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Letzte Änderung für Artikel Salzach: 01.02.2006 11:35

Salzach

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Salzach
Länge: 225 km
Quelle : Kitzb√ľheler Alpen
Quellh√∂he: 2.300 m √ľ. NN
M√ľndung : bei Haiming in den Inn
M√ľndungsh√∂he: 344 m √ľ. NN
Höhenunterschied: 1956 m
Einzugsgebiet : 6.700 km²
Einwohner im Einzugsgebiet:
L√§nder : √Ėsterreich , Deutschland
Großstädte : Salzburg
Mittlere Städte :
Rechte Nebenfl√ľsse:
Linke Nebenfl√ľsse:
Häfen :
Bedeutende Br√ľcken:
Schiffbar:

Die Salzach ist mit 225 km L√§nge der l√§ngste Nebenfluss des Inn in √Ėsterreich und Deutschland .

Sie bildet auf etwa 59 km L√§nge die Grenze beider Staaten und hat ein Einzugsgebiet von 6.700 km¬≤ . Der mittlere Wasserabfluss an der Flussm√ľndung betr√§gt 250 m¬≥/s.

Begradigte Salzach kurz nach Obersulzbach-Einm√ľndung
Begradigte Salzach kurz nach Obersulzbach-Einm√ľndung

Inhaltsverzeichnis

Flusslauf

Die Salzach entspringt in √Ėsterreich in den Kitzb√ľheler Alpen an den Abh√§ngen des ‚ÄěSalzachgeiers‚Äú in rund 2.300 Meter √ľber NN in der N√§he von Krimml. Im Oberlauf flie√üt der Fluss in einer L√§ngstalfurche in West-Ost-Richtung bis Schwarzach. Dort schwenkt der Mittellauf nach Norden und durchbricht in der Schlucht der Salzach√∂fen die n√∂rdlichen Kalkhochalpen. Im Unterlauf durchflie√üt die Salzach Salzburg und das Salzburger Becken, anschlie√üend das Alpenvorland und m√ľndet im Becken von √úberackern auf einer H√∂he von 344 Meter √ľber NN bei Haiming in den von Westen kommenden Inn.

Namensgebung

Die Salzach verdankt wie auch Salzburg ihren Namen der Salzschifffahrt, die bis ins 18. Jahrhundert auf der Salzach betrieben wurde. Noch 1791 hie√ü der Fluss (H√ľbner, 1791) Salza (heute der Name eines nieder√∂sterreichischen Flusses); noch √§ltere Bezeichnungen sind Iuarum, Viarum, Igonta.

Nebenfl√ľsse

Im Ober- und Mittellauf: Krimmler Ache , Obersulzbach, D√ľrrbach , Untersulzbach, Habach, M√ľhlbach , Hollersbach , Felberbach , Stubache , Kapruner Ache , Fuscher Ache , Rauriser Ache , Gasteiner Ache , Gro√üarlbach , Kleinarl Bach , Fritzbach

Im Unterlauf: Lammer , Almbach , Torrener Bach , Tauglbach , Königsseeache, Saalach (größter Zubringer)

Wassermenge und Hochwasser

An acht Pegeln in √Ėsterreich und zwei in Deutschland werden laufend Daten zu Wasserstand und Abfluss erhoben. Die mittlere Abflussmenge vergr√∂√üert sich flussabw√§rts durch die Zufl√ľsse der Salzach:

Golling Salzburg Laufen Burghausen
Flusskilometer93,4164,3547,5011,40
Mittlerer Abfluss in m³/s140176239251

Damit ist die Salzach eine der gr√∂√üeren Fl√ľsse in Bayern . Als Alpenfluss muss die Salzach bei ung√ľnstigen Wetterlagen und lang anhaltendem Regen gro√üe Wassermassen aufnehmen. In der Zeit von Juni bis September f√ľhrt dies regelm√§√üig zu Hochw√§ssern, selten auch im Winter. Das wahrscheinlich gr√∂√üte Hochwasser in der Geschichte der Stadt Salzburg am 25. Juni 1786 ist durch eine Hochwassermarke in der Altstadt belegt. Auf der Gedenktafel am Haus der Natur Salzburg steht, dass die Salzach im Mai 1571 2.226 Personen das Leben kostete und im Juli des darauf folgenden Jahres 13 H√§user und Stadl mitriss. Die bisher gr√∂√üte Wassermenge der j√ľngeren Zeit floss mit 2.300 m¬≥/s am 14. September 1899 durch die Stadt Salzburg, am 7. September 1920 ann√§hernd 2200 m¬≥/s. Sehr selten sind Hochw√§sser im M√§rz, am 21. M√§rz 2002 f√ľhrte die Salzach in Salzburg 1.060 m¬≥/s, eine Menge, die circa alle zwei Jahre auftritt, f√ľr den Monat M√§rz aber mindestens ein 100-j√§hriges Hochwasser darstellt.

Bereits am 23. Februar 1899 hat die k. k. Landesregierung in Salzburg ein provisorisches Regulativ f√ľr den Hochwassernachrichtendienst im Herzogthume Salzburg eingef√ľhrt. Heute ist f√ľr die Warnung vor Hochw√§ssern das von der Technischen Universit√§t Wien entwickelte Hydrologische Informationssystem zur Hochwasservorhersage (HYDRIS) zust√§ndig. Hier flie√üen sowohl meteorologische als auch hydrologische Daten ein, die eine Vorwarnung erlauben und durch eine Hochwasserkoordinatoren einen Abstau mit Hilfe der Kraftwerkskette Mittlere Salzach erm√∂glichen.

Regulierung des Flussbettes

Die Korrigierung des urspr√ľnglich weit verzweigten und stark dynamischen Wildflusses wurde 1820 durch einen Staatsvertrag zwischen Bayern und √Ėsterreich beschlossen. Ziel war der Schutz vor Hochwassern sowie ein Festschreiben der Landesgrenze. Au√üerdem sollte die damals noch aktive Schifffahrt gesichert und der Unterhaltungsaufwand begrenzt werden. Der Einbau mehrerer St√ľtzkraftstufen sowie die erfolgreiche Regulierung hatten aber auch negative Auswirkungen: eine immer st√§rkere Eintiefung und ein teilweise kanalartiges Erscheinungsbild. Weil die Salzach nur noch selten √ľber die Ufer tritt, versorgt sie die Auen und den Auwald nicht mehr mit Wasser. Die Weichholzauen sind dadurch verschwunden, die Hartholzauen trocknen aus, der Grundwasserpegel sinkt. Die durch die Eintiefung entstandenen vielschichtigen Probleme mit der Gefahr des rasanten Sohldurchschlags mit erheblichen Sch√§den an Bauwerken und Infrastruktur haben sich inzwischen derart verst√§rkt, dass Handlungsbedarf besteht. Eine deutsch-√∂sterreichische Arbeitsgruppe ist damit besch√§ftigt, L√∂sungsstrategien zu erarbeiten.

Wasserg√ľte

Aufgrund einer 1895 errichteten und in 1960ern stark erweiterten Papier- und Zellstofffabrik in Hallein wies die Salzach 1977 die größte Verschmutzung auf. Erst ab 1979 wurde durch Begrenzung der einzuleitenden Menge an Schmutzwasser (1979: 84t BSB5 pro Tag (was etwa 1,4 Millionen Einwohnern entspricht); 1985: 54t; 1988: 20t; 1990: 15t; 1999: 8t; 2002: 2t) durchgesetzt und mit der Installation einer chlorfreien Bleiche 1991 verbessert sich die Qualität schlagartig.

Salzach in Salzburg
Salzach in Salzburg

Bis 1999 lag die Wasserqualit√§t ab der Fabrik bei Gew√§sserg√ľteklasse II-III (kritisch belastet), bis 1987 sogar nur bei III-IV. Durch die Installierung bzw. Verbesserung der Abwasserreinigung im Herbst 1999 konnte erstmals die durchgehende Gew√§sserg√ľteklasse II (‚Äěgeringe Belastung‚Äú nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie) unterhalb von Hallein erreicht werden. Die Sanierung der Abwassertechnologie der Papierfabrik wurde Ende 2002 erfolgreich abgeschlossen, die seitdem t√§glich eingeleitete Menge Abwasser entspricht aber dennoch rund 25% der gesamten Schutzfracht der Salzach.

Im Bereich der Stadt Salzburg sorgte 1987 der Einsatz der Gro√ükl√§ranlage Siggerwiesen, die f√ľr √ľber 600.000 Einwohner ausgelegt ist, f√ľr eine weitere Verbesserung der Wasserqualit√§t um eine halbe Stufe. Die Kl√§ranlage reinigt neben den Salzburger Abw√§ssern auch die des Umlandes und aus dem bayerischen Ainring.

Salzach vom M√ľllnersteg
Salzach vom M√ľllnersteg

Br√ľcken

Neben den Br√ľcken in Salzburg exisitieren in der Landeshauptstadt auch mehrere Fussg√§ngerstege, grenz√ľberschreitende Br√ľcken √ľber die Salzach gibt es zwischen den Orten Laufen und Oberndorf, zwischen Tittmoning und Ostermiething und zwischen Burghausen und Ach . Viele dieser Br√ľcken wurden durch Hochwasser mehrfach zerst√∂rt. Das Hochwasser vom 13. August 1959 mit 2.100 m¬≥/s bedeutete das Ende der gerade erst erbauten Autobahnbr√ľcke unterhalb von Salzburg, die den Wassermassen nicht standhielt.

Städte

Salzachschleife bei Laufen
Salzachschleife bei Laufen

Tourismus/Freizeit

Salzach bei Ostermiething
Salzach bei Ostermiething
  • Im Haus der Natur Salzburg gibt es die Dauerausstellung Lebensader Salzach
  • Der gut ausgeschilderte Tauernradweg beginnt bei den Krimmler Wasserf√§llen im Nationalpark Hohe Tauern und f√ľhrt an Salzach und Inn teils auf alten Treidelpfaden bis nach Passau.
  • Von Laufen √ľber Tittmoning f√ľhrt ein Uferweg bis nach Burghausen (insgesamt ca. 40 km), der sich auf der deutschen Seite sehr gut bewandern l√§sst.
  • In Anlehnung an die Salzschifffahrt k√∂nnen sog. Pl√§ttenfahrten bei den lokalen Touristenb√ľros gebucht werden, die im Sommer mehrmals pro Monat stattfinden.

Literatur

  • √Ėsterreichisches Bundesministerium f√ľr Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft: Die Salzach - ein Fluss bewegt! (PDF, 7,94 MB)
  • Norbert Winding und Dieter Vogel (Hrsg.): Die Salzach. Wildfluss in der Kulturlandschaft. Verlag Kiebitz Buch, Vilsbiburg 2003, ISBN 3-9807800-1-5

Weblinks

Wikipedia

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