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Letzte Änderung für Artikel Regnitz: 15.02.2006 10:08

Regnitz

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Regnitz bei Vach, von N (Juli 2003)
Regnitz bei Vach, von N (Juli 2003)

Die Regnitz ist ein 58 km langer, linksseitiger Nebenfluss des Mains in Bayern ( Deutschland ).

Inhaltsverzeichnis

Flusslauf

Regnitz als westliche Begrenzung der FrÀnkischen Schweiz
Regnitz als westliche Begrenzung der FrÀnkischen Schweiz

Sie entsteht in FĂŒrth aus dem Zusammenfluss von Pegnitz und Rednitz, fließt nordwestwĂ€rts zum Beispiel durch FĂŒrth, Erlangen, Möhrendorf, Baiersdorf, Hausen, Forchheim und Bamberg und mĂŒndet östlich von Bamberg (Bischberg) bei Flusskilometer 384 in den Main.

Parallel zum Fluss verlaufen im Tal der Regnitz der Main-Donau-Kanal, die A 73 und die Bahnlinie Bamberg-NĂŒrnberg.

ZuflĂŒsse

WasserschöpfrÀder

WasserschöpfrÀder an der Regnitz bei Möhrendorf
WasserschöpfrÀder an der Regnitz bei Möhrendorf

An der Regnitz ist bereits fĂŒr den Anfang des 15. Jahrhunderts der Betrieb von WasserschöpfrĂ€dern zur BewĂ€sserung der an den Fluss angrenzenden Felder belegt. Im Jahre 1805 waren an der Regnitz zwischen FĂŒrth und Forchheim auf einer LĂ€nge von ca. 25 Flusskilometern etwa 190 solche WasserrĂ€der in Betrieb, soviele wie an keinem anderen Fluss in Mitteleuropa . Rechnet man die RĂ€der an der Rednitz hinzu, so waren zwischen Schwabach und Forchheim sogar rund 250 WasserrĂ€der im Einsatz. Mittlerweile wurden sie weitgehend durch moderne Pumpanlagen verdrĂ€ngt.

Der Grund fĂŒr die starke Nutzung der WasserschöpfrĂ€der gerade an diesem Flussabschnitt ist vor allem in den sandigen Böden in Verbindung mit heißen, trockenen Sommern zu suchen, die eine starke BewĂ€sserung notwendig machen. DarĂŒberhinaus begĂŒnstigen das gleichmĂ€ĂŸige GefĂ€lle sowie flache Ufer den Einsatz dieser RĂ€der. Nachteilig wirken sich allerdings die regelmĂ€ĂŸig wiederkehrenden FrĂŒhjahrshochwĂ€sser aus, die die RĂ€der durch Treibgut zerstören wĂŒrden. GemĂ€ĂŸ der in Teilen heute noch gĂŒltigen „Baiersdorfer Wasserordnung“ aus dem Jahre 1693 dĂŒrfen diese auch aus diesem Grunde nur von 1. Mai bis 30. September betrieben werden.

Wasserschöpfrad mit Stauwehr („FlĂŒgel“)
Wasserschöpfrad mit Stauwehr („FlĂŒgel“)

Nördlich von Forchheim war ein Einsatz der WasserschöpfrĂ€der nicht möglich, da die Regnitz hier bereits schiffbar war. Die fĂŒr den Betrieb der WasserschöpfrĂ€der notwendigen und quer durch den Fluss verlaufenden hölzernen Stauwehre („FlĂŒgel“) gestatteten allenfalls das Passieren kleiner Fischerboote durch entsprechende „Schlupflöcher“. Die Stauwehre waren immer wieder Anlass fĂŒr Streitigkeiten zwischen Bauern und Fischern, z. B. weil Fischer Bretter von den Stauwehren entfernten, um sich die Durchfahrt zu erleichtern.

Die meisten der verbliebenen WasserschöpfrĂ€der befinden sich bei Möhrendorf (etwa zehn), eines in Stadeln (FĂŒrth) und ein weiteres wird seit 2004 wieder an der Auchrachwiese im SĂŒdwesten von Erlangen betrieben. Die wuchtigen Holzkonstruktionen, die an MĂŒhlrĂ€der erinnern, werden heutzutage von ehrenamtlichen Helfern zu Beginn der Sommersaison aufgestellt und am Ende der Saison abgebaut und eingelagert. Zum Teil werden sie heute zur BewĂ€sserung von Feuchtbiotopen genutzt, die dem Erhalt der Nahrungsgrundlage fĂŒr die zahlreichen in diesem Gebiet heimischen Weißstörche dienen.

Wirtschaftliche Bedeutung

Gleich bei FĂŒrth wird Wasser zur BewĂ€sserung des Knoblauchslands von einem 2003 erbauten Pumpwerk entnommen.

Bildergalerie

Wikipedia

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