fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Landkreis Lindau (Bodensee): 08.12.2005 10:55

Landkreis Lindau (Bodensee)

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen des Landkreises Lindau (Bodensee) Bild:Lage des Landkreises Lindau (Bodensee) in Deutschland.PNG
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk : Schwaben
Verwaltungssitz : Lindau (Bodensee)
Fläche : 323,37 km²
Einwohner : 78.643 (31. Dezember 2003)
Bevölkerungsdichte : 243 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen : LI
Kreisschl√ľssel : 09 7 76
Kreisgliederung: 19 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Bregenzer Str. 35
88131 Lindau (Bodensee)
Offizielle Website: www.landkreis-lindau.de
E-Mail-Adresse: landratsamt@landkreis-lindau.de
Politik
Landrat : Dr. Eduard Leifert ( SPD )
Karten
Landkreis Lindau (Bodensee) in Bayern
Bild:Karte Landkreis Lindau (Bodensee).png
3D -Karte der Gemeinden: Landkreiskarte

Der Landkreis Lindau (Bodensee) ist ein Landkreis im S√ľdwesten des Regierungsbezirks Schwaben in Bayern. Nachbarkreise sind im Norden die baden-w√ľrttembergischen Landkreise Bodenseekreis und Ravensburg, im Osten der Landkreis Oberallg√§u und im S√ľden das √∂sterreichische Bundesland Vorarlberg. Ferner hat der Kreis im S√ľdwesten eine nat√ľrliche Grenze am Ufer des Bodensees, an welchem die Kreisstadt Lindau auf einer Insel im See liegt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Landkreis besteht im S√ľdwesten aus den Ufern des Obersees, des √∂stlichen und tiefsten Teils des Bodensees. Auf einer Insel im See befindet sich die Altstadt der Kreisstadt Lindau (Bodensee). Nach Westen folgen Bad Schachen (ein Stadtteil von Lindau), Wasserburg (Bodensee) und Nonnenhorn. Die Uferorte sind neben dem Fremdenverkehr auch von der Fischerei und dem Weinanbau gepr√§gt, der vor allem in Nonnenhorn und am Hoyerberg bei Lindau betrieben wird. Nach Nordosten schlie√üt sich ein H√ľgelland an, das aus Endmor√§nen und Drumlins Der √∂stliche Teil wird durch das Westallg√§u gepr√§gt. Der Bergr√ľcken des Pf√§nders verl√§uft in nordnord√∂stlicher Richtung, die H√∂hen liegen meist √ľber 700 - 800 m √ľ. NN . Nach Osten folgen weitere parallel zum Pf√§nderr√ľcken verlaufende Bergk√§mme. Geologisch sind sie vor allem durch terti√§re Nagelfluh -Gesteine gepr√§gt. H√∂chste Erhebung ist die Kalzhofener H√∂he mit 1118 m. Durch die erheblichen H√∂henunterschiede gibt es im Landkreis deutliche klimatische Unterschiede: W√§hrend am Bodensee bereits die Obstb√§ume bl√ľhen und Temperaturen √ľber 25 ¬įC erreicht werden, kann man im Westallg√§u noch meterhohen Schnee vorfinden. Am Pf√§nderr√ľcken kommt es zu Steigungsregen, daher sind dort die Jahresniederschl√§ge am h√∂chsten (deutlich √ľber 1.000 mm/a), w√§hrend es im Westen und Osten trockener ist (um 800 mm/a). Das Westallg√§u ist durch eine √ľberdurchschnittliche Sonnenscheindauer (bis 2.000 Stunden pro Jahr) gekennzeichnet.

Geschichte

Der Landkreis war, wie das √ľbrige Bodenseegebiet und Allg√§u, in vorgeschichtlicher Zeit von den Kelten besiedelt. Aus dieser Zeit existieren noch keltische Fluchtburgen, die aber kaum noch erhalten sind. 15 v. Chr. eroberten die R√∂mer das Gebiet und verleibten es der Provinz R√§tien ein. In Lindau bestand eine r√∂mische Werft, arch√§ologische Funde sind im Kreisgebiet jedoch selten. Ab dem 3. Jahrhundert kam es zu vermehrten Einf√§llen von Alemannen , die das Gebiet nach dem Ende des R√∂mischen Reiches besiedelten. Die Christianisierung erfolgte insbesondere durch St. Gallus und St. Magnus . Die ersten urkundlichen Erw√§hnungen von fr√ľhmittelalterliche Siedlungen betreffen Wasserburg (Bodensee) (784), Lindenberg im Allg√§u (857), Opfenbach (872), Weiler im Allg√§u (894). Das Gebiet war √ľberwiegend unter der Herrschaft des Klosters St. Gallen, Teile geh√∂rten dem Kloster Mehrerau bei Bregenz. Den gr√∂√üten Aufschwung nahm Lindau, urkundlich zuerst 1241 erw√§hnt, das im 13. Jahrhundert zur Freien Reichsstadt und insbesondere durch den Handel wohlhabend wurde. Im sp√§ten Mittelalter gingen die l√§ndlichen Gebiete in die Herrschaft des Hauses Montfort , der Fugger und der Habsburger √ľber, die im 18. Jahrhundert mehr als die H√§lfte des Kreisgebietes regierten.

Durch Napoleon Bonaparte erfolgte eine Neuordnung. 1802 verlor Lindau die Reichsfreiherrlichkeit (Status als Freie Reichsstadt), 1806 erhielt Bayern das Landkreisgebiet, das als Bezirksamt Lindau verwaltet wurde. 1824 wurde das erste Lindauer Dampfschiff , Max Joseph in Dienst gestellt, damit war Lindau an das Schiffahrtsnetz angeschlossen, 1835 wurde die Lindauer Dampfboot AG gegr√ľndet, die sp√§ter von den K√∂niglich Bayerischen Staatsbahnen √ľbernommen wurde. Die Eisenbahnstrecke Lindau-Augsburg, die lange Zeit das verkehrliche R√ľckgrat des Kreises bildete, wurde ab 1844 projektiert. In ihrem Verlauf entstand bei R√∂thenbach der damals gr√∂√üte Eisenbahndamm der Welt. Die Er√∂ffnung erfolgte 1853 , damit war der Landkreis an das bayerische Schienennetz angeschlossen, Bayern erhielt den Anschluss an den Seeweg in die Schweiz. Mit der Bahnlinie Lindau-Bregenz ( 1872 war das Kreisgebiet auch per Bahn mit √Ėsterreich verbunden. 1874 wurde die Eisenbahn- Trajekt -Linie Lindau-Romanshorn eingerichtet. Weiler wurde durch eine Nebenbahn 1897 an die Hauptstrecke bei R√∂thenbach angeschlossen. Erst 1899 erfolgte der L√ľckenschluss Friedrichshafen-Wasserburg-Lindau. 1901 folgte die Lokalbahn R√∂thenbach-Lindenberg-Scheidegg (Scheidegger Moosrutsche).

1938 wurde das Bezirksamt in Landkreis Lindau umbenannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Landkreisgebiet der franz√∂sischen Besatzungszone zugeschlagen und gemeinsam mit W√ľrttemberg verwaltet, w√§hrend der Rest Bayerns zur amerikanischen Besatzungszone geh√∂rte. Der Landkreis hatte damit eine Sonderstellung, Verwaltungschef war der Kreispr√§sident. Der Landkreis Lindau war mit drei Delegierten in der beratenden Versammlung W√ľrttembergs vertreten. Die vollst√§ndige R√ľckgliederung des Landkreises nach Bayern erfolgte am 1. September 1955 . Allerdings spielen die Sportvereine des Landkreises Lindau noch heute in baden-w√ľrttembergischen Ligen !

Wirtschaft

Traditionell dominiert im westlichen Teil der Obstbau, w√§hrend die Landwirtschaft des Westallg√§us vor allem durch Viehzucht gepr√§gt ist. Der Tourismus hat in den letzten 100 Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Im Westen, speziell am Bodensee, √ľberwiegen Sommerg√§ste, im Osten der Skitourismus im Winter und Wander- und Kurtourismus im Sommer. Industriezentren sind Lindau (u.a. Obstsaftherstellung durch Lindauer Fruchts√§fte GmbH (vormals Lindavia), Maschinenbau) und Lindenberg (Textilindustrie, vor allem H√ľte).

Verkehr

Der Landkreis ist durch eine Autobahnen mit M√ľnchen und Norddeutschland sowie dem westlichen Bodenseegebiet und √Ėsterreich verbunden. Eine Eisenbahnhauptstrecke verl√§uft von Lindau nach Westen Richtung Friedrichshafen / Stuttgart / Basel, eine √ľber Bregenz zum Arlberg und in das √∂stliche √Ėsterreich sowie in die Schweiz , eine √ľber Immenstadt nach Kempten und M√ľnchen. Eine Nebenstrecke geht √ľber Memmingen nach M√ľnchen. Durch die Bodenseeschiffe ist der Landkreis mit √Ėsterreich, der Schweiz und Baden-W√ľrttemberg direkt verbunden.

Städte und Gemeinden

Der Landkreis Lindau gliedert sich in 19 Gemeinden, davon 2 Städte, 3 Märkte, 5 Einheitsgemeinden und 3 Verwaltungsgemeinschaften (mit insgesamt 9 Mitgliedsgemeinden).

Städte

  1. Lindau (Bodensee), Große Kreisstadt (24.426)
  2. Lindenberg i.Allgäu (11.434)

Märkte

  1. Heimenkirch (3.693)
  2. Scheidegg (4.242)
  3. Weiler-Simmerberg (6.589)

Einheitsgemeinden

  1. Bodolz (3.130)
  2. Hergatz (2.264)
  3. Nonnenhorn (1.568)
  4. Opfenbach (2.209)
  5. Wasserburg (Bodensee) (3.303)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Verwaltungsgemeinschaft Röthenbach (Allgäu)
    1. Gestratz (1.221)
    2. Gr√ľnenbach (1.385)
    3. Maierhöfen (1.576)
    4. Röthenbach (Allgäu) (1.744)
  2. Verwaltungsgemeinschaft Sigmarszell
    1. Hergensweiler (1.757)
    2. Sigmarszell (2.662)
    3. Weißensberg (2.636)
  3. Verwaltungsgemeinschaft Stiefenhofen
    1. Oberreute (1.609)
    2. Stiefenhofen (1.719)

(Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)

Lageplan

Bild:Karte Landkreis Lindau (Bodensee).png

Literatur

  • Der Landkreis Lindau - 1956 von Gruber, Anton - Verl. d. Heimatpflegers von Schwaben; ISBN B0000BITRD
  • Unser Landkreis. Lindau, Bodensee - 1969 von G√ľnther U. M√ľller und Emil Kroher; ISBN B0000BTVK6
  • Landkreis Lindau, Bd 6 - 1973 von Heinrich L√∂ffler; ISBN 3769698894
  • Der Landkreis Lindau. Landschaft, Geschichte, Kunst. - 1982 von Hugo Schnell; ISBN 3795405696
  • Daheim im Landkreis Lindau - 1994; ISBN 3797702817

Weblinks

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Landkreis Lindau (Bodensee) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Landkreis Lindau (Bodensee) verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de