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Letzte Änderung für Artikel Turmuhr von Hartenstein-Rupprechtstegen: 13.11.2005 18:05

Turmuhr von Hartenstein-Rupprechtstegen

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Die Turmuhr im alten Schlauchturm ist eine Sehensw├╝rdigkeit im Ortsteil Rupprechtstegen der Gemeinde Hartenstein in Bayern.

Der Turm

Der Turm wurde fr├╝her zur Trocknung von Feuerwehrschl├Ąuchen benutzt. W├Ąhrend sich die alte Feuerwehrspritze in Lungsdorf befindet, stehen das Spritzen - und Feuerwehrhaus fast am gleichen Platz in Rupprechtstegen, allerdings ein bisschen oberhalb. Das alte Feuerwehrhaus wurde, nachdem es ausgedient hatte, in den 1960er Jahren abgerissen. Nur der alte Trockenturm ist geblieben. Er wurde in den 1870er Jahren errichtet und dient als Turm f├╝r die alte Bahnhofsuhr, aus dem alten Bahnhof in Rupprechtstegen. Schon 1936 wurde die alte Bahnhofsuhr ausgemustert.

Noch drei├čig Jahre weiter als die Uhr, diente der alte Bahnhof. Das einstige Bahnhofsgeb├Ąude steht zwar noch, doch den Bahnhof Rupprechtstegen gibt es nicht mehr. Unmittelbar daneben wurde als moderner Ersatz eine Haltestelle eingerichtet. Ein Unterstand aus Stahl, Kunststoff und Blech, mit einen Fahrkartenautomaten und einer Bank ersetzt ihn. Die Uhr, bzw. das Uhrwerk wurde 1876 von der N├╝rnberger Firma Johann Neher erbaut und leistete ihre Dienste f├╝r die neu eingerichtete Eisenbahnlinie von N├╝rnberg nach Neuhaus und zur├╝ck. Als die Bahnhofsuhr von der damaligen Reichsbahn ausgemustert wurde, wollte man sie nicht entsorgen. Die damaligen R├Ąte der Gemeindeverwaltung Enzendorf, das B├╝rgermeisteramt befand sich in Rupprechtstegen, wie auch die Polizeistation und das Postamt und Telegraphenamt, hatten eben den Einfall das Uhrwerk im Trockenturm der damaligen Feuerwehr einzurichten. Im Mai 1936 wurde die alte Bahnhofsuhr von der Firma Johann F├Ârster im Turm aufgestellt. So erhielt Rupprechtstegen eine Uhr mit Turm inmitten des Ortskerns.

Der Turm ist auf einem quatratischen Mauersockel aufgebaut, das Fachwerk ist in der unteren H├Ąlfte mit Steinen ausgemauert, die obere H├Ąlfte ist mit senkrechten Holzbrettern verschalt und mit L├╝ftungsfenstern versehen; daran erkannt man noch seine einstige Funktion. Der Turm ist etwa f├╝nf Meter hoch und wird von einem vierseitigen Zeltdach abgedeckt, ein Dachreiter in der Mitte kr├Ânt den Abschluss der Dachspitze.

Im Turm f├╝hrt eine schmale Holztreppe nach oben, die den Zugang zum Uhrwerk erm├Âglicht.

Das Uhrwerk

Es handelt sich um ein Uhrwerk mit Pendel und einer Aufzugsmechanik die ├╝ber Gewichte angetrieben wird. Der Handaufzug, mit einer Kurbel, ist oben im Turm direkt an der Mechanik. Zus├Ątzlich geh├Âren zwei Glocken, zwei Tassen mit mechanisch angetriebenen Schwing kl├Âppel , einmal f├╝r die vollen Stunden, und einmal f├╝r die viertel und halben Stunden zur Uhr. Das Werk l├Ąuft etwa 24 Stunden und muss jeden Tag aufgezogen werden. Das Glockenwerk hat man bereits abgestellt, es war oft sehr laut und st├Ârte den Schlaf der Rupprechtstegener, die in der n├Ąchsten Umgebung wohnen. Die Familie Weber, die unmittelbar daneben wohnt, bem├╝ht sich schon seit Jahren um den Erhalt, sie ziehen die Uhr t├Ąglich einmal auf, damit sie immer die richtige Zeit anzeigt. Die Uhr geht allerdings nicht immer genau.

Es wird die gemessene Zeit in drei Himmelsrichtungen angezeigt, in der vierten Himmelsrichtung befinden sich die Glockenk├Ârper. Die drei Ziffernbl├Ątter sind einfach und glatt, mit schwarzen Zeitmarkierungen auf wei├čem Grund und arabischen Ziffern . Die Zeiger sind im Zeitgen├Âssischen Stil erstellt, und ebenso schwarz gehalten. Die Uhr ist somit weithin gut sichtbar. Der Turm steht direkt an der Durchgangsstra├če des Ortsteils Rupprechtstegen, auf halben Wege zum Bahnhof.

Das Alter des Turms zeigt sich darin, dass die Balken auf dem Steinsockel beginnen morsch zu werden und Verfall zeigen. Es ist n├Âtig den Steinsockel und die Auflageh├Âlzer zu erneuern, damit der Turm weiterhin stabil auf seinem Standort stehen

Literatur

"Beitrag zu einer Chronik und Heimatgeschichte f├╝r die Gemeinde Hartenstein in Mittelfranken" Rupprechtstegen und Enzendorf sind zwei der sechszehn Ortsteile von Hartenstein. Erste Ver├Âffentlichung: August 2003

Wikipedia

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