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Letzte Änderung für Artikel Silberpfeil: 30.12.2005 17:57

Silberpfeil

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Silberpfeil W25 von 1934 im Mercedes-Benz Museum
Silberpfeil W25 von 1934 im Mercedes-Benz Museum
Silberpfeil W25 von 1934 Seitenansicht
Silberpfeil W25 von 1934 Seitenansicht
Silberpfeil W25 von 1934 R├╝ckansicht
Silberpfeil W25 von 1934 R├╝ckansicht
Silberpfeil W125 von 1937
Silberpfeil W125 von 1937
Silberpfeil W154 von 1939
Silberpfeil W154 von 1939
Silberpfeil W 196 "Monza" mit Stromlinienkarosserie
Silberpfeil W 196 "Monza" mit Stromlinienkarosserie

Silberpfeil war die inoffizielle Bezeichnung der deutschen Grand-Prix-Rennwagen von Mercedes-Benz und Auto Union von 1934 bis 1939, sowie dem von Mercedes-Benz in der Formel 1 von 1954/55 eingesetztem Typ W196 bzw. der 1952 und 1955 werkseitig eingesetzten Sportwagen 300 SL(R) (W194).

Durch die ├ťberlegenheit dieser Fahrzeuge im internationalen Automobil-Rennsport, die nicht zuletzt auf der akribischen Vorbereitung sowie der guten Arbeit der Mechaniker beruhte, wurde der Begriff "Silberpfeil" zum Mythos . F├╝r immer verbunden mit der ├ära dieser der Konkurrenz ├╝berlegenen Rennwagen sind die Namen Rudolf Caracciola , Bernd Rosemeyer , Tazio Nuvolari sowie sp├Ąter Stirling Moss und Juan Manuel Fangio . Hermann Lang fuhr sowohl vor als auch nach dem Krieg f├╝r die Stuttgarter im Gro├čen Preis von Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Namensursprung

Die Entstehung der Silberpfeile beruhte auf einer Verlegenheitsl├Âsung: Die internationale Sportbeh├Ârde schrieb ab 1934 f├╝r Formel-Rennwagen ein H├Âchstgewicht von 750 kg vor, um leichtere und damit leistungsschw├Ąchere Fahrzeuge zu erzwingen. Bisherige gro├čvolumige Rennwagen mit Kompressormotoren , wie etwa Bentley Blower oder der "Wei├če Elefant" Mercedes SSKL hatten bis zu 300 PS, waren aber auch sehr gro├č und fast zwei Tonnen schwer.

Als die Verantwortlichen von Mercedes-Benz vor dem Eifelrennen auf dem N├╝rburgring im Fr├╝hjahr 1934 ihre Neuentwicklung W25 auf die Waage der technischen Kommissare stellten, zeigte diese jedoch 751 kg an. Ausgehend vom Ausspruch Nun sind wir die Gelackmeierten! kamen Rennleiter Alfred Neubauer und sein Fahrer Manfred von Brauchitsch auf die Idee, den f├╝r deutsche Rennwagen ├╝blichen wei├čen Lack von der Karosserie abzuschleifen. Darunter kam das silbern gl├Ąnzende Aluminiumblech zum Vorschein, das Gewichtslimit wurde nun eingehalten. Manfred von Brauchitsch gewann das Eifelrennen, und die Presse pr├Ągte den Begriff vom "Silberpfeil".

Die Absicht, nur durch das niedrige Gewicht die Leistung begrenzen zu k├Ânnen, ging nicht auf. Die neuen Rennwagen hatten schon von Beginn an gute 300PS. 1937 wurden mit Kompressor-Motoren ohne Hubraum-Limit Motorleistungen von ca. 640 PS erreicht (was erst Anfang der 1980er Jahre mit dem Erscheinen der Turbo -Motoren in der Formel 1 ├╝berboten wurde). Diese Fahrzeuge erreichten Geschwindigkeiten weit jenseits der 300 km/h, doch die Fahrer hatten damals weder Helme noch Sicherheitsgurte.

Fl├╝gelt├╝rer 300 SL

Mercedes baute 1952 den " Fl├╝gelt├╝rer " und " Roadster " 300 SL (W194), der trotz seriennahem Motor aus der Limousine des Typs 300 (W186) ├╝berraschende Erfolge gegen st├Ąrkere Sportwagen errang, u.a. bei der Carrera Panamericana und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans . Daraufhin pausierte man ein Jahr und entwickelte einen neuartigen Rennwagen gem├Ą├č den neuen Regeln f├╝r die Formel 1 , um beim Deb├╝t am 4. Juli 1954 in Reims ( Frankreich ) einen sensationellen Doppelsieg zu erringen, der in Verbindung mit dem Fu├čball-WM-Titel am selben Abend einen sehr starke psychologisch Wirkung hatte. Die "Silberpfeile" waren zur├╝ck, und siegten oft, wenn auch fast nur mit Juan Manuel Fangio am Steuer. Ende der Saison 1955, die von der Katastrophe beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans , bei der ein Silberpfeil des Typs W196 von Mercedes verungl├╝ckte und 80 Zuschauer in den Tod riss, ├╝berschattet wurde, zog sich Mercedes sowohl von Formel 1 als auch von Sportwagenrennen zur├╝ck, da man alle WM-Titel gewonnen hatte. Die Silberpfeile wanderten ins Museum.

Als Stra├čenversion wurde der auf dem W194 basierende 300 SL (W198) jedoch noch bis 1963 angeboten.

Die Rennwagen von Porsche wiesen in den 1950er und Anfang der 1960er auch silberne Lackierungen bzw. blanke Alu-Karosserien auf. Bei den Sportwagen errang man dabei zahlreiche Erfolge, etwa bei der Carrera Panamericana und der Targa Florio , zudem einen Sieg in der Formel 1 1962. Obwohl Firmengr├╝nder Ferdinand Porsche damals die Auto Union-Rennwagen konstruiert hatte, wurde der Begriff Silberpfeil kaum mit Porsche in Verbindung gebracht - nicht zuletzt, da die Firma immer noch mit ihren kleinen hubraumschwachen Fahrzeugen normalerweise keine Gesamtsiege einfahren konnte. Zudem kamen bald Kunststoffkarosserien auf, die meist in wei├č lackiert wurden.

Bei Mercedes wurde in den 1960er Jahren bis Anfang der 1980er sporadisch Tourenwagenrennen und Rallyes mit seriennahen Limousinen und Coup├ęs der S-Klasse gefahren. Auch hier kam der Begriff Silberpfeil nicht zur Anwendung. Ein geplanter Einstieg in die Rallye-WM mit dem neuen kompakten "Mercedes 190E 2.3-16V" wurde abgeblasen, nachdem Auto Union- Nachfolger Audi dort mit Turbo und Allrad ein Wettr├╝sten ausgel├Âst hatte. Der "quattro" war dabei in der wei├čen Farbe des Tabak-Sponsors lackiert.

24-Stunden-Rennen

Ende der 1980er Jahre entschloss man sich bei Mercedes , die von Mercedes-V8-Motoren angetriebenen Sportwagen des Schweizers Peter Sauber werksseitig zu unterst├╝tzen, worauf diese silber lackiert und als "Silberpfeile" vermarktet wurden. Als Erfolge sind dabei der Gewinn der Langstrecken-Weltmeisterschaft sowie des 24-Stunden-Rennen von Le Mans zu verzeichnen. Zudem hat man Nachwuchspiloten ausgebildet, u.a. Michael Schumacher sowie Heinz-Harald Frentzen und Karl Wendlinger, mit denen Sauber im Jahre 1993 in die Formel 1 wechselte. Hier war der Monoposto jedoch schwarz lackiert, nur der Schriftzug "concept by Mercedes-Benz" gab einen Hinweis darauf, da├č Mercedes die Entwicklung eines Motors unterst├╝tzte, der vom Schweizer Mario Illien in dessen Firma Ilmor in England gebaut wurde.

Schon im Jahre 1995 wechselte dieser Motor zum Team McLaren , das seit ├╝ber zwanzig Jahren in den wei├č-roten Farben eines Tabak-Sponsor fuhr und dabei 10 WM-Titel errang (mit Motoren von Ford , TAG-Porsche, Honda und kurzzeitig Peugeot ), aber Mitte der 1990er Jahre eine lange sieglose Durststrecke durchlebte.

F├╝r die Saison 1997 konzentrierte sich dieser Tabak-Sponsor auf Ferrari , und die McLaren-Mercedes absolvierten die Testfahrten mit orangefarbener Lackierung wie schon in den 1960er Jahren, bevor ein neuer Tabak-Sponsor schwarz-wei├č-orange Farben mitbrachte. Trotz nur weniger Silbert├Âne an Nase und Motorhaube wurde der Begriff "Silberpfeil" wieder verwendet. Immerhin konnte wie schon 1934 und 1954 gleich beim ersten Einsatz ein Sieg erzielt werden (Australien 1997, David Coulthard ), dem noch zwei weitere folgten. Die Jahre 1998 und 1999 brachten jeweils den WM-Titel f├╝r Mika H├Ąkkinen .

Im Jahre 1999 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans trafen erstmals seit 60 Jahren wieder reinrassige Silberpfeile mit dem Stern bzw. den Vier Ringen aufeinander. W├Ąhrend die von Audi England eingesetzten R8C-Coup├ęs mit den eigentlich Mercedes-typischen Fl├╝gelt├╝ren mangels Zuverl├Ąssigkeit ausfielen, erreichten die vom erfolgreichen deutschen Joest-Team betreuten offenen R8R-Sportwagen das Ziel als Dritte und Vierte. Gewonnen hat ein in f├╝r deutsche Rennwagen klassischem Wei├č lackierter BMW V12.

Mercedes dagegen erlebte ein Debakel, da die CLR-Silberpfeile aufgrund der extremen Auslegung von Aerodynamik und Fahrwerk dreimal wie ein Flugzeug abhoben und spektakul├Ąr verunfallten, zum Gl├╝ck ohne Folgen. Mercedes zog daraufhin sofort den letzten verbliebenen Wagen vom Rennen zur├╝ck und beendete alle Aktivit├Ąten bei den Sportwagen, w├Ąhrend Audi in den folgenden Jahren unglaubliche Erfolge mit dem Audi R8 einfahren konnte. Der Audi R8 gilt heute als erfolgreichster Sportwagen Prototyp aller Zeiten.

Formel 1

neuer "Silberpfeil"
neuer "Silberpfeil"

In der Formel 1 unterlagen dagegen die offiziell West McLaren-Mercedes genannten Wagen f├╝nfmal in Folge dem roten Ferrari von Michael Schumacher , was den einstigen Nimbus der Unbesiegbarkeit der "Silberpfeile" entzauberte. In den Jahren 2002 bis 2004 konnte das Team nur insgesamt vier Siege verbuchen. 2005 hat das Team allerdings wieder zur Spitze aufgeschlossen, Kimi R├Ąikk├Ânen wurde Vizeweltmeister.

Siehe auch: Mercedes-Benz Museum in Stuttgart-Untert├╝rkheim

Wikipedia

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