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Letzte Änderung für Artikel Sachsen-Coburg und Gotha: 31.01.2006 16:32

Sachsen-Coburg und Gotha

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Das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha war ein in Personalunion vereinigtes Doppelherzogtum, bestehend aus den sog. ernestinischen Herzogt√ľmern Coburg und Gotha.

Daten im Jahr 1910
Herzogtum : Sachsen-Coburg Sachsen-Gotha
Landeshauptstadt : Coburg Gotha
Fläche : 562 km² 1415 km²
Einwohner : 74.818 182.359
Bevölkerungsdichte : 133 Einwohner/km² 129 Einwohner/km²
Stimmen im Bundesrat : 1
Kfz-Kennzeichen : CG CG
Karte
Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha
Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Herzogtum entstand 1826 gem√§√ü einem Schiedsspruch K√∂nig Friedrich Augusts II. von Sachsen zur umfassenden Neugliederung der Ernestinischen Herzogt√ľmer. Nach dem Aussterben der Linie Sachsen-Gotha-Altenburg tauschte der Herzog von Sachsen-Hildburghausen sein Herzogtum mit Sachsen-Altenburg. Die Linie Sachsen-Meiningen bekam Sachsen-Hildburghausen und von Sachsen-Coburg-Saalfeld den Saalfelder Landesteil sowie das Amt Themar. Das Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld erhielt daf√ľr das Herzogtum Sachsen-Gotha und von Sachsen-Hildburghausen die √Ąmter K√∂nigsberg und Sonnefeld.

Zum Herzogtum Coburg geh√∂rte au√üerdem seit 1816 das F√ľrstentum Lichtenberg an der Nahe, welches der Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld Ernst III. nach dem Wiener Kongress als Entsch√§digung f√ľr die den Verb√ľndeten beim Kampf gegen Frankreich geleistete Hilfe zugesprochen bekam. Aufgrund der gro√üen Entfernung zu Coburg und der Unruhen infolge des Hambacher Festes verkaufte der Herzog das F√ľrstentum 1834 an Preu√üen .

Das neu entstandene Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha war ein Doppelherzogtum, das von einer Dynastie in Personalunion regiert wurde, aber nur eine Stimme im Bundesrat hatte. Die Errichtung eines Einheitsstaates war 1826 vers√§umt worden. Sp√§tere Versuche zur Verschmelzung der Herzogt√ľmer scheiterten 1867 , weil der Gothaer Landtag nicht die hohen Coburger Landesschulden √ľbernehmen wollte, und 1872 , als die Vereinigungsfrage mit der Dom√§nenfrage verbunden werden sollte.

Es gab mit Gotha und Coburg zwei Residenzst√§dte. Deshalb zog der gesamte herzogliche Hof mit dem Hoftheater zweimal j√§hrlich um: von Coburg nach Gotha und zur√ľck. F√ľr das Hoftheater existierten daher zwei nahezu identische Spielst√§tten, welche gleichzeitig 1840 in Gotha (im 2. Weltkrieg zerst√∂rt) und Coburg (heute Landestheater Coburg) errichtet wurden. Neben der Residenzschl√∂ssern Friedenstein in Gotha sowie Ehrenburg in Coburg benutzte die herzogliche Familie noch das Schloss Reinhardsbrunn bei Gotha sowie die Schl√∂sser Callenberg und Rosenau bei Coburg.

Es bestand f√ľr jedes Herzogtum ein eigener Landtag (11 Mitglieder in Coburg und 17 Mitglieder in Gotha), die durch Zusammentritt einen gemeinschaftlichen Landtag bilden konnten. F√ľr die beiden Herzogt√ľmer gab es zwar ein Staatsministerium in Gotha, dieses hatte aber zwei nahezu unabh√§ngige Ministerialabteilungen in Coburg und Gotha. Der Staatsminister leitete die Gothaer Ministerialabteilung und war verantwortlich f√ľr die gemeinsamen Staatsangelegenheiten sowie die Wirtschafts- und Gewerbepolitik, das Justizwesen und die Durchf√ľhrung der Reichsgesetze. In Coburger Landesangelegenheiten, wie beispielsweise das Kommunalwesen, die Polizeiaufgaben, Kirche und Schule sowie Verm√∂gensverwaltung und Finanzen, aber auch bis 1891 in Hofangelegenheiten konnte er nicht eingreifen. Die Finanzen beider Herzogt√ľmer blieben grunds√§tzlich getrennt. √úber einen gemeinschaftlichen Etat wurden vor allem die finanziellen Beziehungen zum Reich abgewickelt und die gemeinschaftlichen Aufgaben bestritten. Zusch√ľsse aus beiden Landesetats erfolgten im Verh√§ltnis 7:3 zwischen Gotha und Coburg.

Nur das Herzogtum Gotha geh√∂rte neben den Herzogt√ľmern Sachsen-Meiningen, Sachsen-Altenburg und vor allem dem Gro√üherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach zu den Erhalterstaaten der Universit√§t Jena. Es hatte auch ein eigenes Landgericht , w√§hrend das f√ľr das Herzogtum Coburg zust√§ndige in Meiningen war.

Das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha erhielt am 3. Mai 1852 ein Staatsgrundgesetz, welches wesentliche Teile der Grundrechte aus der Verfassung der Frankfurter Nationalversammlung √ľbernommen hatte. Es trat 1834 dem Deutschen Zollverein , 1866 dem Norddeutschen Bund und 1871 dem Deutschen Reich bei. Im Bundesrat in Berlin, wo es auch als Doppelherzogtum nur eine Stimme hatte, unterhielt es seinen eigenen Bevollm√§chtigten und lie√ü sich erst ab 1913 , wie die meisten anderen th√ľringischen Staaten, durch das Gro√üherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach vertreten.

Das Doppelherzogtum zerfiel mit dem Ende der Monarchie und der Personalunion 1918 in die Freistaaten Gotha und Coburg. Nach einer Volksabstimmung 1919 wurde der Freistaat Coburg 1920 mit dem Freistaat Bayern vereinigt und am 1. Mai desselben Jahres ging der Freistaat Gotha im neuen Land Th√ľringen auf.

Weitere Daten

Herzogtum Sachsen-Gotha
Herzogtum Sachsen-Gotha

Herzogtum Gotha

  • Bev√∂lkerung: 112.417 ( 1865 ), 141.446 ( 1885 ), 182.359 ( 1910 )

Volkenroda, Körner, Klein-Keula, Menteroda, Hohenbergen, Pöthen, Obermehlen
Nazza, Ebenshausen, Frankenroda, Hallungen
Neukirchen, Lauterbach
Werningshausen
Neuroda, Trassdorf, Kettmannshausen

Herzogtum Sachsen-Coburg
Herzogtum Sachsen-Coburg

Herzogtum Coburg

  • Bev√∂lkerung: 47.014 ( 1865 ), 57.383 ( 1885 ), 74.818 ( 1910 )
  • St√§dte: Coburg, K√∂nigsberg , Neustadt bei Coburg, Rodach
  • Landratsamtbezirk: Coburg
Herzogtum Sachsen-Coburg, Exklave Königsberg in Franken
Herzogtum Sachsen-Coburg, Exklave Königsberg in Franken
  • Exklaven: K√∂nigsberg, Altershausen, D√∂rfles, Hellingen, K√∂slau, Kottenbrunn, Erlsdorf, Nassach
F√ľrstentum Lichtenberg
F√ľrstentum Lichtenberg

Au√üerdem bis 1834 das F√ľrstentum Lichtenberg

Regierende Herzöge

  • Ernst I. 1826 - 1844
  • Ernst II. 1844 - 1893
  • Alfred 1893 - 1900
  • Erbprinz Ernst von Hohenlohe-Langenburg, Regent von 1900 - 1905
  • Carl Eduard 1905 - 1918

Siehe auch: Haus Sachsen-Coburg und Gotha

Literatur

  • Ulrich Hess, Geschichte Th√ľringens 1866 bis 1914, Verlag Hermann B√∂hlaus Nachfolger, Weimar 1991, ISBN 3-7400-0077-5 .
  • Johann B. Homann: Die Herzogt√ľmer Gotha, Coburg und Altenburg 1729, Historische Karte: Tabula Geographica Principatus Gotha, Coburg, Altenburg , Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, Reprint 1757/1999, ISBN 3-929000-78-4 .
  • Augenzeugenberichte: Das Herzoglich Sachsen-Coburg-Gothaische Infanterieregiment 1866, Band 11 - Schlacht bei Langensalza 1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2002, ISBN 3-936030-10-3 .

Weblinks

Wikipedia

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