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Letzte Änderung für Artikel Deggendorf: 08.02.2006 12:49

Deggendorf

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Wappen Karte
Wappen fehlt
Wappen
Deutschlandkarte, Position von Deggendorf hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Niederbayern
Landkreis : Deggendorf
Geografische Lage :
Koordinaten: 48┬░ 50' N, 12┬░ 58' O
48┬░ 50' N, 12┬░ 58' O
H├Âhe : 314 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 77,21 km┬▓
Einwohner : 31.260 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 409 Einwohner je km┬▓
Postleitzahlen : 94469
Vorwahl : 0991
Kfz-Kennzeichen : DEG
Gemeindeschl├╝ssel : 09 2 71 119
Stadtgliederung: 7 Ortsteile
Partnerstadt: Neusiedl am See
Adresse der
Stadtverwaltung:
Franz-Josef-Strau├č-Str. 3
94469 Deggendorf
Website: www.deggendorf.de
E-Mail-Adresse: stadt@deggendorf.de
Politik
Oberb├╝rgermeisterin : Anna Eder (CSU)
Grabkirche Deggendorf
Grabkirche Deggendorf

Deggendorf ist Gro├če Kreisstadt des Landkreises Deggendorf ( Regierungsbezirk Niederbayern ). Die Fachhochschulstadt an der Donau hat 31.260 Einwohner und wird auch als "Tor zum Bayerischen Wald" bezeichnet. Sie liegt an der Donau, in der N├Ąhe der M├╝ndung der Isar.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

In einer am 20. November 1002 ausgestellten Urkunde K├Ânig Heinrichs II. f├╝r das Kloster Niederm├╝nster in Regensburg, wird Deggendorf erstmals erw├Ąhnt.

Deggendorf ist an einem geografisch wichtigen Ort errichtet worden. Hier war ein nat├╝rlicher Donau├╝bergang vorhanden, der die Stra├če entlang der Isar nach Norden fortsetzte. F├╝r die in Bayern herrschenden Geschlechter war dies immer ein Grund, hier pr├Ąsent zu sein. Mit dem Aussterben der Babenberger und der Grafen von Bogen (1242), setzten sich die Wittelsbacher in den Besitz der ehemaligen Grafschaft Deggendorf. Die Stadt wurde neu geordnet und geplant angelegt. Mit Privilegien und Verg├╝nstigungen wurde Deggendorf gef├Ârdert, bis es 1316 und 1320 mit dem Stadtrecht ausgestattet, und damit der Prozess der Stadtwerdung auch verfassungsm├Ą├čig abgeschlossen wurde. Damit war Deggendorf f├╝r das Umland zu einem Anziehungspunkt f├╝r Markt und Handel geworden.

Schwere Bev├Âlkerungsverluste waren im 30-j├Ąhrigen Krieg zu beklagen. Zwei Drittel der Einwohner starben 1633/34 an der Pest. W├Ąhrend des Spanischen und des ├ľsterreichischen Erbfolgekriegs wurden Teile der Stadt in Brand gelegt und zerst├Ârt. Obwohl diese Ereignisse Jahrzehnte lang ihre Spuren hinterlie├čen, erstand Deggendorf als funktionierende Stadt mit Hilfe der Ressourcen des Umlandes schnell wieder. Ein barockes Zeichen dieses daraus erwachsenen st├Ądtischen Selbstbewusstseins wurde mit dem Bau des Grabkirchenturmes 1722 gesetzt, der von Kunsthistorikern als einer der sch├Ânsten T├╝rme in Bayern beschrieben wird und dem Stadtplatz seinen unverwechselbaren Charakter gibt.

Im 19. Jahrhundert werden Verkehrsverbindungen wie die Eisenbahnlinie ├╝ber die Donau in den Bayerischen Wald hinein geschaffen, die h├Âlzerne Donaubr├╝cke durch einen stabilen eisernen ├ťbergang ersetzt und Stra├čen zur Erschlie├čung des Umlandes von Deggendorf gebaut. Das mittelalterliche Stadtbild verschwindet durch das Auff├╝llen der Stadtgr├Ąben und die Stadttore und Stadtmauern werden weggerissen. Der ├╝ber 500 Jahre alte Stadtkern wird ver├Ąndert und aufgeweicht. Heute ist nur noch die Anlage der Stadt erkennbar und ein 27 m langes St├╝ck zuf├Ąllig ├╝berlieferter Stadtmauer ist erhalten geblieben.

Erst im vorigen Jahrhundert erfuhr Deggendorf durch Eingemeindung der benachbarten Ortschaften einen entscheidenden Gebiets- und Bev├Âlkerungszuwachs. Die Nachbargemeinde Schaching kam 1935 zur Stadt Deggendorf, in den Jahren 1972 bis 1978 folgten Deggenau, Fischerdorf, Mietraching mit Greising sowie Seebach und Natternberg.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs , 1945 , wurde in Deggendorf ein DP-Lager eingerichtet f├╝r j├╝dische so genannte " Displaced Persons ". Das Lager wurde im Juni 1949 aufgel├Âst. Das DP-Lager beherbergte bis zu 2.000 Bewohner.

Wirtschaft und Verkehr

Hauptindustriezweige sind Textilindustrie, Leichtmetallbau, Reaktorbau, Eisen-, Gummi-, Kunststoff- und Holzverarbeitung; Hoch- und Tiefbau und Wachswarenfabrikation. Deggendorf ist Mitglied der Wirtschaftsregion Donaust├Ądte. Deggendorf liegt verkehrsg├╝nstig am Autobahnkreuz der Autobahnen A 3 N├╝rnberg ÔÇô Passau ÔÇô Wien und A 92 M├╝nchen ÔÇô Deggendorf mit der Fortsetzung B 11 nach Bayerisch Eisenstein und in die Tschechische Republik. Die Stadt besitzt einen Donauhafen und eine Schiffsanlagestelle f├╝r Fahrgastschiffe. Der uralte Donau├╝bergang in Form einer Furt wurde schon um 1280 durch eine h├Âlzerne Donaubr├╝cke ersetzt, 1863 in eine eiserne Br├╝cke umgewandelt und letztmalig 1999 durch eine moderne Donaubr├╝cke zu einem sowohl den Erfordernissen des Stra├čenverkehrs als auch der Schifffahrt entsprechenden ├ťbergang ausgebaut. Die Eisenbahnlinie Plattling ÔÇô Bayerisch Eisenstein (ÔÇ×WaldbahnÔÇť), eine der landschaftlich sch├Ânsten Eisenbahntrassen Deutschlands, verbindet Deggendorf mit dem Bayerischen Wald und Tschechien.

Bildung

Deggendorf ist seit 1994 Fachhochschulstadt mit einer der erfolgreichsten FH-Neugr├╝ndungen mit 2 500 Studenten. Hauptfachrichtungen sind Betriebswirtschaft (u. a. mit der Spezialisierung Wirtschaftsinformatik, Internationales Management, Tourismusmanagement), Bauingenieurwesen, Elektro- und Medientechnik sowie Maschinenbau und Mechatronik. Die Stadt verf├╝gt ├╝ber zwei Gymnasien (Comenius-Gymnasium, Robert-Koch-Gymnasium), eine Berufsober- und Fachoberschule (Aloys-Fischer-Schule), eine Realschule f├╝r M├Ądchen (Maria-Ward-Schulstiftung), eine Wirtschaftsschule, zwei Berufsschulen, Berufsfachschulen f├╝r Krankenpfleger, Krankengymnastik und Fremdsprachenberufe, eine Fachakademie f├╝r Sozialp├Ądagogik, f├╝nf Grundschulen, zwei Hauptschulen sowie zwei F├Ârderschulen.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Das Kulturviertel

Das Deggendorfer Stadtmuseum im Kulturviertel pr├Ąsentiert ├╝ber 10.000 Exponate zur kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Stadt und ihrer Region. Die fr├╝he Besiedlung des Donauraumes belegen arch├Ąologische Funde aus dem Landkreis von der Steinzeit bis zum fr├╝hen Mittelalter. Eine Abteilung Stadtgeschichte vermittelt lebendig das mittelalterliche Stadtleben. Der Verkaufsraum einer Biedermeierapotheke mit Laborzubeh├Âr und ein Tante-Emma-Laden sind anschauliche Zeugnisse der Vergangenheit. Ein eigener Bereich ist der sakralen Kunst, der Wallfahrt "Deggendorfer Gnad" und der Volksfr├Âmmigkeit gewidmet.

Das benachbarte Handwerksmuseum widmet sich dem regionalen und ├╝berregionalen Handwerk. Sechs Abteilungen geben einen ├ťberblick ├╝ber die reiche niederbayerische Handwerkskultur: Die Geschichte der handwerklichen Ausbildung ist dabei ebenso ein Thema wie z. B. das Handwerk am Wasser, die Rolle der Frau im Handwerk, das Holzhandwerk im Bayerischen Wald oder die Entwicklung des Handwerks im Industriezeitalter.

Ein Museumskino und wechselnde Sonderausstellungen in den Museen komplettieren das Angebot. Beide Museen und die Museumswerkst├Ątten bieten ein umfangreiches Begleitprogramm f├╝r Familien, Kinder und Schulklassen.

Der ÔÇ×KapuzinerstadlÔÇť, eine 1802 profanierte Kapuzinerkirche, ist Veranstaltungs- und Kongressgeb├Ąude f├╝r verschiedenste kulturelle Ereignisse. Kunstausstellungen finden hier ebenso statt wie Konzerte und Tagungen. Das vierte Glied im Kulturviertel ist die 1990 erbaute Stadtbibliothek.

Die ÔÇ×Deggendorfer StadthalleÔÇť gibt den Rahmen f├╝r gr├Â├čere Veranstaltungen ab. Konzerte, Ausstellungen und Tagungen finden hier ebenso statt wie Tanzveranstaltungen oder Feste.

Daneben engagieren sich zahlreiche Vereine auf den Gebieten der Musik, Malerei und Kunst und beleben damit das Kulturleben der Stadt.

Kirchen und Kapellen

Neben dem gro├čz├╝gig angelegten Stadtplatz, der durch das Rathaus mit seinem historischen Festsaal zweigeteilt ist, sind die Grabkirche Peter und Paul, die Pfarrkirche Mari├Ą Himmelfahrt und die idyllisch gelegene Wallfahrtskirche zur Schmerzhaften Mutter Gottes in der Rose auf dem Geiersberg sehenswert. Die barocke Kapelle im ehemaligen Katharinenspital und die aus der gleichen Zeit stammenden Wallfahrtskirchen in Greising und in der Halbmeile bergen ebenfalls k├╝nstlerische Kleinodien.

Freizeit

Die geografische Lage zwischen der Ebene des G├Ąubodens und dem Bayerischen Wald er├Âffnet viele M├Âglichkeiten der Freizeitgestaltung. Fernwanderwege (via nova), sowie zahlreiche Rund- und Streckenwanderwege f├╝hren durch Deggendorf oder haben hier ihren Ausgang. Viele Wanderungen k├Ânnen in den nahen umliegenden Bergen gemacht werden. Fahrradfahren in seiner ganzen Bandbreite vom gem├╝tlichen Radeln an der Donau bis zum ambitionierten Mountainbiken im Bayerischen Wald (z.B. Rusel) ist ebenso m├Âglich wie Wassersport in mannigfachen Variationen auf den vielen Baggerseen und der Donau. Im Winter wird auf den Bergen des nahen Bayerischen Waldes Ski-Langlauf und Abfahrt betrieben. Dar├╝berhinaus bieten das moderne Ganzjahresbad ÔÇ×elypsoÔÇť und ein Golfplatz auf der Rusel M├Âglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

J├Ąhrlich veranstaltet die Stadt neben dem Fr├╝hlings- und Volksfest ein im wechselnden Turnus stattfindendes B├╝rgerfest, eine Bayerisch-B├Âhmische Woche und eine Sommertraumparty an der Donaupromenade. Der in der Adventszeit abgehaltene Christkindlmarkt ist in den letzten Jahren zum Veranstaltungsh├Âhepunkt im Winterhalbjahr geworden.

Stadtgliederung

Die Stadt gliedert sich in die sieben Stadtteile:

  • Deggenau
  • Fischerdorf: Fischerdorf ist am rechten Donauufer gelegen und wird von der alten Bundesstra├če 11 durchlaufen. Mit dem Stadtzentrum Deggendorfs ist Fischerdorf durch die 1999 neu erbaute Maximiliansbr├╝cke, die die alte Br├╝cke aus den 1920er Jahren ersetzt, verbunden. Derzeit findet in Fischerdorf die Dorferneuerung statt. (Siehe allgemein: Fischerdorf )
  • Greising
  • Mietraching
  • Natternberg
  • Rettenbach
  • Schaching
  • Seebach

Pers├Ânlichkeiten

  • Caspar Aman , (Hofkontrollor)
  • Viktor Martin Otto Denk , (Schriftsteller, Redakteur)
  • Ludwig Ebner , (Kirchenmusiker, Komponist)
  • Wilhelm Fink , (Heimatpfleger, Heimatforscher)
  • Fritz Goller , (Kirchenmusiker, Komponist)
  • Vinzenz Goller , (Kirchenmusiker, Komponist)
  • Rudolf Grashey , (R├Ântgenologe)
  • Heinrich XV. , (Herzog von Bayern)
  • Johannes Heugel , (Komponist, Musiker)
  • Ludwig Kandler , (Portr├Ąt-, Historien- und Genremaler)
  • Johann Jakob Kollmann , (Stadtphysikus)
  • Georg Lotter , (Ingenieur)
  • C├Âlestin Maier , (Abt von Schweiklberg)
  • Georg R├Ârer , (lutherischer Theologe)
  • Benedikt Sch├Âttl , (Maurermeister, Architekt)
  • Albert Steigenberger , (Hotelier)
  • Andreas Trost , (Kupferstecher)
  • Maximilian Weber , (Mineraloge, Geologe)
  • Joseph Gregor Wink , (Maler, Stuckator)

Literatur

  • Br├╝ckenschlag ins Jahr 2000. Die Geschichte der Deggendorfer Donaubr├╝cke (Deggendorf. Arch├Ąologie und Stadtgeschichte 8), Deggendorf 2000
  • Da schau her Deggendorf. Bilder und Texte vom Leben einer Stadt, ihrer Geschichte und Kultur, ihrer H├Ąuser, Stra├čen und Pl├Ątze, von der Arbeit und den Festen ihrer B├╝rger, Deggendorf 1991
  • Deggendorf 1002 ÔÇô 2002. Hrsg. v. Johannes Molitor (Deggendorfer Geschichtsbl├Ątter, Band 24), Deggendorf 2003
  • Kandler, Erich, Deggendorf ÔÇô Stadt zwischen G├Ąu und Wald. Von den Anf├Ąngen bis zur Gegenwart, Grafenau 1976
  • Molitor, Johannes, Deggendorf. Stadt zwischen Donau und Bayerischem Wald, Stuttgart 1994
  • Rose, Klaus, Deggendorf (Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, 27), M├╝nchen 1971
  • Siedler ÔÇô Nonnen ÔÇô B├╝rger (Deggendorf. Arch├Ąologie und Stadtgeschichte 10), Deggendorf 2002.

Weblinks

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