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Letzte Änderung für Artikel Sachsen-Coburg-Saalfeld: 11.02.2006 02:16

Sachsen-Coburg-Saalfeld

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Sachsen-Coburg-Saalfeld war ein ernestinisches Herzogtum mit dem oberfr├Ąnkischen Ort Coburg als Residenzstadt .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Sachsen-Saalfeld 1680 bis 1735

Nachdem Herzog Ernst I. der Fromme von Sachsen-Gotha in Gotha am 26. M├Ąrz 1675 gestorben war, wurde das F├╝rstentum 1680 unter seinen sieben S├Âhnen aufgeteilt:

  1. Friedrich I. ( 1646 - 1691 ) erhielt Sachsen-Gotha-Altenburg
  2. Albrecht ( 1648 - 1699 ) erhielt Sachsen-Coburg
  3. Bernhard I. ( 1649 - 1706 ) erhielt Sachsen-Meiningen
  4. Heinrich ( 1650 - 1710 ) erhielt Sachsen-R├Âmhild
  5. Christian ( 1653 - 1707 ) erhielt Sachsen-Eisenberg
  6. Ernst II. ( 1655 - 1715 ) erhielt Sachsen-Hildburghausen
  7. Johann Ernst ( 1658 - 1729 ) erhielt Sachsen-Saalfeld.

Das neue F├╝rstentum , das keine volle Landeshoheit besa├č, sondern bei den Regierungsgesch├Ąften von den Oberbeh├Ârden in Gotha abh├Ąngig war, bestand aus den ├ämtern Saalfeld , Gr├Ąfenthal und Probstzella. Saalfeld war von 1680 bis 1735 Residenzstadt.

Als Herzog Albrecht von Sachsen-Coburg 1699 ohne ├╝berlebende Nachkommen starb ergaben sich Erbstreitigkeiten, insbesondere mit Bernhard I. von Sachsen-Meiningen, die erst 1735 beigelegt wurden. Der gr├Â├čte Teil von Sachsen-Coburg kam endg├╝ltig zur j├╝ngsten ernestinischen Linie Sachsen-Saalfeld, das F├╝rstentum Sachsen-Coburg-Saalfeld war entstanden.

Sachsen-Coburg-Saalfeld 1735 bis 1826

Nach dem Tod von Herzog Johann Ernst 1729 regierten seine S├Âhne Christian Ernst und Franz Josias das Land, bestehend aus zwei getrennten Landesteilen, gemeinsam, jedoch an verschiedenen Residenzorten. Christian Ernst blieb in Saalfeld , w├Ąhrend Franz Josias Coburg als Residenzstadt w├Ąhlte. 1745 erbte Herzog Franz Josias von seinem Bruder den Saalfelder Landesteil. 1747 konnte er das Erstgeburtsrecht ( Primogenitur ) bei der Thronfolge gesetzlich verankern und sorgte so zusammen mit einer rasch anwachsenden Familie f├╝r das dauerhafte ├ťberleben des Hauses Sachsen-Coburg-Saalfeld. Sein j├╝ngster Sohn Prinz Friedrich Josias machte durch seine Siege als kaiserlicher General und Feldmarschall im ├Âsterreichisch-t├╝rkischen Krieg und im ersten Koalitionskrieg gegen Frankreich von sich als Prinz Coburg reden und das F├╝rstentum bekannt. Bruder und Regent Herzog Ernst Friedrich wurde eher durch die desolaten Finanzen seines F├╝rstentums bekannt, was ab 1773 eine Zwangsschuldenverwaltung durch eine kaiserliche Debitkommision bis 1802 zur Folge hatte.

Herzog Franz Friedrich, der nur sechs Jahre von 1800 bis 1806 regierte, sorgte f├╝r eine Erneuerung des maroden Herzogtums und 1805 vertraglich zwischen Coburg und Saalfeld f├╝r ein einheitliche Staatswesen mit einer Landesverwaltung des F├╝rstentums, dem 1806 mit dem Ende des Heiligen R├Âmischen Reiches die volle Souver├Ąnit├Ąt zufiel.

Insbesondere die Kinder des Herzog Franz Friedrichs sorgten f├╝r den dynastischen Erfolg des Coburger Hauses. Durch den Ruhm von Prinz Friedrich Josias kam es 1796 zur Hochzeit zwischen der Tochter Prinzessin Julie (sp├Ąter Gro├čf├╝rstin Anna Feodorowna) mit dem russischen Gro├čf├╝rsten Constantin. Tochter Prinzessin Marie Luise Viktoria heiratete 1818 Edward, den Herzog von Kent, und wurde Mutter der englischen K├Ânigin Victoria . Der j├╝ngste ├╝berlebende Sohn, Prinz Leopold, wurde 1831 als Leopold I. K├Ânig der Belgier. Der f├╝nf Jahre ├Ąltere Bruder Prinz Ferdinand heiratete 1816 Marie Antonie Prinzessin von Koh├íry, aus einer der reichsten Aristokratenfamilie Ungarns stammend, und gr├╝ndete die katholische Line Sachsen-Coburg-Koh├íry. Der gleichnamige Sohn Prinz Ferdinand wurde 1837 als Dom Fernando II. K├Ânig von Portugal und der andere Sohn Prinz August war Vater von Ferdinand I. 1887 F├╝rst und 1908 Zar von Bulgarien. Au├čerdem war Thronfolger Herzog Ernst I. Vater von Prinz Albert , "the Prince Consort", der 1840 Ehemann der britischen K├Ânigin Victoria , seiner Cousine , wurde.

Trotz Beitritts zum Rheinbund im Jahre 1806 stand das F├╝rstentum vom November 1806 bis zum Tilsiter Frieden im Juli 1807 unter franz├Âsischer Verwaltung. Herzog Ernst I. , der ab Dezember 1806 regierte, konnte erst danach aus K├Ânigsberg in Ostpreu├čen in sein Land zur├╝ckkehren, welches 1807 auch Herzogtum wurde. Ein Grenzvertrag mit Bayern f├╝hrte 1811 zu einem kleinen Gebietszuwachs u.a. mit den Orten Triebsdorf, Niederf├╝llbach und Gro├čheirath. 1813 auf Seite der Alliierten k├Ąmpfend brachte der Wiener Kongress 1815 mit einem Gebiet im heutigen Rheinland-Pfalz, sp├Ąter auch F├╝rstentum Lichtenberg genannt, territorialen Zuwachs f├╝r das Herzogtum sowie die Mitgliedschaft im Deutschen Bund . Der Gr├╝ndungsakte folgend erhielt das Herzogtum au├čerdem 1821 seine erste Verfassung .

Das Aussterben der ├Ąltesten Linie Sachsen-Gotha-Altenburg 1825 f├╝hrte wieder zu Erbstreitigkeiten in der Familie der Ernestiner . Am 12. November 1826 f├╝hrte der Schiedsspruch des Familienoberhaupts, K├Ânig Friedrich August I. von Sachsen zur umfassenden Neugliederung der Ernestinischen Herzogt├╝mer. Sachsen-Coburg-Saalfeld trat Sachsen-Saalfeld und das Amt Themar an Sachsen-Meiningen ab. Daf├╝r bekam man das Herzogtum Sachsen-Gotha (ohne Altenburg, das an Sachsen-Hildburghausen kam) sowie die ├ämter K├Ânigsberg und Sonnefeld.

Das neue Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha (als Personalunion der beiden Herzogt├╝mer Sachsen-Coburg und Sachsen-Gotha) war geboren.

Regenten

Sachsen-Saalfeld 1680 bis 1735

  • 1680 - 1729 Johann Ernst, Sohn Ernsts I. von Sachsen-Gotha (1658-1729)
  • 1729 - 1735 Christian Ernst, Sohn Johann Ernsts, gemeinsam seinem Bruder Franz Josias

Sachsen-Coburg-Saalfeld 1735 bis 1826

  • 1735 - 1745 Christian Ernst (1683-1745), gemeinsam seinem Bruder Franz Josias
  • 1745 - 1764 Franz Josias (1697-1764), Sohn Christian Ernsts
  • 1764 - 1800 Ernst Friedrich (1724-1800), Sohn Franz Josias
  • 1800 - 1806 Franz Friedrich (1750-1806), Sohn Ernst Friedrichs
  • 1806 - 1826 Ernst I. (1784-1844), Sohn Franz Friedrichs

Literatur

Wikipedia

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