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Letzte Änderung für Artikel Gebietsreform in Bayern: 08.02.2006 19:05

Gebietsreform in Bayern

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Die Gebietsreform in Bayern wurde in den Jahren 1971 bis 1980 durchgef√ľhrt und hatte das Ziel, leistungsf√§higere Gemeinden zu schaffen. Dies sollte durch gr√∂√üere Verwaltungseinheiten erreicht werden, die nach der damaligen Ansicht effizienter arbeiten w√ľrden.

Die Gebietsreform wurde von Bruno Merk (CSU) initiiert, der von 1966 bis 1977 Staatsminister des Innern war. Sein Amtsnachfolger Alfred Seidl schloss die Gebietsreform dann ab.

Die Gebietsreform gliederte sich zeitlich in zwei Abschnitte:

  1. die Gebietsreform zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte 1971/72
  2. die kommunale Gebietsreform, die ab 1972 zuerst auf freiwilliger Basis durchgef√ľhrt wurde und im Jahre 1978 mit Zwangseingemeindungen abgeschlossen wurde.

Im Rahmen der Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie St√§dte, die am 1. Juli 1972 in Kraft trat, wurden aus vorher 143 Landkreisen insgesamt 71 neue Landkreise. 23 ehemals kreisfreie St√§dte verloren ihre Kreisfreiheit; sie erhielten als Trostpflaster den Titel "Gro√üe Kreisstadt" und begrenzte zus√§tzliche Rechte gegen√ľber den sonstigen kreisangeh√∂rigen Gemeinden.

Die Gemeindegebietsreform von 1972 bis 1978 verringerte die Zahl der bayerischen Gemeinden von 6.962 im Jahr 1970 um √ľber zwei Drittel auf etwas mehr als 2.000 kreisangeh√∂rige Gemeinden. Mehr als 900 der Gemeinden waren zudem Mitgliedsgemeinden in Verwaltungsgemeinschaften . Abgeschlossen wurde die Reform durch das Gesetz zum Abschluss der kommunalen Gebietsreform vom 1. Januar 1980, in dem noch kleinere Korrekturen vorgenommen wurden.

Insbesondere die kommunale Gebietsreform f√ľhrte zu heftigen politischen Auseinandersetzungen vor Ort. Seit Beginn der Gebietsreform haben circa 300 Gemeinden ihre Eigenst√§ndigkeit wieder erlangt, die meisten von ihnen konnten sich aus zwangsweise eingegangenen Verwaltungsgemeinschaften l√∂sen. In einigen F√§llen gelang es durch den Widerstand von B√ľrgern auch, eingemeindete Orte wieder in die Selbstst√§ndigkeit zu f√ľhren. Beispiele hierf√ľr sind Horgau bei Augsburg, Irlbach bei Straubing, Albaching im Landkreis Rosenheim, Bechtsrieth im Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab, Baar (Schwaben) im Landkreis Aichach-Friedberg, Rettenbach am Auerberg im Landkreis Ostallg√§u und Ermershausen im Landkreis Ha√überge.

Gerade das kleine fr√§nkische Dorf Ermershausen erlangte 1978 einige Bekanntheit. Die Einwohner widersetzten sich vehement der Eingliederung in die Gemeinde Maroldsweisach. Dies gipfelte in der Besetzung des Rathauses und der Errichtung von Barrikaden durch B√ľrger von Ermershausen mit dem Zweck, die Verlegung der Gemeindeverwaltung nach Maroldsweisach zu verhindern. Das Dorf wurde schlie√ülich von mehreren Hundertschaften der Bereitschaftspolizei gest√ľrmt und das Rathaus ger√§umt. Seit 1994 ist Ermershausen wieder eine selbst√§ndige Gemeinde.

Siehe auch

  • Gebietsreform

Wikipedia

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