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Letzte Änderung für Artikel Kloster Niederaltaich: 25.12.2005 23:07

Kloster Niederaltaich

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Kloster Niederaltaich ist ein im Jahr 731 von Herzog Odilo von Bayern gegr√ľndetes in der Gemeinde Niederalteich an der Donau liegendes Benediktinerkloster , das dem Heiligen St. Mauritius geweiht ist. Heute schlie√üt man nicht aus, dass das Kloster erst im Jahr 741 gegr√ľndet worden ist.

Stich des Klosters aus dem "Churbaierischen Atlas" des Anton Wilhelm Ertl 1687

Geschichte

Nach der Gr√ľndung 731 erfolgte die Besiedelung des Klosters vom Heiligen Pirmin mit M√∂nchen aus der Abtei Reichenau (Bodensee). Der erste Abt Eberswind gilt als der Redaktor des ersten bairischen Stammesrechts, der Lex Baiuvariorum.

Das Kloster kultivierte gro√üe Teile Niederbayerns bis in das Gebiet der heutigen Tschechischen Republik und gr√ľndete 120 Siedlungen im Bayerischen Wald. Unter Karl d. Gro√üen und Ludwig d. Deutschen erweiterte sich der Abteibesitz bis in die Wachau. Unter letztgenanntem war Abt Gozbald (825-855) Erzkanzler. 848 erhielt das Kloster das Recht der freien Abtswahl, 857 dann die Reichsunmittelbarkeit . Das Kloster war 950 bis 990 Kollegiatstift . Die Reichsunmittelbarkeit verlor das Kloster durch die Lehensvergabe durch Kaiser Friedrich Barbarossa an das Bamberger Bistum 1152 wieder. 1242 √ľbernahmen die Wittelsbacher die Vogtei √ľber das Kloster. Bis zur S√§kularisation war Niederalteich eine geschlossene Hofmark.

√úber 50 M√∂nche wurden als √Ąbte in andere Kl√∂ster oder auf Bischofsst√ľhle berufen. Das Jahrhundert der Ungarnst√ľrme brachte Niedergang und Umwandlung in ein Chorherrenstift.

Unter Abt Gotthard (996-1022) setzte eine neue Bl√ľtezeit des Klosters ein. Der Heilige Gotthard der mit Herzog Heinrich von Bayern, dem sp√§teren Kaiser Heinrich II., Tr√§ger der Klosterreform seiner Zeit war ist wohl der bekannteste Abt der Abtei. Er wurde sp√§ter Bischof von Hildesheim und ist dort begraben.

1242 √ľbernahmen die Wittelsbacher als Erben der Grafen von Bogen die Vogtei √ľber das Kloster. Wichtige √Ąbte ab dieser Zeit waren Hermann ( 1242 bis 1273 ), der Verfasser der "Annales Hermanni" sowie die Reform√§bte Kilian Weybeck ( 1503 bis 1534 ) und Paulus Gmainer ( 1550 bis 1585 ). Vitus Bacheneder , Abt von 1651 bis 1666 , schuf nach dem Drei√üigj√§hrigen Krieg die Grundlagen f√ľr die wirtschaftliche Bl√ľte des Klosters in der Barockzeit . Unter Abt Joscio Hamberger ( 1700 - 1739 ) erfolgte die Gestaltung des Barockklosters und der jetzigen Kirche sowie die Einrichtung einer Schule.

Mit der Säkularisation durch den Reichsdeputationshauptschluss wurde das Kloster 1803 aufgehoben. Der durch einen Blitzschlag hervorgerufene Kirchenbrand 1813 bedeutete den Beginn des Abbruchs großer Teile der Barockanlage. Die Klostergebäude wurden an Privatleute veräußert. Die Seitenkapellen der Klosterkirche, der gotische Kreuzgang und die anschließenden Klostertrakte sowie die Pfarrkirche wurden abgerissen. 1918 wurde Niederalteich mit Hilfe eines Vermächtnisses des Niederalteicher Religionsprofessors Franz Xaver Knabenbauer von Kloster Metten aus neu besiedelt. Im Jahr 1932 erhielt die Klosterkirche den päpstlichen Ehrentitel einer " Basilica minor ". 1949 wurde das Kloster unter Abt Emmanuel Maria Heufelder wurde wieder eine selbstständige Abtei.

Die verbliebenen Teile der barocken Klosteranlage wurden 1953 / 1954 durch einen Neubau wieder verbunden und nach und nach renoviert. 1959 gr√ľndete man die Katholische Landvolkshochschule. 1971 bis 1973 wurde das Gymnasium St. Gotthard erbaut, dessen Internat aber 1994 geschlossen. 1999 bis 2001 wurde in den Internatsr√§umen das Tagungs- und G√§stehaus St. Pirmin neu ausgebaut.

√Ėkumene

Niederaltaich ist aus der √∂kumenischen Zielsetzung des Klosters heraus ein Kloster mit zwei kirchlichen Traditionen (‚Äě Riten ‚Äú). Ein Teil der M√∂nche betet und lebt nach dem r√∂mischen , ein Teil nach dem byzantinischen Ritus .

Durch Papst Pius XI. wurde den Benediktinern 1924 die Aufgabe gestellt, Theologie und Frömmigkeit des christlichen Ostens im Abendland bekannt zu machen.

Die ‚ÄěG√∂ttliche Liturgie‚Äú ( Eucharistie ) und das Stundengebet werden von den M√∂nchen in deutscher Sprache gefeiert. Dazu wurden die liturgischen Texte aus dem Kirchenslawischen bzw. dem Griechischen √ľbersetzt.

1986 wurde f√ľr die Feier des byzantinischen Ritus im Trakt der ehemaligen Klosterbrauerei eine Kirche und eine Kapelle eingerichtet, die beide dem heiligen Bischof Nikolaus von Myra geweiht sind.

Weblink

Wikipedia

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