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Letzte Änderung für Artikel Nibelungenhalle: 14.12.2005 20:26

Nibelungenhalle

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Die Nibelungenhalle war eine aus der Zeit des Nationalsozialismus stammende Veranstaltungshalle in Passau, die v.a. durch die darin stattfindenden Politischen Aschermittwoche der CSU ber├╝hmt wurde.

Geschichte

Auf dem Gel├Ąnde des 1927 vom Freistaat Bayern gepachteten Kleinen Exerzierplatz wurde schon im ersten Jahr nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, am 27. April 1934 , vom damaligen NSDAP -Gauleiter Hans Schemm der Grundstein f├╝r eine Halle gelegt, die Volksversammlungen gro├čen Stils erm├Âglichen sollte. Die als Prunkbau von Architekten Karl Kiefer geplante Nibelungenhalle sollte Veranstaltungen f├╝r 8.000 bis 10.000 Menschen erm├Âglichen, und am 15. Mai 1934 erfolgte nach nur halbj├Ąhrlicher Planungsphase bereits der Spatenstich f├╝r den 1.6 Millionen Reichsmark teueren Bau. Wie im Rahmen der nationalsozialistischen Massenarbeitsbeschaffungen ├╝blich wurde der Hallenbau zum Gemeinschaftswerk der ganzen Stadt erkl├Ąrt, und so arbeiteten viele Passauer in ihrer Freizeit an dem Bau mit. Durch zahlreiche Geld- und Sachspenden war der niedrige Preis des Baus realisierbar. Nach einj├Ąhriger Bauzeit wurde die Halle dann 1935 eingeweiht.
Ber├╝hmt wurde die Halle aber erst nach dem Krieg, als die CSU mit ihrem traditionellen Politischen Aschermittwoch aus dem zu klein gewordenen Wolferstetterkeller in Vilshofen in die Nibelungenhalle zog. Vor allem Franz Josef Strau├č erregte dort mit seinen teils sehr deftigen Schl├Ągen in Richtung Landtags- Opposition und Bundesregierung immer wieder Aufsehen. Mit dem letzten Politische Aschermittwoch in der Nibelungenhalle 2003 unter Edmund Stoiber geht hier eine politische ├ära zu Ende. Heute findet der Aschermittwoch in der neu erbauten Dreil├Ąnderhalle in Passau statt, die als Abl├Âsung f├╝r die Nibelungenhalle erbaut wurde.
Eher zweifelhaften Ruhm erhielt die Nibelungenhalle auch als Veranstaltungsort der rechtsextremenen Parteien NPD und DVU , was Passau den Ruf einer "braunen" Stadt einbrachte. Diese nutzen mehr als 15 Jahre lang die Halle mit ihrer typischen Nazi-Architektur als Ort f├╝r ihre Kundgebungen. Trotz zahlreicher Proteste seitens der Stadt Passau, den Gewerkschaften, Parteien und tausenden Passauer B├╝rgern beharrten die Parteien auf der Nibelungenhalle als Veranstaltungsort. Eine Verbot der Veranstaltungen per Gericht scheiterte, da jeder Partei die Nutzung gestattet werden muss. Doch durch hohe Mieten f├╝r die Halle, deren Spende an Opfer rechter Gewalt und die Weigerung f├╝r die Bewirtung durch den Restaurantp├Ąchter, warf die NPD schlie├člich 2000 und die DVU 2001 das Handtuch. Der Abriss der Halle stand zu diesem Zeitpunkt ebenfalls bereits fest. Am 10. Februar 2004 wurde mit dem Abriss der Nibelungenhalle begonnen, der inzwischen abgeschlossen ist. Auf dem Platz entsteht nun das Passauer Projekt "Neue Mitte".

Weblinks

Wikipedia

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