitigen, wurden alle Solequellen in einem neuen zentralen F√∂rderschacht, dem so genannten "Hauptschacht" zusammengefasst. Das zwangsl√§ufig, wenngleich unerw√ľnscht vorhandene S√ľ√üwasser wurde kurzerhand als Oberfl√§chenwasser durch den so genannten Grabenbachstollen abgeleitet. Dieser verl√§uft noch heute , trotz aller Wirren der vergangenen Jahrhunderte mit ihren vielf√§ltigen Verw√ľstungen in etwa 14 Metern Tiefe knappe zwei Kilometer lang unterhalb der Stadt, ehe das Wasser im Ortsteil Staufenbr√ľcke in die Saalach m√ľndet.

Um die Sole aus dem neuen Hauptschacht zu fördern wurde im Jahre 1440 ein Paternosterschöpfwerk verwendet. Damit wurde die "menschliche Kette" abgelöst. Das Pumpwerk blieb bis auf kleinere Veränderungen bis zum Reichenhaller Stadtbrand im Jahr 1834 bestehen.

Die Sole wurde in herz√∂glichen Sudh√§usern zu Salz versotten. Der feuchte Salzbrei wurde in Holzf√§sser gestopft, die so entstandenen Salzfuder in gro√üen √Ėfen getrocknet und anschlie√üend zersto√üen (dieser Vorgang konnte bei Bedarf mehrfach wiederholt werden ). Erst als Beschwerden √ľber schwere Qualit√§tsm√§ngel des Salzes zunahmen, entschied man sich zu umfassenden Mordernisierungsma√ünahmen unter Leitung des Schweizer Baumeisters v. Claiss. Gro√üe Ver√§nderungen f√ľr die Saline brachte der Stadtbrand im Novenber 1834 , dem gro√üe Teile der Stadt und die gesamte Saline zum Opfer fielen: Die Pumpanlagen im Hauptbrunnhaus wurden komplett erneuert, Herzst√ľck wurden nun zwei gro√üe Wasserr√§der, die mittels zehn Saug- und Druckpumpen die Sole aus dem Hauptschacht f√∂rderten. Von dort aus wurde das Salzwasser in die benachbarten Solereserven gepumpt, von wo aus es je nach Bedarf in eines der vier neuen Sudh√§user geleitet werden konnte.

Auch heute noch spielt das Salz in Bad Reichenhall eine große Rolle. Reichenhall wurde nicht nur dank seiner Solebäder , die mit Wasser aus zahlreichen Solequellen gespeist werden, zur so genannten Kurstadt , sondern es vermarktet auch die Saline Bad Reichenhall sein Reichenhaller Markensalz in ganz Deutschland und vielen Ländern der Welt.

Ortsgeschichte

  • Um 700 wird der Ort mit Hal bzw. ad Salinas bezeichnet, 1323 wird der neue Name Reichenhall erstmalig erw√§hnt. Um 1070 bildet sich eine eigene Reichenhaller Hallgrafschaft heraus, die den Handel mit dem kostbaren Gut Salz organisiert und √ľberwacht.
  • Ab 1493 kauft der Herzog von Bayern sukzessive die b√ľrgerlichen Siedeanlagen auf. Das Salzwesen wird weitgehend ein Staatsmonopol.
  • 1196 f√ľhrt eine Strafexpedition von Erzbischof Adalberts III. gegen Reichenhall zur v√∂lligen Vernichtung der Stadt. In dieser Zeit wird auch die legend√§re Hallburg am Streitbichl durch den Erzbischof errichtet. Auch 1834 werden zwei Drittel aller H√§user zerst√∂rt, diesmal jedoch durch einen Brand.

Im ausgehenden Mittelalter wird die Salzgewinnung zunehmend technisiert, unter anderem:

  • 1524 Baubeginn des Grabenbachstollens, eines unterirdischen Systems zur Ableitung von S√ľ√üwasser aus dem Solebrunnen.
  • 1617 - 1619 Bau einer h√∂lzernen Soleleitung nach Traunstein mit einer Gesamtl√§nge von cirka 31 Kilometern. Mit diesem Bau und der Errichtung einer Saline in Traunstein verschiebt sich der wirtschaftliche Schwerpunkt der bayerischen Region zugunsten Traunsteins.
  • 1808 - 1810 folgt eine Soleleitung nach Rosenheim
  • Nach der S√§kularisation der F√ľrstprobstei Berchtesgaden wird 1817 die circa 29 km lange Soleleitung vom Salzbergwerk Berchtesgaden nach Reichenhall gebaut. Heute kommen rund zwei Drittel des in Bad Reichenhall verarbeiteten Salzes von dort.
Alte Saline
Alte Saline
  • 1834 werden durch einen Gro√übrand weite Teile der Stadt zerst√∂rt, Ludwig I. beauftragt Johann Daniel Ohlm√ľller mit dem Wiederaufbau. Die dabei errichtete ‚ÄěAlte Saline‚Äú gilt als Industriedenkmal. Die Stadt ist seit dem Jahr 1846 ein beliebter Kur- und Badeort. Seit 1890 darf Reichenhall auf Verf√ľgung des bayerischen Prinzregenten den Zusatz Bad f√ľhren, neun Jahre sp√§ter wird es k√∂niglich bayerisches Staatsbad .
  • Ein alliierter Bombenangriff fordert am 25. April 1945 200 Todesopfer. Das Stadtzentrum der Kurstadt, in dem sich zahlreiche Lazarette befinden, wird weitgehend zerst√∂rt, hingegen sind in der Kaserne keine nennenswerten Sch√§den zu verzeichnen.
  • Von 1945 bis 1951 geh√∂rte zu Bad Reichenhall ein DP-Lager f√ľr so genannte Displaced Persons .
  • 1958 wird Bad Reichenhall nach Aufstellung der Bundeswehr wieder Gebirgsj√§gerstandort (General-Konrad-Kaserne, benannt nach einem Wehrmachtsgeneral).
  • 1993 - Am 12. September wird das Wirtsehepaar des Reichenhaller Hauses am Hochstaufen bei einem Raub√ľberfall ermordet.
  • 1997 wird der Staatsbadbetrieb privatisiert, die Staatliche Kurverwaltung aufgel√∂st und die Kur-GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain gegr√ľndet.
  • 1999 - Der 16-j√§hrige Lehrling Martin Peyerl schie√üt am 1. November wahllos vom Fenster des elterlichen Wohnhauses in Bad Reichenhall und t√∂tet drei Passanten. Er erschie√üt seine 18 Jahre alte Schwester und bringt sich selbst um.
  • 2005 wird im M√§rz die RupertusTherme er√∂ffnet. Damit kann das Staatsbad wieder mit anderen Kur-/Wellness-Destinationen mithalten.
  • 2005 - Am 12. Juni wurde das erste Mal der Berchtesgadener Land Radmarathon (Alpencup) gestartet. Bad Reichenhall war der Start- und Zielort.
  • 2006 - Am 2. Januar fordert der Einsturz der Eislaufhalle Bad Reichenhall 15 Menschenleben, darunter sind alleine 12 Kinder und Jugendliche, weitere 34 Menschen werden zum Teil schwer verletzt.

Religionen

In Bad Reichenhall gibt es drei katholische Kirchengemeinden: St. Zeno , St. Valentin ( Marzoll ), St. Nikolaus mit den Filialen St. Georg (Nonn), St. Pankraz (Karlstein) und Maria Hilf (Schneizlreuth) und den Nebenkirchen Brunnhaus, Krankenhaus, St. √Ągid, St. Anna, St. Johann und Altersheim Kirchberg.

Des weiteren gibt es eine Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde, die Evangelische Freikirche Mennoniten Br√ľdergemeinde, die Freie Christengemeinde und die Buddhistische Begegnungsst√§tte ShinDo, aber auch die Neuapostolische Kirche .

Eingemeindungen

  • Der Ortsteil St. Zeno wird 1906 eingemeindet.
  • Im Zuge der Gebietsreform werden 1978 die Gemeinden Karlstein und Marzoll eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Der Einwohnerstand von Bad Reichenhall beträgt zur Zeit ca. 18.351 Einw. (Stand 30. Juni 2004), aber der Einwohnerstand schwankt sehr stark, denn der Altersdurchschnitt in der Stadt ist sehr hoch .

Politik

Die Stadtrat Bad Reichenhall zählt 25 Stadträte. Die Sitzverteilung stellt sich seit der letzten Kommunalwahl am 3. März 2002 wie folgt dar:

CSU  : 13 Sitze (Fraktionsvorsitzender: Stefan Kantsperger)
FWG  : 6 Sitze (Fratkionsvorsitzender: Gerhard Fuchs)
SPD  : 4 Sitze (Fraktionsvorsitzende: Elisabeth Reischl)
Gr√ľne  : 2 Sitze (Fraktionsvorsitzende: Eva-Maria Aschauer)

Der Oberb√ľrgermeister Wolfgang Heitmeier ist seit 1988 im Amt.

Wappen

Blasonierung: Gespalten von silber und gold. Vorn ein blaues Rautenmuster. Hinten ein rechtsgewendeter rot bezungter und rot bewehrter schwarzer Panther. Wappenabbildung auf ngw.nl

Bedeutung: Das wei√ü (silber)-blaue Rautenmuster zeugt von der langen Zugeh√∂rigkeit der Stadt zum Machtbereich der Wittelsbacher . Das Rautenmuster stammt urspr√ľnglich aber aus dem Wappen der Grafen von Bogen. Die Wittelsbacher √ľbernahmen es sp√§ter. Der Panther stammt aus dem Wappen der Grafen von Orthenburg.

√Ąltere Wappen: Das √§lteste bekannte Siegel zeigte das Agnus Dei im 13. Jahrhundert . Im gleichen Jahrhundert, vermutlich im Zeitraum der Stadtgr√ľndung, erschien schon das Rautenmuster und der Panther im Wappen.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Museen

  • Das Heimatmuseum im sogenannten ehemaligen Getreidestadel (1.H. 16. Jh.).
  • Das Salzmuseum mit Quellenbau in der Alten Saline mit der Salinenkapelle, erbaut nach dem gro√üen Stadtbrand von 1834 vom Architekten Johann Daniel Ohlm√ľller.
  • Faschingsordenmuseum

Bauwerke

  • Das Alte Rathaus von 1849 (Architekt Lukas, ein Sch√ľler G√§rtners), 1924 mit Fresken von Josef Hengge bemalt.
  • Die Pfarrkirche St. Nikolaus, eine dreischiffige romanische Basilika aus der 2. H√§lfte des 12. Jahrhunderts mit den Kreuzwegstationen von Moritz von Schwind.
  • Das Sebastianiviertel, das original erhaltene Altstadtviertel der Stadt, mit dem Peter- und Paul-Turm, einem der seinerzeit 14 Wehrt√ľrme.
  • Die mittelalterliche Burg Gruttenstein (im Kern 12. Jahrhundert). S√ľdlich davon erhebt sich im Verlauf der historischen Stadtmauer (12./13. Jahrhundert) der zweite noch erhaltene Wehrturm, der "Pulverturm".
  • Das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift St. Zeno aus dem 12. Jahrhundert mit sehenswertem Kreuzgang (das bekannte Relief Friedrich Barbarossas befindet sich dort) und pr√§chtigem Portal aus rotem und wei√üem Untersberger Marmor. Es handelt sich um die gr√∂√üte romanische Basilika Altbayerns (Ma√üe: 90 m lang und 30 m breit, die Mittelschiffsh√∂he betr√§gt ca. 16 m, die Turmh√∂he betr√§gt 48 m).
  • Die neugotische evangelische Kirche aus dem Jahre 1881 .
  • Die St. Johannes- Spitalkirche , die √§lteste Kirche Bad Reichenhalls, bereits im 8. Jahrhundert urkundlich erw√§hnt.
  • Die St. √Ągidikirche, um 1159 erbaut.
  • Das Salzmaierhaus aus dem 15. Jahrhundert, vor 1840 der Amtssitz der Salinenverwaltung.
  • Das Schloss Marzoll im Ortsteil Marzoll, um 1527 . Daneben Kirche St. Valentin - im 8. Jh. unkundl. genannt; gotischer Bauk√∂rper, barocke Ausgestaltung. Stukaturen von Benedikt Z√∂pf.
  • Die Predigtstuhlbahn - √§lteste original erhaltene Gro√ükabinenseilschwebebahn der Welt von 1928. Tal-, Bergstation, Seilbahn und Berghotel im Original.
  • Das historische Saalachkraftwerk von 1914 im Jugendstil
  • Das K√∂nigliche Kurhaus von 1900 , ein Bau Max Littmanns.
  • Das Staatlich-St√§dtische Kurmittelhaus von 1928 - ein Sp√§tjugendstilwerk Max Littmanns.
  • Ruine Karlstein aus dem 12. Jahrhundert, Burg der Grafen von Peilstein.
  • Das Grandhotel Axelmannstein, mit der Fassade von 1909 / 10 , im Kern √§lter ( keltischen Ursprungs ? ). Wiege des Kurortes.
  • Zahlreiche denkmalgesch√ľtzte Villen aus der Gr√ľnderzeit und dem Jugendstil.

Parks

  • Der 4 ha gro√üe K√∂nigliche Kurgarten mit dem Gradierwerk, ein 162 m langes, 14 m hohes und mit 200.000 Schwarzdornreisigb√ľndeln best√ľcktes Gradierwerk, das in seiner heutigen Gestalt als Freiluftinhalatorium dient - daneben Trinkhalle, Wandelbahn und Wandelhalle (Eugen Drollinger) von 1912.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bad Reichenhall lebt stark vom Fremdenverkehr und den Kurbetrieben . Deutschlandweit bekannt ist das Reichenhaller Markensalz in seiner typischen blauen oder gelben Verpackung mit der gro√üen wei√üen Raute. Dies wird in der Saline Bad Reichenhall ( S√ľdsalz GmbH ) hergestellt. Als kontinuierlich aufgebaute Marke ist sie heute vermutlich die √§lteste Marke weltweit. Weltweit bekannt sind auch die Patisserieprodukte der Firma Reber , am meisten wohl die Mozartkugeln, deren gr√∂√üter Produzent Reber heute ist. Ferner sind auch die seit 1934 in Bad Reichenhall stationierten Gebirgsj√§ger (Gebirgsj√§gerbataillon 231, Gebirgstragtierkompanie 230, Stab der Gebirgsj√§gerbrigade 23) ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region.

Verkehr

Die Bundesautobahn A 8 f√ľhrt im Stadtteil Marzoll durch die Stadtgemarkung, wobei die Anschlussstelle Bad Reichenhall im Nachbarort Piding liegt.

Durch die Stadt f√ľhren auch die Bundesstra√üen B 20 und B 21 . Durch Bayerisch Gmain hindurch den Hallthurmer Berg hinauf f√ľhrt die B20 auf deutscher Seite nach Berchtesgaden, parallel dazu die Bahnstrecke Freilassing - Berchtesgaden, die in Bad Reichenhall zwei Bahnh√∂fe hat.

Die zweite Straße auf deutscher Seite nach Berchtesgaden ist die B 305

Durch das Verschwinden der Grenzen in Europa und das Entstehen von Euregios orientiert sich Bad Reichenhall (obwohl politisch nat√ľrlich zu Deutschland geh√∂rend) immer mehr in Richtung der √∂rtlich n√§chstgelegenen Gro√üstadt Salzburg (in √Ėsterreich ), welche nur wenige Kilometer entfernt ist. Bad Reichenhall wird in naher Zukunft von Salzburg ausgehend sogar durch eine S-Bahn Linie (S-Bahn Salzburg) erschlossen werden.

Medien

Hier erscheint das Reichenhaller Tagblatt (gegr√ľndet 1840 ). Das unregelm√§√üig erschienene Magazin Polis bestand nur von 2002 bis 2006 .

Bildung

In der Stadt gibt es das Karlsgymnasium und die M√§dchenrealschule der Erzdi√∂zese M√ľnchen und Freising in St. Zeno . Weiterhin gibt es eine Hauptschule, das Sonderp√§dagogisches F√∂rderzentrum und drei Grundschulen (Heilingbrunnerstra√üe, St. Zeno/Marzoll und Karlstein).

Weitere Bildungseinrichtungen sind die Berufsfachschule f√ľr Krankenpflege an den Kliniken des Landkreises, die St√§dtische Musikschule, die St√§dtische Volkshochschule und die Steigenberger Hotelberufsfachschule

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

  • Fritz Hofmann, Stadtheimatpfleger

Söhne und Töchter der Stadt

  • Anna Christina Friesinger (* 1977 ), deutsche Eisschnelll√§uferin
  • Regina H√§usl (* 1973 ), deutsche Skirennl√§uferin
  • Andreas Hofer (* 1629 -‚Ć 1648 ), Komponist, Hofkapellmeister und Chorregent
  • Michael Neumayer (* 1979 ), deutscher Skispringer
  • Georg Ringsgwandl , ein bayerischer Kardiologe, Kabarettist und Liedermacher
  • Hans S√∂llner , bayerischer S√§nger und Liedermacher
  • Stefan Holzner , deutscher Triathlet

Weblinks

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