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Letzte Änderung für Artikel Nationalpark Bayerischer Wald: 08.01.2006 20:44

Nationalpark Bayerischer Wald

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Typische Landschaft f√ľr den Nationalpark Bayerischer Wald: felsiger Granituntergrund und Mischwaldbestand aus √ľberwiegend Fichten und Buchen
Typische Landschaft f√ľr den Nationalpark Bayerischer Wald: felsiger Granituntergrund und Mischwaldbestand aus √ľberwiegend Fichten und Buchen

Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde am 7. Oktober 1970 als erster Nationalpark Deutschlands eröffnet und umfasst seit seiner Erweiterung 1997 eine Fläche von 24.250 Hektar . Zusammen mit dem Böhmerwald bildet der Bayerische Wald die größte zusammenhängende Waldfläche Zentraleuropas.

Der Nationalpark erhielt 1972 die internationale Anerkennung durch die International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources (IUCN). 1986 erfolgte die Verleihung des Europadiploms der Kategorie A durch den Europarat (letztmals 2001 verlängert bis 2006).

Die Nationalparkverwaltung hat ca. 200 Mitarbeiter, Hauptsitz ist Grafenau. Leiter der Nationalparkverwaltung ist seit 1998 Karl Friedrich Sinner , der Dr. Hans Bibelriether nachfolgte.

Inhaltsverzeichnis

Geographische Ausdehnung

Der Park liegt im Osten Bayerns in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau entlang der Grenze zu Tschechien und umfasst eine Fl√§che von heute 24.250 Hektar fast unber√ľhrter (Ur)waldlandschaft im Mittelgebirge des Bayerischen Waldes.

Ein Gro√üteil des Nationalparks liegt in einer H√∂he von √ľber 1.000 Metern, umgeben von den Gipfeln des Falkensteins (1.315 m), des Lusens (1373m) und des Gro√üen Rachels (1.453 m). Neben den Hochw√§ldern erstrecken sich dort auch noch einzigartige Hochmoore und -wiesen, die sog. Schachten, welche sich auf der tschechischen Seite im B√∂hmerwald noch weiter ausbreiten. Im Osten grenzt der Nationalpark an den 1991 gegr√ľndeten 69.030 ha gro√üen Nationalpark ҆umava , mit dem eine enge Zusammenarbeit besteht.

Das Nationalpark-Konzept

Zielvorgabe des Nationalparks ist es, "Natur Natur sein [zu] lassen". Auf der √ľberwiegenden Fl√§che des Nationalparks sollen die Natur und damit auch die dynamischen Abl√§ufe in den W√§ldern gesch√ľtzt werden. Auf 8.000 Hektar (knapp 25% der Fl√§che) greift der Mensch in den nat√ľrlichen Ablauf daher √ľberhaupt nicht mehr ein.

Der Borkenkäfer im Nationalpark

Durch Windbr√ľche vorbelastete Fichtenmonokulturen nach Borkenk√§ferbefall.
Durch Windbr√ľche vorbelastete Fichtenmonokulturen nach Borkenk√§ferbefall.

Nahezu der ganze Park besteht aus ausgedehnten Mischw√§ldern aus Fichten , Buchen und Tannen , die sich dadurch, dass sie in ihrer Entwicklung heutzutage fast ausschlie√ülich sich selbst √ľberlassen sind, zu einer unber√ľhrten urwald-√§hnlichen Landschaft zur√ľckgebildet haben. In den h√∂heren Lagen zwischen Rachel und Lusen setzte sich jedoch der Baumbestand fast nur noch aus Fichten zusammen. Mitte der 1980er und Anfang der 1990er Jahre kam es durch heftige St√ľrme zu zahlreichen Windbr√ľchen, durch die schlagartig g√ľnstige Lebensbedingungen f√ľr den Borkenk√§fer entstanden. In den Folgejahren erh√∂hte sich die Population des Buchdruckers teilweise so stark, dass selbst gesunde, stehende Fichten dem starken Befall zum Opfer fielen. Einzelne "K√§ferl√∂cher" weiteten sich aus und verschmolzen schlie√ülich zu gro√üen Fronten. In Teilen der Bev√∂lkerung stie√ü die von der Nationalparkverwaltung verordnete Tatenlosigkeit auf Unverst√§ndnis; die angrenzenden Waldbauern f√ľrchteten um ihren eigenen, wirtschaftlich genutzten Bestand. Andere sahen im Borkenk√§fer dagegen einen Helfer, um Wirtschaftswald mit anf√§lligen Monokulturen in kr√§ftigen Mischwald, die beste Vorsorge gegen zuk√ľnftigen Befall, zu verwandeln. Seit einigen Jahren gehen die Borkenk√§ferzahlen deutlich zur√ľck und mit dem Nachwachsen von jungen Ebereschen , Fichten und Buchen ist an vielen Stellen wieder ein Jungwald entstanden. Diese neuen B√§ume haben mittlerweile (Stand 2004) schon eine H√∂he von 70 cm erreicht.

Tierwelt

Luchs
Luchs

Im Nationalpark konnte sich eine einzigartige Tierwelt erhalten bzw. wurde dort wieder angesiedelt. Darunter befinden sich vom Aussterben bedrohte Arten wie z.B. Auerhuhn, Luchs , Wanderfalke , Wildkatze, Schwarzstorch oder der Fischotter genauso wie andere typische Bewohner des Bayerischen Waldes. Im Tierfreigel√§nde, das sich im Nationalpark in der N√§he von Neusch√∂nau befindet, sind in einem weitr√§umigen Gel√§nde heute und ehemals ans√§ssige Tiere wie Fischotter , K√§uze , Wildkatze, Luchs , Uhu und Wolf in Freigehegen untergebracht. In einem zweiten Freigel√§nde sollen ab 2006 R√ľckz√ľchtungen von heute in Mitteleuropa ausgestorbenen Tierarten wie z.B. dem Wildpferd und dem Urrind zu beobachten sein.

Weblink

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Nationalpark Bayerischer Wald aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Nationalpark Bayerischer Wald verfügbar.

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