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Letzte Änderung für Artikel Berchtesgadener Alpen: 03.02.2006 08:45

Berchtesgadener Alpen

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Funtensee mit Kärlingerhaus im Steinernen Meer
Funtensee mit Kärlingerhaus im Steinernen Meer

Die Berchtesgadener Alpen sind eine Gebirgsgruppe der N√∂rdlichen Kalkalpen in den Ostalpen . Anteil haben Deutschland mit dem Freistaat Bayern und √Ėsterreich mit dem Bundesland Salzburg. Das Gebirge befindet sich zwischen Saalach und Salzach, dem Zeller See, dem n√∂rdlichen Alpenvorland und Bad Reichenhall. Den h√∂chsten Punkt bildet der Hochk√∂nig mit 2941 m √ľber NN .

Inhaltsverzeichnis

Benachbarte Gebirgsgruppen

Die Berchtesgadener Alpen grenzen an die folgenden anderen Gebirgsgruppen der Alpen:

Gliederung

Die Berchtesgadener Alpen gliedern sich in folgende Gebirgsgruppen (von Nord nach S√ľd und von West nach Ost betrachtet): Untersberg, Lattengebirge, Reiter Alpe, G√∂llstock, Hochkalter, Watzmannstock, Hagengebirge, Steinernes Meer, Hochk√∂nigstock.

Der Gebirgsstock des Watzmann-Massivs bildet dabei das Zentrum der Berchtesgadener Alpen. Westlich wird er durch das Wimbachtal vom Hochkalter getrennt. Die steil abfallende Watzmann-Ostwand endet im K√∂nigssee, auf den in nord√∂stlicher Richtung der G√∂llstock und s√ľd√∂stlich das Hagengebirge folgen. Das Berchtesgadener Haupttal im Norden trennt durch seine Nebent√§ler die Reiteralpe, das Lattengebirge und den Untersberg voneinander. Im S√ľden des Watzmanns schlie√üt ohne gro√üe Unterbrechung das Steinerne Meer an, das mit einer Fl√§che von rund 100 km¬≤ der gr√∂√üte Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen ist.

Geologie

Im unteren Teil der Berchtesgadener Alpen herrscht Dolomit vor, der hier Ramsaudolomit genannt wird. Die Schottermassen des Wimbachtales bestehen vor allem aus diesem Material. Die aus Dolomit gebildeten Hänge zeichnen sich häufig durch den Bewuchs mit Bergkiefern aus - zu sehen z.B. am Sockel des Untersbergs und im Steinernen Meer.

√úber dem Dolomit liegt h√§ufig eine bis zu 1000 Meter m√§chtige Schicht aus Kalk , der hier Dachsteinkalk genannt wird. Die h√§ufig im gebankten Dachsteinkalk anzutreffenden Muschelschalen (aufgrund ihrer Halbmondform genannt Kuhtritte ) und die in d√ľnnen Dolomitschichten eingelagerten Algenmatten lassen darauf schlie√üen, dass die Ablagerungen in einem tropischen Flachmeer stattgefunden haben. In einem Zeitraum von ca. 15 Millionen Jahren produzierten die dortigen Organismen Kalk, w√§hrend sich die Erdkruste kontinuierlich senkte.

Eine andere Art von Dachsteinkalk findet man z.B. am Massiv des Hohen Gölls: Das Gestein besteht aus eingelagerten Korallen , Kalkschwämmen und Kalkalgen , das auf ein vorhandenes Korallenriff mit starker Brandung hindeutet.

W√§hrend der Eiszeit haben sich riesige Firnmassen gebildet, die als Gletscher in das Vorland str√∂mten. Das Tal des K√∂nigssees wurde dabei √ľber 200 m unter die normale Talsohle ausgehobelt - daher die beachtliche heutige Tiefe des Sees. Durch die Erosion der Gletscher bildete sich die heutige U-Form der T√§ler. Die Schuttbildung nach dem R√ľckzug der Gletscher sorgt (auch heute noch) f√ľr die Abtrennung des oberen Teil vom unteren Teil des K√∂nigssees.

Die Übergossene Alm am Hochkönig und der Blaueisgletscher unterhalb des Hochkaltergipfels sind heute die einzigen verbliebenen Gletscher in den Berchtesgadner Alpen. Infolge der allgemeinen Erwärmung sind beide in ihrer Existenz gefährdet.

Bergbau

Das salzf√ľhrende Gestein im Bereich Berchtesgaden - Bad Reichenhall wird Haselgebirge genannt. Der typische Salzgehalt betr√§gt um die 50%, kann aber zwischen 0 und 90% schwanken. Im Bergwerk Berchtesgaden wird es nass abgebaut, d.h., dass es mittels Wasser aus dem umgebenden Stein gel√∂st wird. Die so entstandene Sole wird mittels Soleleitungen nach Bad Reichenhall transportiert, wo es in der dortigen Saline zu Salz aufbereitet wird.

In fr√ľheren Jahren wurde in den Berchtesgadener Alpen noch Silber , Mangan , Kupfer und Eisenerz abgebaut.

Bis in die 70er Jahre wurde bei M√ľhlbach am Hochk√∂nig ein Kupferbergbau (Mitterberg) betrieben.

Berge

Die bedeutendsten Erhebungen:

  • Hochk√∂nigstock
    • Hochk√∂nig, 2.941 m
    • Kummetstein, 2.875 m
    • Bratschenkopf, 2.859 m
    • Lammkopf 2.844 m
    • Hochseiler, 2.793 m
    • Tors√§ule 2.587 m
  • Watzmannstock
    • Watzmann Hocheck, 2651 m
    • Watzmann Mittelspitze, 2713 m
    • Watzmann S√ľdspitze, 2712 m
    • Kleiner Watzmann (Watzmannfrau), 2.307 m
  • Hochkaltergebirge
    • Hochkalter, 2.607 m
    • Hocheisspitze , 2.521 m
    • Ofentalh√∂rndl, 2.513 m
    • Kammerlinghorn, 2.484 m
    • Blaueisspitze, 2.481 m
    • Steintalh√∂rndl, 2.468 m
    • Gro√ües Palfelhorn, 2.222 m
    • Sch√§rtenspitze, 2.153 m
  • Hagengebirge und R√∂th
    • Gro√ües Teufelshorn, 2.361 m
    • Kahlersberg, 2.350 m
    • Kleines Teufelshorn, 2.283 m
    • Schneibstein, 2.275 m
    • Windschartenkopf, 2.211 m
  • Reiteralpe (Reiteralm)
    • Stadelhorn, 2.286 m
    • Gro√ües H√§uslhorn, 2.284 m
    • Wagendrischlhorn, 2.251 m
    • Gro√ües M√ľhlsturzhorn, 2.235 m
    • Kleines M√ľhlsturzhorn, 2.141 m
    • Gro√ües Grund√ľbelhorn, 2.098 m
    • Kleines Grund√ľbelhorn, 2.085 m
  • Untersberg
    • Berchtesgadener Hochthron, 1.973 m
    • Gamsalmkopf, 1.888 m
    • Salzburger Hochthron, 1.853 m
  • Lattengebirge
    • Karkopf, 1.735 m
    • Hochschlegel, 1.688 m
    • Dreisesselberg, 1.679 m
    • Predigtstuhl, 1.618 m
    • Signalkopf (Bayerischer L√∂we),1.393 m
    • Gro√üer Rotofenturm, 1.369 m

Tourismus

H√ľtten

In den Berchtesgadener Alpen befinden sich die folgenden Alpenvereinsh√ľtten:

  • Bergheim Hirschbichl bei Hintersee
  • Blaueish√ľtte bei Hintersee
  • Eckbert-H√ľtte bei Tenneck
  • Erichh√ľtte bei Dienten
  • Ingolst√§dter Haus bei Wei√übach
  • K√§rlingerhaus am Funtensee bei St. Bartholom√§
  • Ostpreu√üenh√ľtte bei Werfen
  • Peter-Wiechenthaler-H√ľtte bei Saalfelden
  • Purtschellerhaus bei Berchtesgaden
  • Riemannhaus bei Saalfelden
  • Stahlhaus bei Golling
  • St√∂hrhaus auf dem Untersberg bei Berchtesgaden
  • Neue Traunsteiner H√ľtte bei Oberjettenberg
  • Watzmannhaus bei Ramsau
  • Zeppezauerhaus bei Gr√∂dig

Fern-/ Weitwanderwege

Die Via Alpina , ein grenz√ľberschreitender Weitwanderweg mit f√ľnf Teilwegen durch die ganzen Alpen, verl√§uft auch durch die Berchtesgadener Alpen.

Der Violette Weg der Via Alpina verläuft mit 9 Etappen durch die Berchtesgadener Alpen wie folgt:

  • Etappe A36 verl√§uft von Werfen im Salzachtal zum Arthur Haus
  • Etappe A37 verl√§uft vom Arthur Haus zur Erichh√ľtte
  • Etappe A38 verl√§uft von der Erichh√ľtte nach Maria Alm
  • Etappe A39 verl√§uft von Maria Alm zum Riemannhaus
  • Etappe A40 verl√§uft vom Riemannhaus zum K√§rlingerhaus
  • Etappe A41 verl√§uft vom K√§rlingerhaus nach K√∂nigssee (mit Schifffahrt √ľber den K√∂nigssee)
  • Etappe A42 verl√§uft von K√∂nigssee nach Engedey bei Berchtesgaden
  • Etappe A43 verl√§uft von Engedey zur Neuen Traunsteiner H√ľtte
  • Etappe A44 verl√§uft von der Neuen Traunsteiner H√ľtte nach Unken im Saalachtal

Siehe auch: Nationalpark Berchtesgaden, Salzbergwerk Berchtesgaden

Weblinks

Wikipedia

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