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Letzte Änderung für Artikel Dingolfing: 17.02.2006 20:43

Dingolfing

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Wappen Karte
Wappen von Dingolfing Deutschlandkarte, Position von Dingolfing hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Niederbayern
Landkreis : Dingolfing-Landau
Geografische Lage :
Koordinaten: 48¬į 38' N, 12¬į 30' O
48¬į 38' N, 12¬į 30' O
H√∂he : 364 m √ľ. NN
Fläche : 44,03 km²
Einwohner : 18.250 (Januar 2006)
Bevölkerungsdichte : 414 Einwohner je km²
Postleitzahl : 84130
Vorwahl : 08731
Kfz-Kennzeichen : DGF
Gemeindeschl√ľssel : 09 2 79 112
Stadtgliederung: 21 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Dr.-Josef-Hastreiter-Straße 2
84130 Dingolfing
Website: www.dingolfing.de
E-Mail-Adresse: stadt@dingolfing.de
Politik
1. B√ľrgermeister :Josef Pellkofer ( UWG )

Dingolfing ist die Kreisstadt des Landkreises Dingolfing-Landau ( Regierungsbezirk Niederbayern ) und hat 18.250 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt liegt etwa 100 Kilometer nord√∂stlich von M√ľnchen im Tal der Isar.

Hydrologie

Die Isar durchflie√üt das Stadtgebiet von West nach Ost und ist seit 1954 im westlichen Teil der Stadt durch ein Wasserkraftwerk der Firma EON zu einem ca. 2 km langen Stausee aufgestaut. Neben der wirtschaftlichen Nutzung dient dieses Gebiet auch als Naherholungsgebiet sowie als Brutst√§tte f√ľr viele Wasservogelarten. Weitere Flie√ügew√§sser sind der Teisbach, der den gleichnamigen Ortsteil durchflie√üt, der Asenbach, aus dem Herrnholz bei Frauenbiburg kommend, der L√§ngenm√ľhlbach links der Isar, sowie der Stadtm√ľhlbach, der parallel zur Isar und durch die Innenstadt flie√üt. Dieser Stadtbach wurde gr√∂√ütenteils im Zentrum unterirdisch durch R√∂hren gef√ľhrt.

Stadtanlage

Dingolfing hat eine bemerkenswerte Stadtanlage: Die eigentliche Kernstadt mit dem Marienplatz (fr√ľher: Wollerzeile), der platzartig geweiteten Bruckstra√üe und die ehemalige Handwerkerzeile Lederergasse sowie der Pfarrkriche St. Johannes wird von einer Oberstadt √ľberragt, die sich auf einer Erhebung befindet und nach allen vier Himmelsrichtungen abf√§llt. Beide Stadtteile sind an ihrer einzigen historischen Verbindung, dem Steinweg, durch ein innerst√§dtisches Tor, den Reiserbogen geschieden. U.U. kann man in dieser Dichotomie eine Doppelgr√ľndung erkennen: W√§hrend die wittelsbachischen Herz√∂ge in der Oberstadt Fu√ü fa√üten, versuchte sich der Bischof von Regensburg in der Unterstadt zu behaupten, ehe die Wittelsbacher im Zuge ihres Landesausbaus den Bischof im fr√ľhen 13. Jh. aus der Stadt dr√§ngten und die Gesamtstadt in ihrer Hand vereinigten.

Stadtgliederung

Im urspr√ľnglichen Stadtgebiet rechts der Isar bestehen u.a. folgende Ortsteile:

  • Altstadt
    • Obere Stadt
    • Untere Stadt
  • Vorst√§dte
    • Gries
    • Fischerei
  • Krautau (erstes Neubaugebiet nach 1945, s√ľdwestlich der Altstadt)
  • Schulviertel
  • Waldesruh (am Asenbach)
  • Spiegelbrunn (kleine Siedlung am Asenbach s√ľdlich der Waldesruh)

Eingemeindungen

  • 1251

Stadtgr√ľndung (Obere Stadt) durch Herzog Otto II √ľber der bestehenden Siedlung Dingolfing (um die Kirche St. Johannes) des Bischofs von Regensburg, durch einen milit√§rischen Akt

  • 1265

Aufgrund eines Vertrags zwischen dem Herzog von Bayern und dem Bischof von Regensburg wurden beide Siedlungen zu einer Stadt verschmolzen

  • 1330

Eingemeindung des Gebietes links der Isar mit den Dörfern ( Schwaigen ) Goben, Höll, Geratsberg und Sossau

  • 1946

Das Stadtgebiet blieb im wesentlichen unver√§ndert bis 1946, als der Gr√ľblhof, bis dahin Teil der Gemeinde Loiching, eingegliedert wurde (einschlie√ülich der Rostm√ľhle, die nach dem aktuellen Besitzer auch als Moserm√ľhle bekannt ist)

  • 1972

Der ehemalige Markt Teisbach wurde 1972 eingegliedert, einschlie√ülich der 1946 von der Gemeinde Loiching in den Markt Teisbach eingegliederten Gemeindeteile links der Isar: H√∂fen (die Teisbacher Schwaige ), Gaubitzhausen, Sch√∂nb√ľhl.

Der gr√∂√üere Teil der ehemaligen Gemeinde Frauenbiburg, mit rund 90 Prozent der Bev√∂lkerung, wurde ebenfalls 1972 eingegliedert, mit den n√∂rdlichen Ortsteilen: Frauenbiburg, Brunn, Ein√∂d, Kaltenberg, Mietzing, Oberbubach, Oberdingolfing, Oberholzhausen, √Ėd, Schermau, Unterbubach, Unterholzausen und Weinpre√ü (die s√ľdlichen Ortsteile wurden in die Gemeinde Marklkofen eingegliedert).

  • 1979

Die letzte Gebietsstands√§nderung erfolgte 1979, als die Gemeindeteile Achatzstall und Neuhausen, die 1972 aus der aufgel√∂sten Gemeinde Frauenbiburg nach Marklkofen eingegliedert wurden, auf Wunsch der Bev√∂lkerung zur Stadt Dingolfing kamen. Diese beiden Gemeindeteile sind nicht wie das √ľbrige Stadtgebiet unter der Telefonvorwahl 08731 zu erreichen, sondern unter 08732, wie etwa Frontenhausen und Marklkofen.

Geschichte

Dingolfing feierte im Jahr 2001 das 750-jährige Jubiliäum der Stadtrechtsverleihung, wenngleich die Ansiedlung deutlich älter ist. Nachweislich fanden im 9. Jh. zur Zeit des agilofingischen Herzogtums Kirchensysnoden in Dingolfing statt.

Nach der dritten bayerischen Landesteilung geh√∂rte Dingolfing zuerst zum Straubinger Teilherzogtum und fiel mit dessen Ende 1425 an Linie Bayern-Ingolstadt. Mit deren Austerben wiederum (1447) gelangte Dingolfing unter die Herrschaft der sog. "Reichen Herz√∂ge" von Bayern-Landshut und verblieb dort bis auch diese Linie des Hauses Wittelsbach 1503 mit Georg von Landshut im Mannesstamm erlosch. Der Landshuter Erbfolgekrieg sicherte der M√ľnchener Linie der Wittelsbacher den Gro√üteil des Landshuter Erbes, darunter auch Dingolfing, das damit zum nunmehr wiedervereinigten gesamtbayerischen Herzogtum geh√∂rte. W√§hrend des Sp√§tmittelalters, insbesondere w√§hrend der Zugeh√∂rigkeit zum Landshuter Teilherzogtum erlebte die Stadt eine wirtschaftliche Bl√ľtephase, wovon die stattliche Kirche St. Johannes (1467-1502) Zeugnis ablegt. Nach wirtschaftlichem Niedergang im 17. Jh. brachte der √Ėsterreichische Erbfolgekrieg 1743 eine Katastrophe √ľber die Stadt. Im Zuge von Kampfhandlungen zwischen feindlichen √∂sterreichischen Truppen einerseits und den verb√ľndeten Franzosen andererseits gingen gro√üe Teile der Stadt in Flammen auf. Die Stadt konnte sich von diesem Schlag nur sehr langsam erholen und versank in weitgehende Bedeutungslosigkeit. Den Zweiten Weltkrieg √ľberstand die Stadt ohne Sch√§den. Lediglich die Br√ľcke √ľber die Isar wurde von der abziehenden Wehrmacht gesprengt. Erst die versp√§tete Industrialisierung in der zweiten H√§lfte des 20. Jahrhunderts, die in Dingolfing mit den Namen der Firmen Glas und BMW verbunden ist sowie der Zuzug zahlreicher Heimtvertriebener brachten der Stadt neuen Aufschwung.

Politik

  • Dingolfing besitzt als kreisangeh√∂rige Gemeinde 25 Stadtr√§te. Bei der letzten Wahl ergab sich folgende Sitzverteilung:
  • CSU 9 Sitze
  • UWG 7 Sitze
  • SPD 6 Sitze
  • BL 3 Sitze

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Städtepartnerschaften

  • seit 17. Oktober 1965 : Enns, √Ėsterreich
  • seit 26. September 1970 : Brumath , Frankreich

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Faschingsumzug in Teisbach (der gr√∂√üte Faschingsumzug in Ostbayern) am Faschingssonntag
  • Mittefastenmarkt: am dritten und vierten Mittwoch nach Aschermittwoch
  • Fischerfest: Freitag vor bis Montag nach dem ersten Sonntag im August
  • H√∂hepunkt des Jahres ist der Kirta (Kirchweih) von Freitag-Mittwoch am 3. Oktoberwochenende.
  • Nikolausmarkt: Ende November/Anfang Dezember

Sehensw√ľrdigkeiten

Das bedeutendste Bauwerk und Wahrzeichen der Stadt ist die dreischiffige sp√§tgotische Hallenkirche St. Johannes, die der Landshuter Bauschule zugerechnet werden kann. Der Bau wurde lt. einer Bauinschrift 1467 begonnen. Der Gew√∂lbeschluss erfolgte im Jahre 1502. Der Turm wurde in den Jahren 1634 und 1688 um zwei Geschosse erh√∂ht und erreicht nunmehr √ľber 80 Meter H√∂he. Im Jahre 1868 wurde die barocke Zwiebelhaube des Turms durch einen Spitzhelm ersetzt. Die Innenausstattung und die Glasmalereien stammen gr√∂√ütenteils aus der Phase der Regotisierung der Kirche w√§hrend des sp√§ten 19. Jhs. Hervorzuheben sind ein lebensgro√ües sp√§tmittelalterliches Kruzifix, das h√§ngend im Vierungsgew√∂lbe angebracht ist ("Herrgott von D.") sowie sp√§tmittelalterliche Plastiken der Kirchenpatrone St. Johannes Evangelist und St. Johannes Baptist. Ebenso ist ein urpr√ľngliches Glasgem√§lde des Sp√§tmittelalters erhalten.

Von kaum minder hoher bauhistorischer Bedeutung ist auch die kath. Pfarrkirche St. Josef im Stadtteil H√∂ll, links der Isar. Das Sichtziegelbauwerk der Jahre 1954 bis 1956 ist eine Sch√∂pfung des bedeutenden M√ľnchner Architekten Robert Vorhoelzer , der als Vertreter der dortigen Postbauschule zu den wichtigen Architekten der klassischen Moderne gerechnet werden darf. Das Gotteshaus findet sein Pendant in der Pfarrkirche "Maria K√∂nigin des Friedens" in M√ľnchen-Giesing unweit des Gr√ľnwalder Stadions . Unter den Ausstattungsst√ľcken ist eine Madonnenfigur von 1623 aus der 1945 untergegangen Stiftskirche Oberm√ľnster in Regensburg erw√§hnenswert. Die evangelische Erl√∂serkirche von Gustav Gsaenger, die 1960 er√∂ffnet wurde, ist ein bemerkenswerter Bau mit vorgeblendetem Bruchsteinmauerwerk aus Bayerwald-Granit. Die Kirche ist durch eine gro√üe Westrosette aus Betonfiligran, ein Glasgem√§lde im Chorfenster und einen campanileartigen Turm mit markanten Akzenten versehen. Die Gei√ülung-Christi-Kirche im S√ľden der Stadt ist eine kleine barocke Wallfahrtskirche, die der Dingolfinger Baumeister Matthias Weigenthaler 1753 geschaffen hat.

Eine bekannte Sehensw√ľrdigkeit ist die Herzogsburg, ein ehem. herzoglich-bayer. Verwaltungsgeb√§ude aus der Zeit der Reichen Herz√∂ge des Landshuter Teilherzogtums. Sie wurde vor einigen Jahren renoviert und beherbergt ein Museum zur Stadtgeschichte. Im obersten Geschoss finden au√üerdem √∂fter Konzerte statt. Eine historisierend gedachte Fassadenbemalung, die im Zuge der Renovierung auf das zuvor sichtbare Backsteinmauerwerk aufgebracht wurde, beraubte das Geb√§ude jedoch seines zur√ľckhaltend-ehrw√ľrdigen Charakters als Baudenkmal niederbayerischer Profangotik und degradierte es √§u√üerlich zu einer affektierten Bayernkitsch-Kulisse.

Die Hochbr√ľcke ist eine hohe Backsteinbr√ľcke, die 1612 vollendet wurde. Der bayerische Herzog und nachmalige Kurf√ľrst Maximilian I. hatte den Bau durch einen Nachlass der Stadtsteuer gef√∂rdert. Das Bauwerk √ľberbr√ľckt den Asenbach und stellt eine der drei Zufahrten zur Oberen Stadt dar.

Das Stadtbild Dingolfings wurde seit dem 19. Jahrhundert durch den Abbruch der Stadttore (mit Ausnahme des Wollertores), die weitgehende Niederlegung der Stadtmauern und innerst√§dtische Geb√§udeabbr√ľche ver√§ndert. Dabei gelang es nur selten, angemessene und qualit√§tvolle Neubauten im Innenstadtbereich zu schaffen, so dass die Stadt heute durch ein weitgehend langweilig-beliebiges Stadtbild gekennzeichnet ist. Zahlreiche innerst√§dtische Bauma√ünahmen der zur√ľckliegenden Jahrzehnte taten ein √ľbriges. Die Anlage eines zweckfreien Stra√üentunnels in die Obere Stadt, der als typisch kleinst√§dtisches Prestigeprojekt gelten kann, f√ľhrte zu einer deutlichen und irreversiblen St√∂rung der historischen Topographie im Nordostbereich der Oberen Stadt/Steinweg. Die Erhaltung dreier historischer Handwerkerh√§user in der Lederergasse, war das Ergebnis langwieriger, kontroverser und z.T. polemischer Debatten, nachdem auch hier der Abriss bereits beschlossen schien.

Das Caprima ist das einzige Bad im Ort. Es gliedert sich in ein Hallenbad und einen Außenbereich. Es besitzt ca. 5 große Schwimmbecken, 2 Kinderbecken und "alle Temperaturen von 0 bis 95 Grad" (G. Ritzinger), eine Sauna und zwei Rutschen. Es ist im Außenbereich im mediterranen Stil gestaltet und bietet außerdem eine große Liegewiese sowie 2 Sprungbretter.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

  • Dingolfing liegt an der A92 , die hier 1988 fertig gestellt wurde:
    • Anschlussstelle Dingolfing-West (17a, fertig gestellt 1988)
    • Anschlussstelle Dingolfing-Ost (17b, fertig gestellt 2002 mit der Ostumgehung)
    • eine weitere Anschlussstelle an der westlichen Stadtgrenze wird angestrebt (auf der H√∂he des Ortsteil H√∂fens, wo das BMW-Dynamikzentrum errichtet wurde)
  • Die B11 wurde im Bereich Dingolfings zur Staatsstra√üe 2074 abgestuft
  • Dingolfing hat einen Nahverkehrsbahnhof an der Kursbuchstrecke 931 Plattling - Landshut - M√ľnchen
  • Der √ĖPNV innerhalb des Stadtgebiets besteht aus vier st√§dtischen Buslinien ("Dingo")

Ansässige Unternehmen

Gr√∂√üter Arbeitgeber f√ľr die Stadt und ihr Umland ist das BMW-Werk,welches mit rund 22 000 Arbeitnehmern (Stand November 2005) die Bev√∂lkerung des Standorts weit √ľbersteigt, das ab 1967 am Stadtrand entstand. Dingolfing ist der weltweit gr√∂√üte von insgesamt 24 Produktionsstandorten der BMW Group. Durch die Ansiedelung von BMW wurde Dingolfing zu einer der reichsten Gemeinden in Deutschland. Entstanden ist dieses Werk aus der √úbernahme der Firma Hans Glas, die in den 1950er Jahren vor allem durch ihr Modell Goggomobil bekannt geworden war.

Bekannt sind die Biere der Brauerei Wasserburger. Das Starkbier "Tassilator" gilt als eines der besten seiner Art in Bayern!

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

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Wikipedia

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